Sid Meier's Starships im Test: Spaßige, aber zu seichte Weltraumstrategie

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Test Wolfgang Fischer - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Die rundenbasierten Weltraumgefechte werden auf einem relativ großen Hex-Schlachtfeld ausgetragen. Dabei wird angezeigt, welche Optionen euch noch in der aktuellen Runde zur Verfügung stehen.
Quelle: PC Games

Galaxiseroberung leicht gemacht: Starships bietet gute Weltraumstrategie ohne großen Tiefgang. Was den neuesten Titel von Sid Meier und den Entwickler von Firaxis sonst noch auszeichnet lest ihr hier in unserem ausführlichen Test von Sid Meier's Starships.

Zuerst lenkten wir in Civilization 5 (2010) die Geschicke eines Volkes durch verschiedene Epochen. Danach schickte uns Entwicklerlegende Sid Meier zu den Sternen, um in Beyond Earth (2014) eine neue Zivilisation auf einem anderen Planeten zu gründen. Jetzt verlassen wir diese neue Erde nach mehreren tausend Jahren, um die Galaxie zu erforschen. Mit den namensgebenden Raumschiffen des Rundenstrategiespiels Starships reisen wir zu anderen Planeten, helfen den Bewohnern, indem wir Weltraumschlachten schlagen, und vergrößern so unseren Einfluss im All.

Herrlich unkomplizierter Einstieg

Der Beginn einer jeden Partie ist gleich: Wir wählen die Kartengröße (vier Stufen), die Anzahl der gegnerischen Zivilisationen (bis zu sechs), den Schwierigkeitsgrad und die Siegbedingungen. Danach entscheiden wir uns noch für eine Volksaffinität (verschafft uns eine bestimmte Starthilfe) und wählen schließlich noch einen Anführer aus (acht pro Affinität), der uns mit einem weiteren Bonus versorgt. Und dann geht's auch schon los. Ein einziger Tutorial-Bildschirm erklärt uns kurz die Basics, bevor wir uns auf einer Sternenkarte wiederfinden, die bei jeder Partie zufällig generiert wird. Wer gar nicht weiß, was er tun sollte, kann sich jederzeit vom Spiel einen Rat holen oder in der umfassenden Kosmopädie spielrelevante Details nachschlagen.

Raumschiff ahoi!

Die Raumschiffe sind das zentrale Spielelement des Titel, daher solltet ihr vor allem hier nicht an Upgrades sparen. Quelle: PC Games Die Raumschiffe sind das zentrale Spielelement des Titel, daher solltet ihr vor allem hier nicht an Upgrades sparen. Von unserem Heimatsystem begeben wir uns schnurstracks zu einem angrenzenden Planeten, wo uns die erste Mission erwartet. Praktisch: neben dem Zielplaneten wird auf der Karte angezeigt, welche Belohnung uns für die Erfüllung des Auftrags erwartet. Missionen verlaufen stets nach demselben Prinzip. Bevor wir uns in die Schlacht stürzen, dürfen wir uns über die Stärke der gegnerischen Streitkräfte und unsere Siegchancen informieren. Falls diese nicht rosig ausfallen, können wir noch fix unsere Flotte tunen. Jedes Schiff verfügt über neun aufwertbare Eigenschaften, darunter verschiedene Waffensysteme, Panzerung, Schilde, Antrieb und Zusatzfähigkeiten wie Tarntechnologie.

Ausbaufähiges Sternenreich

Jedes Upgrade kostet Energie, eine der fünf Ressourcen im Spiel. Die anderen sind Geld, Nahrung, Forschungspunkte und Metall. Auf einem intergalaktischen Markt können wir diese handeln und so Engpässe ausgleichen. Jedes Sternensystem, das wir unserer Allianz hinzufügen, versorgt uns mit diesen Ressourcen. Wie hoch diese Abgabe ausfällt, hängt von der Art des Planeten, der Bevölkerungsgröße und installierten Modernisierungen ab.

Neue Städte kaufen wir mit der Ressource Nahrung, Modernisierungstechnologien erwerben wir mit Metall. Mit Geld können wir unseren Einfluss auf einer Welt steigern. Sobald der Einfluss 100 Prozent beträgt, wird ein Planet Teil unseres Sternenreichs. Danach haben wir dann die Option, ebenfalls unter Verwendung von Metall ein Wunder auf diesem Planeten zu bauen, welches uns einen nützlichen Bonus wie beispielsweise verringerte Reparaturkosten für Schiffe verschafft. Stoßen wir auf unseren Reisen auf andere gegnerische Allianzen, kommt die Diplomatie ins Spiel. Allzu viele Optionen bietet Starships hier aber nicht.

Schnelle Hexfeld-Schlachten

Kommen wir zurück zu den Schlachten, die das zentrale Spielelement darstellen und Teil jeder Mission sind. Auf einer großen Hexfeldkarte dirigieren wir unsere Streitkräfte und nutzen die jeweiligen Gegebenheiten und die Fähigkeiten unserer Schiffe, um die Opposition aus dem Weg zu räumen. Während die ersten Scharmützel oft noch recht simpel ausfallen, steigt der Schwierigkeitsgrad von Auftrag zu Auftrag an. Allzu viel Abwechslung solltet ihr hier nicht erwarten, denn Starships bietet nur etwas mehr als eine Handvoll recht ähnlicher Missionstypen. Richtig knifflig sind die Gefechte erst auf höheren Schwierigkeitsgraden. Hier wird dann auch deutlich, dass die taktischen Optionen verhältnismäßig dürftig ausfallen. Selbst größere Schlachten mit vielen Schiffen dauern nur wenige Minuten. Oft läuft es darauf hinaus, dass große Feuerkraft und höhere Bewegungsreichweite zumeist den Sieg bedeuten.

Langfristig etwas zu eintönig

Missionen erledigen, die Flotte Stück für Stück vergrößen und Planeten ausbauen – mehr Umfang bietet Starships nicht. Einerseits gut, denn so fällt der Einstieg ins Spiel erfreulich unkompliziert aus und selbst größere Sternenreiche lassen sich einfach verwalten. Andererseits fehlt aber auch der nötige Tiefgang, um für eine höhere Langzeitmotivation zu sorgen. Die teilweise happigen höheren Schwierigkeitsgrade alleine reichen da nicht aus. Schon nach wenigen Spielstunden hat man alles gesehen, was in Starships enthalten ist – mehrmals. Der Titel ist also eher ein Strategiehappen für zwischendurch, wenngleich man immer wieder gerne zurückkehrt, um mal kurz erneut die Galaxis zu unterjochen.

Meinung

Wertung zu Sid Meier's Starships (PC)

Wertung:

7.0 /10
Pro & Contra
Kurzweilige, schnelle Hexfeld-Weltraumgefechte …Herrlich unkomplizierter Einstieg, auch ohne aufwendige TutorialsGuter Wiederspielwert durch viele einstellbare StartparameterVier SchwierigkeitsgradeKurzweilige schnelle GefechteNützliche Tipps-FunktionRanglisten für Missionen sorgen für etwas Langzeitmotivation
… denen es aber ein wenig an Tiefgang mangeltFehlende Übersicht bei sehr großen GalaxienSehr dröge, zweckmäßige PräsentationSehr eingeschränkte Diplomatie-OptionenKein MehrspielermodusKeinerlei GrafikoptionenFehlende Abwechslung bei Missionen

Bildergalerie

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    • Kommentare (33)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von RenoRaines Spiele-Novize/Novizin
        Zitat von MatthiasDammes
        2K hat selbst gesagt, dass dies eingeführt wurde, um den Spieler mehr zu fordern.
        Was eine lächerliche Aussage von 2K! Man kann dem Spieler auch einfach die Entscheidung überlassen durch das Setzen eines Häkchens bei der Option "Siegbedingung nur für Spieler oder Spieler und KI"

        Hoffe das dafür irgendwann mal eine MOD kommt...
      • Von RenoRaines Spiele-Novize/Novizin
        Zitat von MatthiasDammes
        2K hat selbst gesagt, dass dies eingeführt wurde, um den Spieler mehr zu fordern.
        Was eine lächerliche Aussage von 2K! Man kann dem Spieler auch einfach die Entscheidung überlassen durch das Setzen eines Häkchens bei der Option "Siegbedingung nur für Spieler oder Spieler und KI"

        Hoffe das dafür irgendwann mal eine MOD kommt...
      • Von McDrake Mitglied
        Zitat von MatthiasDammes
        2K hat selbst gesagt, dass dies eingeführt wurde, um den Spieler mehr zu fordern.
        Ganz ehrlich:
        Ich glaub eher, dass sie das ganze weggelassen haben, weils mehr Arbeit bedeutet hätte.
        Aber in der PR ist das "Vorhanden sein" eines Features halt besser, als das "Nicht vorhanden sein"
      • Von Matthias Dammes Redakteur
        Zitat von RenoRaines
        Das ist garantiert keine Designentscheidung sondern ein BUG!

        Wieso sollte man das nur für den Spieler auswählen können, macht ja keinen Sinn und war bisher bei den CIV spielen ja auch nicht so...da könnte man ja direkt dann alles aktiv lassen und gut ist.

        Wird bestimmt im nächsten Patch behoben...
        2K hat selbst gesagt, dass dies eingeführt wurde, um den Spieler mehr zu fordern.
      • Von RenoRaines Spiele-Novize/Novizin
        Zitat von MatthiasDammes
        Wie ich bereits am Anfang des Threads erklärt habe, ist das leider eine schlechte Designentscheidung der Entwickler.
        Die eingestellte Siegbedingung gilt immer nur für den Spieler, nicht für die KI.
        Das ist garantiert keine Designentscheidung sondern ein BUG!

        Wieso sollte man das nur für den Spieler auswählen können, macht ja keinen Sinn und war bisher bei den CIV spielen ja auch nicht so...da könnte man ja direkt dann alles aktiv lassen und gut ist.

        Wird bestimmt im nächsten Patch behoben...
      • Von TheBobnextDoor Mitglied
        Naja, so viel Diplomatie ist im Spiel nun auch nicht enthalten, entweder man befindet sich mit dem Gegner im Krieg oder unterhält freundschaftliche Beziehungen. :D
        Aber das Spiel gibt einem doch auch für das Erreichen der eigenen Siegvorstellungen doch von Anfang an vor möglichst schnell viele Planeten einzunehmen, sowie für Wissenschaft, Energieversorgung und auch den eigenen Bau von Wunder, für die speziellen Boni im Kampf, zu sorgen. Sonst baut der Gegner selbst eine zu starke Flotte auf und greift dieser einen hinterrücks an, hat man bei einem friedvollen Spielverlauf sehr schnell verloren. Da hilft es dann auch nicht mehr, dass eine Runde vorher noch ein Friedensabkommen galt.
        Jedenfalls kann ich mir ein anderes Vorgehen kaum vorstellen, vielleicht kann man es in niederen Schwierigkeitsgraden ruhiger angehen, selber hab ich nur schwer und unmöglich gespielt und selbst die beiden Schwirigkeitsgrade werden im spätern Spielverlauf viel zu einfach.
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