Report: Der aktuelle Stand bei Sonys VR-Headset

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Special Uwe Hönig - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Project Morpheus Report: Der aktuelle Stand bei Sonys VR-Headset.
Quelle: Play4

Auf der Games Developers Conference stellte Sony einen neuen Prototypen von Project Morpheus vor und verschob die Veröffentlichung auf 2016! Wir bringen euch in diesem Special auf den neuesten Stand!

Die virtuelle Realität hat sich in letzter Zeit zu einem wichtigen Thema gemausert. Wie sonst ließe sich das verstärkte Engagement zahlreicher Hardware-Hersteller in diesem Bereich erklären? Sony werkelt bekanntlich schon seit einigen Jahren an einem entsprechenden Headset. Daneben gibt es die bereits als Entwicklerkit verfügbare Oculus-Rift-Hardware (für PC), während Microsoft mit der sogenannten Holo Lens an einem ähnlichen Produkt arbeitet.

Jedoch basiert die Holo Lens auf einem anderen Konzept wie die Geräte der Konkurrenz, denn das transparente Headset schottet den Nutzer nicht komplett von der Außenwelt ab. Darüber hinaus mischt nun auch noch Valve mit und entwickelt in Zusammenarbeit mit HTC eine VR-Hardware namens Vive für die Steam-Plattform. Demnach herrscht rege Aufregung innerhalb der VR-Community, doch wie sinnvoll erweisen sich die Hardware-Erweiterungen für den Otto Normalspieler?

Verbesserte Technik

Project Morpheus - Technische Daten • Bildschirmtyp: OLED
• Bildschirmgröße: ca. 14,5 cm
• Bildschirmauflösung: 1.920x1.080 Pixel
• Bildwiederholungsrate: 120/60 Hertz
• Maximaler Blickwinkel: 100 Grad
• Beschleunigungs- und Kreiselsensor
• HDMI- und USB-Anschlüsse
• 3D-Audio und "Social-Screen"

Wie eingangs erwähnt, nutzte Sony nun schon zum zweiten Mal in Folge die Game Developers Conference in San Francisco (2. bis 6. März 2015) als Rahmen für die Vorstellung der firmeneigenen VRBrille namens Project Morpheus. Der neueste Prototyp wurde laut den Vorträgen von Shuhei Yoshida (Präsident der Sony Worldwide Studios) technisch verbessert und verfügt nun über ein größeres Full-HD-Display, das dank OLED-Technik eine brillante Darstellung virtueller Welten ermöglicht. Die Bildwiederholungsrate des Displays wurde auf 120 Hertz hochgeschraubt, um bei Kopfbewegungen einen möglichst flüssigen Grafikaufbau zu ermöglichen.

Außerdem soll der neue Bildschirm über eine sehr niedrige "Pixel Persistence" verfügen: Das bedeutet, dass die einzelnen Bildelemente dank schneller Schaltzeiten für weniger Wischeffekte sorgen. Dabei dürften die zu erwartenden Latenzen durch die erhöhte Bildwiederholfrequenz zwischen 7,8 und 16,6 Millisekunden liegen. Das ist bereits ein sehr ordentlicher Wert und dürfte dabei helfen, die allgegenwärtige Entstehung von Übelkeit in Zusammenhang mit der Verwendung von VR-Hardware zu vermindern.

Ein kleiner Erfahrungsbericht

Test: Nur ein Selbstversuch beantwortet die Frage, ob auch bei euch Symptome der Cyber Sickness auftreten. Quelle: Play4 Test: Nur ein Selbstversuch beantwortet die Frage, ob auch bei euch Symptome der Cyber Sickness auftreten. Mit diesem Problem hat nicht nur Sony zu kämpfen. Auch die VR-Brille Oculus Rift erzeugt bei vielen Nutzern ein ungutes Gefühl im Magen, das bei empfindlichen Personen sogar zum Erbrechen führen kann. Medizinisch hängt dieses Problem mit der Abkopplung von Auge und Innenohr zusammen: Während unser Gleichgewichtsorgan keinerlei Bewegungsinformationen erhält, wird der Sehnerv durch das VR-Headset mit echter 3D-Grafik bombardiert. Die simulierte Bewegung im dreidimensionalen Raum wird demnach rein optisch suggeriert, was bei vielen Menschen für Übelkeit sorgt.

Der Effekt verschlimmert sich bei einem ruckeligen Bildaufbau, oder falls die Kopfbewegungen ungenau erfasst werden. Deshalb setzt Sony beim neuesten Project-Morpheus-Prototypen auf exaktes Headtracking und eine möglichst flüssige Grafikdarstellung. Wie könnte man nun herausbekommen, ob man selbst zu den von der sogenannten Cyber-Sickness betroffenen Menschen gehört? Wenn ihr zum Beispiel empfindlich auf 3D-Filme reagiert, stehen die Chancen hoch, dass euch auch die Verwendung einer VR-Brille zu schaffen machen könnte. Generell gibt es aber kaum eine Möglichkeit, im Vorfeld eine potenzielle Cyber-Sickness festzustellen.

Schöne neue Welt: Auf der GDC wurden die Vorzüge der neuen VR-Technologie anhand einiger Beispiele erläutert. Quelle: Play4 Schöne neue Welt: Auf der GDC wurden die Vorzüge der neuen VR-Technologie anhand einiger Beispiele erläutert. Uns liegen Berichte von Leuten vor, die sämtliche Achterbahnen fahren und jeden Ego-Shooter spielen können, ohne die geringsten Anzeichen von Kopfweh oder Übelkeit. Doch nur wenige Minuten mit einem Oculus Rift auf dem Schädel sorgen bei den gleichen Personen für negative Auswirkungen auf den Körper und entsprechendes Unwohlsein. Die einzige Lösung lautet: ausprobieren! Wenn ihr euch für eines der kommenden VR-Systeme interessiert, solltet ihr vor dem Kauf unbedingt eine ausgiebige Test-Session einplanen.

Spielzeug für Technik-Nerds

Nichts ist ärgerlicher, als für ungenutzte Hardware Geld hinzulegen, was uns zum nächsten Problem von Project Morpheus führt – der Massentauglichkeit. In der Vergangenheit gab es schon öfters den Versuch, teure Zusatzhardware für bestehende Konsolensysteme zu etablieren. Dieses Vorhaben ist eigentlich immer schief gegangen, da Konsolenspieler in der Regel allergisch auf weitere Kosten neben der Anschaffung des Systems und zugehöriger Spiele reagieren. Im PC-Sektor sind es die User sowieso schon gewöhnt, regelmäßig Geld in die Aufrüstung des eigenen Rechners zu stecken. Da liegt die Überlegung viel näher, sich mal eben auch noch eine VR-Brille zuzulegen.

Außerdem zocken PC-Spieler meistens an einem Schreibtisch, was die Funktion entsprechender Headsets begünstigt. So treten auf einem Bürostuhl sitzend wesentlich weniger negative Effekte auf den Körper auf, als wenn ihr beispielsweise im Wohnzimmer steht und in eine andere Welt abtaucht. Die Unfallgefahr ist dabei auch nicht zu verachten, schließlich wird Project Morpheus per Kabelverbindung an die PS4 angeschlossen, was bei schnellen, ruckhaften Kopfbewegungen durchaus für Probleme sorgen kann. So haben wir bei unserem Hands-On-Test auf der letztjährigen Gamescom glatt die angestöpselte PS4 von ihrem Podest gerissen. Danach war die Project-Morpheus-Präsentation direkt vorbei, denn die PS4 quittierte nach dem Sturz ihren Dienst.

Meinung

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Projekt Morpheus Report - Daten, Fakten, Technik
  2. Seite 2 Project Morpheus Report: VR-Zukunft, Spiele
    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von nerdone Spiele-Novize/Novizin
        hm

        Zitat von doomkeeper
        Die Grafik wird einfach komplett runtergedreht damit die 120hz zum Vorschein kommen können.
        Eine Grafik auf dem Bildschirm ist mit der VR Grafik nicht zu vergleichen.

        Dennoch wird Project Morpheus selbstverständlich hinter einer PC VR Brille zurückliegen weil die PS4 schlichtweg zu schwach für grafische Meisterleistung ist.
        Alles über 85 - 90 hz soll sehr gut spielbar sein und das ist das wichtigste an VR. Es muss einfach nur super flüßig und angenehm sein - wie krass die Grafik ist spielt für das VR Erlebnis keine Rolle.

        Wichtig ist ein stabiles, flüßiges Bild und eine gute Steuerung damit so viele Bewegungen wie möglich aufs Spiel übertragen werden. Wie schön die Grafikqualität ist, ist unwichtig.
        Ich geb dir bei allem recht nur dass die Grafikqualität unwichtig ist ist völliger Unsinn. Tolle Grafik bringt nichts wenn die Bildwiederholfrequenz zu niedrig ist oder hohe Latenzen auftreten. Wenn das mal passt ist es aber natürlich ein großer Unterschied ob die Grafik gut ist oder nicht. Wenn sie es je in den Griff bekommen Motion Sickness und ähnliches zu eliminieren wirds genau so wie heutzutage Weiterentwicklungen bei der Grafik geben und das Spiel wird dadurch cooler.
      • Von nerdone Spiele-Novize/Novizin
        hm

        Zitat von doomkeeper
        Die Grafik wird einfach komplett runtergedreht damit die 120hz zum Vorschein kommen können.
        Eine Grafik auf dem Bildschirm ist mit der VR Grafik nicht zu vergleichen.

        Dennoch wird Project Morpheus selbstverständlich hinter einer PC VR Brille zurückliegen weil die PS4 schlichtweg zu schwach für grafische Meisterleistung ist.
        Alles über 85 - 90 hz soll sehr gut spielbar sein und das ist das wichtigste an VR. Es muss einfach nur super flüßig und angenehm sein - wie krass die Grafik ist spielt für das VR Erlebnis keine Rolle.

        Wichtig ist ein stabiles, flüßiges Bild und eine gute Steuerung damit so viele Bewegungen wie möglich aufs Spiel übertragen werden. Wie schön die Grafikqualität ist, ist unwichtig.
        Ich geb dir bei allem recht nur dass die Grafikqualität unwichtig ist ist völliger Unsinn. Tolle Grafik bringt nichts wenn die Bildwiederholfrequenz zu niedrig ist oder hohe Latenzen auftreten. Wenn das mal passt ist es aber natürlich ein großer Unterschied ob die Grafik gut ist oder nicht. Wenn sie es je in den Griff bekommen Motion Sickness und ähnliches zu eliminieren wirds genau so wie heutzutage Weiterentwicklungen bei der Grafik geben und das Spiel wird dadurch cooler.
      • Von Sakurai Spiele-Novize/Novizin
        Wie schon baiR erwähnt hät, wird die ganze Geschichte von einem integrierten Chip hochgerechnet. War nicht ein Redakteur von PC Games auf der GDC (wenn nicht verwechsle ich es mit GStar)? Die sind nämlich darauf eingegangen.
      • Von baiR Mitglied
        Zitat von doomkeeper
        Die Grafik wird einfach komplett runtergedreht damit die 120hz zum Vorschein kommen können.
        Eine Grafik auf dem Bildschirm ist mit der VR Grafik nicht zu vergleichen.

        Dennoch wird Project Morpheus selbstverständlich hinter einer PC VR Brille zurückliegen weil die PS4 schlichtweg zu schwach für grafische Meisterleistung ist.
        Alles über 85 - 90 hz soll sehr gut spielbar sein und das ist das wichtigste an VR. Es muss einfach nur super flüßig und angenehm sein - wie krass die Grafik ist spielt für das VR Erlebnis keine Rolle.

        Wichtig ist ein stabiles, flüßiges Bild und eine gute Steuerung damit so viele Bewegungen wie möglich aufs Spiel übertragen werden. Wie schön die Grafikqualität ist, ist unwichtig.
        Ich denke mal, dass das genauso wie bei den Fernsehern mit dublizierten Zwischenbildern gelöst wird:
        Schärfetricks - DIGITALFERNSEHEN.de
      • Von doomkeeper Mitglied
        Die Grafik wird einfach komplett runtergedreht damit die 120hz zum Vorschein kommen können.
        Eine Grafik auf dem Bildschirm ist mit der VR Grafik nicht zu vergleichen.

        Dennoch wird Project Morpheus selbstverständlich hinter einer PC VR Brille zurückliegen weil die PS4 schlichtweg zu schwach für grafische Meisterleistung ist.
        Alles über 85 - 90 hz soll sehr gut spielbar sein und das ist das wichtigste an VR. Es muss einfach nur super flüßig und angenehm sein - wie krass die Grafik ist spielt für das VR Erlebnis keine Rolle.

        Wichtig ist ein stabiles, flüßiges Bild und eine gute Steuerung damit so viele Bewegungen wie möglich aufs Spiel übertragen werden. Wie schön die Grafikqualität ist, ist unwichtig.
      • Von hopper1111 Mitglied
        Zitat von Sebastian523
        hab mich gerade auch gefragt wie die ps4 das bewerkstelligen möchte... es wird ja schon bei full hd und 60fps eng.
        Bei den Konsolen, auch bei der PS4, wirds schon bei 900p und 30 FPS eng. Aber vielleicht haben ja diese VR Brillen einen integrierten Grafikchip oder sonstwas wo das ganze dann ja doch klappt?
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