Aufrüst-Experten - Folge 2: Entwickler von Witcher 3 kämpfen gegen Uncanny-Valley-Effekt
Top-Spiele-Entwickler von CD Projekt oder Crytek bestätigen: Die Hardware-Anforderungen sind zuletzt drastisch gestiegen. Doch was haben eigentlich die Spieler genau davon? Wie hat sich die Grafikqualität verbessert? Wir haben uns bei den Studios hinter The Witcher 3, Star Citizen, Kingdom Come Deliverance, Ryse und Dead Island 2 umgehört.
Mehr Details (wie in The Division und GTA 5), höhere Sichtweiten (wie in The Witcher 3), mehr NPCs (wie in Assassin's Creed: Unity), größere Open-World-Spielwelten (wie in Far Cry 4), realistischere Gesichtsanimationen (wie in Ryse: Son of Rome): Die Neuheiten der kommenden Wochen und Monate nutzen die zusätzliche Power von Playstation 4 und Xbox One für sichtlich bessere Grafikqualität. Nebenwirkungen: Die Anforderungen an Spiele-PCs steigen gewaltig. Für die elf Seiten starke Titelstory der PC Games 11/14 haben wir mit Experten und Entwicklern gesprochen und sie nach ihren Einschätzungen befragt, wie sich die Spielegrafik des Jahres 2014 von jener des Jahres 2013 unterscheidet. Begleitend zu diesem großen Special präsentieren wir euch die Einschätzungen von Studios, deren Spiele derzeit am intensivsten diskutiert werden.
Die neue PC Games 11/14 gibt's ab morgigen Mittwoch überall dort, wo's Zeitschriften gibt.
PC Games: In welchen Bereichen hat sich die Grafikqualität gegenüber dem vergangenen Jahr am spürbarsten verbessert?
Alistair Brown, Director of Graphics Programming bei Foundry 42/Roberts Space Industries (Star Citizen):
"Einer der deutlichsten Fortschritte betrifft die Nutzung von Compute Shaders bei DX 11-Grafikprozessoren. Dadurch haben wir erheblich mehr Leistungsreserven für Millionen von GPU-Partikeln, die glaubwürdige Beleuchtung von Nebeln, Gasen und anderen transparenten Stoffen sowie verbesserte Effekte wie die realistische Simulation von Schärfentiefe und Linsenlichtreflexionen ("Lens Flares"). All das verleiht dem Spiel einen cineastischeren Look. Außerdem lassen sich komplexe Dinge wie Flüssigkeiten und Haare akurat simulieren."
Balazs Torok, Lead Engine Programmer bei CD Projekt (The Witcher 3: Wild Hunt):
"Gerade bei den Spielfiguren gibt es immer mehr Verbesserungen. Wir geben uns so viel Mühe wie nie zuvor, den Uncanny Valley-Effekt zu überwinden. Ganz geschafft haben wir das noch nicht, aber wir wissen, dass es möglich ist - schließlich gibt es auch Spielfilme mit komplett digitalen Figuren, die von jenen der Realität kaum zu unterscheiden sind. Weitere Bereiche sind Beleuchtung und Schattierung und hier insbesondere die indirekte Beleuchtung, da viele Engines auf physikalisch korrektes Rendering setzen."
Jiří Rýdl von Warhorse (Kingdom Come Deliverance)
"Die neue Generation von Konsolen beherrscht Full-HD-Auflösung, DX 11 Shaders und Gigabytes an Hauptspeicher. Spieler profitieren davon durch detaillierte Grafik mit physikalisch korrekter Beleuchtung, realistischen Wettereffekten und höher aufgelösten Texturen."
Nicolas Schulz, Principal Rendering Engineer bei Crytek (Ryse: Son of Rome, Crysis 3, CryEngine 3):
"Ein starker Trend in der Industrie, der mit Beginn des neuen Konsolenzyklus einhergeht, ist der Übergang zu physikalisch basierten Beleuchtungsmodellen. Damit lassen sich wirklichkeitsgetreue Materialien deutlich besser realisieren. Außerdem hat Bildqualität einen höheren Stellenwert als jemals zuvor, exzessives Aliasing zum Beispiel ist kaum noch akzeptabel."
Philipp Schellbach, Director of Development beim Berliner Studio Yager (Spec Ops: The Line, Dreadnought, Dead Island 2):
"Ich glaube man kann keinen einzelnen Punkt hervorheben, es ist eher so das heutzutage in allen Bereichen ständig visuelle Verbesserungen erreicht werden. Allerdings ist es auch so das die graphischen Sprünge nicht mehr so groß bzw. so sichtbar sind wie in den vergangenen Jahren. Die Verbesserungen finden eher in Details statt, die zwar das Gesamtbild verbessern, aber für sich genommen nicht mehr so erkennbar sind."
Lest dazu auch:
Folge 1 (Montag): Warum Playstation 4 und Xbox One "schuld" sind an rasant steigenden Hardware-Anforderungen
Folge 3 (Mittwoch): So verbessert mehr Grafik-Power das Spielerlebnis
Noch viel mehr Infos zum Thema findet ihr in der neuesten PC Games 11/14, ab 29. Oktober beim Zeitschriftenhändler!


Ich habe aufgrund dieser Diskussion einige Tests gemacht und es ist so. Bei mir erscheint überhaupt nichts unscharf, egal auf was ich mich konzentriere. Ich kann das geschriebene im Vordergrund lesen und
gleichzeitig auch das, was 2m entfernt ist. Ich kann auch den Kopf so schnell wie möglich bewegen, aber es erscheint nichts unscharf. Vom Prinzip her stimmt deine Beschreibung schon mit der Tiefenschärfe,
aber anscheinend funktioniert die Fokusierung bei dem einen schneller und bei dem anderen etwas langsamer, oder gar nicht.
Du schreibst doch selbst - Fokussierung - oder auch Akkomodation genannt beim Auge.
Und wo kannst du jetzt beides zugleich scharf sehen, wenn erst eine Fokussierung des Auges stattfindet? Es ging mir nie um das Ändern des Fokus, sondern um die zeitgleiche Fokussierung von nahen und fernen Objekten ...
In Spielen wird halt immer öfter der Kinolook und somit ein Blick durch eine Kamera imitiert. Würde das menschliche Auge simuliert, müsste es anders aussehen.
Wenn du einen Gegenstand knapp vor deinem Gesicht fokussierst, wirst du doch wohl weiter entfernte Sachen trotzdem noch sehen - nur halt nicht mehr scharf?
Ich habe aufgrund dieser Diskussion einige Tests gemacht und es ist so. Bei mir erscheint überhaupt nichts unscharf, egal auf was ich mich konzentriere. Ich kann das geschriebene im Vordergrund lesen und
gleichzeitig auch das, was 2m entfernt ist. Ich kann auch den Kopf so schnell wie möglich bewegen, aber es erscheint nichts unscharf. Vom Prinzip her stimmt deine Beschreibung schon mit der Tiefenschärfe,
aber anscheinend funktioniert die Fokusierung bei dem einen schneller und bei dem anderen etwas langsamer, oder gar nicht.
Dadurch entsteht der Unterschied in der Wahrnehmung. Das Auge benötigt etwas mehr Zeit zur Umstellung und dadurch hat man das Gefühl, das es unscharf ist. (Knick in der Optik) :-D
Spaß beiseite, aber vom Prinzip her ist es doch das Gleiche mit der Sehschwäche im zunehmenden Alter. Der oder die Muskel(n), die für die Fokusierung im Auge zuständig sind werden immer langsamer, schlaffer und irgendwann bewegen sie sich
kaum noch. (Erklärung einer Augenärztin) Ergo, Brille muß her um das auszugleichen. Die unterschiedlichen Wahrnehmungen gibt es ja auch bei den Farben. Rot ist nicht bei jedem das gleiche Rot. Es gibt (zig) Millionen von Farben und nicht alle sehen sie gleich.
Was lernen wir daraus?
Keiner ist ein Spinner oder deswegen ein Lügner, wir sind eben in allem etwas unterschiedlich und jeder auf seine Art einzigartig.
Wir haben wirklich nur EINES gemeinsam. Dumm, dümmer und am dümmsten. Dabei ist es auch unerheblich ob mit oder ohne Knick in der Optik.
Das wertet uns nicht wirklich auf!
Wenn du einen Gegenstand knapp vor deinem Gesicht fokussierst, wirst du doch wohl weiter entfernte Sachen trotzdem noch sehen - nur halt nicht mehr scharf?