Company of Heroes 2 im Test: Beste Echtzeit-Strategie im Zweiten Weltkrieg
Company of Heroes 2 im Test: Der Nachfolger des preisgekrönten Echtzeitstrategie-Hits ist endlich da! Wir sagen euch, was sich gegenüber dem Vorgänger sich getan hat, wie interessant die Kampagne an der Ostfront ausfällt und natürlich, für wen sich der Kauf lohnt.
Auf dieser Seite
- 1 Gut: Missionsdesign
- 2 Gut: Grafik
- 3 Gut: True-Sight
- 4 Gut: Viele Upgrade-Optionen
- 5 Gut: Theatre-of-War-Modus
- 6 Schlecht: Die Handlung
- 7 Schlecht: Die Wegfindung der Einheiten
- 8 Schlecht: Gegner-KI innerhalb der Kampagne
- 9 Schlecht: Hohe Rechneranforderungen
- 10 Schlecht: Tastenbelegung lässt sich nicht ändern
- 11 Fazit und Wertung
Wer nach Starcraft 2: Heart of Swarm wieder auf der Suche nach einem schönen, knackigen und taktisch herausforderndem Echtzeit-Strategiespiel mit einer aufwendig inszenierten Kampagne ist, sollte sich Company of Heroes 2 näher anschauen. Das neue Spiel von Relic (Homeworld, Warhammer 40K: Dawn of War-Reihe) punktet mit der bis dato detailliertesten Optik im Genre, hübschen Zwischensequenzen, tollem Missionsdesign und unzähligen Taktikoptionen. Auch das Szenario rund um den Zweiten Weltkrieg wirkt nach einigen Jahren Sendepause von der West- bzw. Ostfront frisch. Natürlich hat das Spiel aufgrund seiner ambitionierten Dimensionen die eine oder andere Schwäche, auf die wir ebenfalls in unserem Test eingehen werden. Den Mehrspielermodus und die deutsche Version müssen wir leider noch außen vorlassen, denn die Multiplayer-Server waren zum Testzeitpunkt noch leer und uns stand nur die englische Test-Fassung zur Verfügung.
Darum geht's: Die Kampagne von Company of Heroes 2 versetzt uns in die Rolle von Lev Abramovich Isakovich. Der smarte Ex-Leutnant der Roten Armee wird in einem Gulag in Sibirien festgehalten und erzählt seine Kriegserlebnisse sieben Jahre nach der deutschen Kapitulation. In den Rückblenden wird so gut wie keine berühmt-berüchtigte Schlacht an der Ostfront ausgelassen, sowohl Stalingrad, Kursk als auch die Erstürmung Berlins sind mit an Bord. Wie es sich für einen Vorzeigehelden gehört, widersetzt sich Isakovich mehrfach der Menschenleben verachtenden Führung der Sowjets und muss deshalb innerhalb der 14 Missionen die eine oder andere Degradierung und Zwangsversetzung hinnehmen.
Das hat uns gefallen
Gut: Missionsdesign
Quelle: SEGA
Company of Heroes 2: Das beste Echtzeit-Strategiespiel im Zweiten Weltkrieg. (2)
Company of Heroes 2 punktet bis auf wenige Ausnahmen mit einem vorbildlichem Missionsdesign. In den ersten Missionen in Stalingrad und Moskau werden Anfänger nicht überfordert und trotzdem auch Serienveteranen neue Taktikoptionen gelehrt - wie etwa das Bauen von Feuerstellen, um Truppenverluste durch Schneestürme zu vermeiden. Nach dem dritten Auftrag steigt dann der Schwierigkeitsgrad stetig, wird aber auch auf den letzten Karten nicht unmöglich. Zudem gleicht keine Mission der anderen. Zum Beispiel müssen wir im kalten Winter des Jahres 1942 vor Moskau mit einer kleinen Gruppe Scharfschützen die Versorgungslinien der Wehrmacht sabotieren und dabei behutsam mit den zur Verfügung stehenden Truppen umgehen. In Schlisselburg wird dagegen eine regelrechte Massenschlacht inszeniert, in der wir unzählige Soldaten und zahlreiche Panzer einsetzen, um die belagerte Stadt zu befreien. Wie seit Command & Conquer üblich, findet sich auch eine Kommando-Mission in der Kampagne wieder. Zum Glück fällt der Auftrag mit den polnischen Partisanen trotz der späten Spielphase eher leicht aus und wird somit nicht zu einem unnötigen Stolperstein für den einen oder anderen Spieler.
Gut: Grafik
Innerhalb der Kampagne zeigt Company of Heroes 2, wie wunderschön es dank der neuen Essence-3.0-Grafik-Engine und ihrer DX11-Effekte aussieht. Vor allem die Fahrzeuge sind sehr detailliert ausgearbeitet und wirken fast so, als ob sie für einen modernen Ego-Shooter gemacht worden wären. Schön ist auch, dass man mit der ALT-Taste jederzeit die Kamera in die passende Perspektive drehen kann und so etwa nah am Geschehen sein kann, wenn eine Panzerabwehrkanone sich gegen anstürmende Tanks wehrt.
Gut: True-Sight
Ein Nebel des Krieges ist spätestens seit Warcraft 2 gang und gäbe in Echtzeit-Strategiespielen. Company of Heroes 2 geht einen Schritt weiter und zeigt euch nur das, was eure Einheiten sehen können. Wenn sich etwa Scharfschützen hinter oder in einem Gebäude verstecken, bleiben sie für die euch unsichtbar. Das gleiche gilt für Fahrzeuge und Fußsoldaten, die Rauchgranaten verwenden.
Gut: Viele Upgrade-Optionen
Quelle: SEGA
Company of Heroes 2: Das beste Echtzeit-Strategiespiel im Zweiten Weltkrieg. (4)
Die Einheitenauswahl im zweiten Teil ist bereits groß - von einfachen Rekruten-Einheiten bis hin zu riesigen Panzerjägern der Marke Elefant findet man die meisten bekannten Truppentypen des Zweiten Weltkriegs im Spiel wieder. Doch dazu kommt noch, dass fast jede Einheit sich gegen einen geringen Obolus verbessern lässt. So kann man zum Beispiel die sowjetischen Truppentransporter mit einem Vierlings-MG versehen, aber dafür muss man auf die Möglichkeit verzichten, Soldaten mit dem Halbkettenfahrzeug mitzunehmen. Ingenieure können mit Flammenwerfern ausgestattet werden, doch falls die am Rücken getragenen Gasflaschen hoch gehen, sterben auch die Kameraden, die sich in der Nähe des Soldaten befinden. Ihr merkt: Insgesamt ist Company of Heroes 2 sehr Micromanagement-lastig und dürfte daher Taktik-Experten viel Freude bereiten.
Gut: Theatre-of-War-Modus
Company of Heroes 1 wurde zuweilen dafür kritisiert, dass man nur im Mehrspielermodus mit den deutschen Einheiten spielen konnte. Die Kampagne des Nachfolgers dreht sich zwar nur um die Sowjets, doch haben die Entwickler dem Spiel einen zusätzlichen Modus namens Theatre of War spendiert, in der man die Jahre von 1941 bis 1945 an der Ostfront nachspielt, sowohl auf russischer als auch deutscher Seite. Die Geschichtsschreibung kann man in diesem Modus nicht beeinflussen und es gibt auch keine aufwendigen Zwischensequenzen, doch die inbegriffenen Solo-Herausforderungen und Koop-Szenarien gehören zu den besten im gesamten Spiel. Dazu sollte man bedenken, dass man alleine mit der Kampagne gute 15 Stunden beschäftigt ist und mit diesem Modus je nach Lust und Laune ungefähr nochmals die gleiche Zeit.
Das hat uns nicht gefallen
Schlecht: Die Handlung
Quelle: PC Games
Company of Heroes 2: Das beste Echtzeit-Strategiespiel im Zweiten Weltkrieg. (8)
Mit großen Überraschungen, geschweige denn emotionalen Momenten kann die Story um von Lev Isakovich nicht dienen. Außerdem stört der Erzählton zunehmend, der von Anfang bis Ende mit erhobenem Zeigefinger auf die Ungerechtigkeiten in der Sowjetarmee hinweist. Dafür wartet Company of Heroes 2 mit hochklassigen Zwischensequenzen sowie professionellen englischen Sprechern auf. Für das Echtzeitstrategie-Genre gehört die Story und ihre Inszenierung insgesamt zu den besseren, reicht aber nicht ganz an die Vorzeige-Handlungen von Titeln aus dem Hause Blizzard heran.
Schlecht: Die Wegfindung der Einheiten
Es mag noch nachvollziehbar sein, dass etwa Panzer oder Geschütze sich eher träge umdrehen und deshalb des Öfteren in den Gefechten ungewollt zerstört werden. Doch was uns fast zur Weißglut brachte, waren die unglaublich dämlichen Wege, die manche Truppen auf der Karte auf sich nehmen. In einer Mission muss man eine Festung in Polen mit vereinten Kräften stürmen. Deshalb sollen zuerst alle Einheiten gesammelt werden und dürfen eine bestimmte Zone auf der Karte nicht durchfahren. Gibt man den Einheiten jedoch Befehle über die sonst praktische Minimap, laufen sie schnurstracks durch das verbotene Terrain. Ähnlich dumm benehmen sich auch die Artilleriestücke wie etwa die berühmt-berüchtigten Stalin-Orgeln. Die Raketenwerfer-LKWs haben eine immense Reichweite auf der Karte, weshalb man sie zumeist nur über das Symbol rechts oben auf dem Bildschirm auswählt und sogleich den Befehl gibt, bestimmte Einheiten anzugreifen. Wehe, wenn man hier nicht darauf achtet, ob die Stalin-Orgel sich bewegen muss. Denn falls doch, ist es beinahe so sicher wie das Amen in der Kirche, dass die Einheit sich auf den Weg zu einer feindlichen Verteidigungslinie macht und somit innerhalb kurzer Zeit zerstört wird.
Schlecht: Gegner-KI innerhalb der Kampagne
Im Vergleich zu Company of Heroes 1 reagieren die feindlichen Truppen zumindest darauf, wenn sie angegriffen werden. Doch insgesamt haben die Entwickler anscheinend lieber auf gescriptete Ereignisse gesetzt, anstatt uns einen smarten Kontrahenten vorzusetzen. Da aber in den Missionen eh stets viel zu tun ist und es eigentlich permanent an jeder Ecke zeitgleich brennt, fällt dieses Manko nur gelegentlich auf. Zudem beweisen die Missionen im Theatre-of-War-Modus, dass der Computer auch anders handeln kann. Hier agiert die KI deutlich smarter und kann Spieler durch zeitgleiche Konzentrierung auf mehrere Eroberungspunkte das Leben schwer machen.
Schlecht: Hohe Rechneranforderungen
Quelle: PC Games
Company of Heroes 2: Das beste Echtzeit-Strategiespiel im Zweiten Weltkrieg. (10)
Leider ruckelt es gewaltig in Company of Heroes 2, falls man keinen rechenstarken Mehrkernprozessor und eine flotte Grafikkarte parat hat. Wer das Spiel in Full HD mit allen Details und aufwendiger Kantenglättung spielen möchte, sollte mindestens eine Geforce GTX 560 beziehungsweise Radeon HD 5870-Grafikkarte und einen Intel Core i5 3750- oder einen AMD FX-8150-Prozessor sein eigen nennen. Spieler mit schwächeren Systemen können aber noch den einen oder anderen Frame durch das Herabstellen der Texturqualität oder der Bildschirmauflösung gutmachen.
Schlecht: Tastenbelegung lässt sich nicht ändern
Obwohl man die Grafik- und Sound-Optionen in Company of Heroes 2 sehr genau einstellen kann, fehlt im Spiel die Möglichkeit, die Tastenbelegung zu ändern. Das ist nicht nur ein wenig verwunderlich, sondern mal auch ärgerlich. Vor allem, weil die Entwickler sich entschieden haben, das Scrollen auf der Karte über die Pfeiltasten geschehen zu lassen, anstatt auf die deutlich bequemere Variante mit der aus etwa Ego-Shootern bekannten WASD-Kombination zu setzen.

CoH und CoH2 kann man genauso gut vergleichen wie nen appel mit ner birne...
da hat wohl relic in 13 monaten versucht was aus dem boden zu stampfen was thw retten sollt
hofentlich saufen se nich ab damit
kann ich nicht nachvollziehen.
für mich ist coh2 ein absolut würdiger nachfolger zu teil 1.
CoH und CoH2 kann man genauso gut vergleichen wie nen appel mit ner birne...
da hat wohl relic in 13 monaten versucht was aus dem boden zu stampfen was thw retten sollt
hofentlich saufen se nich ab damit
einfach beim hauptgebäude in die nächste phase wechseln.