Gut im Bilde: Kauf- und Wissenstipps zu Monitoren inklusive Marktübersicht mit über 60 Monitoren

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Special Antonio Funes - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Philips 272G5DYEB
Quelle: Philips

Ein guter Monitor kann den Spielspaß erhöhen - das beweist unser Praxis-Test. Wir geben euch allgemeine Tipps rund um Monitore zu Themen wie Display-Typen, Reaktionszeit und Inputlag. Außerdem bieten wir eine Marktübersicht mit empfehlenswerten Monitoren ab 24 Zoll.

Mit einem neuen, passenden Monitor kann der Alltag am PC, aber vor allem das Spieleerlebnis und der Spaß am Videoschauen deutlich steigen. Wir geben euch allgemeine Tipps zu allen wichtigen Monitor-Themen und bieten zudem noch eine große Marktübersicht mit Monitoren ab 24 Zoll.

Größe und Auflösung

Einen Monitor kleiner als 24 Zoll solltet ihr heutzutage nicht mehr anschaffen. Bei einem typischen Abstand von 50 bis 100 Zentimeter (Monitor auf dem Schreibtisch, User auf einem Bürostuhl) sind aber auch mehr als 27 Zoll nur selten sinnvoll. Nicht zuletzt aus diesem Grund gibt es vor allem bei den Monitoren von 24 bis 27 Zoll eine riesige Auswahl. Was die Auflösung, also die Anzahl der Pixel auf dem Display betrifft, haben wir eine kleine Tabelle mit den fünf wichtigsten Auflösungen zur besseren Übersicht erstellt. In der Spalte Pixelzuwachs seht ihr, wie viel mehr Pixel es prozentual berechnet im Vergleich zu Full-HD (1920 mal 1080 Pixel) jeweils sind.

Auflösung Pixel BxH Seitenverhältnis Pixelanzahl Pixelzuwachs
Full HD 1920 x 1080 16:9 c.a. 2,1 Mio
WUXGA 1920 x 1200 16:10 c.a. 2,3 Mio 11 Prozent
UltraWide 1080p 2560 x 1080 21:9 c.a. 2,8 Mio 33 Prozent
WQHD 2560 x 1440 16:9 c.a. 3,7 Mio 78 Prozent
4k (UHD) 3840 x 2160 16:9 c.a. 8,3 Mio 300 Prozent

Dabei bietet Full-HD das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und die eindeutig größte Auswahl an Monitoren. Wer sich aber einen Monitor mit 27 Zoll oder größer anschaffen will, sollte bei ausreichendem Budget eher zu WQHD greifen. 4k, also vier Mal so viele Pixel (jeweils doppelt so viele Pixel in der Breite und in der Länge) und somit 300 Prozent mehr Pixel im Vergleich zu Full-HD, sind hingehen nur für absolute Hardware-Fans ein Thema, da bezahlbare 4k-Monitore oft unter Input-Lags (dazu später mehr) leiden und man zudem einen extrem starken PC benötigt, um moderne Spiele ruckelfrei in dieser Auflösung spielen zu können.

iiyama B2888UHSU Quelle: Iiyama iiyama B2888UHSU Allgemein ist zudem das Seitenverhältnis von 16:9 der aktuelle Standard. Andere Format sind nur dann sinnvoll, wenn ihr euch der Vor- und Nachteile bewusst seid, zum Beispiel bietet ein Ultra-Wide-Modell mehr Sicht in die Breite, was zum Beispiel bei einem Rennspiel den Realismus, aber auch die Anforderungen an den PC erhöht. Zudem unterstützt nicht jedes Spiel eine passende Auflösung, und ohnehin sind so gut wie alle Spiele auf 16:9 hin entwickelt worden. Grundsätzlich gilt natürlich: je mehr Pixel, desto mehr Grafikpower braucht ihr, um Spiele auf hohen Details ruckelfrei genießen zu können- egal bei welchem Seitenverhältnis. Es ist allerdings nicht so, dass bei doppelter Auflösung sich die Leistung gleich halbiert, denn es spielt ja nicht nur die reine Grafikpower eine Rolle bei der Berechnung der Bilder. Trotzdem müsst ihr aber bei 4k im Vergleich zu Full-HD damit rechnen, je nach Spieletitel nur noch 30 bis 40 Prozent der FPS (Bilder pro Sekunde) zu haben, die der PC bei Full-HD erreicht. Bei WQHD sind es etwa 65 Prozent der FPS im Vergleich zu Full-HD.

Reaktionszeit und Input-Lag

Viele verwechseln die Reaktionszeit mit dem Input-Lag. Dabei ist der Unterschied recht einfach zu erklären: die Reaktionszeit beschreibt den Zeitraum, den ein Pixel benötigt, um seine Farbe zu ändern. Bei einer hohen Reaktionszeit kann dies zu schlierenartigen Effekten beim Bild führen.

Philips 272G5DYEB Seitenansicht Quelle: Philips Philips 272G5DYEB Seitenansicht Das Inputlag wiederum steht aber für eine Verzögerung des kompletten Bildsignals, das heißt: bevor das Bild überhaupt auf den Monitor gezaubert wird, ist schon eine Verzögerung vorhanden - man kann dies mit einem hohen Ping beim Onlinegaming vergleichen. Bei einem Monitor mit einem sehr hohen Inputlag würdet ihr schon beim simplen Bewegen der Maus über den Bildschirm merken, dass der Mauszeiger nicht zeitgleich mit eurer Handbewegung startet. Bei der Reaktionszeit hingehen würde ein schlechter Wert dazu führen, dass der Mauszeiger eine Art Schweif hinter sich herzieht, weil die Pixel zu träge beim Verändern der Farbe sind. Für Spiele sind im Grunde genommen alle modernen Monitore mit einer Reaktionszeit von bis zu sechs Millisekunden (laut Hersteller) voll spieletauglich. Das Inputlag wiederum wird vom Hersteller derzeit nicht angegeben, außer ein Monitor wird mit einem besonders niedrigen Inputlag vermarktet - bei Monitoren sind Inputlags allerdings bisher kein Thema gewesen, da nur wenige Modelle (vor allem 4k-Monitore) derartige Probleme haben. Denn schließlich würde ein starkes Inputlag schon bei Officetätigkeiten nerven und ein Produkt unattraktiv machen. Bei LCD-TVs wiederum sind Input-Lags häufiger anzutreffen, da das Bild dort oftmals durch Algorithmen verbessert wird, was eine kleine Verzögerung mit sich bringt. Für PCs oder Spielekonsole haben LCD-TVs daher oft einen Gaming-Modus, in dem diese Bildverbesserung deaktiviert wird.

Display-Arten

Das Display, also die eigentliche Bildfläche eines Monitors und die dahintersteckende Technologie, ist das wichtigste an einem Monitor. Hierbei gibt es mehrere Display-Typen, die euch auf dem Monitor-Markt begegnen. Die entscheidenden Unterschiede sind dabei die Methoden, wie genau die einzelnen Pixel dazu gebracht werden, bestimmte Farben darzustellen. Prinzipiell entsteht die Farbe eines Pixels nämlich dadurch, dass Subpixel in unterschiedlich hellen Stufen in den Farben Rot, Grün und Blau leuchten. Die Vermischung der drei Farben erzeugen am Ende die Farbe, die ein Pixel haben soll. Die verschiedenen Panel-Typen sorgen nun auf jeweils etwas andere Art und Weise für das, was im Detail bei diesen Vorgängen abläuft. Was genau die technischen Unterschiede hinter den Kulissen sind, spielt dabei für den Käufer natürlich keine entscheidende Rolle. Allerdings solltet ihr wissen, welche wichtigen Panel-Typen es gibt und welche Vor- oder Nachteile sie haben. Für Spieler sind derzeit vor allem zwei Panel-Typen interessant: TN und IPS, wobei die IPS-Technik von Samsung unter dem Namen PLS zu finden ist. TN-Panel sind besonders schnell, was die Reaktionszeit der Pixel angeht, und zudem in der Produktion sehr günstig, so dass ihr schon ab 130 Euro spieletaugliche Monitore mit 24 Zoll Diagonale und Full-HD-Auflösung bekommt. Der Nachteil von TN-Panels ist aber die Farbtreue und Farbbrillianz. Dies fällt dem durchschnittlichen User sicher kaum auf, denn natürlich wird aus Rot nicht gleich Braun oder aus Dunkelblau ein Grau.

BenQ XL2420G Quelle: Benq BenQ XL2420G Aber wer viel mit Fotos und Videos arbeitet, der könnte Probleme haben, ein wirklich farbtreues TN-Panel zu finden. Zudem neigen TN-Panels dazu, dass die Farben schneller anders wirken, wenn man seinen Blickwinkel verändert. Wer also etwas seitlich sitzt, wird das Bild beispielweise mit einem Graustich wahrnehmen, während es mit einer Sitzposition direkt vor dem Monitor natürlichere Farben zu sehen gibt. Besser bei Farbtreue und Blickwinkel sind die in letzter Zeit immer beliebter gewordenen IPS-Panels. Früher waren diese Panels durch eine teurere Produktion preislich deutlich höher angesiedelt, und auch bei der Reaktionszeit hatte man klare Nachteile in Kauf zu nehmen. Aber inzwischen gibt es immer mehr IPS-Monitore, die nicht mehr viel teurer als TN-Modelle sind und gleichzeitig auch bei der Reaktionszeit voll spieletauglich sind. Wichtig ist aber trotzdem: nur weil ein Panel mit der IPS-Technik arbeitet, muss es nicht zwangsweise das bessere Bild liefern als ein ähnliches teures TN-Modell. Ein dritter bezahlbarer Panel-Typ auf dem Monitormarkt ist VA sowie dessen Verwandte Panel-Arten MVA und PVA. Diese Monitore sind eher für professionelle Anwendungen gedacht und in der Regel dafür noch besser geeignet als IPS-Panels, für Spiele allerdings ist die Reaktionszeit der VA-Panel meist nicht zu empfehlen. Wir fassen die Panel-Typen in der folgenden Tabelle zusammen - beachtet bitte, dass dies nur die üblicherweise typischen Eigenschaften sind und es durchaus beispielsweise auch TN-Monitore gibt, die auch bei Farbtreue und Blickwinkelstabilität gute Ergebnisse liefern, oder dass auch manch ein VA-Monitor bei diesen beiden Features eventuell schlecht dastehen kann.

Paneltyp Reaktionszeit Farbtreue Blickwinkelstabilität
TN schnell bis sehr schnell durchschnittlich durchschnittlich
IPS mittel bis schnell gut gut
VA (PVA/MVA) langsam bis mittel sehr gut sehr gut

Bildwiederholfrequenz

Der Standard für moderne Monitore bei der Bildwiederholfrequenz beträgt 60 Hz (Hertz). Das heißt: der Monitor stellt jede Sekunde 60 Bilder dar. Damit ist gemeint, dass er bei Bedarf bis zu 60 Mal pro Sekunde das Bild updatet - wenn sich auf dem Bild nichts tut, leuchten die Pixel einfach weiter. Es wird also nicht - wie es früher bei Röhrenmonitoren der Fall war - 60 Mal ein komplett neues Bild aufgebaut. Daher flimmern LCD-Monitore auch nicht. Seit einiger Zeit werden aber vor allem für Gamer auch Monitore mit 144 Hz angeboten.

Asus MG278Q Quelle: Asus Asus MG278Q Wenn der PC in einem Spiel mehr als 60 Bilder pro Sekunde schafft, werden also Besitzer eines solchen Monitors - wenn auch meist eher unterbewusst - mehr Bilder sehen als die Nutzer eines Monitors mit 60 Hz. Aber auch bei Spielen, die langsamer laufen, sind die hohen Bildwiederholfrequenzen ein Vorteil, denn bei schnellen Szenen wird das Bild von den meisten Nutzern als sanfter und angenehmer empfunden, selbst wenn die PC-Leistung nur für beispielsweise 50 Bilder pro Sekunde reicht. Allerdings ist die 144 Hz-Technik deutlich teurer, zudem sind diese Bildwiederholfrequenzen derzeit fast ausschließlich mit TN-Panels bezahlbar zu verwirklichen, wie ihr auch in der Marktübersicht später noch feststellen werdet. Für die User, die nach einem 144 Hz-Modell suchen, haben wir nämlich als zweite Marktübersichts-Tabelle eine eigene Übersichtstabelle mit 22 Monitoren vorbereitet.

G-Sync und Freesync

Im Zusammenhang mit Gaming-Monitoren ist in letzter Zeit immer häufiger von G-Sync oder Freesync die Rede. Dies sind Techniken von Nvidia (G-Sync) beziehungsweise AMD (Freesync), die bei schnellen Spielen das Bild noch stabiler und flüssiger machen sollen.

Philips 272G5DYEB Quelle: Philips Philips 272G5DYEB Im Fokus steht dabei vor allem das so genannte Tearing - ein Problem, das man vor allem kennt, wenn man das softwarebasierte V-Sync in den Spieleoptionen nicht aktiviert und schnellere seitliche Kamerabewegungen ausführt: hier scheint das Bild nämlich teilweise gespalten und dabei vertikal versetzt zu sein. Auch mit V-Sync kann es bei genauem Hinsehen noch Tearing geben, obwohl dies nur von sehr geübten Augen wahrgenommen werden kann. V-Sync gibt es nun schon seit langer Zeit, so dass G-Sync oder Freesync eher als eine Optimierung auf hohem Niveau für anspruchsvolle Nutzer zu sehen ist. Denn den meisten Nutzern fiel bislang gar nicht auf, dass ihr Spieleerlebnis eventuell nicht optimal war - nutzt man dann die neue Technik, werden schnelle Spiele jedoch in der Regel auch solchen Nutzern etwas angenehmer vorkommen. Allerdings macht ein solches Sync-Feature den Monitor teurer, und es gibt noch nicht viele Monitore, die diese Techniken bieten. Vor allem gibt es derzeit noch kein Gerät, das beide Verfahren in sich vereint. Entscheidet ihr euch also für einen solchen Monitor, müsst ihr zudem auch beim Neukauf einer Grafikkarte beim jeweils zum Sync-Verfahren passenden Grafikchip-Hersteller (AMD oder Nvidia) bleiben, sofern ihr das Sync-Feature nutzen und den Monitor behalten wollt. Außerdem kann es bei Monitoren, die 144 Hz als Bildwiederholfrequenz anbieten, vorkommen, dass die Sync-Funktion nur mit maximal 90 Hz nutzbar ist. Auf der nächsten Seite kommen wir nun zu unserer Marktübersicht mit 61 Monitoren, in der wir natürlich auch Monitore mit G-Sync oder Freesync gekennzeichnet haben.

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  1. Seite 1 Monitore: Tipps zu Technik und Kauf
  2. Seite 2 Monitore: Marktübersicht mit 61 Modellen
    • Kommentare (15)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von bloodycorrey
        Warum ist der Asus MG279Q 2x in der Liste unter "Teil 2"? Müsste er nicht bei einem anderen Panel auch eine andere Modelnummer haben ?
        Das war sicher ein Kopierfehler oder so. Der MG279Q hat ein IPS-Panel, es gibt den nicht mit TN. Es ist auch kein anderer Monitor zum gleichen Preis mit TN-Panel und 144Hz zu haben,
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von bloodycorrey
        Warum ist der Asus MG279Q 2x in der Liste unter "Teil 2"? Müsste er nicht bei einem anderen Panel auch eine andere Modelnummer haben ?
        Das war sicher ein Kopierfehler oder so. Der MG279Q hat ein IPS-Panel, es gibt den nicht mit TN. Es ist auch kein anderer Monitor zum gleichen Preis mit TN-Panel und 144Hz zu haben,
      • Von bloodycorrey Anfänger/in
        Warum ist der Asus MG279Q 2x in der Liste unter "Teil 2"? Müsste er nicht bei einem anderen Panel auch eine andere Modelnummer haben ?
      • Von Execuse Stille/r Leser/in
        Netter Artikel, hatte ein wenig gehofft das mehr auf 21:9 Bildschirmen eingegangen wird.
      • Von Schalkmund Nerd
        Ein 27" wäre mir zu klein, weil meine Augen so groß sind.
      • Von Enisra Mitglied
        Zitat von Worrel
        Der optimale Abstand zum Monitor beträgt 1,5 - 2 mal die Bildschirmdiagonale.
        Bei einem 24" wäre das also 36" bis 48" = 90 cm bis 120 cm

        Scheint mir etwas hoch zu sein - bei meinem 27" sitze ich 70 cm bis 90 cm davor ...
        dito und da muss man auch nicht den Kopf bewegen
        Also muss man schon EXTREM nah dran sitzen das man bei 24" den Kopf drehen muss
      Direkt zum Diskussionsende
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