Devil May Cry 4: Special Edition im Test - Flotte, aber auch angestaubte Dämonen-Action

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Feuerteufel: Während Nero und Bossgegner Berial optisch beeindruckend daherkommen, ist der Hintergrund auch auf der PS4 immer noch karg, trist und öde.
Quelle: Computec Media GmbH

Devil May Cry 4: Special Edition im Test: Anfang des Jahres erschien bereits eine PS4-Remaster-Version von DmC: Devil May Cry und bot mit kleineren Neuerungen eine Nachholgelegenheit für alle Zocker, die den Titel bislang verschmäht oder verpasst hatten. Die im PSN erhältliche Devil May Cry 4 Special Edition soll nun in die gleiche Kerbe schlagen, scheitert dabei aber an mehreren Faktoren. Unser Test.

Die PS4-Remaster-Version von DmC: Devil May Cry bot mit kleineren Neuerungen, Anpassungen und Zusatzinhalten sowohl einen ordentlichen Service für Hardcore-Fans der Reihe als auch eine Nachholgelegenheit für alle Zocker, die den Titel bislang verschmäht oder verpasst hatten. Da kümmerte es auch nicht sonderlich, dass das Spiel technisch nicht gerade taufrisch war und man ihm die PS3-Herkunft deutlich ansah, denn die Gameplay-Mechaniken des 2013 veröffentlichten DmC waren schließlich immer noch hervorragend. Die im PSN erhältliche Devil May Cry 4 Special Edition soll nun in die gleiche Kerbe schlagen, scheitert dabei aber an mehreren Faktoren.

Valium fürs Volk

Like a Vergil: Auch Dantes Bruder darf nun durch die Story gespielt werden. Blöd: Die Cutscenes wurden nicht angepasst, sodass die Geschichte vollkommen zusammenhanglos wirkt. Quelle: Computec Media GmbH Like a Vergil: Auch Dantes Bruder darf nun durch die Story gespielt werden. Blöd: Die Cutscenes wurden nicht angepasst, sodass die Geschichte vollkommen zusammenhanglos wirkt. Wer den Titel schon bei seiner Erstveröffentlichung auf der PS3 im Jahre 2008 gespielt hat, weiß natürlich Bescheid: Diesmal steuert ihr nicht ausschließlich den bekannten Serienhelden Dante, sondern übernehmt in der ersten Spielhälfte die Rolle des jungen Nero, der in der kleinen Stadt Fortuna einer zwielichtigen Dämonen-Sekte auf die Schliche kommt und dessen Freundin Kyrie entführt. Während Dante sich in den späteren Levels auf seine aus Devil May Cry 3 bekannten vier Kampfstile (Trickster, Royal Guard, Gunslinger, Swordmaster) verlässt, nutzt Nero seinen Dämonenarm, mit dem er Gegner an sich heranziehen und wegschleudern kann. Die beiden Charaktere spielen sich somit schön unterschiedlich, was dafür sorgt, dass die Kämpfe auch sieben Jahre nach der Erstveröffentlichung immer noch riesig Spaß machen.

Vor allem die toll inszenierten Bosskämpfe mit teils gigantischen Gegnern sind sowohl spielerisch als auch optisch beeindruckend. Hier merkt man auch klar, dass sich der vierte Serienteil sehr am allerersten Devil May Cry orientiert. Die Besinnung auf die Serienwurzeln ist jedoch ein zweischneidiges Schwert, denn abseits der spaßigen Kämpfe wirkt der Titel spielerisch arg altbacken. Die Areale sind jenseits der Kampfbereiche sehr leer und so kommt es oftmals vor, dass ihr über längere Zeit durch einen tristen Tunnel lauft, in dem gar nichts passiert. Das allein wäre nicht so schlimm, wenn es nicht so viel Backtracking gäbe. Gerade die Rätsel sind absolut veraltet und schicken euch hin und her durch die immer gleichen Gänge, bis ihr dann endlich das erforderliche Item besitzt oder genügend Säulen oder Ähnliches richtig angeordnet habt. Langweilig. Auch der Spielerwechsel zur Mitte der Story trägt hier zur spielerischen Tristesse bei, da ihr mit Dante nochmals durch die bereits mit Nero bewältigten Levels laufen müsst. Hier merkt man dem Titel ganz deutlich sein Alter an.

60 Frames, 1080p, Monokel!

Die Waffen der Frauen: Das Abenteuer lässt sich nun auch mit Trish und Lady bestreiten. Letztgenannte vertraut bei der Dämonenjagd auf ihren Raketenwerfer. Quelle: Computec Media GmbH Die Waffen der Frauen: Das Abenteuer lässt sich nun auch mit Trish und Lady bestreiten. Letztgenannte vertraut bei der Dämonenjagd auf ihren Raketenwerfer. Auch technisch bietet der Titel wenig Anlass für Begeisterungsstürme. Klar, konstante 60 Bilder in der Sekunde und eine Auflösung von 1080p sind schon schön, aber wohl auch das Mindeste, was man von einem Remaster eines alten Spiels erwarten kann. Ansonsten werden keine erkennbaren Verbesserungen geboten. Immer noch gibt es matschige Texturen und die Areale sehen meist sehr karg aus. Gerade mal die Beleuchtung ist recht hübsch geworden. Das ändert aber nichts daran, dass man jederzeit merkt, ein Spiel vor sich zu haben, das aus der Frühzeit des letzten Konsolen-Zyklus stammt. Wären wir gemein, würden wir sagen, dass es technisch auf dem Stand der damaligen PC-Version ist. Und wir sind ja schließlich für unsere Gemeinheit bekannt. Die sonstigen Neuerungen enttäuschen ebenfalls.

Zusätzliche Kostüme mögen ja schön und gut sein, aber wer möchte Dante bitte mit Schmierfrisur und Monokel auf Dämonenjagd gehen sehen? Wenigstens dürft ihr nun nicht nur mit Dante und Nero, sondern auch mit Vergil, Trish und Lady die Story nachspielen. Die Story? Nun, wohl eher die Levels, denn die Zwischensequenzen wurden nicht an die neuen Figuren angepasst und somit einfach übersprungen. Dadurch wirkt die Kampagne mit den Neulingen vollkommen zusammenhanglos. Das ist doppelt schade, weil sie allesamt mit verschiedenen Kampfstilen zu Felde ziehen und so wohltuende Abwechslung ins Gameplay bringen. Der neue (härtere) Schwierigkeitsgrad und der Speed-Modus, welcher (wer hätte es gedacht?) die Spielgeschwindigkeit erhöht, sind nette Beigaben für Fans, aber sicherlich kein (erneuter) Kaufgrund.

Meinung

Wertung zu Devil May Cry 4: Special Edition (PS4)

Wertung:

7.5 /10
Pro & Contra
Konstante 60 Frames, 1080p-AuflösungFünf spielbare CharaktereGewohnt coole Action
Wenige Höhepunkte und NeuerungenKarge Areale, BacktrackingNervige Kamera
Fazit

"Flotte, mittlerweile aber auch etwas angestaubte Dämonen-Action"

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gast1697404202 Mitglied
        ich zocke derzeit dmc und ich find es nicht schlecht kenn aber auch die vorgänger nicht gab es die überhaupt fürn pc ?
      • Von Gast1697404202 Mitglied
        ich zocke derzeit dmc und ich find es nicht schlecht kenn aber auch die vorgänger nicht gab es die überhaupt fürn pc ?
      • Von RedDragon20 Mitglied
        Zitat von Goreland
        Also wer mit dem Reboot etwas anfangen konnte,hat Devil May Cry nicht verstanden, und ist offensichtlich kein Fan der ersten Stunde.Die Westernisierung war ein Schuss ins Knie.
        Gut dass es keine Fortsetzung von DMC-Devil May Cry geben wird.
        Sonst stimme ich mit dem Artikel voll und ganz überein.
        Sagt wer? Ich habe Teil 1 bis 4 geliebt und bis zum Erbrechen gespielt. Bin ich etwa trotzdem kein Fan, nur weil ich auch DmC ziemlich gut fand? Und wer sagt, dass es keine Fortsetzung des Reboots geben wird?
      • Von Goreland NPC
        Also wer mit dem Reboot etwas anfangen konnte,hat Devil May Cry nicht verstanden, und ist offensichtlich kein Fan der ersten Stunde.Die Westernisierung war ein Schuss ins Knie.
        Gut dass es keine Fortsetzung von DMC-Devil May Cry geben wird.
        Sonst stimme ich mit dem Artikel voll und ganz überein.
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