Ausflug in die Welt von Pen-&-Paper: Die besten Rollenspiel-Umsetzungen
Wir wagen heute einen Ausflug in die Welt der Pen-&-Paper-Rollenspiele, denn die haben schon schon für viele bekannte und beliebte Videospiel-Klassiker die Vorlage geliefert. Mit Cyberpunk 2077 warten wir momentan gespannt auf eine weitere Umsetzung mit dem Potential zum Hit. Zudem erfahrt ihr in diesem Special, welche Games mit Pen-&-Paper-Wurzeln zu unseren Favoriten zählen.
Erst vor wenigen Wochen gab Daedalic Entertainment bekannt, dass die Point-&-Click-Adventure-Trilogie Deponia als Pen-&-Paper-Rollenspiel umgesetzt werden soll. Mit von der Partie sind dabei zwei alte Bekannte. Regelwerk und Abenteuer entstehen nämlich unter der Federführung von Mháire Stritter und Nico Mendrek. Eine frohe Botschaft für Rollenspiel-Fans, die sich der analogen Variante mit Stift, Papier und Würfeln verschrieben haben. Das Pen-and-Paper-RPG erfreut sich nämlich nach vor großer Beliebtheit. Seinen Anfang hat es den zwei Herren Gary Gygax und Dave Arneson zu verdanken. 1974 veröffentlichten sie zusammen Dungeon-&-Dragons und drei Jahre später das große Update Advanced-Dungeon-&-Dragons. Auf ihrem Werk basiert bis heute der Großteil der vielen nachfolgenden Fantasy-Welten, die sich von den Szenarios, Regeln und Charaktertypen inspirieren ließen. Einen ebenfalls bedeutenden Einfluss hatte Dungeons and Dragons auch auf Videospiele. Viele der bekanntesten und beliebtesten Rollenspiel-Klassiker verdanken der Pen-&-Paper-Vorlage ihre Wurzeln. Über die Jahre hinweg bildete sich eine lange Liste von Videospielen mit Dungeon-&-Dragons-Lizenz. Eines der ersten offiziellen Spiele war Cloudy Mountain für das Intellivision, wo man als pixeliger Bogenschütze ein Waldlabyrinth erkundete, Schätze suchte und natürlich Monster erledigte.
Das Schwarze Auge – kurz DSA – ist die deutsche Antwort auf Dungeon-&-Dragons. Das Pen-&-Paper-Rollenspiel basiert auf der Fantasy-Spielwelt Aventurien, die von Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs und Ulrich Kiesow entworfen wurde. Dabei handelt es sich um den Hauptkontinent der Welt Dere, die zudem noch die Kontinente Myranor im Westen, das Riesland im Osten und Uthuria im Süden einschließt. Als erster virtueller Ableger erschien 1992 der Titel Schicksalsklinge als Teil der Nordlandtrilogie. Im vergangenen Jahr bekam der Klassiker dann sogar eine HD-Neuauflage spendiert, die jedoch von zahlreichen Bugs gequält wurde. Regelmäßige Spielabbrüche, korrumpierte Speicherstände, zufällig veränderte Heldenportraits und -werte gehörten zu Tagesordnung und sogar in der Hauptstory gab es Fehler, die das Spielen der Geschichte grundsätzlich unmöglich machte. Die Dimension war so dramatisch, dass sich sogar Ulisses Spiele von dem Projekt distanzierten. Viele, viele Patches, ein DLC und die Goldedition später, ist Schicksalsklinge HD schließlich doch noch eine akzeptable Neuauflage des Rollenspiel-Klassikers geworden. Weitere Beispiele für Pen-&-Paper Umsetzungen findet ihr in der Bildergalerie.

...auch die richtig alten Perlen zu erwähnen. Eye of the Beholder (in which beauty lies, while the rest of the party went into it's stomach...) war ja eher ein Nachzügler. Ultima und Wizardry waren 10 Jahre früher schon grob auf D&D basiert. Wobei natürlich Bard's Tale 1985 grafisch der Bringer war...damals zumindest^^. Will man ordentlich sein, kann man natürlich noch Rogue und die bekannten Roguelikes Moria, Hack und NetHack dazunehmen. Auch alles so 1980-1990.
Auch wenn die nicht alle direkt unter der D&D-Lizenz liefen, wie später die (immer noch tollen) BlackIsle-Spiele aus den Forgotten Realms, waren sie selbstverständlich von D&D inspiriert.
/opa-mode
Jaja, so war das damals. Das hab ich alles noch erlebt. Auch konnte ich mich damals kaum von einer der ersten Pong-Konsolen losreißen. Immer noch besser als Testbild...ach, kennt ja auch keiner mehr *hust* Und als dann das ATARI2600VC kam...was für eine Grafikpracht diese klobigen EPROMS doch hatten...und das Gerät in edler Wurzelholzoptik. Mit RPGs war da noch nicht viel, von wegen Speichern und sowas. Aber als dann die Heimcomputer den Siegeszug antraten, wie mein geliebter (und immer noch funktionstüchtiger) C64, war der Bann gebrochen. Rollenspiele!!! War noch ein weiter Weg bis WoW und ST:TOR, aber ich bin ja mal gespannt, was die nächsten 30 Jahren so bringen. Ein Holodeck zum 80.Geburtstag...das hätte schon was^^
D.
Da ist die Kollegin offenbar Opfer der Word-Rechtschreibautomatik geworden, die gerne vom Schreiber unbemerkt aus DSA ein DAS macht. ;)
Sollte jetzt aber stimmen.
Aber bitte schreibt doch korrekterweise DSA für Das Schwarze Auge :P