Baphomets Fluch 5: Der Sündenfall - Episode 2 im Test
Der Cliffhanger, bei dem George und Nico am Ende von Baphomets Fluch 5: Der Sündenfall - Episode 1 auf dem Dach eines brennenden Gebäudes in London standen, ist schon wieder mehrere Monate alt. Seit Dezember letzten Jahres mussten wir warten, bis wir Mitte April endlich die zweite Episode von Baphomets Fluch 5: Der Sündenfall spielen und die spannende Geschichte weiter verfolgen durften. Kam diese noch im ersten Teil eher gemächlich in Fahrt, geht es in Episode 2 dann deutlich dynamischer zu. Schafft ihr es, das Geheimnis um das geheimnisvolle Gemälde La Maledicció zu lösen, das die Macht haben soll, die Welt zu zerstören?
In Baphomets Fluch 5: Episode 2 steuert ihr erneut George und Nico im Wechsel, wobei George etwas häufiger nach eurem Mauszeiger tanzt. Der Amerikaner und die Französin treffen in Episode 2 einige alte Bekannte aus den vorherigen Serienteilen wieder. Kenner der Reihe werden beispielsweise in den Dialogen mit den Hendersons Anspielungen auf frühere Abenteuer entdecken. Und während Nico sich tierlieb gibt, freut sich George ganz und gar nicht über das Wiedersehen mit nicht nur einem, sondern gleich zwei Ziegenböcken. Aber ob er will oder nicht, er muss mit ihnen auf gewisse Art und Weise zusammenarbeiten. Was ihm widerstrebt, zaubert dem Spieler allerdings ein ums andere Mal ein Lächeln auf die Lippen, denn gerade solche Szenen sind als Hommage an die Anfänge der Adventure-Reihe sehr liebevoll und witzig gestaltet. Und – soviel sei verraten – die neuen Ziegenrätsel sind nicht so schwer wie das originale im Serienauftakt, das seinerzeit sogar in einem Wikipedia-Eintrag besprochen wurde.
Quelle: PC Games
Die wenigen Minispielchen, wie etwa die Dechiffrierung eines Telegramm, fügen sich gut in die Handlung ein.
In Episode 2 wird nicht nur gerätselt, geklettert, kombiniert und musiziert, sondern es werden auch Statuen ausgerichtet, Geheimgänge gefunden, Bomben gebastelt und sogar Seilbahnen von Maschinengewehren zerlöchert. Der Schwierigkeitsgrad steigt ebenso wie das Erzähltempo gegenüber Episode 1 an. Einige Rätsel sind zwar originell, wirken aber dennoch arg konstruiert. Einmal müsst ihr beispielsweise für Pearl Henderson die ersten Takte aus "Ave Maria" auf Farbeimern, einem Feuerlöscher und einem Ölfass spielen. Schwierig ist hier nicht nur, dass ihr die notwendigen Noten erkennen und euch auch noch merken müsst. So ist dieses Rätsel für musikalische Totalversager ebenso wie die Entschlüsselung kryptischer Symbole für eine Reiseroute ohne Lösung nur schwer zu knacken. Wer da mangels Hinweise und hilfreichen Erklärungen nicht auf die Ingame-Hilfe zurückgreifen muss, hat unseren tiefsten Respekt – und vermutlich ein geschichtliches Studium mit Nebenfach Kryptologie in der Tasche. Insgesamt fügen sich die Rätsel aber sehr gut in die Handlung des Spiels ein und sind deutlich fordernder als in Episode 1.
Quelle: PC Games
Neben London und Spanien rätselt ihr euch auch durch diesen Schauplatz im Irak, der von drei schwer bewaffneten Schurken bewacht wird.
Während ihr euch durch meist wunderschön gezeichnete Schauplätze von London über Katalonien bis in den tiefsten Irak rätselt, vergeht die Zeit wie im Fluge. Was nicht nur am kurzweiligen Spielgefühl liegt, sondern auch daran, dass die Spielzeit von Episode 2 einen Tick kürzer ausfällt als Teil 1. Man hat das Gefühl, als hätte Revolution Software nicht nur die Bremse gelöst, sondern auch noch kräftig aufs Gas getreten. Zwar seid ihr in einigen neuen Gebieten unterwegs, trefft aber kaum noch auf neue Charaktere und werdet mit Informationen zur Auflösung der Geschichte fast schon zugeschüttet. So kommt auch das Finale zu schnell daher und ist ebenso flott auch schon wieder vorbei. Eine bessere Verteilung des Spannungsbogens aufs ganze Spiel wäre sicherlich durchaus drin gewesen. Doch das ist Kritik auf hohem Niveau, denn insgesamt liefert Revolution Software mit Baphomets Fluch 5: Der Sündenfall ein tolles klassisches Adventure mit stimmungsvoller Atmosphäre ab, das der Serie neuen Auftrieb gibt und dem hoffentlich auch ein sechster Teil folgen wird. Unsere Wertung für Episode 2 erweitern wir somit auf das gesamte Spiel.

Da hat der Autor wohl an Geheimakte gedacht. ;-) Da heißt die Protagonistin nämlich Nina.
https://www.youtube.com/w...
:-D :-P
Die Ziege muss die Wachen ablenken aber ich bin einfach nicht darauf gekommen, die letzte Feige auf den "Weg" zu werfen, da das Spiel dort ein Icon für "Umgebung verlassen" anzeigt. Dann macht es für mich keinen Sinn mehr und oft musste ich in solchen Momenten die Hilfe bedienen, obwohl ich die Lösung eigentlich kannte. Das passierte mir ehrlich gesagt ziemlich oft, was wirklich schade ist.
Das Spiel insgesamt ist dennoch ziemlich cool und mit 15 Std auch angenehm lang für meinen Geschmack.