F*ck The System - Damit vertreiben sich stark gelangweilte Gamer neuerdings die Zeit
Es gibt eine Menge Gamer, die frönen neben dem eigentlichen Ausführen ihres Hobbies noch ganz anderen Aktivitäten mit Gaming-Bezug: Internetweite Shitstorms sind der Volkssport der Gaming-Community, Flamen und Trollen der neue Standard im Umgang mit Entwicklern, Presse und Gleichgesinnten. Wir präsentieren euch zehn gängige Beschäftigungen vieler gelangweilter Gamer.
Ihr habt im neuen Call of Duty schon den letzten Prestige-Rang erreicht, fühlt euch wie der teabaggende König der digitalen Spielwelt und wisst aktuell nichts weiter mit eurer wertvollen Zeit anzufangen? Dann haben wir exzellente Anregungen für euch! Mit diesem Special zum Sonntag präsentieren wir euch die neuesten, fetzigsten, lustigsten und garantiert destruktivsten, sinnlosesten und teils skrupellosesten Trends der Gaming-Szene - viele davon frisch aus den USA. Nach Halloween, ungerechtfertigter Polizeigewalt bei großen Menschenansammlungen und 24/7-Shopping-Parties in Großstädten folgt nun der letzte Schrei aus den Staaten: Swatting.
Euch passt die Firmenpolitik eines hiesigen Publishers oder Spiele-Entwicklers nicht? Ein Anruf bei der (amerikanischen) Polizei mit bunten Beschreibungen eines fiktiven Vorfalls genügt, um dem zufällig auserkorenen Nemesis eurer Langeweile die Polizeieinheit Special Weapons & Tactics, kurz SWAT, auf den Hals zu hetzen. Diese Königsdisziplin der Kategorie "Trollen bis es Tote gibt" ist hierzulande jedoch aufgrund der deutlich verstandsorientierteren Spielregeln der Staatsgewalt kaum ausführbar. Stattdessen bleiben nur Aktivitäten, die auf physische Gewalt verzichten: milde Drohungen, Beleidigungen, netzweite Shitstorms... oder ihr macht friedliche Let's Plays.
Bildergalerie
Anmerkung: Die Vergangenheit lehrte uns darauf hinzuweisen, dass es sich bei den im Artikel genannten Punkten nicht um ernst gemeinte Vorschläge handelt. "Jux", "Blödelei" oder "totaler Schmarrn", wenn ihr so wollt. Selbstverständlich soll dies auch keine pauschalisierte Kritik an der gesamten Gaming-Community, unserer treuen Leserschaft oder Let's Playern darstellen. Wer diese Zeilen vor Mitteilung seiner harschen Kritik liest, erhält einen imaginären Treuepunkt für coole Leser. Wir wünschen einen angenehmen Sonntag.

Sollten die das wirklich so durchziehen dann sollte man das Spiel einfach boykottieren, selbst wenn das Studio dabei drauf geht. Wer bei der Dämonisierung seiner Kunden mitmacht, und sich bei diesem Social-Justice-Warriors anbiedert hat es nich besser verdient.
Könnte es sein, dass die Kritik in vielen Punkten berechtigt ist?
Drohungen sind nicht in Ordnung, das ist klar. ...
Natürlich bin ich auch nicht immer mit den Redakteuren einer Meinung, aber ich sehe/honoriere die Mühe, die sich geben für mein/unser liebstes Hobby :-D.
Ich denke das die rückläufigen Heft-Verkaufszahlen "ausschließlich" mit der Verfügbarkeit der Tests/Berichte usw. im Internet zu tun hat, denn früher waren die Zeitschriften die einzige Möglichkeit für Gamer sich regelmäßig über ihr Hobby zu informieren, und die Berichte waren da uch nicht besser. Das in anderen Sparten die Einbrüche nicht so hoch sind, liegt glaube ich mehr an der Klientel, denn der Gartenfreund nutzt das Internet nicht so selbstverständlich wie der Gamer, der größtenteils jünger ist.
Auch das übermäßige geflame hat damit zu tun denke ich, früher konnte man sich höchstens über die Leserbriefe an die Spieleredakteure/Zeitschriften wenden, und das war meistens keine Kritik, sondern im Gegenteil Fan-Post wie: "Ihr seit das beste Spielemagazin der Welt" und der gleichen. Wenn man einen realen Brief mir Absender schreibt, wird halt mehr über den Inhalt nachgedacht, als wenn man einen kurzen Kommentar hinrotzt.
Das Internet ist eine feine Sache, aber es gibt dabei halt auch "Verlierer", und da gehören die Spielezeitschriften nun Mal dazu.
Ich sehe es ja an mir, früher habe ich mir meist mehr als eine Spielezeitschrift im Monat gekauft und heute nur noch eines, alle Par Monate. Und die auch nur, weil ich die Redakteure unterstützen möchte und nich weil ich sie brauche. Die Web-Seiten der Spielemagazine sind halt viel aktueller, da kommen die Zeitschriften einfach nicht mit.
Gruß Kalumet
Könnte es sein, dass die Kritik in vielen Punkten berechtigt ist?
Drohungen sind nicht in Ordnung, das ist klar. Doch wenn einige Kommentare nicht umfangreich ausformuliert sind, dann wird vielleicht vergessen, dass nicht alle das Testen von Spielen als Beruf ausüben und schlicht nicht die Zeit haben, einen längeren Kommentar zu verfassen.
Das führt zum nächsten Punkt, der Kritik an den Spieleredakteuren.
Ist euch angesichts drastisch eingebrochener Auflagezahlen vielleicht schon mal die Idee gekommen, möglicherweise doch etwas falsch zu machen?
Alleine bei der PC-Games sollen es gegenüber dem Höchststand mittlerweile fast 90 Prozent weniger verkaufte Ausgaben sein...
Schon klar, natürlich ist wieder das Internet schuld, da gibt es alles kostenlos. Das stimmt aber offensichtlich nur teilweise. Vergleicht die Entwicklung der Auflagezahlen mal mit Magazinen aus anderen Bereichen. Rückgänge von 30, 40 oder 50 Prozent sind weit verbreitet. Aber an die 90 Prozent? Das findet man fast nur bei den Spieletestern.
Da liegt die Schlussfolgerung nahe, dass nur etwa die Hälfte des Auflageschwunds auf das Internet zurückzuführen ist. Der Rest könnte darauf zurückzuführen sein, dass viele ehemalige Kunden mit der Art, wie getestet wird, nicht (mehr) zufrieden sind.
Ich bin auch mehr der "Leser" wie Katharina, aber das möchte ich nun doch Mal sagen, ich finde Ihr alle macht Euren Job "prima", besonders die Spezials sehe/lese ich sehr gerne.
Auch finde ich den Umgang hier um einiges besser/konstruktiver als auf anderen Spiele-Seiten - hust Spielstern hust -. Ich denke auch, das es viel mit dem altersdurschnitt der User zu tun hat, wie sachlich die Diskussionen ablaufen.
Feeettt wer ist hier fett??? Simon, laß Dir bloß nichts einreden, den Du/Wir sind "höchstens" gut
genährt und das ist besser als schlecht genährt, oder?
Also in diesem Sinne, "weitermachen"!
Kalumet
Denn dabei ist es sehr wohl möglich, dass die Polizei auch ohne Staatsanwalt oder anderen richterlichen Beschluss vor der Tür steht.