Assassin's Creed 4: Black Flag im Test
Test der PS4- und PS3-Version zu Assassin's Creed 4: Black Flag: Beim Klabautermann! Ubisofts neuester Teil der Open-World-Reihe entpuppt sich als unterhaltsames Piraten-Abenteuer und bringt endlich frischen Wind in die Spielereihe. Wie sich Assassin's Creed 4: Black Flag im Test schlägt, erfahrt ihr an dieser Stelle. Update: Jetzt mit Test der PC-Version.
Assassin's Creed 4: Black Flag (jetzt kaufen ) für PS4 und PS3 im Test - Das mittlerweile sechste Assassin's Creed entfernt sich so weit wie nie zuvor von den Ursprüngen der Serie. Der Konflikt zwischen den fiesen Templern und idealistischen Assassinen, der die vorherigen Titel bestimmte? In Black Flag ist er nur Nebensache. Ausführliche Kletter-Einlagen sowie martialische Kämpfe mit allerlei historischem Mordwerkzeug? Zur Nebenrolle verdonnert! Stattdessen verfrachten die Entwickler das Open-World-Spiel in die Karibik - mit viel Ozean, massig Inseln und drei großen Städten - und lassen euch einen Piraten spielen, Schiff inklusive. Damit schippert ihr um Jamaika und Kuba, geht auf Walfang, plündert schwer beladene Galeonen oder entkommt Tropenstürmen. Diese Neuausrichtung entpuppt sich als wahrer Segen für die Reihe, der wir fast schon überdrüssig wurden. Update: Auf der zweiten Seite des Artikels findet ihr nun auch den Test der PC-Version von Assassin's Creed 4!
Ihr spielt einen Taugenichts
Der Held des neuesten Assassin's Creed ist zu Beginn ein echter Arsch! Der Säufer und Taugenichts Edward Kenway verlässt seine Frau und britische Heimat, um in der Karibik reich zu werden. Er verspricht, höchstens zwei Jahre fortzubleiben - lange genug, um mit der Jagd auf Piraten genug verdient zu haben, um seine Familie zu versorgen. In Wirklichkeit wird er selber Pirat. Er mordet, raubt, säuft und hat nur eines im Sinn: sein eigenes Glück. So kommt es, dass er nach einer Seeschlacht zusammen mit einem seltsamen Typen in einer Assassinenkluft an den Strand gespült wird. Dass der Mann von Geld spricht, ist sein Todesurteil. Dass er keines dabeihat, bringt Edward auf die Idee, sich seine Kutte überzustreifen und fortan seine Identität anzunehmen.
Natürlich fliegt das alles recht bald auf, stellt aber einen tollen Einstieg ins Spiel dar. Wir lernen Edward und seine Beweggründe besser kennen als Connor aus Assassin's Creed 3 im ganzen Spiel. Und wir erleben einen Typen, der von Anfang an behände wie ein Affe klettert und kunstvoll mordet, als hätte er nie etwas anderes getan. Das wirkt zwar wenig plausibel, erspart euch aber ein Kapitel voller Assassinen-Ausbildung und Tutorials. Edward erbeutet schon nach kurzer Zeit sein eigenes Schiff, die Brigg Jackdaw, und kann fortan tun und lassen, was er will. Allerdings haben viele Hauptmissionen von Assassin's Creed 4: Black Flag einen Tutorial-Charakter und etablieren bis in die zweite Spielhälfte hinein neue Mechaniken, Waffen und Spielelemente.
Quelle: Bild: play³
Die Harpunen-Jagd auf Haie und Wale ist eine weitere, unterhaltsame Nebenbeschäftigung.
Schöne neue Wasserwelt
Die Karibikwelt des Spiels ist riesig und auf den Wellen reitend sieht sie oftmals wunderschön aus. Einen großen Teil des Spiels, vielleicht 30 bis 40 Prozent, verbringt ihr am Steuerrad der Jackdaw. Das Seefahrts-System wurde aus dem Vorgänger übernommen und um viele Elemente erweitert: mehr Waffen und mehr Munitionsarten. Außerdem könnt ihr mittels Fernrohr die Ladung anderer Schiffe ausspähen, an bestimmten Stellen mit Ruderboot und Harpune Jagd auf Wale oder Haie machen oder mithilfe einer Metallglocke nach Schätzen tauchen. Die Jackdaw steuert sich angenehm träge und indirekt.
Wenn Wind aufkommt, spürt ihr regelrecht, wie er das Schiff vom Kurs wegdrückt. Auch wenn das Segeln nie wirklich anspruchsvoll ausfällt, so wirkt es doch nie monoton. Da springen Wale vor euch aus dem Wasser, da zieht Nebel auf oder ihr segelt in den malerischen Sonnenuntergang. Das ist gleich doppelt schön, wenn ihr eure Mannschaft per Tastendruck singen lasst. Wer Wert auf musikalische Abwechslung legt, muss an Land nach im Wind wehenden Notenblättern Ausschau halten. Ergattert ihr eines, beherrscht eure Crew einen neuen Song. Doch das Leben eines Piraten ist selten idyllisch. Genau darum geht es in Black Flag: Denn während der Templer- und Assassinen-Konflikt meist keine Rolle spielt, geht es vor allem um die Geschichte der Piraterie. Ihr trefft all die berühmten Schrecken der Meere, von Kapitän Blackbeard bis Käpt'n Kidd, und im Rahmen vieler Missionen und oft auch beim freien Erkunden der Wasserwelt lasst ihr die Kanonen der Jackdaw sprechen. Was ist schon ein Pirat, wenn er keine Schiffe entert?
Auf zur heiteren Enterfahrt!
Quelle: Bild: play³
Die Seeschlachten sind klasse inszeniert und machen auch nach vielen Stunden Spielzeit immer noch Spaß.
Die vielen KI-Schiffe überall auf dem Ozean sind eine schlaue Bremse für euren Erkundungsdrang. Je südlicher das Gewässer, desto stärker die Boote. Die bringen beim Plündern zwar mehr Beute, versenken euch aber bereits mit wenigen Breitseiten. Obendrein werden viele Gewässer von Forts bewacht, die ihr besser umschifft oder - wenn ihr es euch zutraut - bombardiert und dann mit eurer Mannschaft überrennt. Wenn ein Schoner genau eure Kragenweite ist, schlagt ihr zu. Ihr rammt, ihr zündet eure Kanonen und navigiert schlau um euer Opfer, sodass ihr selten ein gutes Ziel bietet.
Das wirkt auf der PS4 besonders eindrucksvoll, da nach einigen Salven dichter Pulverdampf die Sicht auf eure Gegner trübt. Manches Mal fuhren wir in der Hektik einer Schlacht auf Riffs auf oder alarmierten weitere Schiffe, die uns dann zu Kleinholz schossen. Die Seeschlachten sind also durchaus komplex. Seid ihr erfolgreich, gebt ihr den Befehl zum Entern. Dann macht die Jackdaw neben ihrem wund geschossenen Opfer halt und eure Manschaft setzt über. Je nach Format eures Widersachers reicht es nun, mit einer Dreh-Kanone ein paar gegnerische Matrosen über den Haufen zu ballern.
Große Brocken erobert ihr jedoch erst, wenn ihr Pulverfässer entzündet oder die gegnerische Flagge abschneidet und obendrein einen ganzen Haufen gegnerischer Truppen erledigt. Am Ende lohnt reiche Beute und ihr steht vor einer Wahl: Lasst ihr eure Opfer laufen? Das verbessert euren Ruf. Schlachtet ihr das Schiff aus? Damit repariert ihr die Jackdaw. Oder schickt ihr es zu eurer Flotte. Die entpuppt sich als Meta-Spiel, das online läuft und auch mittels Tablet oder Smartphone gespielt werden kann. Eine interessante Mechanik, die in unserer Testversion jedoch nicht verfügbar war. Ebenso konnten wir die Tablet-Einbindung des PS4-Spiels noch nicht probieren. Damit studiert ihr die Weltkarte oder Schatzkarten auf dem Mobilgerät, ohne dass ihr dafür das Spiel am Fernseher unterbrechen müsst.

Hier meine Gründe:
Mal was ganz neues: Wie schon im Test erwähnt, ist das Piraten-Setting ein sehr mutiger Schritt gewesen, welcher imho voll aufgegangen ist! AC4 ist wahrscheinlich mit Abstand das beste Piraten-Spiel überhaupt und ich wüsste nicht wie man das Piraten-Setting besser ausschlachten sollte.
Aufgeräumtes Missionsdesign: Endlich hat man sich von dem horrenden Playrating-Crap verabschiedet was früher oft nach folgenden Schema ablief: " Lauf 100 m. Für Full-Sync: Schaffe es in unter 9.58s" :-$ Da hat man nach spätestens 3 Missionen Frust pur! Jetzt wurden die optionalen Ziele stark vereinfacht und sind keine große Hürde bzw. im zweiten Anlauf zu schaffen.
Open World besser als GTA 5: Man mag drüber diskutieren ob man die zwei überhaupt miteinander vergleichen kann, aber in Summe hat mir AC4 tatsächlich einfach mehr Spaß gemacht, was sich auch auf die längere Spieldauer auswirkte (bei GTA5 hab ich mir erspart alle mit Missionen mit Gold abzuschließen). Zwar hat GTA5 die Xmal größere Map aber dafür ist die Grafik von AC4 (besonders bei den Details) um Welten besser als bei GTA. Außerdem ist die Companion App bei AC4 eine super Erweiterung während die blöde Hunde-App von GTA5 einfach nur für die Tonne ist...
Nichtsdestotrotz finde ich die 87% absolut angemessen und eine 90iger Wertung wäre aufgrund folgender Mängel überzogen:
Die Steuerung aus der Hölle: Es ist unglaublich dass die Kampfsteuerung selbst nach Teil 4 der Serie eine einzige Katastrophe ist! Am schlimmsten dabei ist dabei der Kampf gegen mehrere Gegner: gezielte Angriffe sind praktisch unmöglich, eine gewollte Combo Glückssache und oft klatscht man wie'n Frosch am Deck auf anstatt nen Assassinen Sprungkill zu machen. Warum verzweifelt man trotz dieser Mängel nicht? Weil...
Kaum fordernder Schwierigkeitsgrad: Das ist wieder so eine Altlast... anstatt die Steuerung/Handling zu verbessern, hat man den Schwierigkeitsgrad derart herunter geschraubt, dass man kaum irgendwo länger als 10 min hängt. Wenn man sich z.B. unbemerkt durch ein schwerbewachtes Lager schleichen muss, kann man mit den übermächtigen Berserker-Pfeilen praktisch alle Wachen wegräumen ohne (!) irgendeinen Alarm auszulösen. %-) Der einzige Lichtblick sind die Seeschlachten... der Kampf gegen die "legendären Schiffe" (besonders das im Nordosten) erfordert ein Schiff mit sämtlichen Erweiterungen...
Viel ungenütztes Potential: Z.B. hätte man aus der Jagd noch viel mehr machen können oder die Möglichkeit dass Forts wieder zurückerobert werden können. Außerdem ist es imho sehr billig, dass Kenway schon ab Sek.0 ein Alleskönner ist und nur ein paar Health-Upgrades bekommt.
Wollte zum Beispiel mir erstmal die gute Rüstung holen, wo ich die 6 Schlüssel brauch. Nur dann kahm plötzlich der Abspann^^....
Ich war aber in dem Moment, zu Geizig die 10€ dafür noch zu bezahlen :P...
Brotherhood hat ich ja wie erwähnt bereits...
Evtl. lasse ich den ganz weg...
die 2 habe ich ausgelassen und bin direkt auf Brotherhood gestiegen.
War relativ kurz, oder?
So die Story war in Ordnung...
Was verstehst du unter kurz? Kommt halt drauf an, wie viele Nebenaufgaben man macht. ;-)
Und AC 2 auszulassen, war keine sonderlich gute Idee imo...:-B
Bei HdR kuckt man ja auch nicht Teil 1 und 3 und lässt den 2. einfach weg.... :D
die 2 habe ich ausgelassen und bin direkt auf Brotherhood gestiegen.
War relativ kurz, oder?
So die Story war in Ordnung...