Castlevania: Lords of Shadow 2 im Test: Blutiges Dracula-Abenteuer mit tollen Kämpfen
Castlevania: Lords of Shadow 2 im Test für PC, PS3 und Xbox 360: Offene Levels, Gegenwartssetting, Schleicheinlagen und kein Geringerer als Dracula in der Heldenrolle - für ihr letztes Castlevania-Projekt führt Mercury Steam viele Änderungen ein. Herausgekommen ist ein gutes Action-Adventure, das aber hinter dem ersten Teil zurückbleibt.
Obwohl das erste Lords of Shadow viel Lob und Anerkennung ernten konnte, war es kein perfektes Spiel. Das wissen auch die Entwickler von Mercury Steam, die darum beschlossen, viele der Schwachstellen im nächsten Castlevania anzugehen. Ihre Mühen merkt man dem Ergebnis an: Lords of Shadow 2 wurde tatsächlich in vielen Punkten überarbeitet und verbessert – auch wenn leider nicht jede Neuerung geglückt ist.
Hinweis zu den Screenshots: In unserer PC-Testfassung wurde zunächst noch die Versionsnummer rechts oben im Bild eingeblendet, darum ist sie auch auf einigen Bildern zu sehen. Diese Anzeige wurde bereits vor Release rausgepatcht und ist somit natürlich nicht mehr im fertigen Spiel zu sehen.
Konfuse Story trotz guter Ansätze
Die Geschichte setzt einige Jahre nach dem dramatischen Vorgänger ein: Gabriel Belmont, einst ein Krieger des Lichts, ist mittlerweile als der Vampirfürst Dracula gefürchtet. Nach einem stark inszenierten Tutorial, das den gefallenen Helden auf der Höhe seiner Macht zeigt, erleben wir einen gewagten Zeitsprung in die Gegenwart: Ein geschwächter, greisenhafter Dracula erwacht nach einem jahrhundertelangen Schlaf, um sich erneut seinem Erzfeind Satan zu stellen.
Quelle: PC Games
Gabriel bleibt als Anti-Held leider eine blasse Figur. (PS3)
So interessant diese Story auch beginnt, sie entwickelt sich holprig und wirkt unausgewogener als im ersten Teil: Alte Bekannte wie der Todesfürst Zobek (erneut vertont von Patrick Stewart) oder Gabriels Frau Marie sorgen zwar für einen sanften Einstieg, werden danach aber nur oberflächlich beleuchtet, man lernt sie nie gut genug kennen, um ihre Motive zu verstehen. Auch der Vampirkrieger Alucard (Castlevania-Fans kennen ihn aus dem Kultspiel Symphony of the Night) hat einen langen, aber konfusen Auftritt: Seine Hintergrundgeschichte erfährt man in ausufernden Rückblenden, die all jene Ereignisse erklären sollen, die sich in dem enttäuschenden Serien-Ableger Castlevania: Lords of Shadow – Mirror of Fate (erschien nur für 3DS, PS3 und Xbox 360) zugetragen haben. Zwischendurch platzt noch die Blutschlürferin Carmilla in die Story rein – warum sie auf einmal wieder quicklebendig ist, nachdem man sie im Vorgängerspiel zu Vampirstaub verarbeitet hatte, erklärt das Spiel gar nicht erst. Und spätestens wenn dann urplötzlich der Geist von Gabriels jungem Sohn erscheint und unseren Helden ungefragt von einem Level in den nächsten teleportiert, geht der Überblick flöten – ein Gefühl, das sich bis zum Finale fortsetzt, das leider weit weniger überraschend und dramatisch als im Vorgänger ausfällt.
Triste, graue Gegenwart
Die melancholische Stimmung mitsamt der aufwühlenden Musikuntermalung aus dem Vorgängerspiel ist in Lords of Shadow 2 passé. Zwar ist der Orchester-Soundtrack immer noch hochwertig und stimmungsvoll, doch er geht nicht mehr so ans Herz wie im ersten Teil. Immerhin, die Autoren verzichten diesmal auf die triefende Melodramatik des Vorgängers – denn solcher Kitsch hätte nicht zu Gabriels neuer Rolle als blutgeiler Mistkerl gepasst: Schon früh erleben wir den Anti-Helden dabei, wie er wehrlose Zivilisten abschlachtet – angesichts solcher Brutalität bleibt kaum Platz für ergreifende Momente. Entsprechend finster ist dieses Spiel geraten – und das ist leider wörtlich gemeint: Rund um Gabriels Schloss wurde eine moderne, realistisch anmutende Stadt errichtet, die im Spielverlauf von Dämonen überrannt wird. Diesmal verdreschen wir das Monstergesocks also auf asphaltierten Straßen, in Hinterhöfen und in sterilen Laborräumen. Beton, Schutt und Stahl, dazu ein paar Hydranten, Tonnen und Autos als "Dekoration" – so sehen leider viele der Gegenwartslevels aus. Besser ist da Draculas Schloss geraten, das wir ebenfalls jederzeit besuchen können. Die Schauerfestung bietet zwar nicht die optische Vielfalt des Vorgängers, doch zumindest sind hier wieder prächtigere Umgebungen zu bewundern, die an den mittelalterlichen Stil des ersten Lords of Shadow erinnern.

Aus Teil1 und auch aus Teil 2, kann man glaube ich sagen das Gabriel mächtig einen an der Klatsche hat. Nun ist Gabriel aber der Fürst der Finsternis und durch das besiegen der Shadow Lords recht mächtig. Es scheint so, als würde sich jeder besiegte Gegner in seinen Geist zu manifestieren und durch die nicht anzuzweifelnde Macht die er hat, sind seine "Wahnvorstellungen" ziemlich real. Genauso sieht er Trevor eben als Kind/Mensch und nicht als Alucard. Sozusagen in der Form in der er ihn getötet hat.... naja etwas jünger aber eben nicht als Alucard. Auch seine Burg scheint von seinem Geist beeinflusst zu sein da sie die "Hülle"/"der Raum" für seinen Wahnsinn ist. Die Burg gibt es schon lange nicht mehr, .... also kommt die Frage auf wo er sich eigentlich wirklich befindet wenn er dort hinreist.
In der nähe von Camilla liegt ein toter Ritter. Dieser hat ein Buch mit ein paar Hinweisen über die Vampirin und warum sie wohl noch in der Burg zu sein scheint.
Ich fand aber auch die Story von Teil 1 relativ konfus. Gerade zum Ende hin musste ich wirklich lange über das gesehene Nachdenken. Nachdem ich es dann gecheckt hatte (oder zumindest glaube das ich es gecheckt habe) fand ich das Ende von Teil 1 sehr genial. Ich musste aber lange darüber Nachdenken .....
(Die Wertung kann und will ich nicht beurteilen. Persönlich würde ich mehr geben, aber bin was Castlevania LoS angeht nicht sehr objektiv. Das schnetzeln macht mir einfach zu viel Spaß)
Am Kampfsystem gibt es nichts zu meckern top, was das gameplay selber angeht, ich sag es mal so, den Herrn der Finsternis (Satan) kann Dracula ohne Probleme verprügeln aber ein paar Typen mit Granatwerfern hauen Ihn aus den latschen. ( Schleichpassage ) finde ich ist ein absolutes no go in dem Game, das nervt eigentlich nur.
Auf zum nächsten Kritik punkt.
Bosskämpfe. Ja es gibt Bosse und die können auch was, nur wer erwarte das man eine epische Schlacht kämpft wird bitter enttäuscht. Dieser "OHHH MEIN GOTT WIE BEKOMME ICH DAS VIE NUR KLEIN" Effekt, wie beim ersten Teil gibt es nicht.
Was Standard Gegner angeht erreicht LoS 2 auch nicht die fülle von verschiedenen Gegnern wie im ersten Teil.
Das währe ja alles nicht so schlimm gäbe es nicht diese verkorkste Story.
Ein heillose durcheinander, siehe Artikel oben. Ich gebe der Redaktion was die Story angeht absolut recht, man weiß nicht warum Trevor uns ins alte Schloss bringt, ist das nur eine Erinnerung oder eine Zeitreise oder was ist das eigentlich, und warum macht er das.
Große Fragen auf die es leider keine Antwort gibt. Leider ist das nicht der einzigste Punkt in dem man mit einem Fragezeichen allein gelassen wird.
Ich möchte hier LoS2 nicht komplett als schlechtes Spiel verurteilen, dann und wann hat es auch seine absolut Fantastischen Momente aber es muß sich nunmal mit LoS 1 vergleichen, und das kommt es einfach nicht ran.
So wie ich mich erinnere tötet er im ersten Teil nur Zobek und das kleine Vampir Mädchen nicht. Sonst ausnahmslos alles!
Klar, kleinere Mängel sind vorhanden, aber das Spiel ist durch und durch Gut bis Sehr gut.
Herr knuth67 hat entweder keine Ahnung, oder es gibt für ihn einfach zu wenig Explosionen und Schnellfeuerwaffen ;)