Achtung Cyberattacke! - Einschneidende Hacks in der Videospiel-Industrie
Hacks sind in der Videospielindustrie ein ständiger Begleiter. Von ROM-Hacks, die Games verbesserten, über die bekannten Konsolen-Hacks bis hin zu destruktiven Hacker-Attacken auf Server-Netzwerke und DDoS-Attacken ist die Palette groß. Besonders die Raubzüge von Datendieben sorgen bei vielen Firmen immer wieder für Kopfzerbrechen.
Egal ob Bank, Multimilliarden Unternehmen oder soziales Netzwerk - niemand ist vor Hacker-Angriffen gefeit und irgendwann trifft es jeden. Das gilt auch für die Videospielindustrie, wobei gerade in Sachen Computerspiele die Arten von Hacks sehr variieren. Was ist eigentlich ein Hack? Der Begriff ist bei vielen negativ besetzt, grundsätzlich ist damit aber lediglich eine kreative Lösung für Hardware- oder Programmierungsprobleme gemeint. Auch Softwareeinschränkungen können umgangen werden, wie beispielsweise bei den diversen Konsolenhacks der Fall. Technik zu überarbeiten und dabei auch in einer Weise zu verwenden, für die sie ursprünglich nicht vorgesehen war, gehört zum Wesen der Hackerkultur. Wau Holland, der früher als Leitfiguren des Chaos Computer Clubs (CCC) diente und bekannt wurde, prägte die Formulierung: "Ein Hacker ist jemand, der versucht einen Weg zu finden, wie man mit einer Kaffeemaschine Toast zubereiten kann." Als Erweiterungen von bestehenden Programmen gibt es praktisch zu jedem größeren Videospiel einen Hack. In vielen Fällen ist dies mit einer Verbesserung verbunden, aber nicht jeder Hacker und jede Hacker-Gruppe meint es gut.
Kurz vor Silvester 2013 sorgte beispielsweise die Hackgruppe DERP für Schlagzeilen, indem sie mehrere Spieleserver und Webseiten wie die von Dota 2, League of Legends, Club Penguin, Battle.net und Ea.com lahm legten. In diesem Fall handelte es sich weniger um einen richtigen Hack, als vielmehr eine DDoS-Attacke. DDoS ist die Abkürzung für Distributed Denial of Service und beschreibt einen mutwilligen Angriff auf einen Server, einen Rechner oder sonstige Komponenten in einem Datennetz, mit dem Ziel eine Überlastung und damit eine Dienstblockade herbeizuführen. Aber zurück zur Geschichte. Twitch-Streamer James Varga, besser bekannt als PhantomL0rd, wollte einen neuen Zuschauerrekord von 140.000 Leuten für sich aufstellen, als DERP ihm einen Strich durch die Rechnung machte und jedes Spiel beziehungsweise jeden Server attackierte, den er betrat. Als "Highlight" riefen die Hacker schließlich noch die Polizei auf den Plan, indem sie vorgaben, Varga halte zu Hause Geiseln. Seine Reaktion und seine Beschreibung der Geschehnisse könnt ihr im unten nachfolgenden Youtube-Video sehen.

Und das Schlimmste ist, dass deren Schwachsinn regelmäßig Nachahmer findet, siehe Angriffe auf Steam und Origin im Dezember 2013 oder weitere Fälle von Angriffen gegen Twitch-Streamer...