The Wolf Among Us im Test: Episode 1 der neuen Telltale-Adventure-Serie

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Test Thorsten Küchler - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Nach dem Kult-Hit The Walking Dead veröffentlicht Telltale nun mit The Wolf Among Us sein nächstes Episoden-Spiel. Der Auftakt der neuen Reihe um Märchenfiguren, die im modernen New York leben, ist stimmig und spannend - kommt aber (noch) nicht an die Genialität seines Zombie-Vorgängers heran.

Die Ausgangslage von The Wolf Among Us ist ebenso absurd wie cool: Rotkäppchen, Schneewittchen und Co. hausen im heutigen New York City – und versuchen, möglichst unerkannt ein normales Leben zu führen! Das klappt mal besser (zum Beispiel bei der Schönen), mal schlechter (beim zugehörigen Biest). Und mittendrin: Bigby, der Sheriff der Fantasy-Community, den man als Spieler steuert. Freilich hat auch Bigby eine Märchenvergangenheit: Er ist der "große böse Wolf". Entsprechend seiner reichlich animalischen Natur ist der Held der knapp 2-stündigen Auftaktepisode zumeist wenig diplomatisch unterwegs: Es wird gehauen, gepöbelt und geflucht, was das Zeug hält.

Dennoch gewährt euch Telltale wieder enorm viele Freiheiten – wir haben es gemäß dem Walking-Dead-Prinzip mit einer Art interaktivem Film zu tun, dessen Ausgang stark vom Gusto des Spielers abhängt. Die Nebencharaktere merken sich beispielsweise, ob man sie mies behandelt oder mit Geld beschenkt hat. Und an einigen Stellen wird man ganz klar vor die Wahl gestellt: Willst du lieber zur Wohnung eines Verdächtigen fahren? Oder lieber einen alten Kumpel retten, der in Schwierigkeiten steckt? Alles, was man tut, hat entsprechende Konsequenzen – bis hin zu der Tatsache, dass einige Personen schon in der ersten Episode (unnötig) den Löffel abgeben. Alle moralischen und unmoralischen Entscheidungen werden freilich gespeichert und nehmen Einfluss auf die Geschehnisse der weiteren vier Episoden, die Telltale in den nächsten Wochen und Monaten nachliefern wird. Und keine Bange: Wer mit einer seiner Taten partout nicht leben möchte, der kann am passenden Checkpoint wieder neu einsteigen und auch den anderen Handlungspfad ausprobieren.

The Wolf Among Us im Test - Mehr Adventure ist nicht: An einigen Stellen dürft ihr kleine Areale frei absuchen - wirklich befriedigende Puzzles gibt es aber nicht. Quelle: PC Games The Wolf Among Us im Test - Mehr Adventure ist nicht: An einigen Stellen dürft ihr kleine Areale frei absuchen - wirklich befriedigende Puzzles gibt es aber nicht. So toll die flexible Handlung auch sein mag – spielerisch bietet The Wolf Among Us dann doch eher Magerkost. Den Großteil der Spielzeit betrachtet man Zwischensequenzen und führt Multiple-Choice-Gespräche. Witzig: Sheriff Bigby hat jederzeit auch die Option, einfach nur zu schweigen und sein Gegenüber böse anzuknurren – was zumeist mehr Wirkung zeigt als schlaue Argumente. Adventure-Spezialisten fühlen sich jedoch schnell unterfordert: In den wenigen Szenen, in denen man frei durch die Szenerie spazieren und Gegenstände begutachten darf, kommt man durch bloßes Ausprobieren locker ans Ziel.

Zudem ist das Inventar bislang nur Staffage: Bigby sackt zwar Objekte ein, wendet sie dann aber quasi automatisch an. Weitaus besser haben uns die Action-Passagen gefallen! Nicht selten gerät der böse Herr Wolf nämlich in Schlägereien oder Verfolgungsjagden – und die spielen sich zwar wie Quick-Time-Events, sind aber prima inszeniert und erstaunlich flexibel. Mal drückt man bloß eingeblendete Tasten nach, mal entscheidet man blitzschnell, ob man seinen Gegner gegen eine Wand oder doch lieber aus dem Fenster werfen will.

Schade nur, dass bei diesen rasanten Intermezzi teilweise die Technik bockt: Oft kommt die Engine des Spiels ohne ersichtlichen Grund und trotz niedriger Hardware-Anforderungen ins Stottern. Ansonsten wirkt die Comic-Grafik mit ihren dicken schwarzen Kritzelstrichen und den neonbunten Farbklecksen zwar stimmig, aber auch arg veraltet. Dafür machen die englischen Sprecher allesamt einen herausragenden Job.

Meinung

Wertung zu The Wolf Among Us (PC)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Spannende Story & coole CharaktereEntscheidungen des Spielers beeinflussen die HandlungErstaunlich packende Action-Passagen
Technisch nicht ganz rundZweckmäßige, unkomfortable Maus-SteuerungSpielerisch zu simpel

Bildergalerie

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    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Worrel Mitglied
        Zitat von cabaret
        Ich habe nach "Kult-Hit" aufgehört zu lesen. Wer so einen Schwachsinn schreibt gehört rausgeworfen.
        dh: Du hast nur exakt Folgendes gelesen:

        Zitat
        THE WOLF AMONG US
        The Wolf Among Us im Test: Episode 1 der neuen Telltale-Adventure-Serie

        Nach dem Kult-Hit
        Und kannst jetzt nicht mal sagen, worauf sich "Kult-Hit" bezieht. :D

        Btw: Viel Erfolg noch beim Lernen des Unterschiedes zwischen "Schwachsinn" und "Übertreibung".
      • Von Worrel Mitglied
        Zitat von cabaret
        Ich habe nach "Kult-Hit" aufgehört zu lesen. Wer so einen Schwachsinn schreibt gehört rausgeworfen.
        dh: Du hast nur exakt Folgendes gelesen:

        Zitat
        THE WOLF AMONG US
        The Wolf Among Us im Test: Episode 1 der neuen Telltale-Adventure-Serie

        Nach dem Kult-Hit
        Und kannst jetzt nicht mal sagen, worauf sich "Kult-Hit" bezieht. :D

        Btw: Viel Erfolg noch beim Lernen des Unterschiedes zwischen "Schwachsinn" und "Übertreibung".
      • Von cabaret NPC
        Ich habe nach "Kult-Hit" aufgehört zu lesen. Wer so einen Schwachsinn schreibt gehört rausgeworfen.
      • Von realShauni Spiele-Novize/Novizin
        Zitat von LordCrash
        Das mit der nicht ganz optimalen Maussteuerung und der Technik ist schade, allerdings habe ich das in dem Test jetzt fast zuerst gelesen. Sonst wurde das nur von der Xbox Version behauptet. Lässt sich das auf mehrere Systeme reproduzieren mit den Rucklern etc. oder was das nur auf deinem Rechner so?
        Die Ruckler und (teils sekunden langen) Hänger treten auch am PC auf, nach ca. 30 Minuten Spielzeit geht es langsam los. Das Spiel scheint Speicherlecks zu haben, ein Neustart hilft aber für die nächsten 30 Minuten, ist also verschmerzbar auch wenn das Speichersystem da sehr nervt weil man eben nicht jederzeit neu starten kann, da kann man nur die Hänger bis zum nächsten Speicherpunkt aussitzen :-S
      • Von Shadow_Man Mitglied
        Zitat von baummonster
        Wurd halt mittlerweile geändert, bis zum frühen Abend irgenwann stand dort tatsächlich überfordert...

        Ach so, das wußte ich nicht. Das erklärt das Ganze. :-)
      • Von baummonster Mitglied
        Zitat von Shadow_Man
        Im Text steht ja auch unterfordert und nicht überfordert :-B
        Wurd halt mittlerweile geändert, bis zum frühen Abend irgenwann stand dort tatsächlich überfordert...
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