Ausgestorben: Diese Trends und Features vermissen wir in Spielen

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Special Anne Neukirchner - Autorin Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Jede Generation muss irgendwann Platz für ihre Nachfolger machen. So ist der Lauf der Dinge. Auf die Videospielwelt gemünzt bedeutet das, dass statt Xbox 360 bald die Xbox One und statt der Playstation 3 bald die Playstation 4 die heimischen Wohnzimmer dominieren wird. Mit dem Fortschritt kommt der Wandel und so sterben gewisse Gaming-Trends und -Features aus, die wir manchmal schwer vermissen.

Die Zeit steht für niemanden still, das gilt im Besonderen für die sich stetig wandelnde Gaming-Branche, in der Fortschritt nur von kurzer Dauer ist. Was im einen Moment noch als hochmodern und innovativ gilt, zählt einen Augenaufschlag später bereits zum alten Eisen. 2013 ist ein Jahr des Wandels, in dem die neue Generation der Konsolen für viel Aufsehen sorgt. Neue Möglichkeiten, neue Funktionen, neue Verbindlichkeiten und über allem schwebt das Damoklesschwert des kommerziellen Erfolgs. Wer kann sich am Ende gegenüber der Konkurenz durchsetzen? Wer bleibt auf der Strecke? Dieser kompetetive Geist war zwar auch schon früher zu spüren, aber bei weitem nicht so prägend wie heute. Da kommt man als Zocker kaum zu Atem, wenn man ständig über alle Neuheiten informiert bleiben möchte. Im Angesicht all dieser Hektik und Verbesserungswut, nehmen wir uns die Zeit, um mal wieder innezuhalten.

Gamer sind im Grunde ihres Herzens nämlich alle irgendwie Nostalgiker. Wer denkt nicht gerne an die guten alten Zeiten von NES und Atari zurück. Wer lächelt nicht bei der Erinnerung daran, wie man in die Cartridges pusten musste, um ein Spiel zum Laufen zu bringen. Das Wunder von SCUMM (steht für Script Creation Utility for Maniac Mansion) oder die Revolution von Ego-Shootern durch Maus-Sicht - Videospiele haben seitdem einen weiten Weg zurückgelegt, manchmal zum Besseren, aber manchmal leider auch zum Schlechteren. So sehr wir die modernen Battlefields, Mass Effects oder GTAs auch lieben, so schmerzlich vermissen wir doch so manches Old-School-Feature oder so manchen antiquierten Gaming-Trend. Lasst uns gemeinsam in den DeLorean DMC-12 springen und eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit unternehmen.

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    • Kommentare (36)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von LordCrash Mitglied
        Zitat von Shadow_Man
        Ich vermisse die großen Boxen samt Handbuch auch sehr. :-|:-( Leider gibt es die ja nicht mehr, sondern nur in großen Ausnahmefällen.
        Und was "Kabel" betrifft: Ich hatte auch mal eine zeitlang Maus, Tastatur und Gamepad ohne, aber das möchte ich nie wieder. Erstens wird man verrückt, weil man ständig Batterien wechseln muss, zweitens find ich das nie so präzise wie mit Kabel, drittens hat bei mir die Tastatur dann oft verrückt gespielt.
        Wenn ich hier im Chat war, hatte mit Leuten gechattet und war dann mal weg, dann kam später manchmal das große Erwachen. All das was ich geschrieben hatte, wurde ständig in den Channel kopiert und ich wurde schon gefragt ob ich besoffen bin. Oder einmal beim WoW Raid. Während der Bosserklärung rennt mein Charakter einfach los und mitten in den Boss rein. Da hatte ich sehr, sehr merkwürdige Erlebnisse.
        Seitdem möchte ich das nie wieder haben. Allein der Batterieverbrauch war schon krank. :-B
        Bei mir hat nur die Maus noch Kabel. Gamepad hab ich ohne (weil ich auch ab und zu vom Sofa aus zocken will) und Tastatur auch. Bei der hab ich selbst nach Wochen und Monate noch nie die Batterie wechseln müssen und sie funktioniert tadellos ohne einen einzigen Fehler bisher (Logitech)....:-)
      • Von LordCrash Mitglied
        Zitat von Shadow_Man
        Ich vermisse die großen Boxen samt Handbuch auch sehr. :-|:-( Leider gibt es die ja nicht mehr, sondern nur in großen Ausnahmefällen.
        Und was "Kabel" betrifft: Ich hatte auch mal eine zeitlang Maus, Tastatur und Gamepad ohne, aber das möchte ich nie wieder. Erstens wird man verrückt, weil man ständig Batterien wechseln muss, zweitens find ich das nie so präzise wie mit Kabel, drittens hat bei mir die Tastatur dann oft verrückt gespielt.
        Wenn ich hier im Chat war, hatte mit Leuten gechattet und war dann mal weg, dann kam später manchmal das große Erwachen. All das was ich geschrieben hatte, wurde ständig in den Channel kopiert und ich wurde schon gefragt ob ich besoffen bin. Oder einmal beim WoW Raid. Während der Bosserklärung rennt mein Charakter einfach los und mitten in den Boss rein. Da hatte ich sehr, sehr merkwürdige Erlebnisse.
        Seitdem möchte ich das nie wieder haben. Allein der Batterieverbrauch war schon krank. :-B
        Bei mir hat nur die Maus noch Kabel. Gamepad hab ich ohne (weil ich auch ab und zu vom Sofa aus zocken will) und Tastatur auch. Bei der hab ich selbst nach Wochen und Monate noch nie die Batterie wechseln müssen und sie funktioniert tadellos ohne einen einzigen Fehler bisher (Logitech)....:-)
      • Von Schlechtmacher Hobby-Spieler/in
        Zitat von Bonkic
        natürlich war früher nicht alles besser:
        wer würde denn heute bspw noch eine karte auf karo-papier mitmalen wollen in einem rpg?
        ich behaupte mal wirklich niemand, nicht einmal die ultra-hardcore-nostalgiker würden ernsthaft auf eine automapping-funktion verzichten wollen.
        falls doch - hände hoch!

        Spielkomfort ist durchaus eine Tugend. Viele Funktionen gabs früher nur deshalb nicht, weil man sie nicht einbauen konnte, nicht, weil man nicht wollte. Man sollte es aber auch nicht übertreiben. Wenn der Spieler im Grunde nur noch auf "Weiter" drücken muss, um zu gewinnen kann man sich auch gleich einen Film ansehen.
      • Von RedDragon20 Mitglied
        Zitat von LordCrash
        Das hat mit Hardcore-Nostalgie wenig zu tun. Die Frage ist eher, welche "Basisrichtung" man mit seinem Spiel einschlägt -> reines Spiel, interaktiver Film oder interaktiver Roman. Mit reinem Spiel meine ich so Spiele wie Tetris, die überhaupt keine Dialoge haben bzw. keinen Wert auf dieses Element legen. Ansonsten sind heutzutage fast alle Spiele als interaktive Filme angelegt, d.h. man sieht praktisch einen Film zum Mitspielen. Dafür braucht man natürlich gesprochene Dialoge, wie im Film eben. Daneben gibt es noch die fast vergessene Richtung des interaktiven Romans, der früher ganz klassich in Text-Adventures sogar komplett ohne Bild- oder Videoinhalte ausgekommen ist. Später wurde das Prinzip in Spielen wie Planescape Torment oder Baldurs Gate mit visuellen Inhalten verknüpft, aber im Grunde handelt es sich immer noch um Spiele, die dem Prinzip des interaktiven Romans folgen. Statt visueller Reize übernimmt Text die Rolle des Storytellings.....

        Um es überspitzt zu formulieren: textbasiere Formen sind nicht etwa veraltet, sondern ihr Aussterben ist ein erneuter Beweis der Verblödung der Gesellschaft. Warum auch noch Bücher lesen, wenn man Filme kucken kann? Dafür braucht man seinen Grips nicht groß anstrengen, kann sich genüsslich im Sofa zurücklehnen und außerdem gehts auch noch viel schneller....:-B:-P

        Das Prinzip hat also nichts mit veraltet zu tun und es ist auch nicht "mehr" möglich. Es wird heute schlicht in einer Richtung entwickelt, die dem Trend mehr entspricht, wo alles einfaches und schnell verdauliches Entertainment sein muss. Das ist die traurige Wahrheit.....:-|

        Aber es gibt durchaus noch ein paar Leute, die auf Bücher und Co stehen, weil sie Filmen in punkto Story und Charakteren im Prinzip weit überlegen sind, natürlich wenn man ein Mindestmaß an Vorstellungskraft mitbringt.....;-)

        Man kann es auch in dem ein oder anderen Punkt anders, weniger negativ sehen. Alles eine Sache der persönlichen Erfahrung.
        Ich persönlich lese sehr gerne Bücher und bilde mich auch gern weiter. Also sehe ich persönlich wenig Sinn darin, noch in einem Spiel sehr viel lesen zu müssen, zumal es anstrengender ist, als in einem Buch zu lesen. Mit "Verblödung" hat das wenig zu tun, denn meine Erfahrung ist, dass noch sehr viele gern lesen. Wie es in deiner Gegend und in deinem Bekanntenkreis ist, will ich damit nicht beurteilen.

        Bei gesprochenen Dialogen muss man ebenso sehr aufpassen, wie bei Textdialogen. Damals konnte man noch im Fenster hoch scrollen, wenn man etwas nicht ganz verstanden oder nicht mitbekommen hat. Das ist heute nicht mehr gegeben. Und "leicht verdaulich" war es gerade in RPGs oft nicht. Gerade jene, die sehr viele Dialoge aufweisen, die gesprochen wurden, etwa Dragon Age Origins, The Witcher usw. Man muss trotzdem aufpassen, zuhören und so alles mitbekommen. Weil es eben auch, wie gesagt, kein Feedback mehr über das eben gesprochene gibt. Zumindest kenne ich kein Spiel der letzten fünf Jahre, die so ein Feature aufweisen. Hört man ein paar Momente nicht hin, weil Mutti wieder meckert, dann hat man schon wieder einiges nicht mitbekommen.

        Sprachausgabe ist, wie Pherim schon sagte, dennoch ein zweischneidiges Schwert. Gerade in puncto Umsetzung. Manchmal ist weniger mehr, manchmal aber auch nicht. Gerade was Dialoge mit NPCs angeht, wo man oft immer den selben Spruch vor die Birne geknallt bekommt. Da sollte man manchen RPGs eben mal keine Stimme verleihen. Das würde der Atmosphäre nicht schaden. Immerhin gehe ich ja auch nicht auf die Straße und quassel mit jedem. :ugly: Aber die Komplexität eines Spiels, speziell eines RPGs, schränkt es nicht zwangsläufig ein.

        Aber letztendlich liegt es einzig und allein an der Umsetzung, egal ob Textdialoge oder Sprachausgabe. Ein gesunder Mix aus beidem ist mMn auch sehr gut umsetzbar und damit kann ich mich anfreunden.
      • Von Pherim Mitglied
        Sprachausgabe ist wirklich ein zweischneidiges Schwert. Einerseits ist Vollvertonung bei gelungener Ausführung ein dickes Atmosphäre-Plus, andererseits schränkt es aber die Textmenge und damit potentiell die Komplexität der Dialoge ein. Aber das kommt nun mal aufs Spiel an. Während ich bei Baldur's Gate, Planescape: Torment den anderen Infinity-Rollenspielen froh bin, dass höchstens vereinzelte Dialoge vertont wurden, was zwar viel zu lesen war, aber den Charakteren und Dialogen dennoch eine Tiefe verliehen hatte, auf die ich nicht hätte verzichten wollen (insbesondere bei Torment), gehörte bei Gothic die Sprachausgabe von Anfang an dazu und war dort ebenso unverzichtbar für die Atmosphäre. Was übrigens ein Grund war, warum ich zu Morrowind anfangs überhaupt keinen Zugang finden konnte, weil mir hier wiederum die Textmengen zu wenig atmosphärisch waren bei meinem ersten Anspielen, wohlgemerkt nachdem ich BG und Konsorten jeweils bereits durchgespielt hatte. Aber bei Morrowind war es zunächst erst mal die Erwartungshaltung, hatte halt irgendwie mit ner Art Gothic gerechnet und war auf ein echtes Open World-Spiel gar nicht eingestellt, und außerdem war mir im Vergleich zu BG das Dialogsystem auf den ersten Blick zu generisch, also die Tatsache dass die meisten NPCs zu allem das selbe zu sagen schienen. Naja diese Ansichten habe ich mittlerweile revidiert, und Morrowind liebe ich mittlerweile mindestens genau so sehr wie die alten Infinity-Spiele und die Gothic-Reihe. Oblivion oder Skyrim habe ich bisher nicht gespielt, aber davon gelesen, dass die Spielwelten nicht zuletzt aufgrund der Sprachausgabe an Komplexität und Tiefe eingebüßt haben, da man einfach nicht mehr so viele Hintergrundinformationen einbauen konnte wie bei Morrowind.
        Bei Rollenspielen ist es wirklich so eine Sache mit der Sprachausgabe. Bei anderen Genres dagegen weniger, Bei Shootern zum Beispiel würde ich auf die Vertonung auch nicht verzichten wollen.
      • Von Shadow_Man Mitglied
        Zitat von LordCrash
        Das hat mit Hardcore-Nostalgie wenig zu tun. Die Frage ist eher, welche "Basisrichtung" man mit seinem Spiel einschlägt -> reines Spiel, interaktiver Film oder interaktiver Roman. Mit reinem Spiel meine ich so Spiele wie Tetris, die überhaupt keine Dialoge haben bzw. keinen Wert auf dieses Element legen. Ansonsten sind heutzutage fast alle Spiele als interaktive Filme angelegt, d.h. man sieht praktisch einen Film zum Mitspielen. Dafür braucht man natürlich gesprochene Dialoge, wie im Film eben. Daneben gibt es noch die fast vergessene Richtung des interaktiven Romans, der früher ganz klassich in Text-Adventures sogar komplett ohne Bild- oder Videoinhalte ausgekommen ist. Später wurde das Prinzip in Spielen wie Planescape Torment oder Baldurs Gate mit visuellen Inhalten verknüpft, aber im Grunde handelt es sich immer noch um Spiele, die dem Prinzip des interaktiven Romans folgen. Statt visueller Reize übernimmt Text die Rolle des Storytellings.....

        Um es überspitzt zu formulieren: textbasiere Formen sind nicht etwa veraltet, sondern ihr Aussterben ist ein erneuter Beweis der Verblödung der Gesellschaft. Warum auch noch Bücher lesen, wenn man Filme kucken kann? Dafür braucht man seinen Grips nicht groß anstrengen, kann sich genüsslich im Sofa zurücklehnen und außerdem gehts auch noch viel schneller....:-B:-P

        Das Prinzip hat also nichts mit veraltet zu tun und es ist auch nicht "mehr" möglich. Es wird heute schlicht in einer Richtung entwickelt, die dem Trend mehr entspricht, wo alles einfaches und schnell verdauliches Entertainment sein muss. Das ist die traurige Wahrheit.....:-|

        Aber es gibt durchaus noch ein paar Leute, die auf Bücher und Co stehen, weil sie Filmen in punkto Story und Charakteren im Prinzip weit überlegen sind, natürlich wenn man ein Mindestmaß an Vorstellungskraft mitbringt.....;-)

        Das hat alles seine Vor- und Nachteile. Vorteile sind beispielsweise, dass der Hersteller selbst am Ende noch Texte und Dialoge ändern kann. Bei Monkey Island wurden manche Gags noch ziemlich zum Schluß eingebaut. Bei Spielen mit gesprochenen Texten geht das nicht mehr, weil dann jedesmal neue Sprachaufnahmen gemacht werden müssten ;-) Außerdem kann man ohne Sprachaufnahmen auch längere Dialoge oder Texte machen. Würde man ein Spiel wie Planescape Torment komplett mit Sprachausgabe machen, würden sicher die Hälfte der Texte gestrichen werden, weil es sonst zu teuer wird. Nachteil ist eben, dass es nichts für Lesefaule ist oder Leute, die eben alles vertont haben möchten, weil sie sich dann besser mit dem Charakter identifizieren können (Geschmacksache).
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