Uncharted: The Nathan Drake Collection im Test - Schatzsuche Reloaded
Während wir auf das im März nächsten Jahres erscheinende Uncharted 4: A Thief's End noch ein bisschen warten müssen, ballern springen und klettern wir zunächst noch einmal durch die ersten drei Abenteuer von Naughty Dogs sympathischem Schlitzohr. Ob sich die Uncharted: The Nathan Drake Collection auch für Besitzer der PS3-Titel lohnt, erfahrt ihr in diesem Test.
Quelle: Computec Media GmbH
Teil 1 ist technisch und spielerisch nicht ganz so gut gealtert. Die Areale wirken leer und die Charaktermodelle wie Wachsfiguren.
Wurde der geistige Sohn von Lara Croft und Captain Malcolm Reynolds bei seinem ersten Auftritt 2007 noch von einigen engstirnigen Witzbolden als "Dude Raider" verhöhnt, stieg Nathan Drake mit dem zweiten und dritten Teil seiner Abenteuerreihe in den Olymp der Spiele-Protagonisten auf. Mittlerweile ist Uncharted neben God of War wohl Sonys wichtigste Marke, ein Kinofilm ist seit Jahren geplant und das vierte Spiel der Reihe erscheint Anfang nächsten Jahres. Grund genug also, die ersten drei Abenteuer unseres Lieblingshalunken nochmal zu erleben.
Diesmal allerdings auf der PS4 mit 1080p, 60 fps und sonstigen Verschönerungen. Kurz gesagt: Auch Sonys Vorzeige-Held bekommt eine Remaster-Collection spendiert. Coole Sache, vor allem für Leute, die anlässlich der neuen Konsolengeneration ins Playstation-Lager gewechselt haben. Allerdings müssen wir hier auch direkt ankreiden, dass weder die Multiplayer-Modi von Teil 2 und 3 noch der Vita-Ableger Golden Abyss in der Sammlung enthalten sind. Dafür dürft ihr an der Mehrspieler-Beta von Uncharted 4 teilnehmen, wenn ihr die Nathan Drake Collection erwerbt. Nun, wenigstens ein kleiner Trost.
Dreifacher Schatzjäger
Quelle: Computec Media GmbH
Schöner Ausblick: Die Lichteffekte sind hervorragend gelungen und die 60 fps machen sich vor allem in den hektischen Kämpfen und Fluchtszenen deutlich bemerkbar.
Für die Leute, die in den letzten acht Jahren selbst in einer Höhle hockten, um einen Schatz zu bewachen, hier nochmal eine Kurzzusammenfassung: Ihr schlüpft in die Rolle des Abenteurers und Schlitzohrs Nathan Drake, der an der Seite seines Mentors Sully allerlei Artefakte erbeutet, mit den Schönheiten Elena und Chloe flirtet und in regelmäßigen Abständen in scheinbar ausweglose Situationen stolpert, wo sich ihm eine feindliche Übermacht entgegenstellt. Das Gameplay besteht primär aus Third-Person-Shooter-Gefechten, in denen ihr von Deckung zu Deckung hechtet, und natürlich aus toll inszenierten Klettereien und Fluchtsequenzen. Hier und da wird auch mal das eine oder andere Rätsel eingestreut.
Während der erste Teil Drakes Schicksal noch ein wenig abwechslungsarm daher kommt, glänzen Among Thieves und Drake's Deception mit toll geschriebenen Charakteren und einer Präsentation, die so einige Kino-Blockbuster neidisch macht. Trotz ein paar Jahren auf dem Buckel haben die Spiele nichts von ihrer Faszination verloren und unterhalten auch heute noch über die gesamte Spielzeit.
Technisch nicht perfekt
Quelle: Computec Media GmbH
So ein Drake: Während die Partikeleffekte richtig toll sind, kommen an anderen Stellen immer wieder die PS3-Wurzeln durch. Das Feuer ist beispielsweise nicht mehr ganz zeitgemäß.
Auf der PS3 waren die Uncharted-Teile DIE Vorzeigetitel für die Technik der Konsole, dementsprechend sind gerade Teil 2 und 3 immer noch richtig hübsch. Ihre PS3-Herkunft lässt sich jedoch nicht verleugnen. Auf ein paar matschige Texturen trifft man auch in der Collection immer wieder. Richtig blöd: Auch das störende Kantenflimmern wurde nicht ganz beseitigt, sondern nur stark heruntergefahren. Zudem erspäht man häufig kleinere Clippingfehler und die Charaktere sehen vor allem in den Zwischensequenzen wie Wachsfiguren aus. Dies fällt gerade beim ersten Teil auf, dem man allgemein sein Alter ein wenig anmerkt. Die Areale wirken leer und insgesamt etwas altbacken. Überhaupt hatten wir den Eindruck, dass die Grafik nur ein bisschen weicher und höher aufgelöst ist.
Aber (fast) genug gemeckert, denn dafür machen sich die stabilen 60 Frames in der Sekunde stark bemerkbar. Vor allem in den hektischen Schusswechseln könnt ihr dadurch viel geschmeidiger kämpfen und genauer zielen. Nur im dritten Teil wunderten wir uns manchmal über das Treffer-Feedback. Oftmals schossen wir den Feinden in den Kopf, die Kugel ging aber durch sie hindurch und schlug hinter ihnen in der Wand ein.

Einigen wir uns auf ein Unentschieden
;)
Ich hab früher die alten TR gespielt.
Dann kam Uncharted, welches mich nicht soo sehr an TR erinnerte, ausser dem Indiana Jones-Setting.
Als ich dann aber den TR-Reboot gespielt habe, dachte ich sofort: Die haben aber gut kopiert
Wie bei "Max Payne" und "Stranglehold". :-D
Ich hab früher die alten TR gespielt.
Dann kam Uncharted, welches mich nicht soo sehr an TR erinnerte, ausser dem Indiana Jones-Setting.
Als ich dann aber den TR-Reboot gespielt habe, dachte ich sofort: Die haben aber gut kopiert
Hehe ein Freund von mir nennt ihn immer Nathan Croft.