Seminar für Entwickler - An diese Grundregeln für gute Spiele sollten sich Entwicklern halten [Update mit Leser-Vorschlägen]

18
Special Dennis Reisdorf - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Seminar für Entwickler - An diese Grundregeln für gute Spiele sollten sich Entwicklern halten.
Quelle: Computec

Ginge es nach uns Spielern, sähen einige Videospiele sicherlich ganz anders aus. Viele Problemstellen, die an einem Titel kritisiert werden, hätten bestimmt nicht sein müssen, hätten Entwickler und Publisher sich an ein paar ganz einfache Regeln gehalten. Welche das unter anderem sind, erfahrt ihr in der Bilderstrecke dieses Specials.

Update: In vielen Punkten, die wir in unserer Liste mit Grundregeln aufführten, an die sich Entwickler halten sollten, stimmten unsere Leser zu. Außerdem brachten sie weitere Vorschläge ein, die ihr wie gewohnt zu Beginn der Bildergalerie unter dem Artikel seht.

Original: Manch ein Entwickler-Studio sollte die Richtlinien für Entwicklung eines guten Videospiels auf eine Tafel im Firmengebäude meißeln, sodass alle Mitarbeiter ständig vor Augen haben, was denn die Zutaten für ein rundum gelungenes Spieleprojekt sind. Hin und wieder sollten einige Entwickler gar an einem Seminar teilnehmen, um diese Grundregeln der Spieleentwicklung nicht aus den Augen zu verlieren. Dass Publisher da nicht selten ein Wort mitzureden haben, versteht sich von selbst. Auch die gehören in unser Seminar geschleppt.

So würden viele Videospiele sicher davon profitieren, steckte der Publisher weniger finanzielle Mittel in sinnlose PR-Maßnahmen, sondern in die Entwicklung des Spiels. Davon könnten Entwickler beispielsweise Drehbuch-Autoren oder namhafte Komponisten verpflichten, um dem Spiel auch eine ansprechende Handlung und eine markante Musikuntermalung zu verpassen. Wir nennen euch in der folgenden Bilderstrecke zehn der wichtigsten Dinge, an die sich Entwickler und Publisher bei der Entwicklung eines Spiels halten sollten. Was gehört eurer Meinung nach noch dazu?

Bildergalerie

18
    • Kommentare (18)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von JTRch Mitglied
        So ein Artikel sollte sauber ausgeführt und begründet sein und dann bei gameindustry.biz als Gastkolumne veröffentlicht werden, denn dort lesen Entwickler mit! Hier ist es Perlen vor die Säue geworfen.
      • Von JTRch Mitglied
        So ein Artikel sollte sauber ausgeführt und begründet sein und dann bei gameindustry.biz als Gastkolumne veröffentlicht werden, denn dort lesen Entwickler mit! Hier ist es Perlen vor die Säue geworfen.
      • Von Bal0r NPC
        Joa alles logisch und nachvollziehbar. Aber warum geht dieser Artikel an uns Gamer? Schick den doch an alle Entwickler und Publisher!!!
      • Von MisterSmith Spiele-Kenner/in
        Zitat von RedDragon20
        Haben wir hier ein bisschen aneinander vorbei gequasselt? Ich schrieb doch gar nicht, dass unbegrenzte Traglast ein Spiel schwerer macht. :ugly: Ich schrieb, dass es ein Spiel leichter macht. Einfach, weil man nicht aufpassen muss, was man mit sich trägt. Man kann alles einsammeln, ohne Rücksicht auf den virtuellen Rücken. Und dann die Spreu vom Weizen trennen ist dann schlichtweg nervtötend und, wie du sagtest, sehr zeitaufwendig.
        Nein, du hast mich nur wieder falsch verstanden und dies ist auch gleichzeitig der Grund weshalb wir nicht einer Meinung sind. :-D

        In z. B. Lands of Lore 1 gab es kein Tragelimit, und ich musste niemals etwas aussortieren. Und selbst wenn, man muss dieses ja bei einer begrenzten Traglast genau so machen, nur mit dem Unterschied auch noch darauf zu achten wie viel etwas Wert ist.

        Bei dem genannten Beispiel konnte man fast alles was man nicht benötigte dann beim nächsten Händler einfach verkaufen, ohne darauf zu achten.
        Zitat
        Beispiel: In einem solchen Inventar könnte man theoretisch unendlich viele Kräuter und Tränke mit sich tranken, die man sich schließlich während des Kampfes einfach alle rein pfeift. Damit wäre man im Extremfall ja beinahe unbesiegbar und macht das Spiel somit auch leichter.
        Nicht wenn man eine zeitliche Begrenzung einbaut. Außerdem wiegen Kräuter sowieso kaum etwas, daher greift dieses Argument nicht.
        Zitat
        Tatsächlich würde ich es begrüßen, wenn man nur (auch in einem Open World-RPG) so und so viele Waffen und andere Items mit sich rum tragen kann. Selbst in TES ist es theoretisch möglich, hunderte Waffen und Schilde im Inventar zu haben. Und das ist einfach unrealistisch und irgendwann verliert man die Übersicht.
        Morrowind habe ich unter anderem genau deshalb nicht zu Ende gespielt, weil mich die begrenzte Traglast nur noch genervt hat. Da findet man einen Stack an Rüstungen und kann sie immer nur Häppchenweise mitnehmen. Ein Fail wie die heutige Jugend sagen würde. :-D
        Zitat
        Mass Effect 3 ist jetzt irgendwie ein blödes Beispiel, weil einfach schlecht umgesetzt. Ein halbgares Mittelding sozusagen. :ugly:
        Dann halt Deus Ex 2...:-P

        Zitat
        Letzteres steht, meiner Meinung nach, häufig in Verbindung mit fehlender oder vorhandener Sprachausgabe des eigenen Charakters. Das Gefühl, einen "Monolog" im Dialog zu hören, hatte ich z.B. in The Witcher aufgrund der Sprachausgabe Geralts nie. Dagegen in TES schon eher. Aber eine Sprachausgabe für den Charakter ist nunmal oft nicht möglich. TES bietet z.B. zig Völker an und man kann seinen Charakter völlig individuell gestalten. Da kommen so derart viele Varianten zustande, dass eine Sprachausgabe schlichtweg keinen Sinn machen würde, weil die Stimme dann nur zu den allerwenigsten Varianten passen würde.
        Also bei mir nicht, in Dragon Age: Origins hatte ich nicht das Gefühl, dass es Monologe waren, da waren es sogar sehr gute Dialoge.

        Zitat
        Ein Krieger z.B. hat in der Magiergilde immerhin nichts verloren. ^^
        Dann geh mit einem Krieger einfach nicht in eine Magiergilde, wo ist das Problem? :-B
      • Von Kwengie Mitglied
        zu der markanten Theme würde ich noch sagen, daß genau diese die Erkennungsmelodie einer Spieleserie ist und der Entwickler tunlichst vermeiden sollte, diese zugunsten einer billigen Techno-Mucke, zu opfern und dem Spiel die charakteristische Erkennungsmelodie zu nehmen.

        Weiter würde ich noch auf den eventuellen Modsupport hinweisen, denn ein Spiel, welches modbar ist, hält sich auch länger und es ist eine Idiotie, wenn die Entwickler Angst haben, daß ihnen die wertvolle Kohle durch die Lappen geht.

        Und ich habe noch etwas, daß ich es schändlich finde, daß einige Entwickler auf die Fans sprichwörtlich scheißen, die das Spiel groß gemacht haben.
        So nach dem Motto: Ihr habt uns bzw. unser Spiel bekannt gemacht, nun könnt ihr euch trollen.
      • Von RedDragon20 Mitglied
        Zitat von MisterSmith
        Außer dass es einem Zeit kostet, die Spreu vom Weizen zu trennen, sehe ich nicht was daran irgendwo schwer sein soll. Die einzige Schwierigkeit die ich damit habe ist die, meine wertvolle Freizeit mit der Inventarentrümpelung in einem Computerspiel zu vergeuden.
        Haben wir hier ein bisschen aneinander vorbei gequasselt? Ich schrieb doch gar nicht, dass unbegrenzte Traglast ein Spiel schwerer macht. :ugly: Ich schrieb, dass es ein Spiel leichter macht. Einfach, weil man nicht aufpassen muss, was man mit sich trägt. Man kann alles einsammeln, ohne Rücksicht auf den virtuellen Rücken. Und dann die Spreu vom Weizen trennen ist dann schlichtweg nervtötend und, wie du sagtest, sehr zeitaufwendig.

        Beispiel: In einem solchen Inventar könnte man theoretisch unendlich viele Kräuter und Tränke mit sich tranken, die man sich schließlich während des Kampfes einfach alle rein pfeift. Damit wäre man im Extremfall ja beinahe unbesiegbar und macht das Spiel somit auch leichter.

        Tatsächlich würde ich es begrüßen, wenn man nur (auch in einem Open World-RPG) so und so viele Waffen und andere Items mit sich rum tragen kann. Selbst in TES ist es theoretisch möglich, hunderte Waffen und Schilde im Inventar zu haben. Und das ist einfach unrealistisch und irgendwann verliert man die Übersicht.

        Zitat von MisterSmith
        So wie bei dem Ende von Mass Effect 3, bei dem alleine die letzte Aktion entscheidet welche Endsequenz abgespielt wird? :-B
        Mass Effect 3 ist jetzt irgendwie ein blödes Beispiel, weil einfach schlecht umgesetzt. Ein halbgares Mittelding sozusagen. :ugly:

        Zitat von MisterSmith
        Wenn die NPCs eine Sprachausgabe spendiert bekommen haben, dann würde mir kein Grund einfallen weshalb dies beim eigenen Char nicht möglich sein sollte.
        Trägt sicher zur Atmo bei, aber dies meinte ich nicht. Auch nicht dass sie zu viel sprechen, sondern einfach den vorgegebenen Text aufsagen ohne eine "echte" Interaktion.
        Ein Satz vom Char darauf ein Dutzend vom NPC, wieder ein Satz vom Char ohne auf das vorherige gesagte wirklich einzugehen usw...
        Letzteres steht, meiner Meinung nach, häufig in Verbindung mit fehlender oder vorhandener Sprachausgabe des eigenen Charakters. Das Gefühl, einen "Monolog" im Dialog zu hören, hatte ich z.B. in The Witcher aufgrund der Sprachausgabe Geralts nie. Dagegen in TES schon eher. Aber eine Sprachausgabe für den Charakter ist nunmal oft nicht möglich. TES bietet z.B. zig Völker an und man kann seinen Charakter völlig individuell gestalten. Da kommen so derart viele Varianten zustande, dass eine Sprachausgabe schlichtweg keinen Sinn machen würde, weil die Stimme dann nur zu den allerwenigsten Varianten passen würde.

        Zitat von MisterSmith
        Da hast du was missverstanden bzw. ich hatte mich auch nicht so klar ausgedrückt. Was ich meinte war, dass z. B. das Attribut Geschicklichkeit nicht unendlich steigerbar sein sollte, so dass bei einer Zahl X Schluss ist oder es zumindest viel schwieriger wird und damit nur noch in kleineren Schritten erhöht werden kann.

        Dies ist z. B. im Ansatz bei Gothic 1 schon ganz gut gemacht worden, dort ging bis max.100 und ab dann konnte man nur noch durch Tränke weiter erhöhen.

        Dies wurde wenn ich mich richtig erinnere in Gothic 2 ad absurdum geführt, da es keine wirkliche Grenze mehr gab und man nach Kräuter für diese Tränke suchen [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] musste...

        Es war nichts mehr besonderes einen zu finden
        Ich hab dich schon richtig verstanden. Das war nämlich eher eine Zustimmung meinerseits. :ugly:
        Bezüglich Charakterentwicklung...freie Entwicklung ja. Aber innerhalb eines begrenzten Rahmens. Drei "Klassen" oder Wege, die man einschlägt, z.B. Kampf, Magie oder 'Schatten', und innerhalb dieser Wege darf man sich frei entfalten. Im Optimalfall sollte das aber auch nicht nur Auswirkungen auf die Entwicklung an sich haben, sondern auch darauf, welche Quests man annehmen kann und welche nicht. Ein Krieger z.B. hat in der Magiergilde immerhin nichts verloren. ^^
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk