Landwirtschafts-Simulator 15 im Test: Wie gut spielt sich die neue Simulation? - Update mit Wertung
Entwickler GIANTS-Software hat für den neuesten Ableger der Simulator-Reihe rund um den bäuerlichen Beruf mal gleich ein ganz neues Betätigungsfeld integriert - die Forstwirtschaft. Ihr könnt jetzt im Landwirtschafts-Simulator 2015 mit Motorsägen Bäume fällen oder mit dicken Vollernter-Maschinen im großen Stil Waldstücke abholzen, Holzstämme produzieren und vermarkten. Ob und wie gut sich diese interessante Haupt-Neuerung ins Gameplay einfügt, erfahrt ihr im Test. UPDATE: Nachdem wir jetzt den Day-One-Patch berücksichtigten konnten, vergeben wir die finale Einzelspielerwertung.
"Landwirtschaft ist was für ganz Mutige, für die, welche die Herausforderung lieben, eigentlich für die Starken in unserer Gesellschaft." Dieses Zitat stammt von Gerd Sonnleitner, dem ehemaligen Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes. Herausfordernd geht es auch im neuen Landwirtschafts Simulator zu, in dem ihr im Einzelspielermodus zunächst in gewohnter Manier eine Karriere startet. Ihr habt dabei die Wahl zwischen zwei Spielkarten: Bjornholm ist ein skandinavisch geprägtes und neu designtes Landschaftsgebiet, das neben hügeligem Gelände auch Waldgebiete enthält. In den recht locker gehaltenen Fichtenforst-Arealen könnt ihr die neu im Spiel integrierte Forstwirtschaft betreiben.
Alternativ dazu könnt ihr auf der zweiten Karte Westbridge Hills eine amerikanische Farm managen. Diese Karte entspricht vom Layout her exakt der Add-on-Vorlage aus dem LS 13. Sie bietet größere Ackerflächen als Bjornholm, sodass ihr dort mit den richtig großen Maschinen gute Einsatzbedingungen vorfindet. Allerdings ist auf der Amerika-Karte keine Forstwirtschaft vorgesehen.
Technisch runderneuert und voll lizenziert
Landwirtschafts-Simulator 15: Auch wenn die neue Engine für tolle Fahrzeugmodelle sorgt, schwächelt die Darstellung in den Ortschaften. Auch der neue LS wirkt vielerorts einfach steril.
Im LS 15 kommt eine neue Grafik- und Physik-Engine zum Einsatz, was sich besonders bei den Fahrzeugen bemerkbar macht. Der Fuhr- und Gerätepark sieht richtig gut aus und lässt viele Details der Originalmodelle erkennen. Diesmal sind ganze 47 Marken lizenziert, darunter LS-Klassiker wie etwa Grimme, Krone, Steyr und Co. Neuzugang New Holland enthält leistungsstarke Traktoren und Ernter, während der Hersteller Ponsse die Forstfahrzeuge stellt. Der Harvester (Holzvollernter) Scorpionking und der Forwarder (Transportfahrzeug) Buffalo stellen beeindruckende Maschinen dar, die klasse und detailreich designt sind.
Beim Fahren dieser Modelle kommt man in den Genuss der neuen Physik, welche ein insgesamt besseres Fahrverhalten als bisher in der LS-Reihe bietet. Allerdings kam es in der Testversion vor allem bei höheren Geschwindigkeiten mit den Traktor- und Lkw-Fahrzeugen auf der Straße immer noch zu seltsamen Kurvenverhalten. Traktoren "rutschten" da gerne mal schnell um die Ecke, so als würde man kein tonnenschweres Landwirtschaftsfahrzeug, sondern ein fliegengewichtiges Kettcar fahren. Auch bei der Arbeit auf dem Feld mit angehängtem Gerät kam es bei Kurvenfahrten öfter mal zu solchen unrealistisch wirkenden Rutsch- und Gleitbewegungen.
Gelungen sind die neuen grafischen Finessen im Spiel. So verschmutzen etwa im Einsatz befindliche Fahrzeuge und Geräte mit der Zeit. Auf den Oberflächen lagert sich Erdstaub und Schmutz ab, was cool gemacht ist. Der Dreck lässt sich anschließend mit einem Hochdruckreiniger wieder abwaschen. Spielerisch wirkt sich Schmutz und Dreck zwar nicht auf die Fahrzeuge aus, aber die Verschmutzungs-Reinigungs-Prozedur sorgt für mehr Glaubwürdigkeit im Spiel. Anhand anderer Details geht diese jedoch auch wieder flöten: So ist es zwar schön anzusehen, mit seinem Hochdruck-Reiniger den Dreck wegzuwaschen, doch benötigt der Einsatz des Geräts weder einen Wasseranschluss, noch besitzt er überhaupt einen Schlauch. Außerdem braucht ihr nur eine Weile auf eine Stelle des Fahrzeugs mit eurer Spritzdüse draufhalten, danach ist das Fahrzeug/Gerät komplett von allen Seiten blitzeblank.
Landwirtschafts-Simulator 15: Die Engine erlaubt ein neues Feature - Fahrzeuge verschmutzen mit der Zeit, was man deutlich erkennt.
Bei den verschiedenen Arbeiten selber bekommt ihr weitere grafische Details zu Gesicht – so fliegen beim Holzsägen etwa Späne wild umher, beim Grubbern wölbt sich das Erdreich schön, Fahrspuren wirken realistischer – hier punktet der LS 15 ordentlich. Auch die Beleuchtungseffekte sind hübsch anzuschauen.
In diesem Artikel
Weniger hübsch verhält es sich mit den Gebäuden der Spielumgebung. Hier nutzt auch die neue Engine nichts – die Ortschaften sehen einfach gewohnt steril und unbelebt aus, auch wenn einige Passanten durch die Gegend laufen und Fahrzeuge umherfahren. Eine glaubwürdig belebte und stimmige Spielwelt liefert auch der neue LS 15 nicht. Der grafische Fokus liegt eindeutig auf den Hauptakteuren im Spiel – den Fahrzeugen und deren Einsatz in Feld und Wald.
In puncto Sound lauscht ihr einer gelungenen Geräuschkulisse, was Fahrzeug- und Umgebungs-Sounds betrifft. Musikuntermalung im Spiel selber ist nicht enthalten, lediglich im Hauptmenü ertönt ein einziger Musik-Track, der allerdings auf seichtem Kaufhaus-Fahrstuhl-Niveau rangiert.

Man muss sich dafür nicht rechtfertigen.
Wäre ja auch noch schöner.
hier eine Liebeserklärung an das WARUM, warumich dieses Spiel toll finde. :-)
Grüßer der beton_bunker
http://forum.pcgames.de/b...
hier eine Liebeserklärung an das WARUM, warumich dieses Spiel toll finde. :-)
Grüßer der beton_bunker
http://forum.pcgames.de/blogs/betonbunker74523/290-ja-ich-bekenne-flagge-ich-spiele-landwirtschaftssimulator-2013-schon-seit-150-stunden.html
Das einzige was neu ist, ist die Fake Physik aber die Spiel Engine ist die gleiche seit 2008.