The Bureau: XCOM Declassified im Test - Anspruchsvolles Taktik-Gameplay

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Test Sascha Lohmüller - Redaktionsleiter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

The Bureau: XCOM Declassifed im Test! Nach dem Strategie- nun auch das Action-Comeback - XCOM ist wieder da. Diesmal in Form eines Taktik-Shooters, der mit sehr anspruchsvollem Taktik-Gameplay, einer guten und atmosphärischen XCOM-Story sowie unterschiedlichen Klassen und vielen Skills überzeugt. Der Action-Ausflug hat aber auch ein paar Schwächen vorzuweisen.

The Bureau: XCOM Declassifed im Test! In einem Büro kann vieles passieren. Man betreibt belanglosen Smalltalk an der Kaffeemaschine, fängt eine Affäre mit der schnuckeligen Sekretärin des Abteilungsleiters an oder spielt dem fiesen Personalmanager einen Streich nach dem anderen. Es soll sogar Büros geben, in denen gearbeitet wird – haha, absurd! Alien-Invasionen abzuwenden zählt allerdings zu den eher nicht so alltäglichen Projekten, an denen in den Büros dieser Welt gearbeitet wird. Und dennoch macht ihr genau das in The Bureau: XCOM Declassified.

Von Sowjets und Marsianern

Der Taktik-Shooter aus dem Hause 2K Marin (Bioshock 2) sieht sich dabei als eine Art Prequel zu den bisher erschienenen XCOM-Spielen. Man will die Vorgeschichte der Reihe erzählen, will erklären, wie aus einem eigentlichen Spionage-Abwehrzentrum die Alien-Verteidigungsinstitution wurde, die man aus den bisherigen, meist im Strategiebereich angesiedelten Serienteilen kennt. Dementsprechend spielt The Bureau auch nicht in der Gegenwart oder der nahen Zukunft, sondern im Jahr 1962. Der Kalte Krieg ist in vollem Gange, weswegen die USA das sogenannte "Bureau of Strategic Emergency Command" aus der Taufe heben.

Sein Zweck: Im Falle einer russischen Invasion soll es den Widerstand organisieren und den roten Klassenfeind aus dem Land vertreiben. Schon früh im Spiel stellen die Agenten jedoch fest, dass es gar nicht die Sowjets sind, die für Trubel in US-Kleinstädten sorgen, sondern eine extraterrestrische Invasoren-Rasse. Einer der Bureau-Agenten ist der durch einen persönlichen Verlust gezeichnete und in die Alkoholsucht abgedriftete William Carter – euer Alter Ego.

Natürlich dürfen typische XCOM-Gegner nicht fehlen, ganz gleich ob nun kleine Sektoiden oder dick gepanzerte Mutons. Quelle: play³ Natürlich dürfen typische XCOM-Gegner nicht fehlen, ganz gleich ob nun kleine Sektoiden oder dick gepanzerte Mutons. Welchen Verlust er erlitt, warum er in der Behörde trotzdem schnelle Erfolge feiert und was die außerirdischen Outsider nun genau wollen, das alles wollen wir euch an dieser Stelle jedoch nicht verraten. Die Story ist nämlich eine der großen Stärken von XCOM Declassified. Erzählt wird die Hintergrundgeschichte hauptsächlich durch komplett vertonte und größtenteils auch gut synchronisierte Multiple-Choice-Dialoge. Nur in Ausnahmefällen seid ihr passive Beobachter des Geschehens in irgendwelchen Zwischensequenzen – gut so, denn das sorgt für deutlich größere Immersion. Auch die zahlreichen Andeutungen an bisherige XCOM-Spiele sorgen für ein tolles Atmosphäreplus und Anhänger der Reihe kommen voll auf ihre Kosten.

Allerdings müssen wir auch Kritik an der Story üben. Gerade im letzten Drittel der rund elf Stunden dauernden Kampagne handeln manche Protagonisten wenig nachvollziehbar – allen voran Antiheld Carter. In einigen Szenen war er uns gar regelrecht unsympathisch, was die Identifikation mit ihm deutlich erschwert. Das liegt nicht zuletzt auch an einigen wenigen Logik- oder Übersetzungsfehlern. Dann hat die Multiple-Choice-Option nur noch wenig mit dem zu tun, was der Charakter im Anschluss sagt – unschön und nervig. Immerhin stimmt aber der Rest der Sounduntermalung und (mit einigen Texturabstrichen) auch die Grafik.

Büroalltag

Hauptschauplatz der vielen Dialoge ist das namensgebende Büro. Das ersetzt in XCOM Declassified die Basen der bisherigen Serienteile, ist aber im Grunde auch nichts anderes als ein unterirdischer, schwer verteidigter und geheimer Bunker. Der größte Wermutstropfen direkt vorneweg: Frei ausbauen dürft ihr das Büro nicht. Stattdessen sind alle wichtigen Räume gleich von vornherein vorhanden: eine Forschungseinrichtung, ein Schießstand und das Kommando-Center. Alle anderen Räume beherbergen meist nur Gesprächspartner und erfüllen sonst keinen weitergehenden spielerischen Zweck. Selbst die Forschungseinrichtung ist eher Staffage als wirklich nützlich. Alien-Technologie erbeutet ihr während der zahlreichen Missionen, "erforscht" werden hier lediglich der Story dienliche Elemente.

Die Entwickler begründen dies damit, dass ihr euch vollkommen auf die taktischen Missionen und die Einsatzplanung konzentrieren sollt und euch nicht mit dem Drumherum beschäftigen müsst. Wir finden es jedoch trotzdem schade, denn so geht natürlich ein beachtlicher Teil des Tiefgangs flöten, den man von der Serie eigentlich gewohnt ist. Selbst eine rudimentäre Forschung hätte uns ausgereicht, so dass man zumindest ein klein wenig den während der Story stattfinden technologischen Fortschritt aktiv beeinflussen kann. So hangelt ihr euch quasi nur von NPC zu NPC, um dann die nächste Mission in Angriff zu nehmen. Wer alle Nebenaufgaben freischalten (später dazu mehr) und alle Facetten der Story erleben will, kommt allerdings nicht darum herum, nach jedem erfüllten Auftrag einmal die komplette Basis abzuwandern und potentielle Gesprächspartner abzugrasen – was gut und gerne jedes Mal zehn Minuten in Anspruch nimmt, zumal ihr außerhalb der Kampfeinsätze unerklärlicherweise nicht sprinten könnt. Vielleicht darf auf den Gängen nicht gerannt werden.

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    • Kommentare (8)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von LordCrash Mitglied
        Zitat von Shadow_Man
        Hört sich doch ganz gut an, freut mich vor allem, dass es anscheinend wirklich sehr taktisch ist. :-)

        Für die nächste Ausgabe wird es wohl knapp, die erscheint für Abonnenten schon am Wochenende und ist daher sicher schon gedruckt und fertig. :-D
        Dann in der übernächsten.... :-P
      • Von LordCrash Mitglied
        Zitat von Shadow_Man
        Hört sich doch ganz gut an, freut mich vor allem, dass es anscheinend wirklich sehr taktisch ist. :-)

        Für die nächste Ausgabe wird es wohl knapp, die erscheint für Abonnenten schon am Wochenende und ist daher sicher schon gedruckt und fertig. :-D
        Dann in der übernächsten.... :-P
      • Von Shadow_Man Mitglied
        Hört sich doch ganz gut an, freut mich vor allem, dass es anscheinend wirklich sehr taktisch ist. :-)

        Zitat von LordCrash
        Guter Test, Sascha. :-)

        Ach ja, jetzt, da The Division für PC angekündigt bist, erwarte ich natürlich eine fette Vorschau in der nächsten Printausgabe der PC Games.... :-D :-P

        Für die nächste Ausgabe wird es wohl knapp, die erscheint für Abonnenten schon am Wochenende und ist daher sicher schon gedruckt und fertig. :-D
      • Von Herbboy Mitglied
        Cool, freut mich, dass es was geworden ist - dann wird es auch direkt zum Release geholt, das gibt es nämlich hier in Köln bei Saturn zum Release für 39€ wegen der gamescom - zumindest gibt es ein spezielles Köln-gamescom-Werbeheftchen von Saturn. Kann natürlich sein, dass es bei Release auch bundesweit beim blauen Riesen so viel kosten wird...


        @LuisLoiuselle: ich glaub Kaisan ist Fan eines Fußballclubs, zu dem demnächst ein Supertalant aus Spanien wechselt namens Hugo Reales oder so ^^
      • Von OldShatterhand Mitglied
        Zitat von Kaisan
        Freu mich schon auf den Reales :-)
        auf den....was? :-B
      • Von Kaisan Mitglied
        Entspricht grundlegend meinen Erwartungen an The Bureau - der eine oder andere Makel ist dabei allemal zu verschmerzen. Freu mich schon auf den Reales :-)
      Direkt zum Diskussionsende
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