Ori and the Blind Forest: Bildschönes Metroidvania im Test

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Test Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Rührend: Zu Spielbeginn wird Ori von einer fürsorglichen Waldkreatur aufgenommen.
Quelle: PC Games

Nie war hüpfen schöner: Mit fantastischer 2D-Grafik und aufwühlender Musik geht Ori glatt als modernes Kunstwerk durch. Doch auch die inneren Werte stimmen: Hinter der Pracht-Fassade steckt ein knackiger Metroidvania-Plattformer, der sich ähnlich gut spielt wie er aussieht. Ori and the Blind Forest im Test für PC und Xbox One.

Vier Jahre Entwicklungszeit stecken in Ori and the Blind Forest, ein Spiel, das man problemlos in acht Stunden bewältigen kann. Wer nun glaubt, die ganze Mühe habe sich nicht ausgezahlt, der irrt gewaltig: Ori mag zwar nicht allzu lang sein, darf sich aber schon jetzt zu den schönsten Spielen des Jahres zählen.

Fantasy-Märchen mit viel Gefühl

Im rührenden Intro erleben wir, wie Ori – ein kleines, strahlendes Geisterwesen – in einem märchenhaften Wald verloren geht. Doch eine pummelige, fürsorgliche Kreatur entdeckt das fremde Geisterkind, nimmt es in seine Obhut. Das Spiel überrascht hier mit wunderbar idyllischen Szenen, in denen kleine Gesten statt großer Worte dafür sorgen, dass uns die beiden Figuren sofort ans Herz wachsen. Das müssen sie auch, denn schon nach wenigen Minuten ist das Familienglück wieder vorbei: Eine Katastrophe erschüttert den Zauberwald und Ori – nun auf sich gestellt – muss einen Weg finden, seine Heimat zu retten. Dicht auf seinen Fersen: Ein gigantischer, wütender Vogel, der Ori in dramatisch geskripteten Szenen nachjagt. Warum er das tut, erfahren wir erst spät im Spiel. Kleiner Tipp für empfindsame Seelen: Besser schon mal Taschentücher bereitlegen!

Ori and the Blind Forest im Video-Review

Abenteuer in prachtvollem 2D

Je mehr Fähigkeiten Ori lernt, desto schneller kommen wir durch die hübschen Levels. Quelle: PC Games Je mehr Fähigkeiten Ori lernt, desto schneller kommen wir durch die hübschen Levels. Für ihr Erstlingswerk haben sich die Moon Studios - ein international besetztes Indie-Team - von Nintendo-Klassikern inspirieren lassen, darunter etwa The Legend of Zelda, vor allem aber von der großartigen Metroid-Serie. Aus der 2D-Seitenansicht erkundet Ori die wunderschöne Waldumgebung, die nicht aus abgetrennten Levels, sondern aus einem Guß besteht. Wir können also ohne Ladezeiten von prächtigen Graslandschaften zu plätschernden Bächen, rutschigen Eisgrotten, unheimlichen Spinnenhöhlen oder feurigen Gebirgslandschaften wandern. Damit die Story nicht ins Stocken gerät, gibt uns eine Markierung zwar stets das grobe Ziel vor, doch wann wir uns dorthin aufmachen, entscheiden wir selbst.

Starkes Jump & Run, schwache Kämpfe

Als Jump & Run funktioniert Ori hervorragend, die Steuerung ist sehr präzise. Quelle: PC Games Als Jump & Run funktioniert Ori hervorragend, die Steuerung ist sehr präzise. Kurz nach Spielbeginn schließt sich uns das Lichtwesen "Sein" an, das fortan als kleiner Funke um Ori herumkreist. Sein führt uns nicht nur durch die Story, sondern dient Ori vor allem als Waffe gegen die verschiedenen Waldmonster: Ein Druck auf die X-Taste lässt Sein magische Funken verschießen, die sich vollautomatisch in den nächstbesten Gegner bohren. Man muss also niemals aktiv zielen, das erledigt Sein für uns – spielt sich nicht nur ungewöhnlich, sondern auch recht anspruchslos, denn so laufen die meisten Kämpfe nur auf wildes Tastenhämmern raus. Schnell wird deutlich, dass Moon Studios einfach keinen großen Wert auf die Gefechte legt - es gibt ja nicht mal richtige Bosskämpfe!

Vielmehr steht der Jump&-Run-Aspekt im Vordergrund, und der ist den Entwicklern auch tatsächlich klasse gelungen: Ori flitzt, klettert und springt so wunderbar flink und präzise durch die Levels, dass das Spiel schon als stinknormaler Plattformer ein voller Erfolg gewesen wäre. Obendrein beweisen die Entwickler aber genügend Fantasie, um das Gameplay bis zum Ende frisch zu halten: Da schießen wir uns mal mit Teleportern durch die Gegend, verstopfen Lavafontänen, weichen Strahlen aus, reißen Wände ein, tauchen in Seen hinab, kehren die Schwerkraft um oder irren durch einen sich ständig verändernden Geisterwald – das alles mag spielerisch zwar nichts Neues bieten, ist aber dafür so gut umgesetzt, dass die Motivation nie nachlässt.

Die Steuerung per Maus und Tastatur ist zwar grundsätzlich okay, doch gerade in den späteren Spielstunden, in denen perfekte Eingaben und blitzschnelle Reaktionen gefordert sind, kommt man um ein gutes Gamepad schlichtweg nicht herum. Wir empfehlen am PC das Xbox-360-Pad, damit ist die Steuerung ähnlich brillant wie auf der Xbox One.

Die ersten 20 Minuten aus Ori and the Blind Forest

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Ori and the Blind Forest im Test: Fantasy-Märchen mit klasse Optik
  2. Seite 2 Ori and the Blind Forest im Test: Gameplay à la Metroid
  3. Seite 3 Ori and the Blind Forest im Test: Fazit & Wertung
    • Kommentare (18)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von BurningCat Gelegenheitsspieler/in
        wo kann man es denn antesten?:)
      • Von BurningCat Gelegenheitsspieler/in
        wo kann man es denn antesten?:)
      • Von RedDragon20 Mitglied
        Das Spiel gekauft, installiert und für anspruchsvoll, kunstvoll und genial befunden. Wunderbares Spiel, das seine 20 Euro bei Steam wert war.
      • Von Triplezer0 Hobby-Spieler/in
        Wunderschönes Spiel, wurde nach kurzem antesten sofort gekauft :-)

        Nur 268 Tode xD
      • Von sauerlandboy79 Mitglied
        Zitat von FelixSchuetz
        Für Ori lass ich jedes Rayman liegen. ;-) Mich sprechen Metroidvanias deutlich mehr an.
        Bei mir ist es genau umgekehrt.

        Diesem Spiel würde ich nichtsdestotrotz eine Chance geben.
      • Von Felix Schuetz Redakteur
        Zitat von Zebediah87
        Für mich Bestes Spiel 2015 Dem Spiel merkt man einfach an wieviel liebe darein gesteckt wurde.
        2015 geht ja noch eine Weile. ;-) Aber ich denke auch, dass Ori zum Jahresende den ein oder anderen Preis abräumen wird.
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