Das soll es gewesen sein? Enttäuschende Videospiel-Enden [Update mit Leser-Vorschlägen]
Es gibt kaum eine größere Enttäuschung in einem guten Videospiel, als nach vielen Stunden mit einem halbgaren und unwürdigen Finale abgespeist zu werden, dass uns mit offenen Fragen oder purer Ratlosigkeit und Ernüchterung zurücklässt. Enttäuschende Videospiel-Enden sind keine Seltenheit. Zehn davon sind Thema unseres heutigen Specials. Jetzt mit Vorschlägen unserer Leser.
Update: In vielen Fällen stimmen unsere Leser bei unserer Auflistung enttäuschender Videospiel-Enden zu. Aber auch machten sie uns auf noch weitere Fälle aufmerksam. Die Einsendungen unserer Leser findet ihr wie immer zu Beginn der Bildergalerie unter dem Artikel. Wir danken unseren Lesern für ihre Beteiligung.
Original: Nicht selten kommt es vor, dass wir am Ende eines Videospiels, das wir nach vielen spaßigen Spielstunden erreichten, ernüchtert oder gar enttäuscht vor den Bildschirmen sitzen und uns fragen, ob es das wirklich gewesen sein soll, während die Credits abspulen. Dafür haben wir gekämpft? Wo steckt der Sinn dahinter? Was passiert mit unseren Helden? Das sind Fragen, die wir uns häufig stellen, unmittelbar nachdem die Namen der Entwickler über den Bildschirm flimmern. Ob das Ende nun einfach durchweg unspektakulär inszeniert wurde oder aber, ob es uns mit vielen, ungeklärten Fragen zurücklässt. Das sind nur einige der Gründe, warum Videospiel-Enden enttäuschen können.
Auch wenn es uns widerstrebt, alte Wunden aufzureißen und elendig durchgekaute Diskussionen wieder neu zu entfachen, darf die Erwähnung des Abschlusses der Mass Effect-Trilogie an dieser Stelle logischerweise nicht fehlen. Das ursprüngliche Ende des dritten Teils der Sci-Fi-Saga um Commander Shepard war kurz, unspektakulär und voller Logiklöcher, die erst mit dem darauffolgenden Director's Cut gefüllt wurden. Von diesen handwerklichen Kritikpunkten einmal abgesehen, blieb dann natürlich noch die Natur des Endes selbst, welches mit seiner Pseudo-Entscheidungsfreiheit viele Spieler verärgerte. Doch wollen wir den Entwicklern nicht zum Vorwurf machen, ihre Trilogie zu ihrem gewünschten Ende zu bringen.
Schauen wir uns hingegen Spiele wie Alan Wake an, haben wir ganz andere Gründe zu meckern. Bei Remedys Psycho-Thriller stört uns, dass auf der Zielgeraden des Spiels noch gänzlich neue Story-Aspekte hervorgehoben werden, die nie ausreichend erläutert werden und uns dann mit einem offenen Ende zurücklassen, das nicht einmal mit den beiden Zusatz-Episoden zu einem befriedigenden Ende gebracht wird. Ein Nachfolger ist derzeit Wunschtraum, war das Original doch kein Verkaufshit. Ähnlich geht es uns mit Half-Life 2. Ja, der Cliffhanger am Ende von Episode 2 war sicherlich kein schlechtes Ende. Doch warten wir nun seit Jahren auf die Fortsetzung. Episode 3 ist nie erschienen, Half-Life 3 lässt weiterhin auf sich warten und der Cliffhanger ist schon fast verblasst. Wir mögen es nicht, auf diese Art und Weise mit einem Ende abgespeist und dann sitzen gelassen zu werden.

irgendwie verstehe ich deine überraschung in dem fall nicht. :-O
mit 110% umfang würde ich aber ohnehin nicht rechnen. ;-)
Sicher war es klar ;-) nur mir nicht... Hätte ich vorher gewusst, dass die Fortschrittsanzeige nur bis 50% pro Episode geht, dann wäre die Sache sicherlich nicht erwähnenswert gewesen. So klar ist das aber gar nicht aus dem Spiel raus zu erkennen. Oder bekommt man einen Hinweis, nach dem Motto Episode 1 nur bis 50%...
Nur geht man im Normalfall davon aus, dass die Fortschrittsanzeige 100% erreicht, oder zumindest annähernd wenn es z.B. noch Nebenaufgaben gibt. Oder kennst du noch mehr Spiele wo mehrere Episoden in Prozente aufgeteilt werden? Dies ist jedenfalls mein erstes Game mit besagter Problematik. Bei mir kommt keine Langeweile auf.
Blabla Mr. Freemann...blablabla.
Ich dachte mir bei 46%, cool da kommen ja noch 64%... Falsch, denn bei 50% ist Ende. Was für ein irreführender bullshit.
Auf dieses vorzeitige "Ende" war ich definitiv nicht eingestellt. Da will man sich überraschen lassen indem man sich mal "nicht" so genau übers Spiel informiert, aber eine Überraschung kann ja sehr vielfältig sein...
irgendwie verstehe ich deine überraschung in dem fall nicht. :-O
mit 110% umfang würde ich aber ohnehin nicht rechnen. ;-)
Ich dachte mir bei 46%, cool da kommen ja noch 64%... Falsch, denn bei 50% ist Ende. Was für ein irreführender bullshit.
Auf dieses vorzeitige "Ende" war ich definitiv nicht eingestellt. Da will man sich überraschen lassen indem man sich mal "nicht" so genau übers Spiel informiert, aber eine Überraschung kann ja sehr vielfältig sein...