Spiele-Sommerschlussverkauf bei Steam: 20 % auf alles außer Tiernahrung - der Kommentar
Die Praktiker-Pleite zeigt: Billig alleine funktioniert nicht, auch Service und Angebot müssen stimmen. Und bei Spielen? Wer Wert auf Beratung legt und im Laden seines Vertrauens kaufen will, tut sich damit zunehmend schwer, wie PC-Games-Chefredakteurin Petra Fröhlich beobachtet hat.
Die Älteren unter uns erinnern sich: Blättert man in PC-Games-Ausgaben der 90er Jahre, fallen einem sofort die Telefonbuch-ähnlichen Anzeigen von Spieleversendern ins Auge. Fast immer in Schwarzweiß, fast immer mit winzigen Schriftgrößen, fast immer mit Hunderten fein säuberlich aufgereihter Spiele - von A wie Alone in the Dark über L wie Lemmings bis hin zu Z wie Zork. Einige werben mit "persönlicher Beratung am Telefon".
Eine kurze Google-Recherche ergibt: Die meisten dieser Anbieter gibt es nicht mehr, nur ganz wenige haben überlebt.
Gleiches gilt für das traditionelle Spiele-Fachgeschäft. Wer durch Nebenstraßen der Innenstädte läuft, findet sie noch – die liebevoll dekorierten Läden, wo oft der Chef höchstpersönlich hinter dem Tresen steht und mit der treuen Kundschaft fachsimpelt. Weil der Preiskampf mit den Großen seit Jahren ruinöse Züge annimmt, haben sich viele dieser Firmen spezialisiert: auf Collector's Editions, auf Import-Spiele, auf ungeschnittene Versionen, auf Fanartikel, auf den An- und Verkauf von Gebrauchtspielen. Manch einer lässt mit sich handeln und macht bei Neuheiten den Preis der Konkurrenz mit.
Konkurrenz, das heißt in diesem Fall: Amazon, Saturn, Media Markt. Was diese drei Riesen nicht abgreifen, geht in Gamestop-Filialen oder in Drogeriemärkten wie Müller über die Ladentheke. Doch die Orte, wo man Spiele direkt mitnehmen kann, werden weniger: Erst im vergangenen Jahr hat Karstadt seine "Multimedia-Abteilungen" (allein das Wort!) geschlossen. Bei Warenhäusern wie Real findet man häufig nur eine kleine Auswahl an Dauerbrennern, dazu jede Menge Grabbeltischware.
Der Gegenwind kommt aber nicht nur von den Preisbrechern aus dem Universum von "So muss Technik!" oder "Ich bin doch nicht blöd!", sondern auch von den Spieleherstellern selbst. Die behalten die Margen nämlich gerne für sich, anstatt sie mit Groß- und Einzelhändlern zu teilen. Blizzard verkauft Diablo 3 und Starcraft 2 übers Battle.net, Electronic Arts betreibt Origin, Ubisoft trommelt für uPlay. Und natürlich mischen auch Sony und Microsoft via Xbox Live und Playstation-Store kräftig mit.
Der Platzhirsch im PC-Bereich heißt Steam. Ganz aktuell treibt Valve mit seinem berüchtigten Steam-Summersale die Schweißperlen auf die Stirn von Mitbewerbern und Spielekäufern: Dishonored für nen Zehner, Max Payne 3 für 7,49 Euro, Hitman Absolution für 6,24 Euro, Portal 2 für 4,99 Euro. Und so weiter.
Motto: Alles muss raus!
Und Service? Das bedeutet für Spielekäufer heutzutage vor allem zweierlei: Ist die Ware auf Lager? Und wie schnell wird sie geliefert? Wobei man Begriffe wie "Auf Lager" oder Lieferzeit" in einigen Jahren vermutlich nur noch vom Hörensagen kennen wird. Denn was digital ist (Spiele, Filme, Musik), wird über kurz oder lang auch digital verkauft – also per Download. Lieferzeit: nahe null oder nur knapp drüber.
Bleibt also der Preis.
Wer mal versehentlich ein Kundengespräch im Elektromarkt seines Vertrauens mitgelauscht hat, wird zustimmen: Spielekäufer wissen ziemlich genau, was sie wollen – und dann entscheidet meist der (Aktions-)Preis. Bei Unsicherheit helfen Online-Tests, Trailer, Metacritic und Kundenbewertungen.
Was meint ihr? Hat der "Spieleladen um die Ecke" noch eine Chance gegen Elektromarkt, Fachhändler, Versender und Download? Wovon macht ihr abhängig, wo ihr eure Spiele kauft?
Schönen Dienstag
Petra

Weil das Game doch recht teuer ist (50 Euro), musste ich bis zum Urlaubsgeld auf die Anschaffung warten. Für mich war es ein richtiges Erlebnis in den Laden zu gehen und diesen mit "etwas zum Angreifen" wieder zu verlassen, grad auch weil es so teuer war.
Zu Hause kam die DVD in meine Sammelmappe und die Packung/Hülle auf mein Regal. Mittlerweile ist meine Spielesammlung schon recht groß, etwas über 100 PC-Spiele stehen am Regal, in meinen DVD-Mappen sind schon fast 200 Spiele. Ich steh' da drauf, ich blätter diese Mappe gerne durch, erinner mich wieder an Games, die ich wieder mal installieren könnte usw.
Große Freude machen mir da vor allem Spielserien, die ich vom Start weg komplett habe, wie zb. Dead Space, Painkiller (Universe, Overdose, BE, Ressurraction, Redemption, Reccuring Evil, Hell&Damnation), oder auch Siedler, wovon ich sogar das allererste Siedler das jemals erschien als CD daheim habe :), so wie auch viele andere alte Spiele, die auf heutigen Systemen gar nicht mehr laufen würden ;)
Für mich gehört das zum Hobby Computerspiele mit dazu, natürlich hab ich auch viele Spiele online gekauft, grad auch zuletzt, um zum Topic zu kommen, beim Steam-Summersale, aber mehr Freude hab ich trotzdem mit Spielen, die ich in meiner Sammelmappe und am Regal anguggen kann :) Beim Summersale kommt man oft gar nicht drum rum zuzuschlagen, weil die Ersparnis echt enorm sein kann, aber unterm Jahr warte ich lieber ein paar Tage länger, bis der Laden mein Spiel hat, als es mir "einfach" runter zu laden.
seh ich auch so.
ich habs schon öfter geschrieben: weshalb kauft sich heute noch jemand ein pc-spiel zum vollpreis? ist mir wirklich ein absolutes rätsel.
das spiel muss sich wirklich grottig verkauft haben auf dem pc.
traurig. :-|
Steam und GoG sind wirklich nett für meine Bedürfnisse, kann eh nicht mehr viel spielen und auch immer auf einen Sale warten. Letzte Box war Fallout:New Vegas als Collectors Edition (über Amazon), die ich unangetastet dann 2 Jahre im Schrank hatte. Wobei ich solche Liegezeiten auch bei Steam und GoG habe, man hat weniger Zeit als man sich wünschen würde diese Angebote überhaupt zu spielen.
Egal, Thema war ja ob die Läden aussterben und da bin ich sicher wird das PC Thema sicher aussterben, für Konsolen wahrscheinlich bestehen bleiben, trotz derer Online Anbindung.Liegt auch daran, dass dort höhere Preise länger Bestand haben und ein Vor-Ort-Test schon gut sein kann, während man bei 5€ für Witcher 2 und kurzer Kritikenumschau im Netz kaum noch zögern muss.
Es interessiert mich aber wie sich das Steam Dumping langfristig auswirkt. Es wird sicher nicht lange dauern, bis der letzte auf den Summer/Winter Sale wartet für wenigstens 25%. Kann sein, dass jemand gar nicht warten kann, aber der Rest hat schon noch genug zu spielen und muss ein neues Spiel nicht zum Releasetag haben. Btw sind dann die Bugs auch vielleicht raus zum Aktionstag.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass die PC Spiele durch diese Umsatzeinbußen noch unattraktiver in der Herstellung werden. Ob gerechtfertigt oder nicht, mit Konsolentiteln lässt sich anscheinend mehr Geld verdienen. Noch mehr dank Aktionssales. Ich jedenfalls warte mit meinem Kauf auf eben diese Tage.
Dishonoured -66% nach der kurzen Zeit, hat sich anscheinend schon oft genug verkauft... Toll für die Käufer, aber verstehen tue ich es nicht.
Bei Spielen hingegen gibt es diese Vorteile nicht (mehr). Angenehme Ausnahmen wie Super Meat Boy (ein Musterbeispiel für eine gute Retailversion, vor allem für 6€) bestätigen leider die Regel. Retail wird nur gekauft, wenn ich weiß, dass ich das Spiel gerne und lange spielen werde, aber auch das muss nicht immer ein Grund sein sich die Retailversion zu kaufen. Hinzukommt, dass man es sowieso bei Steam z.B. registrieren muss und man es sich dann auch gleich da laden kann.
1. Ich bin noch nie mit Online-Käufen verarscht wurden
2. Ich konnte bis jetzt, hingegen aller Schwarzmalerei, jedes Spiel zocken wann ich es wollte (Serverprobs bei MMO Launches mal ausgenommmen ;) )
3. Ich bewege mich fast gar nicht mehr vor die Tür um Sachen (ausser Nahrung und Kleidung) zu kaufen, dafür ist mir meine Zeit zu schade.
4. Ich liebe die Rückgabegarantie bei Onlinekäufen (gibts wahrscheinlich ähnlich bei Offlinekäufen?)
5. Onlinezahlen ist echt einfach und bis jetzt hatte ich nie Probleme