Gran Turismo 6 im Test für PS3: Ein Meilenstein mit kleinen Macken - Multiplayer-Update
Gran Turismo 6 im Test für PS3! Ein Spiel wie ein Supermodel: Auf den ersten Blick scheinbar perfekt, bei genauerer Betrachtung doch mit dem ein oder anderen Makel behaftet. Reicht es dennoch für den Genrethron? In unserem Test zu Gran Turismo 6 erfahrt ihr es! Update: Jetzt mit Test des Multiplayer-Modus!
Test zu Gran Turismo 6 für PS3: Während die meisten Spieler bereits ihren Fokus auf die PS4 gelegt haben, lässt Polyphony Digital noch ein Rennspiel der Extraklasse auf die gute, alte PS3 los. Kann das gut gehen? Wie schlägt sich Gran Turismo 6 im Vergleich mit dem Vorgänger und der Konkurrenz? Kann es auch auf alter Hardware noch überzeugen? Wir beantworten in unserem Test zu Gran Turismo 6 diese und andere Fragen und verraten euch, ob eure PS3 noch ein paar Überstunden machen darf, bevor sie endgültig in den Ruhestand geht. Update: Jetzt mit Test des Multiplayer-Modus auf Seite 2 des Artikels!
Schönheits-OP für das Menü
Direkt nach dem gewohnt überragenden Intro-Video geht es in Gran Turismo 6 auf die Piste! Ohne langes Geplänkel findet ihr euch hinter dem Steuer eines aufgemotzten Renault Clio wieder und dürft zur Einstimmung eine Runde in Brands Hatch drehen um euch mit der Steuerung vertraut zu machen. Anschließend grüßt das überarbeitete und gut gelungene Hauptmenü. Man findet sich intuitiv zurecht und gelangt in Windeseile zum Autohändler, zu Tuningoptionen, Rennserien oder Online-Herausforderungen. Ein erster Unterschied zum Vorgänger, der sofort positiv auffällt. Die Aufmachung passt also, doch wie steht es um die inneren Werte unseres vermeintlichen Supermodels?
Fantastische Kurvendynamik
Quelle: PC Games
Die komplett überarbeitete Fahrphysik wirkt wahre Wunder und bietet ein enormes Maß an Feedback.
Eines ist sicher: Das Handling der Rennwagen war bisher in jedem Teil der GT-Serie über alle Zweifel erhaben. Seit nunmehr 15 Jahren hebt das Team von Polyphony Digital beständig die Messlatte was Fahrgefühl im Bereich der Konsolenrennspiele angeht. Dank der zahlreichen Fahrhilfen, ist es auch Anfängern möglich eine flotte Runde hinzulegen, während Simulations-Enthusiasten natürlich weiterhin auf ihre Kosten kommen - und jene Fraktion wird diesmal besonders umschmeichelt. Denn die komplett überarbeitete Fahrphysik wirkt wahre Wunder und bietet ein enormes Maß an Feedback.
Die Steuerung funktioniert schon mit dem Gamepad wunderbar - schließt ihr jedoch ein ordentliches Lenkrad mit entsprechender Pedalerie an, geht die Sonne so richtig auf. Ihr werdet Stunden damit verbringen wollen das Fahrverhalten eurer Lieblingswagen bis ins Detail zu studieren. Denn jede Änderung am Fahrzeug-Setup oder das Anbringen neuer Teile wirkt sich nachvollziehbar und deutlich spürbar aufs Fahrverhalten aus und erfordert leichte Korrekturen am Fahrstil. In der Regel wisst ihr immer warum ihr einen satten Abflug hinlegt oder wo ihr Rundenzeit verliert. Die überragende Physik-Engine ist eindeutig der größte Trumpf von GT6.
Kein perfektes Make-Up
Quelle: PC Games
Gran Turismo 6 im Test: Reicht es für die neue Rennsimulation von Polyphony Digital für den Genrethron?
Und wo wir schon bei Trümpfen und Abflügen sind: Die Technik ist einmal mehr ein zweischneidiges Schwert. Grafik und Sound schwanken ständig zwischen großartig und lächerlich. Wunderschöne und detaillierte Fahrzeug-Modelle wechseln sich beispielsweise mit lieblos importierten Karossen aus älteren GT-Teilen ab. Auf eine explizite Unterscheidung zwischen Standard- und Premium-Wagen verzichten die Entwickler diesmal übrigens. Deshalb sind die verschiedenen Versionen nicht auf den ersten Blick erkennbar. Weniger liebevoll gestaltete Boliden "glänzen" mit einem simplen und unschön anzusehenden Cockpit.
Bei genauer Betrachtung lassen sich außerdem die Qualitätsunterschiede der Modelle in den, grundsätzlich sehr ansprechenden, Rennwiederholungen erkennen. Dennoch: Im Eifer des Gefechts fällt es kaum auf ob ihr da gerade einen polygonarmes Abbild überholt oder eine detailgetreue Umsetzung. Doch bei genauer Betrachtung konnten wir einige, kleine Makel in der Präsentation entdecken: Stellenweise matschige Texturen, merkwürdig fransige und grobe Schatten, Kantenflimmern und gelegentliche Pop-ups trüben das ansonsten grafisch stimmige Erscheinungsbild.
Davon abgesehen, haben die Entwickler ihrer Grafikengine auch ein paar neue Tricks beigebracht. Die Tiefenschärfe wird überzeugend dargestellt, Spiegelungen sowie Licht- und Raucheffekte sind bisweilen spektakulär. Die Schauplätze gestalten sich sehr abwechslungsreich und der dynamische Wechsel von Tageslicht zu Nacht sieht großartig aus. Schade um die Inkonsequenz, vermutlich aber pfeift die betagte PS3 auch so schon aus dem letzten Loch. Schließlich wird das Geschehen jederzeit in 60fps bei Full-HD-Auflösung ausgegeben - unter diesen Umständen können wir über die kleinen Mängel hinweg sehen.

Ich finde die KI aber schon besser als in GT5. Immerhin fährt die KI jetzt auch mal Kampflinie und sie überholen sich auch gegenseitig.
In GT5 sind die eigentlich nur auf einer Linie hintereinander gefahren.
In IB fand ichs seltsam, in IA fällts richtig auf.
Aber immerhin sind die Rennen so etwas spannender, auch wenn es inszeniert wirkt.
Ich finde die KI aber schon besser als in GT5. Immerhin fährt die KI jetzt auch mal Kampflinie und sie überholen sich auch gegenseitig.
In GT5 sind die eigentlich nur auf einer Linie hintereinander gefahren.
Aber immerhin sind die Rennen so etwas spannender, auch wenn es inszeniert wirkt.
Gummiband-Effekt, das Schlimmste, was es in Racinggames gibt.
Ich geh davon aus, das die noch nachgeliefert werden, hoffentlich nicht als Bezahl-DLC.
Was mich viel mehr stört ist die seltsame KI. Die ist nicht schlauer, sondern es sind nur mehr Gegener (15 in IA) und man startet an 14. Stelle. Das lustige: wenn man alle überholt hat findet der 2. plötzlich sein Gaspedal und man bekommt ihn nicht mehr los. Der rammt dann auch gerne mal. Vorher hat man ja nur in einer Runde 15 sek. Rückstand und mehr aufgeholt...
Aber immerhin sind die Rennen so etwas spannender, auch wenn es inszeniert wirkt.
Edit: ich hab manchmal nen Bug das ich gar keinen Motorsound höre. Nur das Getriebeheulen und ggf. das Pfeifen und abblasen vom Turbo sind da zu hören. Meist setzt der Motorsound dann mitten im Rennen wieder ein, manchmal aber auch nicht.
Die Sounds von GT sind echt immer so ne Sache. Im Standgas und beim langsamen Anfahren blubbern die V8 Motoren vor sich hin dass man Gänsehaut bekommt. Beim Beschleunigen fällt der Sound dann plötzlich in sich zusammen und der V8 verkommt zum Küchengerät.
Nur ab und zu in den Replays kommt dann wieder ordentlicher Sound aus den Boxen.
Aber es wurde immerhin schon verbessert im Vergleich zu GT5.
Was mich wirklich enttäuscht ist das Fehlen von Ausdauerrennen. Ich persönlich bin zwar noch nicht so weit im Karieremodus, aber laut einigen Aussagen auf gtplanet gibt es auch noch Abschluss aller Rennen im Karrieremodus keine längeren Rennen. Anstelle der 24h Rennen gibt es wohl nur ein paar 24 Minuten Rennen. :-S