Hand of Fate im Test: Nur die Harten spielen Karten
Hand of Fate im Test: Der Genre-Mix aus Kartenrollenspiel und Arena-Kämpfen überzeugt mit einem tollen Konzept, guter Präsentation und spannenden Entscheidungen. Der arg hohe Zufallsfaktor verpasst dem Spielspaß aber immer wieder einen Dämpfer - wer hier zuviel riskiert, der zieht allzu schnell die Arschkarte.
Die Idee ist so gut, dass man sich fragt, warum das niemand voher schon versucht hat. Hand of Fate, das vor zwei Jahren über Kickstarter finanziert wurde, kombiniert unerschrocken ein klassisches Kartenrollenspiel mit einem actionreichen Kampfsystem. Das sieht nicht nur klasse aus, sondern klappt auch erstaunlich gut und motiviert - solange einem das erbarmungslose Zufallsprinzip nicht wieder einen Knüppel zwischen die Beine wirft.
Glückspilz oder Arschkarte
Quelle: PC Games
In vielen Fällen dürfen wir unseren Weg selbst wählen - manchmal lohnt es sich, nochmal eine Karte zurückzugehen.
Hand of Fate folgt einem erfrischend simplen Grundgedanken: Der Spieler sitzt an einem Tisch, ihm gegenüber hockt der selbstgerechte "Geber" - diese mysteriöse, halb vermummte Gestalt ist Dreh- und Angelpunkt des Spiels. Der Geber stellt uns die Aufgabe, zwölf Bossgegner zu besiegen. Dazu legt er eine Reihe verdeckter Karten auf den Tisch - die stellen unsere zufallsgenerierten Abenteuer dar, an deren Ende stets ein Boss wartet. Während der Geber nun all unsere Aktionen süffisant kommentiert, lassen wir unsere Spielfigur von einer Karte zur nächsten hüpfen. Jede Karte, die wir so Zug um Zug aufdecken, hält kleine Geschichten, Herausforderungen und Überraschungen für uns bereit, die das Spiel in schlichter Textform präsentiert. Die meisten dieser sogenannten Begegnungen sind schön abwechslungsreich geraten: Reißende Flüsse durchqueren, in tiefe Schluchten hinabklettern, Tavernen besuchen, Höhlen erforschen, zwielichtige Wetten annehmen, Friedhöfe säubern, Banditen jagen und natürlich allerlei notdürftigen NPCs unter die Arme greifen - fast alle dieser knackig-kurzen Ereignisse sind gut geschrieben und motivieren zum Weiterspielen.
Quelle: PC Games
Fast alle Begegnungen münden in spannenden Entscheidungsmomenten.
Allerdings müssen wir stets aufpassen, dass wir nicht unbedacht zuviele Karten aufdecken, denn jeder Zug mit der Spielfigur kostet eine Essensration - geht das kostbare Futter zur Neige, verliert der Held massenhaft Lebenspunkte. Dann muss man schleunigst einen Händler aufsuchen und hoffen, dass man noch genügend Gold in der Tasche hat, um sich mit neuem Proviant einzudecken. Sonst droht unausweichlich der Hungertod - und das ist nur eine von sehr vielen Methoden, um in Hand of Fate ins Gras zu beißen. Vor allem in den Kämpfen droht Gefahr - denn die gestalten sich für ein Kartenspiel ungewöhnlich actionreich.
Prügeln wie bei Batman
Quelle: PC Games
Unfair: In dieser Mini-Arena kämpfen wir gegen ein gutes Dutzend Rattenmonster.
In vielen Ereignissen stellen sich uns Diebe, Skelette, Echsenkreaturen, Rattenviecher und andere Gestalten entgegen. Dann wechselt das Spiel sehenswert in den aktiven Kampfmodus: Eine von vielen hübschen kleinen 3D-Arenen baut sich vor uns auf, dann kommen Spielkarten in die Szene geschwebt, aus denen dann unser Held mitsamt Ausrüstung und seine Widersacher emporsteigen - ein sehr cooler Effekt. Dann geht's direkt ans Eingemachte: Die extrem kurzen Gefechte erinnern ein wenig an Rocksteadys Arkham-Reihe, denn ähnlich wie Batman prügelt sich unser Held relativ flüssig durch die Gegnergruppen, treibt Schlag für Schlag den Kombo-Zähler in die Höhe und kontert feindliche Attacken, sobald ein Warnsymbol erscheint. Das geht meist gut von der Hand und sieht auch hübsch aus. Allerdings sorgt die unflexible Kamera oft dafür, dass wir unsere Gegner aus dem Blick verlieren.
In diesem Artikel
Das nervt dann besonders, wenn uns das Spiel wieder mal zuviele Feinde in einer zu kleinen Arena serviert - denn wir müssen nicht nur hektisch ausweichen und draufhauen, sondern bekommen es auch oft noch mit Schussfallen und Fernkämpfern zu tun, deren Geschosse wir ebenfalls abblocken müssen - zusammen mit der mäßigen Übersicht entstehen da schnell unfaire Situationen, in denen der Spaß in Frust umschlägt. Dabei fängt das Spiel auffällig leicht an, die ersten Stunden meistern selbst ungeübte Spieler mühelos. Später wird es jedoch oft so knifflig, dass man beherzt ins Gamepad (gute Alternative: Maus und Tastatur) beißen will.

;-)
Daaaaaaaaaaaaaaaaaanke. Jetzt ist mir das alte Spiel endlich wieder eingefallen was ich spielen wollte:
The Legend of Kyrandia - Hand of Fate
Download The Legend of Kyrandia: Hand of Fate | DOS Games Archive
Maaaa ich fühl mich grad wieder jung :D
Daaaaaaaaaaaaaaaaaanke. Jetzt ist mir das alte Spiel endlich wieder eingefallen was ich spielen wollte:
The Legend of Kyrandia - Hand of Fate
http://www.dosgamesarchive.com/download/the-legend-of-kyrandia-hand-of-fate/
Maaaa ich fühl mich grad wieder jung :D