Transocean: The Shipping Company im Test: Simple Ports of Call-Variante
Schiff ahoi: Nie war es einfacher, ein globales Unternehmen aufzubauen und zu führen! Wir haben Transocean: The Shipping Company im Test und zeigen die Ähnlichkeiten, aber auch Unterschiede zum eindeutigen Vorbild Ports of Call auf.
Anmerkung: Getestet wurde eine nicht ganz fertige Version von TransOcean: The Shipping Company. An der Wertung ändert sich dadurch nichts.
In der Wirtschaftsimulation von Publisher Astragon und dem neuen Entwicklerstudio Deck 13 Hamburg werden keine kleinen Brötchen gebacken: Das große Spielziel von Transocean ist nicht weniger als die Erschaffung eines weltweit operierenden Reederei-Imperiums. Dabei beginnt die Geschichte eures Aufstiegs zum Industriemagnaten durchaus bescheiden. Ein Investor streckt euch ein paar Millionen vor, mit denen ihr euch gerade mal einen reparaturbedürftigen alten Kahn leisten könnt, der dann im europäischen Heimathafen eurer Wahl auf euch wartet.
Einfacher Einstieg
Jetzt geht's richtig los: Aus einer Liste mit Aufträgen wählt ihr euch einen passenden aus. Passend bedeutet: bringt ordentlich Geld ein und ist bei Höchstgeschwindigkeit mit dem zur Verfügung stehenden Tankvolumen innerhalb der Zeitvorgabe zu schaffen. Im Zielhafen beginnt nach Betankung eures Kahns das Ganze von vorne. Habt ihr nach ein paar Aufträgen genug Geld gescheffelt, lohnt es sich, dies in die Aufwertung von Komponenten eures Schiffs oder in dessen Reparatur zu investieren. Wieder etwas später folgt die Anschaffung von Schiff Nummer 2. An diesem einfachen Schema ändert sich im ganzen Spielverlauf praktisch nichts. Etwas Abwechslung bieten Firmenaufträge, die sich über mehrere Monate Spielzeit erstrecken und erfordern, dass ihr eine gewisse Menge Waren in einem festgelegten Zeitraum von A nach B liefern sollt. Habt ihr alle europäischen Häfen einmal angesteuert, dürft ihr künftig weltweit eure Geschäfte tätigen. So richtig Spaß macht das aber erst, wenn ihr über eine Flotte verfügt, die schnell genug große Distanzen bewältigen kann.
In null Komma nichts zum erfolgreichen Unternehmen
Quelle: PC Games
Die Ein- und Ausparkmanöver in Häfen können in Form eines Minispiels manuell durchgeführt werden. Ein Teil der Häfen ist durch Sehenwürdigkeiten leicht zu erkennen.
Neben dem lieben Geld bestimmt noch ein weiterer Faktor die Entwicklung eurer Reederei: euer Ansehen! Ihr steigert euren Ruf durch positive Aktionen wie die zeitgerechte Ablieferung von Terminaufträgen, Instandhaltung eurer Flotte, gute Quartalszahlen oder erledigte Firmenaufträge. Falls diese Dinge nicht passen, wirkt sich das natürlich negativ aus. Wer sich auf das Schmuggeln von fragwürdiger Fracht einlässt, kann damit zwar reich werden, muss aber ebenso damit rechnen, dass sein Ruf dadurch sinkt. Wer manuell sein Schiff in einem der über 50 Häfen ein- beziehungsweise ausparkt, steigert damit auch sein Ansehen. Vorausgesetzt, ihr setzt den Kahn nicht an den Kai oder ruft einen Schlepper zur Hilfe herbei. Mit jedem neuen Rang erhaltet ihr Zugriff auf eine neue Schiffsklasse. Um aufzusteigen, müsst ihr diverse, im Laufe des Spiels anspruchsvoller werdende Voraussetzungen erfüllen – ein guter Ruf oder eine bestimmte Anzahl erledigter Firmenaufträge sind ein paar davon. Neue Schiffe bieten in der Regel mehr Frachtraum, höhere Geschwindigkeit, größere Reichweite und mehr Aufrüstoptionen, kosten aber auch deutlich mehr als das jeweilige Vorgängermodell.
Kaum Langzeitmotivation, kein Wiederspielwert
Klingt alles solide und spielt sich auch so. Je mehr Schiffe ihr habt, desto nerviger wird aber das Management eurer Flotte. Nicht etwa weil Transocean dann komplexer oder schwieriger wird, sondern weil ihr im Sekundentakt die selben paar Schritte für jeden Kahn wiederholen müsst. Makro-Management und Routenplanung: Fehlanzeige. Weil es keine echten Variationen (weder zufälliger noch einstellbarer Art) im Spiel gibt, ist der Wiederspielwert in der aktuellen Form auch gleich null. Noch bitterer: Hat man die höchste Reederstufe erreicht und die beste Schiffsklasse freigeschaltet, gibt es schlichtweg keinen Anreiz weiterzuspielen. Das gilt für den Modus "Freies Spiel". Die ebenfalls enthaltene Kampagne unterscheidet sich davon nur minimal und dient vor allem als umfangreiches Tutorial.

Schade das Paradox oder Kalypso das nicht haben entwickeln lassen, weil die Negativpunkte wie das man schnell keine Lust hat und es viel zu Leicht ist, ist schon schwerwiegend
dann lieber bei den Patrizier-Like Spiele bleiben