Warcraft-Film: "Wir wollen das nicht vermasseln" - Legendary-Boss Thomas Tull über die hohen Erwartungen
Die Dreharbeiten zum Warcraft-Film sollen voraussichtlich im Frühjahr 2014 starten, derzeit wird noch das Drehbuch finalisiert. In einem aktuellen Interview äußerte sich der Geschäftsführer der Produktionsfirma Legendary zum Projekt und zur Erwartungshaltung.
Derzeit rührt die Produktionsfirma Legendary Pictures die Werbetrommel für den kommenden Actionfilm Pacific Rim. Im Rahmen der US-Pressetour wurden die Verantwortlichen jedoch auch zu anderen Projekten befragt. Die Redaktion von io9 sprach beispielsweise mit Thomas Tull über den Warcraft-Film. Der CEO von Legendary Pictures und Produzent des Warcraft-Kinofilms ging dabei unter anderem auf die Vorurteile gegenüber Spieleverfilmungen ein.
"Wie macht man eine Spieleverfilmung, die nicht furchtbar ist?" – so die simple Frage, auf die Tull erwiderte: "Das ist genau die Frage, die man sich zu Beginn stellt. Ich glaube in der Vergangenheit gingen Filmstudios an diese Projekte heran und dachten sich »Also, wie viele Leute spielen dieses Spiel? Die gehen doch dann bestimmt auch alle ins Kino«. So entsteht aber einfach kein guter Film".
Tull zufolge ist für Legendary wichtig, dass der Warcraft-Film zum einen der Blizzard-Vorlage gerecht wird und die Warcraft-Welt auf die große Leinwand bringt. Gleichzeitig aber soll auch einfach ein guter Film entstehen, der nicht nur darauf setzt, dass die Fans schon ins Kino gehen werden. "Wir wüssten nicht, wie wir einen Film zu Warcraft dem Computerspiel drehen sollten. Wir wollen die Warcraft-Geschichte einfangen, die Charaktere, den Krieg, die verschiedenen Völker, die Blizzard erschuf", sagt Tull. Erst wenn das gegeben ist, sollen die Dreharbeiten beginnen. Das Drehbuch sei noch nicht fertiggestellt, das Projekt sei aber auf einem guten Weg, so Thomas Tull.
Der Legendary-CEO weiter: "Wir lassen uns Zeit, denn wir wollen das nicht vermasseln. Und ich glaube wir nähern uns dem Punkt, an dem es richtig losgehen kann". Hier geht's zum Interview mit Thomas Tull zum Warcraft-Film auf io9.

Technisch kann man recht wenig an den Blizzard Cinematics aussetzen - inhaltlich leider schon:
zB Tyrael (der noch im Film "Wrath" darauf hingewiesen hatte, daß man Diablo nicht töten kann und er immer wieder kommt und daher eine Gefangennahme sinnvoller sei) lässt als selbsternannter Wächter der Weisheit zu, daß die Reste von Diablo + Seelenstein weggeworfen werden und bejubelt den Tag, als ob das Böse für immer zerstört sei ...
Außerdem ist es noch was anderes, für ~5 Minuten ein Epic Cinematic zu erstellen oder eine Spielfilm füllende Handlung mit Höhen und Tiefen, Action und Ruhe Tempi richtig hin zu bekommen.
Und dann sind da ja noch Fragen wie "Horde oder Allianz?" und die Abwägung der Ausschweifungen der jeweiligen Seite, um Anhänger der anderen Seite nicht zu langweilen.
Und die Frage "Warcraft 3 oder World of Warcraft?" - auch hieran dürften sich die Geister scheiden ...