Steam, Origin, uPlay & Co.: Die Online-Plattformen im Vergleich (Teil 2)
Online-Vertriebsplattformen - ein Segen oder ein Fluch? Im zweiten Teil unseres Reports zu Steam, Origin, uPlay und Co. haben wir uns diesmal Origin von Electronic Arts vorgenommen. Nach dem turbulenten Start der Software mit Spionage-Vorwürfen ist es mittlerweile ruhiger geworden. Was Origin bietet und was uns stört, lest ihr im folgenden Artikel.
Im zweiten Teil unseres Specials über die Online-Plattformen gehen wir auf Electronic Arts' Origin ein. Kaum ein anderer digitaler Distributionsdienst hat für so negative Schlagzeilen in der deutschen Presse gesorgt wie EAs Internetvertriebsplattform. Vor allem stieß die theoretische Möglichkeit der Datenspionage bei den PC-Spielern sauer auf und zudem waren Battlefield-3-Besitzer anfangs von dem immensen und auch unnötigen Speicherverbrauch des Battlelog-Dienstes mehr als genervt. Wir wollen nun zwei Jahre nach dem Start von Origin untersuchen, was Electronic Arts an der Online-Plattform verändert hat, wie gut das Spieleangebot aktuell ausfällt, welche Zusatzdienste mit an Bord sind und ob die Nutzungsbedingungen weiterhin die Alarmglocken der Verbraucherschützer läuten lassen.
Wie bereits im ersten Teil des Specials über Steam geschehen, würden wir uns über eine angeregte und interessante Diskussion freuen. Welche Erfahrungen habt ihr mit der Plattform gemacht? Freut ihr euch über die günstigen Angebote auf Origin? Machen euch die Nutzungsbedingungen weiterhin zu schaffen, wie seht ihr das mit der möglichen Datenspionage heute?
Origin
Geschichte
Origin gehört zu den jüngsten Online-Plattformen im Internet. Zwar hatte EA bereits im Jahr 2005 einen digitalen Distributionsdienst namens EA Downloader (kurz EADM) gegründet, doch hat jener mit den Ausmaßen des heutigen Origin wenig zu tun. 2006 wurde der EA Downloader durch EA Link ersetzt. Die Plattform mit dem neuen Namen ermöglichte etwa das Herunterladen von Zusatzinhalten, Videos und Demos zu EA-Spielen. Am 3. Juni 2011 ging dann Origin an den Start. Den Namen hatte Electronic Arts sich übrigens bereits 1992 gesichert, als der Publisher Origin Systems - den Hersteller hinter Hit-Serien der frühen 90er Jahre wie Wing Commander und Ultima - aufkaufte. In den ersten vier Monaten war lediglich das Battlefield 2-Erweiterungspaket Special Forces und einige wenige andere EA-Titel über den Dienst erhältlich.
Erst als DICEs sehnsüchtig erwartetes Battlefield 3 am 28. Oktober 2011 erschien und der Ego-Shooter auf einen Origin-Account gebunden werden musste, wurde die Software millionenfach überall auf der Welt installiert. Heute ist auch eine große Palette an Titeln anderer Publisher wie etwa Tomb Raider von Square Enix oder Metro: Last Light von Koch Media über Origin erhältlich. Zudem unterstützt Origin das Android-, iOS- und ebenfalls das Mac OS X-Betriebssystem sowie ausgewählte Smart-TV-Geräte. Im Januar dieses Jahres gab EA bekannt, dass die Zahl der registrierten Origin-Nutzer mehr als 39 Millionen betrage.
Angebot
Origin bietet auch anderen Publishern eine Vertriebsplattform.
Wie bereits erwähnt, werden nicht ausschließlich EA-Titel über Origin vertrieben. Zu den namhaften anderen Publishern gehören unter anderem Square Enix, Capcom, Codemasters, Sega und Koch Media. Electronic Arts selbst spricht von "hunderten Spielen" die über Origin verfügbar sind. Darunter sind alle großen PC-Titel des Publishers der letzten Jahre, wie etwa Crysis 3, Battlefield 3, die Dragon Age-Serie, Die Sims, Dead Space und viele Teile der Need for Speed-Reihe. Eine Empfehlungsfunktion anhand vom Nutzerverhalten gibt es auf Origin nicht. Auch die Vorstellung der Titel, die nicht von EA stammen, fällt manchmal recht dürftig aus. Jedoch wird man stets über die Systemmindestanforderungen informiert und man kann sich anhand einiger Screenshots und einer kurzen Beschreibung ein Bild über das jeweilige Spiel machen.
Die Spiele kosten wie auch auf Steam in Normalfall mehr als beim Internethändler: Devil May Cry ist etwa bei Amazon ab 22 Euro erhältlich, auf Origin kostet das Abenteuer mit dem jungen Dante dagegen 49,99 Euro. Doch wie auf Valves Download-Plattform gibt es auf Origin ebenfalls des Öfteren Sonderangebote. Jüngst konnte man zum Beispiel Need for Speed: Most Wanted für gerade mal zehn Euro erwerben oder das überraschend gute Rollenspiel Kingdoms of Amalur: Reckoning für weniger als fünf Euro bekommen. Zudem sind einige Komplett-Editionen von bekannten EA-Serien mit einer immensen Spielzeit zu einem schmalen Preis verfügbar, etwa die Mass Effect-Trilogie für 49 Euro.
Für Origin gilt also insgesamt das gleiche wie für Steam: Am besten informiert man sich vorab im Netz über mögliche Rabattaktionen, vergleicht die Preise vor dem Kauf und schlägt erst dann zu. Wer übrigens lieber kostenlos spielen möchte, wird auf Origin ebenfalls fündig. So kann man etwa das Online-Rollenspiel Star Wars: The Old Republic oder den Spaß-Shooter Battlefield Heroes über die Plattform spielen. In Sachen Indie-Games oder Klassiker-Titel sieht es dagegen auf EAs Downloadportal eher mau aus. In Zukunft sollen aber einige aus Kickstarter-Projekten entstandene Titel über Origin verfügbar sein, etwa Brian Fargos Endzeitrollenspiel Wasteland 2.
Zusatzdienste
Cloud-Speicherung
Origin bietet ähnlich wie Steam immer wieder Rabattaktionen.
Alle Spielstände von Origin-Titeln können sowohl lokal als auch auf einem externen Server gespeichert werden. Dabei berücksichtigt die Cloud-Speicherung auch Dinge wie die Tastenkonfiguration, was zum Beispiel Battlefield 3-Spielern zugutekommt. In der Anfangsphase gab es noch Fälle, in der Spieler versehentlich ihre lokalen Spielstände durch die Cloud-Savegames ersetzt haben und so etwa die Kampagne von Medal of Honor neu anfangen mussten. In letzter Zeit gab es eher selten derartige Berichte in den Origin-Foren.
Erfolge
Wie auf den Konsolen oder den anderen Online-Plattformen sammelt man in Origin-Spielen ebenfalls Erfolge und bekommt dafür sogenannte Origin-Punkte. Electronic Arts hat noch weitere Pläne mit den Erfolgen und Punkten, hat aber bislang nicht verraten, was sie damit genau meinen. Vorstellbar wären kleine Geschenke in Form von Wallpapers oder Artworks, ähnlich wie in Ubisofts uPlay. Vielleicht geht EA sogar einen Schritt weiter und gibt Spielern mit genügend Origin-Punkten Gratis-Versionen von älteren Spielen oder Rabatte auf neuere Titel.
Battlelog
Einige Origin-Titel wie etwa Medal of Honor: Warfighter oder Battlefield 3 erfordern für die Mehrspielerpartien die Benutzung von Battlelog. Das Online-Portal, das in mancherlei Hinsicht sozialen Netwerken ähnelt, lässt den Spieler etwa die eigenen Statistiken mit denen anderer vergleichen und Freunde zu Unterhaltungen oder zum Spielen einladen. Viele Battlefield-3-Spieler haben sich in der Anfangsphase über häufige Abstürze beschwert und zudem den hohen Speicherverbrauch angekreidet (mit Origin zusammen nimmt Battlelog noch heute bis zu 250 MB RAM in Gebrauch, früher sogar einige Megabytes mehr).
Nutzungsbedingungen / Kritik
Spionageverdacht
Wenn man heute nach "EA Origin" googelt, stößt man bereits bei den ersten Treffern auf Webseiten, die das Downloadportal mit dem Begriff Spyware in Zusammenhang bringen. Dabei liegt der Skandal um die theoretisch mögliche Spionage von sensiblen Daten bereits mehr als anderthalb Jahre zurück. In der ersten Fassung des Endbenutzer-Lizenzvertrags (EULA) von Origin waren nämlich Klauseln enthalten, welche die Weitergabe der Nutzerdaten für Marktforschungszwecke und das Scannen der gesamten Festplatte erlaubten. Das Scannen sollte laut EA nur dazu dienen, weitere Software von EA auf den physischen Datenträgern zu erkennen und die Lizenzen zu überprüfen. Doch beschwerten sich einige User etwa darüber, dass Origin auch die Verzeichnisse untersuchen würde, in denen zum Beispiel Daten von Steuererklärungsprogrammen abgespeichert waren. Electronic Arts reagierte zügig auf die Beschwerden, natürlich auch wegen der vielen negativen Schlagzeilen, und änderte die Klauseln im EULA. Seitdem ist der Vertrag laut diversen Anwälten ebenso wenig bedenklich wie die EULAs anderer Online-Plattformen. Zudem macht Origin heute ziemlich genau das gleiche wie auch Steam: Das Programm sammelt auf freiwilliger Basis Daten über eure Hardware und erfasst zudem nicht-personenbezogene Daten, um etwa Bugs in Spielen schneller ausfindig zu machen
Hoher Speicher- und CPU-Verbrauch von Battlelog und Origin
Der Speicherverbrauch von Origin und Battlelog ist hoch.
Wenn man bedenkt, dass noch vor zehn Jahren Windows-PCs mit 256 MB Arbeitsspeicher auskamen, ist es etwas verwunderlich, dass eine Software, die nur zum Chatten und Suchen von Mehrspielerpartien gedacht ist, punktuell fast die gleiche Menge an RAM beansprucht. Laut EA ist der Speicher- und CPU-Verbrauch von Origin seit der Version 8.6 jedoch unerheblich für die Performance von Spielen wie Battlefield 3. Man sollte auch bedenken, dass die aktuellste Version des Steam-Clients auch etwa 120 MB Arbeitsspeicher benötigt.
Accountbindung
Wie Steam, benötigt auch Origin eine Internetverbindung zum Freischalten der Spiele und die Titel werden danach für immer und ewig auf den Account gebunden. Ein Weiterverkauf ist demnach nicht möglich und die Sachlage wird sich in naher Zukunft auch nicht ändern. Die einzige Hoffnung liegt im Rechtstreit zwischen dem Bundesverband Verbraucherzentrale und Valve. Falls es tatsächlich zu einem Prozess kommt und die Verbraucherzentrale den Weiterverkauf von gebrauchter Software erzwingen kann, wie es laut der europäischen Rechtsprechung der Fall ist, müsste auch Electronic Arts nachziehen und Origin-Nutzern die Möglichkeit bieten, gekaufte Spiele zu veräußern.

Die ist bei mir bei Origin oft lächerlich niedrig. Bin z.B. gerade am Laden der Updates von Battlefield 3 und hab nur 50-60 kb/sek, so dauert es ja ewig. :-$
Origin: Nach den Eskapaden mit Fifa13 und der großen Entäuschung, schwor ich mir nie mehr ein EA-Sports Spiel zu kaufen. Nachdem allerdings SimCity kam war das letzendlich nach all der Gängelei der Tritt in den Allerwertesten. Nachdem immer wieder Server von Spielen nach ca. 3 Jahren abgeschaltet werden, ich bei der EA Hotline 2 Stunden in der Warteschleife hing und nachher von Mitarbeitern angepöbelt wurde und anchdem ich ein BugCity kaufte, stand für mich fest das ich nie mehr ein EA Spiel kaufen werde. Origin und sämtliche Spiele habe ich gelöscht und bin seitdem Stressfreier.
Über Steam, was sozusagen die Mutter allen Übels ist und denke ich damals mit Half Life 2 eingeführt wurde, will ich garnicht sprechen. Spiele mit Steamzwang werden von mir erst garnicht gekauft und ich hasse sozusagen richtig Steam. Als Freund davon in Spieleläden zu gehen und da ein alten schönes LBA oder Wing Commander zu kaufen, hat grade auch Steam dazu beigetragen den Gebrauchtspielemarkt mehr und mehr Kaputtzumachen. Hinzu kommt natürlich die Unvergessenen tollen Aktionen wie ein Deadlic Adventure Game mit einem Steamaktivierungszwang als Offlineadventure versehen wird. Hätte ich das Kapital und das nötige Know How wäre es ein Herzenswunsch von mir sämtlich Steamserver so zu zerstören das sämtliche Daten für immer zerstört sind. Lachend würde ich dann mit meinen Vollpreisspielen die ich in der Hand habe herumwinken. Vermutlich würde sich Valve einreihen, da es von denen auch nur "Nase" geben würde.
uplay bin ich momentan noch unentschlossen udn versuche grade meinen Anno1404 Online Speicherstand wiederzubekommen. Ich warte schon seit 6 Wochen, habe aber noch nicht ganz aufgegebe. Wenn der Service noch einlengt habe ich gleich 6 Speile in Peto die ich kaufen werde, sonst wird es wohl auch gelöscht.
Als Besitzer einer PS3 werde ich imemr mehr gezwungen PS3 Spiele zu kaufen. Dies war letzendlich bei Mafia2, Duke Nukem Forever und X-Com so. Da diese nur auf dem PC mit Gängelung zu haben sind, musste ich zu diesen Versionen auf Konsole zurückgreifen um sie trotzdem genissen zu können.
In der Zukunft wird wohl so jemand wie ich der mehr als 1000 Spiele gekauft, mitleren Alters ist, dazu gedrängt sich ein Spiel was er ohne Steamzwang und ähnliches spielen möchte, in einer gecrackten Version herunterzuladen um es einmal anzuspielen.
Hinzu kommt das ich wohl immer mehr zu Konsolentiteln greifen werde und als ehemalige Käuferschaft durch ein Steamkiddie ersetzt werde.