Bloodborne: Test - Kein perfektes, aber ein extrem stimmiges Action-RPG für PS4

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Test Katharina Pache - Autorin Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
In unserem Test zu Bloodborne lest ihr, ob sich der Kauf des neuen Action-Rollenspiels der Souls-Macher lohnt.
Quelle: Computec Media GmbH

Bloodborne im Test für PS4! Das neue Action-Rollenspiel von From Software ist ein geistiger Nachfolger der Souls-Spiele, lässt die titelgebenden Seelen aber zu Gunsten von sogenannten Blutechos fallen, vereinfacht das Skillsystem und versucht so, eine noch größere Menge Spieler anzusprechen. In unserem spoilerfreien Test klären wir, ob den Entwicklern das gelungen ist.

Bloodborne im Test: Ist From Software im Mainstream angekommen? Mit Demon's Souls, Dark Souls und Dark Souls 2 vergrößerte sich die Fan-Gemeinde sukzessive, obwohl oder gerade weil sich die Rollenspiele des japanischen Studios vielen Trends im modernen Gaming verschließen und als sperrige Kost bekannt sind. Bloodborne ist ein geistiger Nachfolger der Souls-Spiele, lässt die titelgebenden Seelen aber zu Gunsten von sogenannten Blutechos fallen, vereinfacht das Skillsystem und versucht so, eine noch größere Menge Spieler anzusprechen. Wir klären, ob From Software das Unterfangen gelingt und ob auch Souls-Veteranen Spaß am düsteren Albtraumszenario haben. Wer im Spiel festhängt, dem sei unsere Bloodborne-Komplettlösung mit Wiki empfohlen.

Nie wieder Blighttown

Souls-Spiele sind mindestens genauso für maue Technik bekannt wie für den hohen Schwierigkeitsgrad. In dieser Hinsicht lässt Bloodborne die geistigen Vorgänger weit hinter sich. Die Framerate läuft fast das ganze Spiel über konstant mit 30 Bildern pro Sekunde, selbst, wenn sich zig Feinde auf dem Bildschirm tummeln. Nur sehr selten bleibt das Bild für etwa eine Sekunde hängen und ein kurzes Summen ertönt. Danach geht es aber nahtlos weiter und Abstürze kamen nicht vor - wahrscheinlich wird dieser Bug mit dem bereits angekündigten Patch entfernt. Das Update soll zudem die Ladezeiten optimieren, die das größte technische Manko des Spiels darstellen. Nach jedem Tod und beim Teleportieren aus der Hub-Umgebung wartet man bis zu 40 Sekunden, bevor es weitergeht - das ist zu lange. Übrigens: Tipps für Einsteiger im Zuge der PS Plus-Zugehörigkeit von Bloodborne im März 2018 halten wir ebenso für euch bereit.

Ansonsten machen Technik und Design eine hervorragende Figur. Die unheimlichen Geräusche lassen den Spielern das Blut in den Adern gefrieren, die Musik hält sich an gewissen Stellen vornehm zu Gunsten der Atmosphäre und Spannung zurück, in anderen Momenten versieht sie das Geschehen mit einer gehörigen Portion Epik. Auch die deutsche Vertonung kann sich hören lassen und punktet mit guten Sprechern. Animationen und Treffer-Feedback wurden im Vergleich zu den Souls-Spielen verbessert, obwohl vereinzelte Bewegungen von Feinden und der Spielfigur aus den Vorgängern übernommen wurden.

Die Ausarbeitung der Gegner ist hervorragend gelungen. Quelle: Computec Media GmbH Die Ausarbeitung der Gegner ist hervorragend gelungen. Endlich hat auch die Fackel einen Sinn; wegen technischer Limitierungen kam der Lichtspender in Dark Souls 2 kaum zum Einsatz. In Bloodborne hingegen werden stockfinstere Umgebungen in Echtzeit in schummriges Licht getaucht. Und obwohl das RPG vor allem in der Stadt Yharnam spielt, unterscheiden sich die liebevoll und detailliert gestalteten Umgebungen erheblich. Friedhöfe, Schulgebäude, Kapellen, ein Schloss, Dungeons - all diese Abschnitte sind mit tollen Texturen und zerstörbaren Details wie Särge, Vasen und Kinderwägen versehen. Lediglich das Kantenflimmern fällt gelegentlich in dunklen Bereichen negativ auf, ansonsten zeichnen Beleuchtung, Gestaltung und Detailgrad ein hervorragendes Bild. Im Zusammenspiel mit dem grandiosen Leveldesign fällt die Orientierung nie schwer, klug versteckte Abkürzungen und sinnvoll platzierte Landmarks sorgen regelmäßig für "Aha, hier bin ich also"-Momente.

Auch die Ausarbeitung der Gegner ist hervorragend gelungen. Nicht nur optisch ist eine große Bandbreite Feinde vertreten (einige der Boss-Designs sind phänomenal), die Angriffe der Widersacher sind abwechslungsreich und fordern den Spieler so zu flexiblem Vorgehen. Allerdings hat die KI an einigen Stellen Probleme. So kommt es durchaus vor, dass ein mutierter Dorfbewohner angriffslustig vorprescht - dabei aber durch ein Lagerfeuer läuft und in Flammen aufgeht. Schwierigkeiten haben Feinde zudem mit aufgeladenen Angriffen. In diese laufen die Bösewichte nämlich gerne direkt hinein, manchmal mehrmals hintereinander. Clipping-Fehler sind serientypisch vor allem bei großen Bossen und Gegnern zu beobachten, die durch Zäune oder Wände ragen. Und in diesen Fällen ist auch die Kamera nicht immer ideal eingestellt, vor allem, wenn man den Feind anvisiert hat. In seltenen Momenten kann das gar zum Tod führen, wenn man etwa unterhalb eines Boss feststeckt und sich die Kamera verzweifelt um sich selbst dreht, um das Ziel in den Fokus zu bekommen.

Bloodborne im Video-Review

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Bloodborne im Test
  2. Seite 2 Bloodborne im Test: DEX oder STR?
  3. Seite 3 Bloodborne im Test: Dungeon Keeper
  4. Seite 4 Bloodborne im Test: Gemeinsam statt einsam + Wertung
    • Kommentare (47)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von restX3 Spiele-Novize/Novizin
        Zitat von Orzhov
        Gibt es schon eine zivilisierte Petition zum Thema einer PC-Umsetzung?
        Ach da verpasst nichts. Dark Souls ist besser und schwieriger und komplexer.
        Setting ist aber ganz gut bei Bloodborne.
      • Von restX3 Spiele-Novize/Novizin
        Zitat von Orzhov
        Gibt es schon eine zivilisierte Petition zum Thema einer PC-Umsetzung?
        Ach da verpasst nichts. Dark Souls ist besser und schwieriger und komplexer.
        Setting ist aber ganz gut bei Bloodborne.
      • Von golani79 Mitglied
        Die Bestie hab ich beim 1. Versuch geschafft - der Pater hat mich gestern dann 2x umgehauen ^^
        Hab ihn dann nicht nochmal versucht, weil ich vorher noch bissl farmen wollte, um meine Waffe noch ne Stufe zu verbessern.

        Insgesamt finde ich das Spiel sehr gut gelungen.
        Es passt einfach alles zusammen - super Artdesign, tolle Atmosphäre und stimmiger Soundtrack.
        Übers Gameplay braucht man glaub ich eh nix zu sagen.
      • Von Fireball8 Spiele-Enthusiast/in
        Bin ich der einzige, der die Klerikerbestie schwieriger fand als den Pater? :D Der ist doch eigentlich total easy zu paralysieren...
        Der 3. Boss war heftig, die Vikarin bei mir...je nachdem wo man halt als erstes hingeht, man kann ja auch erst zum "Schnitzel" :D :D Ist einfach super, dass man sich zwischen vielen Wegen entscheiden kann :)
        Und was waffen/Rüstung angeht: meine Befürchtung, dass es zu wenig gibt, trifft zum Glück nicht zu. Natürlich nicht vergleichbar mit DS, aber doch in solchem Maß, dass man sich jedes Mal über was neues freut. Gefällt mir so sogar etwas besser!
        Habe jetzt 4 Bosse gelegt und bin echt voll verknallt :D Absolut hammer geworden. Finde es dadurch, dass man in Kämpfen immer in Bewegung bleiben muss auch um einiges knackiger als DS, wo man ja immer hinterm Schild chillen konnte. Dadurch wirds manchmal aber natürlich auch echt stressig und nervenaufreibend...
        Für mich hat sich die Anschaffung also definitiv gelohnt. Und ich bin mega froh, dass ich nach jetzt schon so langer spielzeit, trotzdem noch so vieles zu entdecken habe. Beide Daumen hoch, From!

        MfG Fireball
      • Von golani79 Mitglied
        Ich habe als estes das Cleric Beast erledigt - sobald du aber bei nem Boss warst, egal ob du den nun besiegt hast oder nicht, hast du Insight und die Puppe im Hunters Dream ist erwacht.
        Bei dieser kannst du dann deine Charakter leveln. Würde empfehlen, die Waffe vlt. 1-2 Stufen auszubauen und sonst halt mal hauptsächlich bissl Endurance, Vita und Strength - bzw. hängt das halt davon ab, wie du deinen Char entwickeln willst.

        btw liebe ich die 2Hand Variante der Axt - damit lassen sich auch dickere Mobs mit einer Attacke umhauen :D
      • Von HanFred Spiele-Guru
        Zitat von Taiwez
        Ist Gascoine überhaupt der erste Boss? Ich habe grade vom Lesen her irgendwie nicht das Gefühl danach.. :-B

        Danke für die ganzen Tipps, werd ich beherzigen! :-)

        PS: Ich habe in einem Video gesehen, das er in dieser Phase wohl recht anfällig gegen die Pistole/das Gewehr ist, die R1- Attacke nachdem man ihn zum Taumeln bringt, macht da wohl recht viel Schaden, aber soweit komme ich nie. ;-)
        Gascoigne ist im Prinzip der erste Boss, den man erledigen muss, um im Spiel vorwärts zu kommen. Die Klerikerbestie ist aber einfacher zu erledigen.
        Stunnen konnte ich den Pater am einfachsten in seiner ersten Phase und habe da auch gut Schaden mit der Riposte gemacht. In der zweiten werden die Zeitfenster, in denen das klappen sollte, meiner Auffassung nach viel kürzer. In der dritten habe ich es kaum geschafft, aber das muss nichts heissen.
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