Injustice: Götter unter uns - Ultimate Edition im Test - Solide, mit Luft nach oben

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Test Michael Magrian - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Ganz im Trend des Superheldenkinos bekommen wir Prüglernachschub. Injustice: Götter unter uns - Ultimate Edition ist vor allem im Mehrspielermodus reizvoll, für Einzelspieler bietet das Kampfsystem nämlich zu wenig Tiefgang.

Batman gegen den Joker und Superman gegen Lex Luthor sind Kämpfe, die wir bereits aus etlichen Comics, Serien und Filmen kennen. Jeder DC-Fan hat aber schon mal über Kämpfe zwischen beispielsweise Green Lantern und Aquaman fantasiert. Zum Glück veröffentlichte Warner Bros. Interactive mit Injustice: Götter unter Uns vor einigen Monaten ein Kampfspiel auf Konsolen, dass genau diese Vorstellungen umsetzt. Pünktlich vor Weihnachten erhalten wir nun endlich eine PC-Version, die nicht nur das Grundspiel, sondern auch alle DLCs der Konsolenversion enthält.

Böser Superman

Story-technisch befinden wir uns in einem alternativen Universum, dass von Superman unterjocht wird, nachdem er sich selbst für den Tod von Lois Lane und die Zerstörung von Metropolis verantwortlich macht. Um etwas dagegen zu machen, baut der Batman seiner Zeitlinie eine Maschine, die Superhelden aus dem uns bekannten Universum in seine Welt verschiebt. Dann heißt es, euch mit verschiedenen Helden (und Schurken) durch die vielen Kapitel des Spiels zu prügeln. Selbst einige interessante Wendungen bieten euch die Entwickler und machen die Einzelspielerkampagne auch zu einem im Genre überdurchschnittlichen Erlebnis. Dabei versucht Netherrealm auch einige innere Konflikte der nun teils bösartigen Helden aufzuzeigen. Zwar bleiben die Erzählstränge alle oberflächlich, aber zumindest hat sich jemand Gedanken über die Hintergründe gemacht und interessant eingebettet.

Einzelspielerinhalte en masse

Nachdem ihr die Welt (wie so oft) gerettet habt, ist Injustice natürlich noch nicht zu Ende. Wenn ihr zunächst im Einzelspielermodus bleiben wollt, könnt ihr euch in die S.T.A.R.-Labs begeben. Dort warten ganze 300 Herausforderungen auf euch. Pro Level könnt ihr bis zu drei Aufgaben erledigen, die in Minigames oder in Kämpfen mit besonderen Nebenaufgaben zu absolvieren sind. So müsst ihr beispielsweise als Flash gegen Catwoman kämpfen und dürft dabei keinen Spezialtrick einsetzen. Je nach Anzahl erledigter Aufgaben erhaltet ihr, wie auch in allen anderen Kämpfen, Erfahrung, die euren Level erhöht. Steigt ihr auf, bekommt ihr neue Embleme und Hintergründe für eure Spielerkarte, die für alle im Online-Modus sichtbar ist, ganz im Geiste moderner Shooter. Habt ihr genug Zeit in den S.T.A.R.-Labs verbracht, hat Injustice noch den "Kämpfe"-Modus. Dabei wählt ihr einen Charakter und tretet gegen eine Reihe von KI-Gegnern an, die stetig schwerer werden und meist besondere Fähigkeiten besitzen. Wollt ihr üben, gibt es natürlich auch einen Trainings-Raum, der euch detaillierte Infos zu euren Kombo-Versuchen gibt. Durch das Feedback könnt ihr aus Button-Mashing schnell einen gezielten Kampfstil entwickeln.

Superattacken

Wirklich tiefgreifend ist nur die Mechanik eurer Superfähigkeiten. Euer Spielecharakter hat vier Balken, die ihr durch zugefügten Schaden am Gegner und eingesteckte Schläge aufladet. Mit diesen könnt ihr dann einige Standard-Kombos verstärken, eine Superattacke auslösen (diese benötigt alle Aufladungen) oder einen sogenannten Konfliktbrecher einsetzen, wenn euer Gegner gerade zum Schlag ausholt. Diese Parade können beide Seiten im Kampf ein Mal einsetzen und haben dann die Möglichkeit, einen bis vier ihrer Balken gegeneinander zu wetten. Setzt der Verteidiger mehr, erhält er bis zu 30% Lebenspunkte zurückerstattet, setzt der Angreifer mehr, wird dem Verteidiger bis zu 30% Schaden hinzugefügt. Deshalb ist es wichtig, im entscheidenden Moment nicht ohne Spezialaufladungen da zustehen, denn euer Kontrahent kann mit dem Einsatz des Konfliktbrechers durchaus ein Match wenden.

Jagd nach der Spitze

Die Superattacken sind gut designed und an den jeweiligen Charakter angepasst, aber leider hat jede Spielfigur nur einen einzigen dieser Moves im Sortiment. Die Superattacken sind gut designed und an den jeweiligen Charakter angepasst, aber leider hat jede Spielfigur nur einen einzigen dieser Moves im Sortiment. Habt ihr genug gegen den Computer gespielt, bleibt euch der Kampf gegen andere Spieler im Versus- oder Online-Modus. Wie bei allen Beat 'em Ups werdet ihr natürlich auf einige Profis treffen, die euch in Grund und Boden stampfen, aber aufgrund der niedrigen Einstiegsschwierigkeit lernt ihr schnell dazu. In diesen Modi liegt auch die Langzeitmotivation des Spiels, aber selbst wenn ihr Fans der DC-Charaktere seid, werden ihr auf Dauer wohl nicht so viel Spaß haben wie beispielsweise bei Street Fighter 4. Zusätzlich gibt es noch den King-Of-The-Hill-Modus, bei dem ein Spieler bis zu sieben Kontrahenten in direkter Folge besiegen muss und dabei seinen Lebensbalken in das nächste Match übernimmt. Eure Online-Siege werden gegen die Niederlagen gestellt und ihr erhaltet eine Position in der Bestenliste.

Einfacher Konsolen-Port?

Was sowohl im Online- als auch im Offline-Gameplay enttäuscht ist die Optik des Spiels. Zwar haben die Entwickler die gelegentlichen Ruckler der Konsolen-Versionen ausgebügelt, aber die Texturen sind wenig beeindruckend und die Effekte kaum verbessert, obwohl die meisten PCs zu deutlich mehr fähig sind. Noch ärgerlicher ist, dass Injustice V-Sync erzwingt und die Bildwiederholungsrate an die Geschwindigkeit des Spiels bindet. Erreicht euer Rechner also nicht die vorgegebenen 60 Bilder pro Sekunde, läuft das Spiel in einer Slow-Motion ab. Hier hätten wir mehr Hingabe für den Port erwartet, um die erste Version des Spiels auf dem heimischen Rechner visuell bombastischer und technisch besser zu gestalten.

Bildergalerie

Wertung zu Injustice: Götter unter uns - Ultimate Edition (PC)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Von DC-Charakteren kann man nicht genug habenZahlreiche Einzelspielerherausforderungen.Unterhaltsame Geschichte…
…, die aber schnell durchgespielt istKampfsystem ist leider nur sehr oberflächlichTechnisch verbesserungswürdig
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    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Oelf Hobby-Spieler/in
        Zitat von topperdd
        "..denn kompetitiv ist Injustice nicht wirklich, dafür hat das Kampfsystem zu wenig Kniffe und Feinheiten."

        Völliger Bullshit.. sorry, aber wenn man einen WoW Casual an nen Kampfspiel dran lässt, kann man nicht viel erwarten.

        Das Spiel hat sehr viel Tiefe. Zu einem wären da die Interactables, die sogar in 3 verschiedenen Stufen eingeschätzt werden. So kann z.b. Green Arrow das Auto in der Wayne Manor stage nicht umwerfen, Solomon Grundy jedoch schon. Allein dadurch entstehen für jeden Character viele neue Set ups und Combomöglichkeiten die natürlich niemand ausnutzt weil jeder nur Buttons mashen will.

        Ausserdem kann man Combo-strings für 2 Balken abbrechen und somit seine Kombos erweitern. Das Spiel bietet im übrigen low,mid und high Combostarter, die zu brutalen 50% Combos führen können.

        Der Clash wurde schon erwähnt, richtig. Auch kann man den B3 Move mit Armor (einem Balken) rüsten um somit eine Attacke zu absorbieren.. das geht auch beim benutzen der Stagegegenstände.

        Das Spiel bietet wohl Tiefe und Langzeitmotivation, nur nicht für den Casualmasher. Das einzige was verbesserungswürdig wäre, den Regionlock in Steam auszuschalten weil man Teils leere Lobbies wie bei MK9 hat.

        das schöne an dem spiel ist das ich kein wort von dir verstehe aber trotzdem spaß daran habe ;) was wohl herbboys frage beantworten sollte
      • Von Oelf Hobby-Spieler/in
        Zitat von topperdd
        "..denn kompetitiv ist Injustice nicht wirklich, dafür hat das Kampfsystem zu wenig Kniffe und Feinheiten."

        Völliger Bullshit.. sorry, aber wenn man einen WoW Casual an nen Kampfspiel dran lässt, kann man nicht viel erwarten.

        Das Spiel hat sehr viel Tiefe. Zu einem wären da die Interactables, die sogar in 3 verschiedenen Stufen eingeschätzt werden. So kann z.b. Green Arrow das Auto in der Wayne Manor stage nicht umwerfen, Solomon Grundy jedoch schon. Allein dadurch entstehen für jeden Character viele neue Set ups und Combomöglichkeiten die natürlich niemand ausnutzt weil jeder nur Buttons mashen will.

        Ausserdem kann man Combo-strings für 2 Balken abbrechen und somit seine Kombos erweitern. Das Spiel bietet im übrigen low,mid und high Combostarter, die zu brutalen 50% Combos führen können.

        Der Clash wurde schon erwähnt, richtig. Auch kann man den B3 Move mit Armor (einem Balken) rüsten um somit eine Attacke zu absorbieren.. das geht auch beim benutzen der Stagegegenstände.

        Das Spiel bietet wohl Tiefe und Langzeitmotivation, nur nicht für den Casualmasher. Das einzige was verbesserungswürdig wäre, den Regionlock in Steam auszuschalten weil man Teils leere Lobbies wie bei MK9 hat.

        das schöne an dem spiel ist das ich kein wort von dir verstehe aber trotzdem spaß daran habe ;) was wohl herbboys frage beantworten sollte
      • Von Herbboy Mitglied
        Für derzeit 27€ bei MediaMarkt ist es schon durchaus attraktiv. Mich würde interessieren, wie es im Modus 1vs1 am gleichen PC so ist. Wäre das okay, also wenn Kumpels vorbeikommen und man ne Art kleines Turnier spielen will, oder ist dafür ein Spiel wie Streetfighter oder Streetfighter X Tekken besser geeignet? Auch was die Steuerung betrifft, also ein ungeübter Spieler sollte nicht chancenlos sein?
      • Von Lunica Mitglied
        Injustice ist leider nur ein durchschnittliches Beat ’em up.

        Gegen Killer Instinct oder Street Fighter hat es nicht mal ansatzweise den Hauch einer Chance.
      • Von topperdd NPC
        "..denn kompetitiv ist Injustice nicht wirklich, dafür hat das Kampfsystem zu wenig Kniffe und Feinheiten."

        Völliger Bullshit.. sorry, aber wenn man einen WoW Casual an nen Kampfspiel dran lässt, kann man nicht viel erwarten.

        Das Spiel hat sehr viel Tiefe. Zu einem wären da die Interactables, die sogar in 3 verschiedenen Stufen eingeschätzt werden. So kann z.b. Green Arrow das Auto in der Wayne Manor stage nicht umwerfen, Solomon Grundy jedoch schon. Allein dadurch entstehen für jeden Character viele neue Set ups und Combomöglichkeiten die natürlich niemand ausnutzt weil jeder nur Buttons mashen will.

        Ausserdem kann man Combo-strings für 2 Balken abbrechen und somit seine Kombos erweitern. Das Spiel bietet im übrigen low,mid und high Combostarter, die zu brutalen 50% Combos führen können.

        Der Clash wurde schon erwähnt, richtig. Auch kann man den B3 Move mit Armor (einem Balken) rüsten um somit eine Attacke zu absorbieren.. das geht auch beim benutzen der Stagegegenstände.

        Das Spiel bietet wohl Tiefe und Langzeitmotivation, nur nicht für den Casualmasher. Das einzige was verbesserungswürdig wäre, den Regionlock in Steam auszuschalten weil man Teils leere Lobbies wie bei MK9 hat.
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