Danke, aber nein danke! - Gaming-Features und Bräuche, auf die wir gern verzichten [Update mit Leser-Vorschlägen]
Online-Zwang, unnötige System-Updates und Mikrotransaktionen in Vollpreis-Spielen: Dies sind nur wenige der gängigen Bräuche und Features in Videospielen, die uns stören und auf die wir gern verzichten würden. Einlegen und unbedarft loszocken ist eine Seltenheit geworden und viele Aspekte heutiger Videospiele gehen uns gehörig auf die Nerven. Welche das sind, erfahrt ihr in diesem Special. Jetzt mit Leservorschlägen.
Update: Was unseren Lesern nicht gefällt und auf welche Gaming-Features sie gern verzichten, erfahrt ihr nachfolgend in der Bildergalerie. Viele der von uns genannten Bräuche stoßen auch bei unserer Community auf Missgunst, während andere wiederum umstrittener Natur sind. Klinkt euch noch in die Diskussion ein und hinterlasst uns weiterhin Kommentare. Wir danken euch für die Beteiligung.
Original: Seinem Hobby nachzugehen ist nicht immer ganz einfach. Wir kommen nach einem langen Arbeitstag nach Hause, schalten den Rechner oder die Konsole ein, um uns ein paar Minuten mit unserem neuen Videospiel zu vergnügen und müssen dann erst einmal verschiedene Prozedere über uns ergehen lassen, die nicht nur durchaus nervig, sondern inzwischen schon fast eine Alltäglichkeit geworden sind. Manche davon hindern uns sogar am Spielen.
Was uns im schlimmsten Falle aller Fälle am Bildschirm als erstes begrüßt, ist eine Firmware-Aktualisierung, die zunächst heruntergeladen werden will, was je nach Bandbreite eine gewisse Zeit dauern kann. Anschließend muss das Spiel gepatcht werden, weil ein schwerwiegender Bug ansonsten droht, unseren Spielstand zu zerstören. Und dann könnte es auch schon losgehen, würden die Server des Spiels nicht gerade gewartet werden. Denn ohne permanente Online-Anbindung dürfen wir nicht spielen, selbst wenn es sich um ein Einzelspieler-Spiel handelt.
Zugegeben passieren solche Dinge nur vereinzelt und eher selten auf einmal. Es gibt aber noch viele andere Dinge, die uns das Zocken vielleicht nicht vermiesen, aber zumindest einen Teil des Spaßes nehmen, den wir eigentlich dabei haben wollen. Dinge, auf die wir nur allzu gern verzichten. Diese haben wir für euch in der nachfolgenden Bilderstrecke für euch gesammelt. Was denkt ihr darüber und auf welche Gaming-Features und gängigen Konventionen der Videospiel-Branche würdet ihr gern verzichten? Teilt es uns in den Kommentaren mit.

Ja, das mag zwar sehr motivierend sein und einen beim Rangaufstieg mit Glücksgefühlen überschütten.
Aber dadurch geraten Teamplay, Skill und der pure Spaß am Spiel in den Hintergrund.
Teamplay, weil sich keiner mehr fürs Team in Gefahr begeben will, da die K/D darunter leiden könnte.
Skill, weil sich der "Rang" nicht am Können des Spielers, sondern an der investierten Zeit bemisst.
Der Spaß, weil es so ist, als würde man nur noch für Geld und Karriere in die Arbeit gehen und nicht, weil einem die Arbeit Spaß macht.
Aber natürlich sind Onlinespiele mit Ranking lukrativer für die Spieleindustrie. Die Zielgruppe ist größer, da man nicht gut sein muss, um eines Tages "Sergeant of the Master Sergeants Most Important Person of Extreme Sergeants to the Max" zu werden. Und sobald ein halbgarer Nachfolger mit identischem Gameplay erscheint, wird das so akzeptiert - schließlich winken neue, freischaltbare Belohnungen. Der Vorgänger wird anschließend nie wieder angerührt und geht leise sterben.
Onlinespiele ohne Rankingsystem, die einfach Spaß machen, weil sie fordernd und komplex sind, werden dagegen über Jahre oder Jahrzehnte hinweg aktiv gespielt und sind weit mehr als ein Produkt, das man eine bestimmte Zeit lang konsumiert und anschließend wie ein benutztes Taschentuch wegwirft.
Der Nachteil des Ganzen ist auch, dass es Betrügereien fördert.
Soll ich das Spiel dann nach vier Monaten Dauerzocken in die Ecke werfen, weil nichts mehr motiviert,da schon alles erreicht worden ist?
Bezüglich dieses "Battlefields-Werdegang" möchte ich an Battlefield 2 erinnern.
Hier mußte einer noch für seine Lorbeeren ackern und Verleihrunden konnten auch vermasselt werden.
Für mich war dies jedenfalls spannender, als praktisch alle fünf Stunden befördert und mit Abzeichen überhäuft zu werden.
Ich bin der Meinung,
daß das schnelle Leveln in einem kurzen Spiel ok ist, aber in einem Spiel, welches mindestens zwei Jahre unterhalten soll?
Skyrim spiele ich seit 2011 und habe immer noch nicht alles im Spiel erreicht. Das motiviert.
PS:
weil das hier angeführt worden ist, bin ich auch nicht gerade über den neuen CommanderModus begeistert, da wahrscheinlich ein Tablet-Besitzer mir immer den Posten als PC-Nutzer wegschnappt. Ich bin auch nicht froh darüber, daß dieser Posten ein eigenständiges Spiel im Spiel ist und wenn, wie zu Battlefield 2-Zeiten gegen mich als Commander gemeutert wird, ich nicht am weiteren Spielverlauf teilnehmen kann.
Letztendlich fand ich den Commander in Battlefield 2 spannender.
Was mich aber seit Battlefield:Bad Company 2 nervt, ist, daß der Ami mit einer AK74 rumrennen kann und der Russe mit einer M60 oder dem amerkanischen Sturmgewehr. Weiter stört es mich in Shootern wie Battlefield,daß immer der andere als "Gamaskenmann" rummrennt und der Ami mit einer Basecap-Mütze, gleiche Klasse. Der Ami wird nie vermummt dargestellt.
Ja, das mag zwar sehr motivierend sein und einen beim Rangaufstieg mit Glücksgefühlen überschütten.
Aber dadurch geraten Teamplay, Skill und der pure Spaß am Spiel in den Hintergrund.
Teamplay, weil sich keiner mehr fürs Team in Gefahr begeben will, da die K/D darunter leiden könnte.
Skill, weil sich der "Rang" nicht am Können des Spielers, sondern an der investierten Zeit bemisst.
Der Spaß, weil es so ist, als würde man nur noch für Geld und Karriere in die Arbeit gehen und nicht, weil einem die Arbeit Spaß macht.
Aber natürlich sind Onlinespiele mit Ranking lukrativer für die Spieleindustrie. Die Zielgruppe ist größer, da man nicht gut sein muss, um eines Tages "Sergeant of the Master Sergeants Most Important Person of Extreme Sergeants to the Max" zu werden. Und sobald ein halbgarer Nachfolger mit identischem Gameplay erscheint, wird das so akzeptiert - schließlich winken neue, freischaltbare Belohnungen. Der Vorgänger wird anschließend nie wieder angerührt und geht leise sterben.
Onlinespiele ohne Rankingsystem, die einfach Spaß machen, weil sie fordernd und komplex sind, werden dagegen über Jahre oder Jahrzehnte hinweg aktiv gespielt und sind weit mehr als ein Produkt, das man eine bestimmte Zeit lang konsumiert und anschließend wie ein benutztes Taschentuch wegwirft.
Das ist der beste Post im ganzen Thread. Alles was mit DRM zu tun hat ist Murks und ich will auch keine Accounts, Registrierungen, Online-Zwang und ähnliches. Ich möchte wetten, dass wenn die Industrie den Spielern die Wahl gelassen hätte zwischen Software mit und ohne DRM, hätten die Spieler sich für letzteres entschieden. Nun ist die Abhängigkeit von der Industrie da und man ist auf funktionierende Server angewiesen. Und das dies in die Hose gehen kann, wurde ja erst kürzlich bewiesen, als unzählige Spieler wegen Hackerangriffen weder auf STEAM noch auf Origin zugreifen konnten.
Ich würde mir also wünschen, dass es im Handel wieder Spiele gibt, wo man sich nicht irgendwo registrieren und anbinden muss. Dann wäre ich auch wieder bereit Spiele zu kaufen und ich würde auch mal wieder ein Spielemagazin kaufen, weil viele Vollversionen zwischenzeitlich auch mit DRM verseucht sind.
Weil die Industrie einen Teufel tun wird, das gewonnene Abnhängigkeitsverhältnis der Spieler aufzugeben, wird mein Wunsch wohl nicht erfüllt werden.