Hearthstone im Vor-Test: Blizzards kostenloses PC-Kartenspiel
Das Free2Play-Kartenspiel Hearthstone: Heroes of Warcraft ist endlich massentauglich! Unser ausführlicher Vor-Test der seit Ende Januar verfügbaren Open-Beta-Version. Gelingt Blizzard hier wie bei WoW eine Revolution des Genres?
Vor rund einem halben Jahr berichteten wir in mehreren Videos ausführlich über Blizzards Free2Play-Kartenspiel Hearthstone. Basis für den damaligen Artikel war die kurz zuvor gestartete Closed-Beta-Phase von Heroes of Warcraft. Seitdem hat sich natürlich eine ganze Menge rund um den Titel getan. Hearthstone befindet sich Ende Januar 2014 in der Open Beta, mit anderen Worten: das kurzweilige Sammelkartenspiel ist zwar noch nicht hundertprozentig fertig, kann aber von jedermann kostenlos und ohne Einschränkungen gespielt werden. Wir haben uns kopfüber in die Open Beta gestürzt, unzählige Matches bestritten und verraten euch, ob es sich lohnt, Hearthstone auszuprobieren oder gar jetzt schon Geld für den Titel auszugeben.
Am grundlegenden Spielprinzip hat sich auch in der Open Beta nichts geändert. Ihr tretet mit einem von neun klassischen Warcraft-Helden gegen andere menschliche Spieler oder die KI in etwa 10 Minuten dauernden, strategischen Kartenduellen an. Die Matches in Hearthstone erinnern stark an andere Sammelkartenspiele wie Magic: The Gathering, fallen aber deutlich einsteigerfreundlicher und nicht ganz so komplex wie bei der Konkurrenz aus.
Jeder der neun Helden repräsentiert eine andere Klasse und verfügt über eine besondere Heldenfähigkeit: Der Krieger Garrosh Höllschrei bufft sich auf Wunsch mit zwei zusätzlichen Rüstungspunkten, Paladin Uther Lichtbringer ruft einen Mitstreiter herbei und Schamane Thrall beschwört zufällige Stärkungstotems. Darüber hinaus verfügt jeder Held über eine ansehnliche Sammlung an Basiskarten, die ihr für jede Klasse erst einzeln freispielen müsst, indem ihr mit dem Helden Matches bestreitet.
Über 300 Spielkarten
Neben den Basiskarten gibt es noch ein Sortiment aus Profikarten, aus dem sich alle Charaktere bedienen dürfen. Ein paar davon schenkt euch Blizzard zum Start eurer Karriere als Hearthstone-Kartenhai. Weitere dieser, in verschiedene Qualitäts- oder Seltenheitsstufen (weiß = gewöhnlich, blau = selten, lila = episch und orange = legendär) unterteilten, Profikarten könnt ihr in Kartenpackungen für die Spielwährung Gold oder reales Geld kaufen (siehe Extrakasten "Nur Bares ist Wahres?"). Ein Paket kostet 100 Goldstücke (umgerechnet etwas mehr als einen Euro) und enthält immer fünf Karten, von denen eine mindestens von blauer Wertigkeit ist. Nicht benötigte Karten könnt ihr entzaubern, Arkanstaub zu erhalten. Aber egal, wie viel Geld ihr in Hearthstone ausgebt, eine Siegesgarantie ist damit keineswegs verbunden. Ihr müsst dennoch ein schlagkräftiges, auf eure Klasse abgestimmtes Deck zusammenstellen und in Duellen die richtigen taktischen Entscheidungen treffen. Blizzard langt für neue Kartenpakete übrigens ordentlich hin: 1 Kartenpaket bekommt ihr für 100 Goldstücke, größere Mengen könnt ihr nur mit realem Geld kaufen. Dabei gilt: je größer das Kartenpaket, desto günstiger der Preis pro Packung. Bei 40 Packungen für 44,99 Euro entspricht das einem Einzelpreis von etwa 1,13 Euro pro Packung. Wenn ihr euch entscheidet, kein reales Geld für Hearthstone auszugeben, bekommt ihr Goldstücke bekommt auch in der Arena, für erspielte Erfolge (z.B. 100 Spiele bestreiten) oder für absolvierte Tagesquests. Letztere sind mittlerweile auch deutlich abwechslungsreicher und differenzierter als zu Zeiten der Closed Beta. Außerdem dürfen Quests, die euch nicht gefallen, nun auch abgebrochen werden.
Entzaubern leicht gemacht
Es gibt noch eine weitere Möglichkeit, um an zusätzliche Profikarten zu kommen: ihr könnt sie euch einfach mittels Arkanstaub herstellen. Letzteren erhaltet ihr, indem ihr Profikarten entzaubert, die ihr nicht benötigt. Wie viel Arkanstaub dabei rausspringt, hängt wiederum davon ab, wie selten die entzauberte Karte ist. Ein Beispiel: gewöhnliche Karten bringen beim Auseinandernehmen 5 Arkanstaub, kosten euch in der Herstellung aber 40. Noch schlimmer ist es bei äußerst mächtigen epischen Karten. Hier kostet die Herstellung 1.600 Staubpartikel, eine Entzauberung solcher Schmuckstücke bringt aber gerade mal 400 Arkanstaub ein. Bedeutet: es dauert eine ganze Weile, bis man sich solche Spirenzchen leisten kann. Anfänger sollten sich darauf beschränken, weniger seltene Karten herzustellen, die in möglichst viele Kartensets (Decks) passen.
Die Qual der Kartenwahl
Quelle: Blizzard
Der Zugang zur Arena ist kostenpflichtig, kann sich aber rentieren.
Die Zusammenstellung eines Decks ist eine echte Kunst. Aus den zur Verfügung stehenden Basis- und Profikarten stellt ihr euch eine aus 30 Karten bestehende Sammlung zusammen. Hier kommt es besonders darauf an, dass sich die klassenspezifischen Basiskarten und die Profikarten möglichst gut ergänzen und Synergien bilden. Beim Magier, der auf den Wert Zaubermacht setzt, sind das beispielsweise Karten, die diese Zaubermacht erhöhen. Jäger packen ihr Deck mit möglichst vielen Wildtieren voll, weil sie dafür besonders mächtige Stärkungszauber im Basisbereich besitzen. Ebenfalls wichtig: nicht zu viele Karten ins Sortiment nehmen, die man erst im späteren Spielverlauf eines Duells nutzen kann, weil man sonst nicht optimal auf die Aktionen des Gegenübers reagieren kann.
Taktischer Tiefgang
Hat man ein schlagkräftiges Deck zusammen, kann man sich getrost in ein Duell stürzen. Ziel des Spiels ist es, den gegnerischen Helden von 30 Lebenspunkten auf null herunterzuprügeln, daran hat sich selbstverständlich nichts geändert. Nach der Wahl eures Helden schlägt euch das Spiel zufällig ein paar Startkarten vor, die ihr nach Belieben abwählen dürft – natürlich ohne Garantie, dass die neuen, ebenfalls zufällig gezogenen Karten besser passen. Und dann geht's auch schon los. Abwechselnd mit eurem Gegenüber habt ihr nun die Möglichkeit, eure Karten auszuspielen. Jeder Held verfügt über 30 Lebenspunkte. Verliert man diese, ist auch das Match verloren. Schaden auf den Gegner verursacht ihr mit Diener- und Zauberkarten. Diener sind Kreaturen, die ihr auf das Schlachtfeld führt. Sie verfügen in vielen Fällen über Spezialfähigkeiten, die Hearthstone trotz des leicht erlernbaren Gameplays eine beachtliche taktische Tiefe verleihen. Jeder Diener ist definiert durch Lebenspunkte und einen Angriffswert.
Einfach nur magisch
Quelle: Blizzard
Je größer das Kartenpaket, desto günstiger der Preis pro Packung. Bei 40 Packungen für 44,99 Euro entspricht das einem Einzelpreis von etwa 1,13 Euro pro Packung.
Auch die Zauberkarten sind mit diversen Fähigkeiten und Effekten ausgestattet. Sie ermöglichen euch beispielsweise, feindliche Diener ihrer Fähigkeiten zu berauben, erhöhen den Schaden eurer eigenen Kreaturen oder statten euren Helden mit Waffen aus. Welche Karten man in welcher Runde spielt, hängt vom zur Verfügung stehenden Mana ab und natürlich von den Manakosten der jeweiligen Karte. Die Anzahl der Manapunkte steigt stets an, überschreitet aber nicht den Wert 10. In jeder Runde bekommt ihr mindestens eine neue Karte auf die Hand. Sobald ihr keine Karten mehr in eurem Deck habt, setzt ein sogenannter Erschöpfungszustand ein, der eurem Helden ständig Schaden zufügt, um sicherzustellen, dass es auch wirklich einen Sieger gibt. In der Regel dauern Gefechte aber nicht so lange, schließlich könnt ihr mit der maximalen Anzahl an Manapunkten ab Runde 10 die richtig dicken Brummer ausspielen, die nicht selten das Schlachtglück zu euren Gunsten wenden.
Glücksspiel: Die Arena
Die Spielmodi haben sich seit dem Start der Closed Beta nicht großartig verändert. Im Üben-Modus könnt ihr eure Fähigkeiten im Kampf gegen KI-Gegner trainieren und so herausfinden, wie gut eure Decks funktionieren. Im Spielen-Modus tretet ihr dann gegen menschliche Gegner in ungewerteten oder gewerteten Matches an. Der Unterschied liegt darin, dass ihr in Duellen mit Wertung im Rang aufsteigen und euch so mit stärkeren Kontrahenten messen könnt. In der Arena wird euer Können dann auf eine echte Probe gestellt. 150 Goldstücke (In-Game-Währung) oder 1,79 Euro verlangt Blizzard für den Zugang zur virtuellen Kampfstätte. Während ihr in gewerteten Spielen mit eurem selbst erstellten Deck gegen gleichstarke Gegner antretet, kann es in der Arena schon passieren, dass man echten Hearthstone-Profis begegnet. Denn hier basiert viel auf Zufall. Ihr bekommt drei zufällig ausgewählte Charaktere vorgeschlagen und müsst dann sukzessive in 30 Auswahlrunden ein Deck für euren Helden erstellen. Ihr bekommt in jeder Runde drei Karten vorgeschlagen und müsst euch für eine davon entscheiden.
Quelle: PC Games
Ein Duell Jäger gegen Krieger, das schon bald ein unrühmliches Ende für unseren Gegner (oben) nehmen wird. Nur noch den geschwächten Spott-Diener (erkennbar am Schild um das Porträt) mit einem einzigen Lebenspunkt aus dem Weg räumen - und wir sind durch!
Dabei solltet ihr immer die Manakostenverteilung im Auge haben. Viele teure und mächtige Karten sind zwar im späteren Verlauf einer Partie schön. Das alles bringt euch aber nichts, wenn ihr gar nicht dazu kommt, sie zu spielen. Voraussetzungen für ein erfolgreiches Spiel in der Arena sind nicht nur intensive Kenntnisse der gespielten Klasse, sondern auch eine gehörige Portion Glück bei der Karten- und Gegnerzuteilung. Bis zu zwölf Siege könnt ihr hier einfahren, nach drei Niederlagen ist aber Schluss und das kann oft erschreckend schnell gehen. Der Grund, warum man dennoch die Arena spielen sollte, ist schnell erklärt. Erfolge werden stets gut belohnt. Schon ab drei Siegen erhaltet ihr so viel Kartenpackungen, Arkanstaub oder Gold, dass sich das Risiko gelohnt hat.
Plattformübergreifendes Gameplay
Was dem Spiel aktuell noch fehlt, sind zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten für Einzelspieler. Hier hat Blizzard versprochen, durch Questreihen und Szenarien für Abhilfe zu sorgen. Ebenfalls für die nahe Zukunft angekündigt sind Versionen für iPad- und Android-Tablets. Da Hearthstone plattformübergreifend angelegt ist, müsst ihr nicht mal einen neuen Account anlegen, um mit euren Helden auf dem Tablet zu spielen.

Hier mal meine Meinung zu dem Spiel.
Es macht Spass, weil es einsteigerfreundlich ist, aber es ist momentan ein absolutes pay2win Spiel, wenn man Ambitionen hat, in den gewerteten Spielen mehr zu gewinnen, als zu verlieren.
Bin in der Wertung momentran recht niedrig (20 Schildträger und 1/3 Sternen) und ohne jetzt zu übertreiben, haben hier die gegnerischen Spieler im Schnitt sicherlich in jedem dritten Spiel legendäre Karten und ziemlich viele seltene. Man kann jetzt argumentieren, dass dies keine Garantie zu gewinnen ist, aber so ist es dennoch meistens spielentscheident, zumal die Leute ja nicht nur die Legendären Kartwen im deck haben, sondern schon ein paar andere sehr gute.
Habe gelesen, die Chance auf eine Legendäre Karte sei bei 1-2 % Pro Profipackung, da frage ich mich aber, wielange die Leute schon das Spiel spielen und ob bzw wieviel geld sie dabei schon ausgegeben haben.
Der Höhepunkt war eben, als einer 3 Legendäre in einem Spiel gezogen hat ( so ein Drache, der am Schluss eine Traumkarte zieht, so ein Feuerkartenteil, der zufällig 8 Schaden macht und so ein komischer Angler).
Fazit: Es macht Spass, wenn man einfach mal so eine Runde spielen will, aber es ist pay to win... wenn dies verneint wird, dann ist so ziemlich kein f2p Spiel ein pay to win spiel, solange man sich ja, theoretisch, alles freispielen kann...
Wenn Blizzard da es einem ermöglicht, nach dem release an mehr Profikarten zu kommen, würde es das Spiel meiner Meinung nach ziemlich aufwerten.
Geld würde ich momentan keines in dieses Spiel stecken, da man selbst dann noch Glück braucht um gute Karten zu bekommen (aber die Chance ist halt, je mehr man kauft, immer besser, zumal man seine Karten sich dann irgendwann, zusammenstellen kann.). Ich würde eher Geld ausgeben,w enn das System fairer wäre und dann wahrscheinlich eher das geld für fluff ausgeben, z.b. eine andere Art von goldenen Karten oder anderen skins...
Edit: Desweiteren finde ich es schade, dass man nicht mit den fremden gegenspieler normal chaten kann. Klar, man kann sich nicht beleidigen, aber die Emotes reichen bei weiten nicht. Man hätte ja auch einen normalen chat spendieren können und wenn geflamt wird, eine Option einbauen können, mit der man andere ignorieren kann...
ja, weil das Spiel auch sonst garkeinen interessiert *slap*
und auch sonst überhaupt keine sonderliche nachfrage danach besteht
Ja ne, man merkt wiedermal das bei Hatern alles Werbung ist
Es mag zwar gut gegen manch einen funktionieren, der auch sein Deck auf eigenen Ideen aufgebaut hat, aber gegen ein Deck das ein "Profi" mit viel Zeit und über einen längeren Zeitraum auf die Probe gestellt hat, kommt das selbstentwickelte Deck eben nur mit Glück an. Es sei denn du hast genau so viel Zeit und Arbeit in die Entwicklung und Erprobung gesteckt. Wobei es bei den "Profi-Decks" ja auch immer noch Variationsmöglichkeiten gibt bzw. Improvisationsmöglichkeiten weil einem bestimmte Karten fehlen. ;-)
Und das Artwork ist die größte Schwäche :-B
Vergleich:
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;-)