The Swapper im Test: Düstere Alternative zu Braid

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The Swapper: Das Denkspiel im Test. (1)
Quelle: PC Games

Original oder Duplikat? Das spielt im Puzzle-Abenteuer The Swapper keine Rolle. Letztlich tanzen nämlich beide nur nach eurer Pfeife. Das über Steam erhältliche Denkspiel bietet anspruchsvolle Puzzles, in denen ihr die Klone teil übertrieben präzise manövrieren müsst.

Wenn wir in der PC Games von einem Klon reden, dann meinen wir üblicherweise die Kopie eines Spielprinzips. Allein der Erfolg von Diablo hat dutzende Klone hervorgebracht. The Swapper aber ist kein Klon. Ganz im Gegenteil, das Indie-Spiel ist mächtig innovativ. Die große Neuerung: Um Denkaufgaben zu meistern, nun ja … klont ihr eure Spielfigur.

Bis zu vier Kopien trotten an der Seite des vermeintlichen Originals durch die düsteren Gänge einer verlassenen Raumstation und imitieren jede Bewegung der Vorlage. Sie laufen nach rechts oder links, wenn ihr es tut, sie zerren Kisten hinter sich her, wenn ihr die entsprechende Taste gedrückt haltet, sie springen todesmutig in Abgründe oder kleben nach der Aktivierung einer Gravitationsplatte an der Decke. Die Schwierigkeit besteht darin, Eure Klone auf den verschiedenen Plattformen und Level-Ebenen geschickt zu arrangieren, damit diese Bodenplatten aktivieren oder Kisten verschieben. Nur so gelangt ihr an die insgesamt 124 Kugeln, die ihr benötigt, um von einer Sektion der Raumstation zur nächsten zu gelangen. Gegner gibt es im gesamten Spiel keine. Klone platziert ihr mithilfe der rechten Maustaste; ein Druck auf die linke Maustaste lässt euch in die Haut des anvisierten Doubles springen. Blaue und rote Lichtstrahlen sowie der Sichtkegel eurer Spielfigur schränken beide Funktionen ein. Das erhöht den Schwierigkeitsgrad späterer Puzzles ebenso wie die makabre Tatsache, dass ihr gelegentlich einen Klon opfern müsst. Doof: Ab und zu habt ihr die Lösung eines Puzzles fix ausbaldowert, aber die Ausführung des erdachten Plans bedarf mehrerer Anläufe, weil pixelgenaues Zielen mit eurer Klon-Knarre nötig ist.

Meinung

Die mit fünf Stunden knapp bemessene Spielzeit vergeht wie im Flug. Das liegt vor allem an der fesselnden, nebulösen Geschichte, die einige interessante Fragen über Identität und Bewusstsein aufwirft, ohne die üblichen Science-Fiction-Klischees zu bedienen. Die bedrückende Atmosphäre erzeugt parallel dazu ein Gefühl der Einsamkeit und verwandelt die seltenen Zusammenstöße mit einem anderen Überlebenden, der entgegen dem Helden über Sprachausgabe verfügt, in kostbare Momente der Zweisamkeit. Eure Klone wirken dagegen wie gesichtslose Hüllen, die ihr schon nach kurzer Zeit mit grausamer Gleichgültigkeit ablegt, sobald diese ihren Zweck erfüllt haben. Schwere Kost!

Wertung zu The Swapper (PC)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Anspruchsvolle Puzzles, die viel Denkarbeit erfordernSehr dichte, melancholische AtmosphäreOriginelles Klon-FeaturePlastischer Grafi kstilGespenstisches Sound-Design, exzellente MusikauswahlSpannende Handlung mit zwei Endsequenzen und philosophischem Ansatz
Manche Rätsel erfordern ein frustierend hohes Maß an Präzision.Belanglose Sammelobjekte mit geringer Revelanz für den PlotSehr kurze SpielzeitKeine Unterstützung für Intel-HDGrafikchips
Bildergalerie: The Swapper
Bild 1-3
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    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von McDrake Mitglied
        Wäre dann grad für 2.99$ bei GOG zu haben.
        aber nur ganz kurz:
        Swapper, The for download $2.99 - GOG.com
      • Von Shadow_Man Mitglied
        Hört sich echt gut an. Hab ich in Steam schon einmal auf meine Wunschliste gesetzt. :-)
      • Von BuffaloBilI Spiele-Enthusiast/in
        Sehr interessant, wird vielleicht gekauft.

        Zitat von FelixSchuetz
        Und falls du ein neues Metroid willst:
        Project AM2R - Another Metroid 2 Remake
        Danke, das ist sehr vielversprechend!
      • Von doomkeeper Mitglied
        Zitat von FelixSchuetz
        Abuse war eigentlich eher simple Action mit einem Plattformer gemixt. Keine Taktik o.ä., auch praktisch keine Erkundungselemente. Metroid war reine Sci-Fi (so gut wie gar kein Fantasy-Elemente). Swapper hat vielleicht visuell ein paar Gemeinsamkeiten mit Metroid, sonst sind's aber absolut unterschiedliche Spiele, in jeder Hinsicht. ;)
        Abuse war nur ne simple Ballerei, das stimmt :)
        Der Vergleich kam mir in den Sinn wegen dem Aiming weil man in beiden Spielen
        eben mit der Maus in alle Richtungen schießen kann.

        Mit taktisch etc. meinte ich Dark Matter und nicht Abuse (hab mich womöglich blöd ausgedrückt)

        Metroid war ein Sci-Fi Fantasy.. wenn wir uns drauf einigen können ;-)
        Fantasy ist eigentlich ein Oberbegriff für erfundene Welten und Sci-Fi ist mehr oder weniger ja nur ein Setting :-)
      • Von Felix Schuetz Redakteur
        Zitat von doomkeeper
        Uff das reizt mich irgendwie überhaupt nicht :-(

        Das erinnert mich eher an das alte Abuse (falls du es vll kennst) :-B
        Fokus liegt auf Licht, Schatten und taktische Elemente laut Kickstarter Video.
        Der realistische Ansatz ist leider total langweilig :-(

        Metroid begeistert mit seiner Akustik, Grafik, abwechslungsreichem Style und
        Fantasy Setting :-)

        Wie gesagt bietet Swapper genau die Art von Metroid Klon die ich lange sehen wollte... nur das Porta-Puzzle-Gameplay
        gefällt mir nicht so

        Abuse war eigentlich eher simple Action mit einem Plattformer gemixt. Keine Taktik o.ä., auch praktisch keine Erkundungselemente. Metroid war reine Sci-Fi (so gut wie gar kein Fantasy-Elemente). Swapper hat vielleicht visuell ein paar Gemeinsamkeiten mit Metroid, sonst sind's aber absolut unterschiedliche Spiele, in jeder Hinsicht. ;)

        Falls dich das Metroid-Thema mehr interessiert:
        Phänomen Metroidvania: Geschichte, Einflüsse und neue Geheimtipps im Special

        Und falls du ein neues Metroid willst:
        Project AM2R - Another Metroid 2 Remake
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