Mass Effect: Happy Birthday Commander Shepard - Ein Rückblick

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Mass Effect: Alles Gute zum Geburtstag, Shep. (1)
Quelle: Bioware

Kolumne von Matthias Dammes: Commander Shepard feiert heute Geburtstag. Am 11. April 2154 erblickt der Retter der Galaxis das Licht der Welt. Für mich Grund genug noch einmal auf die Mass Effect-Trilogie zurück zu blicken, die mein Gamerleben der letzten Jahre entscheidend geprägt hat. Meiner Meinung nach hat Bioware hier ein Universum geschaffen, das das Potential hat, das neue Star Wars zu werden.

Am 11. April startete nicht nur die Mondmission Apollo 13, die später tragische Berühmtheit erlangte, für Spiele- und Science-Fiction-Fans hat dieses Datum noch eine andere wichtige Bedeutung. Denn wie wir bereits heute wissen, erblickt am 11. April 2154 der Retter der Galaxis, Commander Shepard, das Licht der Welt. Die Entwickler von Bioware feiern den 140. Geburtstag ihres Helden mit leckeren Cupcake- und Cocktail-Rezepten im offiziellen Blog. Auch auf der PAX East, die heute beginnt, finden am Stand von Bioware entsprechende Feierlichkeiten statt.

Das neue Mass Effect lässt sicherlich noch mindestens zwei Jahre auf sich warten und Commander Shepard spielt dort sowieso keine Rolle mehr. Für mich als großen Fan des Universums ist der Geburtstag daher der perfekte Zeitpunkt, um noch einmal auf den epischen Kampf gegen die Reaper zurück zu blicken. Als der erste Teil Ende 2007 erschien, ging das Spiel zunächst völlig unbemerkt an mir vorbei. Das lag vor allem daran, dass ich mich damals wenig bis gar nicht mit Konsolen und deren Spielen beschäftigt habe. Auch als im Sommer des nächsten Jahres die PC-Version erschien, hatte ich zunächst wenig Interesse an dieser unbekannten Science-Fiction-Ballerei.

Das neue Star Wars

Irgendwann, ich kann nicht mehr nachvollziehen aus welchem Anlass, habe ich mir Mass Effect dann doch gekauft. Ich hatte keinerlei Vorstellung was mich erwartet, aber nach dem Auftakt war ich sofort Feuer und Flamme. Noch heute läuft es mir kalt den Rücken runter, wenn ich die Anfangssequenz sehe und dazu das epische Theme von Sam Hulick läuft. Die Musik hat mich dermaßen geprägt, dass das Mass Effect-Theme bis heute mein Klingelton ist. Allgemein hat der grandiose Soundtrack in allen drei Teilen zur Faszination Mass Effect beigetragen. Aber das wichtigste ist wohl das Universum an sich, das meiner Meinung nach das Potential hat, ein neues Star Wars zu werden.

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Bereits mit dem ersten Teil der Trilogie hat Draw Karpyshyn einen tiefgreifenden Hintergrund für alle wichtigen Protagonisten, Völker, Schauplätze und den allgemeinen Aufbau des Universums geschaffen. Er hat den Spieler nicht einfach in eine Welt gesteckt, die ist wie sie ist, sonder sich Gedanken über zurückliegende Ereignisse wie die Entdeckung der Protheanischen Ruinen auf dem Mars, dem Erstkontaktkrieg mit den Turianern oder eben dem genauen Geburtstag von Commander Shepard gemacht, die mit der eigentlichen Geschichte des Spiels wenn dann nur am Rande zu tun haben. Um diese Tiefe des Universums weiter auszubauen, erschienen neben der eigentlichen Trilogie bis heute diverse Romane, Comics und Sachbücher, womit wir auch wieder beim Star Wars-Vergleich sind.

FemShep an die Macht

Ich gehöre übrigens der kleinen Gruppe der radikalen FemShep-Fans an. Für mich ist Shepard ausschließlich weiblich und wird es auch immer bleiben. Das liegt zum einen an der großartigen Leistung von Jennifer Hale, die ihren männlichen Kollegen Mark Meer mehr als deutlich in den Schatten stellt. Ganz besonders, wenn man Renegade spielt. Auf der anderen Seite mag ich starke Frauencharaktere, die für sich, ihre Ideale und die Personen, die ihnen nahe stehen, kämpfen. Den Prototyp des muskelbepackten männlichen Helden, setzt uns Hollywood schon mehr als genug vor die Nase.

Größter Zankapfel rund um Mass Effect war zuletzt sicherlich das stark umstrittene Ende. Ich persönlich fand es nicht so schlimm, wie die meisten es darstellen. Man darf nicht nur die letzten 15 Minuten als das Ende begreifen, sondern muss Mass Effect 3 als Ganzes als das Ende der Trilogie sehen. Mit jeder kleinen Geschichte, die wir im Spiel erleben, wird ein Schlussstrich unter einen bestimmten Teil von Shepards Geschichte gezogen. Davon abgesehen lasse ich mir das Universum als ganzes nicht durch einzelne negative Elemente zerstören. Star Wars: Episode I war auch großer Mist, deswegen bin ich aber immer noch Star Wars-Fan.

Nun habe ich mir lange genug meine Meinung zu meiner Herzensangelegenheit Mass Effect von der Seele geschrieben, jetzt seid ihr dran. Ich lade euch ein in den Kommentaren beziehungsweise im Forums-Thread zu diesem Artikel über Mass Effect zu diskutieren. Was hat euch gefallen, was macht Mass Effect für euch zu etwas besonderem. Natürlich könnt ihr euch auch kritisch äußern, solange es sich auf sachlicher Ebene bewegt und nicht in reine Flames gegen Bioware, EA oder Gott und die Welt ausartet.

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    • Kommentare (11)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von MrFob Nerd
        Ach Mass Effect, das Spiel, das mich die letzten 6 Jahre beschaeftigt hat. Hatte das erst mal auf pcgames.de davon gehoert, als berichtet wurde, dass ME von der xbox portiert wird. Die ersten paar Screenshots (aus dem Flux :)) waren genug um mich hineinzuziehen. Habs direkt vorbestellt und mir auch mit Revelations zum ersten mal einen Roman zu einem Videospiel gekauft. Hab das uch dann auch gelesen bevor das Spiel ueberhaupt rauskam, es war ein sehr guter Einstieg in das Universum.
        Als ich mich ein paar Tage spaeter auf den BioWare Foren umsah entdeckte ich einen thread, der gerade von BW Community Manager "Evil" Chris Priestley erstellt worden war und in dem er an 10 Leute eine PC Version des Spiels verschenkte. So bekam ich ME1 dann sogar umsonst und was soll ich sagen, es war das beste Spiel, dass ich je gesehen hatte (bin seit etwa 1990 am zocken).
        Ich hab ME1 und 2 jeweils sicher 20 mal durchgespielt und hunderte Stunden drin versenkt. Alle drei sind super Spiele aber leider ist nicht nur alles super. Mich hat das Ende von ME3 schon ziemlich schwer getroffen, zumal ich den Rest des Spiels wirklich gut fand. Was mich aber seit ME2 am meisten enttaeuscht ist die Erkenntnis, dass BW, entgegen ihrer eigenen Aussagen, leider nicht die Trilogie von Anfang an durchgeplant hat. Man merkt es den Spielen an, dass sie ziemlich planlos an die Sache herrangegangen sind und sich alles nach und nach zusammengedichtet haben. Der komplette zweite Teil ist fuer die Handlung an sich komplett irrelevant. Nicht falsch verstehen, ich mag den zweiten Teil als Spiel wirklich und ich finde auch, dass die etwas andere Struktur und die Konzentration auf die Team Mitglieder erfrischen war. Allerdings haette man viel mehr Fokus auf den Hauptstrang der Handlung legen muessen. Es kommt dem dritten Teil ueberhaupt nicht zu gute, dass hier im zweiten keine Vorarbeit geleistet wurde (bzw, die vorhanden Anspielungen nicht mehr aufgegriffen wurden).

        Somit ist Mass Effect fuer mich immer ein zweischneidiges Schwert. Ich finde das Universum, die Hintergrundgeschichte und due Charaktaere absolut genial aber ich sehe auch extrem viel verschwendetes Potential. ME ist super aber es haette mit relativ wenig zusaetzlichem Aufwand noch sehr viel mehr und besser sein koennen.

        Dennoch, ich moechte Mass Effect nicht mehr missen. In diesem Sinne "Happy belated birthday Commander Shepard!"
      • Von MrFob Nerd
        Ach Mass Effect, das Spiel, das mich die letzten 6 Jahre beschaeftigt hat. Hatte das erst mal auf pcgames.de davon gehoert, als berichtet wurde, dass ME von der xbox portiert wird. Die ersten paar Screenshots (aus dem Flux :)) waren genug um mich hineinzuziehen. Habs direkt vorbestellt und mir auch mit Revelations zum ersten mal einen Roman zu einem Videospiel gekauft. Hab das uch dann auch gelesen bevor das Spiel ueberhaupt rauskam, es war ein sehr guter Einstieg in das Universum.
        Als ich mich ein paar Tage spaeter auf den BioWare Foren umsah entdeckte ich einen thread, der gerade von BW Community Manager "Evil" Chris Priestley erstellt worden war und in dem er an 10 Leute eine PC Version des Spiels verschenkte. So bekam ich ME1 dann sogar umsonst und was soll ich sagen, es war das beste Spiel, dass ich je gesehen hatte (bin seit etwa 1990 am zocken).
        Ich hab ME1 und 2 jeweils sicher 20 mal durchgespielt und hunderte Stunden drin versenkt. Alle drei sind super Spiele aber leider ist nicht nur alles super. Mich hat das Ende von ME3 schon ziemlich schwer getroffen, zumal ich den Rest des Spiels wirklich gut fand. Was mich aber seit ME2 am meisten enttaeuscht ist die Erkenntnis, dass BW, entgegen ihrer eigenen Aussagen, leider nicht die Trilogie von Anfang an durchgeplant hat. Man merkt es den Spielen an, dass sie ziemlich planlos an die Sache herrangegangen sind und sich alles nach und nach zusammengedichtet haben. Der komplette zweite Teil ist fuer die Handlung an sich komplett irrelevant. Nicht falsch verstehen, ich mag den zweiten Teil als Spiel wirklich und ich finde auch, dass die etwas andere Struktur und die Konzentration auf die Team Mitglieder erfrischen war. Allerdings haette man viel mehr Fokus auf den Hauptstrang der Handlung legen muessen. Es kommt dem dritten Teil ueberhaupt nicht zu gute, dass hier im zweiten keine Vorarbeit geleistet wurde (bzw, die vorhanden Anspielungen nicht mehr aufgegriffen wurden).

        Somit ist Mass Effect fuer mich immer ein zweischneidiges Schwert. Ich finde das Universum, die Hintergrundgeschichte und due Charaktaere absolut genial aber ich sehe auch extrem viel verschwendetes Potential. ME ist super aber es haette mit relativ wenig zusaetzlichem Aufwand noch sehr viel mehr und besser sein koennen.

        Dennoch, ich moechte Mass Effect nicht mehr missen. In diesem Sinne "Happy belated birthday Commander Shepard!"
      • Von Lightbringer667 Spiele-Kenner/in
        Matthias, du sprichst mir aus der Seele :) Und ich bekenne mich auch schamlos zu meinem ME Fanboytum :-D

        Mass Effect ist wirklich ganz groß und ich glaube mit der Zeit ist es Bioware und den Autoren auch aufgefallen, welches erzählerische Potenzial in der Serie schlummert. Somit ist ja auch die Story von Teil zu Teil atmosphärischer und besser erzählt worden. Aber auch die vielen NPCs tragen dazu bei. Anders als bei vielen anderen Rollenspielen haben sehr viele der Charaktere die man trifft eine Geschichte und agieren glaubhaft. Das trägt natürlich auch noch mal zur Stimmung bei. Auch hier zum Teil grandioses Voice Acting (Martin Sheen!).

        Ich hab die Serie 2x gespielt. Einmal als FemShep und einmal als männlicher Charakter. FemShep ist tatsächlich deutlich besser gesprochen. Mir sind die Charaktere der Serie richtig ans Herz gewachsen, ähnlich wie in guten Romanen - was ziemlich selten vorkommt bei Spielen.
      • Von Dum1Dum Anwärter/in
        Ich habe ME1 und 2 gleichzeitig gekauft, als beide schon etwas länger draußen waren, und dann ME2 zuerst gespielt, weil es schneller mit der Post ankam und dann ME1 als Prequel :-B.

        Spielerisch und auch atmosphärisch fand ich Teil 1 am besten. Spielerisch wegen der Laser-artigen Waffen ohne Magazine, nur mit Überhitzung, der vielen (eigentlich zu vielen) verschiedenen Waffen und Mods, mit denen ich mir mein Super-Scharfschützengewehr zusammengebastelt habe, und der Frisbee-Granaten.
        Atmosphärisch wegen der freieren Ausflüge auf fremde Planeten, indem man mit dem Mako durch die Atmosphäre fällt, landet, frei herum fährt und aussteigen kann. Am meisten beeindruckt haben mich dabei die Space Monkeys und die protheanischen Relikte und vor allem die Himmel wie dieser hier:[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Oder die Mission auf dem Mond - [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Aber es gab in der Serie noch so viele andere Momente, der Anfang von Teil 2, der Flug zur Basis der Kollektoren, ...
        Auch von den Charakteren hab ich so viele lieb gewonnen wie in kaum einem anderen Spiel, allen voran Garrus, aber auch Wrex, Mordin, Tali, Joker, ...

        Dank Mass Effect war ich immer mal wieder traurig, dass ich es wohl zu Lebzeiten nicht erleben werde, tatsächlich solche Welten zu besuchen.
        Das erklärt wohl auch (neben der Uni), warum ich das Ende von ME3 jetzt seit drei Wochen vor mir her schiebe http://forum.pcgames.de/images/misc/pencil.png
      • Von TheBobnextDoor Mitglied
        Irgendwie macht mir der Beitrag wieder Lust einen kleinen Abstecher mit der Normandy zu wagen.
        Eine der intensivsten Spieleerfahrungen die ich in den letzten Jahren gemacht hatte, bin relativ kurz vor Veröffentlichung des 3.Teils auf die Serie aufmeksam geworden und hab es nicht bereut.
        Ich freu mich schon auf den vierten Teil. :)
      • Von sauerlandboy79 Mitglied
        Hach ja... Ist schon eine tolle Reihe. Hab sie trotz diverser Problemzonen sehr gerne gespielt, und neben "The Walking Dead" das einzige Franchise, dessen Charaktere sich ziemlich schnell in mein Gamerherz eingeschlichen haben. :-)
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