Starpoint Gemini 2: Reichlich Freelancer-Action im Early-Access-Spiel
Star Citizen ist noch in weiter Ferne, X Rebirth muss noch weiter gepatcht werden, bis es mal richtig rund läuft. Bei der Suche nach derzeit spielbaren Alternativen sind wir bei Starpoint Gemini 2 gelandet, das seit dem 06. September 2013 über Steam als Early-Access-Version erhältlich ist.
Little Green Men, ein kroatische Entwicklerstudio, versuchte sich 2011 mit Starpoint Gemini an einem Weltraum-Mix. Dieser bot taktische Kämpfe wie in Starfleet Command, dazu Elemente wie Warenhandel, aufrüstbare Schiffe, ein Rollenspiel-System mit verschiedensten Skills zum Leveln, anheuerbare Offiziere für das eigene Schiff, Spezialfertigkeiten für Waffen – die Featureliste war umfangreich. Leider war es technisch höchst bescheiden umgesetzt, die Kämpfe langweilten schnell und die Vertonung war furchtbar. Die Entwickler scheinen daraus gelernt zu haben, denn Starpoint Gemini 2 fühlt sich eher wie ein neues Freelancer an. Wir haben uns die Early-Access-Version näher angeschaut.
Was bietet Starpoint Gemini 2 im Early Access?
Die spielbare Alpha in der Version 0.6001 enthält ein zusammenhängendes Spieluniversum. Klassische, klar abgegrenzte Sektoren, die man per Sprungtore bereist, gibt es darin nicht. Dadurch fühlt man sich wie in einer riesigen Sandbox mit viel Raum für Erkundung im All. Große Entfernungen lassen sich abkürzen, indem man Portale, so genannte T-Gates nutzt. Diese kosten aber einen ordentlichen Batzen Credits. Geld verdient ihr durch klassische Space-Game-Features wie etwa Warenhandel und erfüllte Missionen. Solche Sidequests werden zufallsgeneriert. Bislang haben wir in der Alpha-Version beispielsweise Taxi-Dienste und Kampfmissionen erledigt. Auch Kopfgeldjagden sind vorgesehen oder eskortiert einen Frachter, repartiert eine beschädigte Satellitenanlage, entdeckt ein Wurmloch - wie schon im Vorgänger packen die Entwickler viele Inhalte in ihr Weltraumprojekt.
Starpoint Gemini 2 (Early Access): Klassiker - Warenhandel.
Mit dem verdienten Geld rüstet man sich in Schiffswerften beziehungsweise Trockendocks aus. Dabei stehen euch verschiedene Klassen wie etwa Frachter, Jäger, Fregatten und Zerstörer zur Verfügung. Rund 70 steuerbare Schiffe soll es im fertigen Spiel geben. Diese lassen sich auch in Flotten organisieren. Jede Schiff lässt sich wiederum mit Dutzenden von Waffen und Ausrüstungsteilen ausstatten. Die entsprechenden Menüs wirken schon in der jetzigen Alpha-Fassung deutlich benutzerfreundlicher, als im sperrigen Vorgänger. Sehr schön ist beispielsweise, dass man jetzt ein zu kaufendes Schiff direkt mit dem aktuellen Pott vergleichen kann, was Statistikwerte und Ausrüstung betrifft. Das Flug-Gefühl in Starpoint Gemini 2 erinnert stark an Freelancer, die Maussteuerung reagiert allerdings noch etwas träge. An der Implementierung anderer Steuergeräte wie Joysticks und Gamepadcontroller arbeite man gerade, lässt sich im Entwicklerforum nachlesen. Neben der normalen Ansicht gibt es auch eine "Geschützturmperspektive", die recht nützlich ist, um das Blickfeld schnell ändern zu können.
Die Kampagne ist noch nicht in der Early-Access-Version enthalten. Dafür könnt ihr das Universum in der Early-Access-Phase im Sandboxmodus schon ganz frei erkunden, handeln, kämpfen, entdecken und natürlich euren Charakter verbessern. Denn auch Teil 2 besitzt Rollenspielelemente. Derzeit sind vier Waffenskills mit je 5 Unterpunkten enthalten. Damit erhöht ihr beispielsweise die Feuerrate eures Plasma-Boosters, die Reichweite von Energiewaffen, den Hüllenschaden, reduziert Nachladezeiten und vieles mehr. Dazu kommen aktuell noch 20 Perks mit je drei Ausbaustufen. Damit könnt ihr euch weiter spezialisieren, zum Beispiel um bestimmte Schiffsklassen oder Waffengattungen effektiver zu nutzen. Das dürfte für reichlich Tüftelei sorgen.
Starpoint Gemini 2 bietet auch eine komplette Mod-Unterstützung - schon jetzt sind erste Projekte gestartet, wie zum Beispiel Mass Effect The Ascension, das als Total Conversion angedacht ist. Mods lassen sich dann bequem im Hauptmenü des Spiels organisieren. Der Zugang zur Early-Access-Version kostet auf Steam regulär 21,49 €, (im noch bis heute 19 Uhr andauernden Herbst-Sale 16,11€). Der Release des fertigen Spiels ist für 2014 vorgesehen. Im kommenden Februar soll aus der derzeitigen Alpha-Version eine umfangreichere Beta-Fassung werden. Damit ihr einen besseren Eindruck vom Gameplay bekommt, findet ihr ein entsprechendes Video der Early-Access-Version unterhalb dieser Meldung.

Grüße, Stefan
Der erste Teil war ja nicht so prickelnd.
so far, viele Grüße
Stefan
Grafisch ist es super obwohl noch nicht alle Grafikoptionen freigeschaltet sind (early access halt).
Die Schiffe steuern sich sehr gut, man kann sowohl mit Maus und Tastatur fliegen und per Space Taste schnell auf die andee Steuerung umschalten.
Von der kleinen Fregatte bis zum großen Trägerschiff sind jede menge Schiffe dabei, die natürlich auch entsprechend viel Kohle kosten. Es dauert eine weile bis man ein großes Schiff zusammengespart hat.
Leider ist die Kampagne/Story noch nicht im Game. Bis jetzt ist es ein reines Sandbox Spiel mit Nebenmissionen ala "kill den da", "bring mich nach X".
Handeln kann man schon, es gibt auch Frachter die man selbst fliegen kann, aber man darf kein komplexes Wirtschaftsystem ala X3 erwarten.
Asteroiden-Mining ist ebenfalls möglich.
Im momentanen Zustand ist es ein Freelancer ohne Story, dafür grafisch nett und mit guter Steuerung. Bugs sind mir kaum welche aufgefallen, das Game läuft bei mir sehr stabil.