Ausharren bis zum Release: Wo sich die Wartezeit gelohnt hat - und wo nicht!
"Ein verschobenes Spiel wird am Ende gut, ein überstürztes Game bleibt immer schlecht.", äußerte einmal Shigeru Miyamoto. Als Entwickler bei Nintendo und mit verantwortlich für erfolgreiche Videospielreihen wie Super Mario oder The Legend of Zelda weiß er wovon er spricht, allerdings gibt es auch Titel, die trotz oder gerade wegen ihrer ewig langen Entwicklungszeit nicht wirklich gut geworden sind. Wo sich die Wartezeit gelohnt hat und wo nicht, zeigen wir euch in diesem Special.
Die Sache mit den Release-Daten bei Videospielen ist schon komisch. Wenn wir einen Film-Trailer mit einem Veröffentlichungsdatum sehen, dann gehen wir fest davon aus, dass er an jenem Tag auch wirklich in die Kinos kommt. Wenn wir aber einen genauen Zeitpunkt für die Erscheinung eines Videospiels genannt bekommen, rechnen wir beinahe automatisch einige Monate an Verzögerung ein. Grundsätzlich ist das kein Problem, schließlich haben die Entwickler dadurch mehr Zeit, um Bugs zu beseitigen und am Feinschliff zu arbeiten. Trotzdem gestaltet sich die Veröffentlichung des einen oder anderen Titels gerne mal als große Geduldsprobe. Aktuelles Beispiel für das Release-Datum-Wechsel-Dich-Spielchen ist Bioshock Infinite, das von Publisher 2K Games mehrfach verschoben wurde. Erst sollte der Titel im Herbst 2012 erscheinen, dann doch im Februar 2013, um schließlich am 26. März 2013 auf den Markt zu kommen. Fachpresse und Spielergemeinde sind seitdem gleichermaßen begeistert und es regnet von fast allen Seiten Lob. Das Warten hat sich schlussendlich gelohnt.
Überhaupt, je mehr Zeit für die Entwicklung eines Spieles verwendet wird, umso besser müsste doch eigentlich das Endprodukt werden oder nicht? Das dem nicht immer so ist, zeigen wir euch auf den kommenden Seiten dieses Specials, bei dem wir euch eine Reihe von guten und schlechten Trödel-Titeln vorstellen möchten. Natürlich seid ihr wie immer eingeladen, eure Erfahrungen einfließen zu lassen. Bei welchen Spielen hat sich eurer Meinung nach das Warten gelohnt und bei welchen wurdet ihr bitter enttäuscht? Nutzt die Kommentarfunktion und diskutiert mit!
Alan Wake
Alan Wake wurde 2005 auf der E3 für "Next-Gen-Konsolen und PCs" angekündigt. Die Presse bekam hinter verschlossenen Türen sogar eine Tech-Demo präsentiert. 2006 tat sich Entwickler und Publisher Remedy mit Microsoft Game Studios zusammen, um das Spiel exklusiv für Microsoft's Xbox 360 und das damals aktuelle Windows Vista zu veröffentlichen. 2009 bekundete Remedy allerdings, dass Alan Wake vorerst nur für die Konsole erscheint und dass die PC-Umsetzung in den Händen von Microsoft liege. Nach dem Xbox-Release 2010 war klar, dass es für die PC-Version düster aussieht. Zwei weitere Jahre mussten ins Land gehen, bis das Spiel den Weg auf den heimischen Rechenknecht fand. Welch ein Glück!
Aliens: Colonial Marines
Ein Spiel unter dem Titel Aliens: Colonial Marines war bereits 2001 für die Playstation 2 unter Check Six Games in Entwicklung. Das Projekt wurde jedoch vor dem Release begraben. Wenn man das von Gearbox Software entwickelte Spiel zur Hand nimmt, dann fallen eine Reihe von Parallelen ins Auge, das Unternehmen betonte jedoch immer, dass es da keine Zusammenhänge gäbe und es sich um unabhängige Projekte handele. Nachdem Sega Ende 2006 verkündete, die elektronischen Rechte am Alien-Franchise erworben zu haben, dauerte es nur wenige Tage bis sich die Zusammenarbeit mit Gearbox herauskristallisierte.
Das Entwicklerteam setzte alles daran das Setting so detailgetreu wie möglich nachzubilden. Syd Mead, der bereits bei den Aliens-Filmen für Konzept-Designs zuständig war, wurde beauftragt Bereiche des Weltraumtransporters Sulaco zu entwerfen, bei denen ein optisches Modell fehlte. Einen angepeilten Release im Frühjahr 2012 konnte Gearbox nicht einhalten und auch der Herbst ging ohne die angekündigte Veröffentlichung von Aliens: Colonial Marines ins Land. Das Spiel erschien schließlich am 12. Februar 2013 für PC, Xbox 360, Wii U und Playstation 3 die Kritiken fielen allerdings nur mittelmäßig aus. Größte Kritikpunkte sind die altbackene Technik, Bugs, eine schlechte KI und Schwächen im Gameplay. Kein Happy End trotz langer Warte- und Entwicklungszeit.
In diesem Artikel
- Seite 1 Ausharren bis zum Release: Alan Wake und Aliens: Colonial Marines
- Seite 2 Ausharren bis zum Release: Daikatana und Duke Nukem Forever
- Seite 3 Ausharren bis zum Release: Half-Life 2 und L.A Noire
- Seite 4 Ausharren bis zum Release: Mafia 2 und Prey
- Seite 5 Ausharren bis zum Release: Team Fortress 2 und Ultima 9: Ascension
- Seite 6 Bildergalerie
- Seite 1 Ausharren bis zum Release: Alan Wake und Aliens: Colonial Marines
- Seite 2 Ausharren bis zum Release: Daikatana und Duke Nukem Forever
- Seite 3 Ausharren bis zum Release: Half-Life 2 und L.A Noire
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- Seite 5 Ausharren bis zum Release: Team Fortress 2 und Ultima 9: Ascension

Aber das ist dann wohl auch Geschmackssache.
"Sorry kid, Joe wasn't part of our deal" nachdem Joes Auto von der Straße abgebogen ist. Das war für mich einfach kein gutes Ende, es ließ einen mitten in der Luft hängen.
Mafia 2 Ending HD - Mafia 3? - YouTube
Das "Lustige" dran war ja, dass man anschließend den (nicht allzu guten) DLC kaufen musste, um zu erfahren, was mit Joe passiert ist. Ich war auf jeden Fall schwer enttäuscht.
Hm .. das Gefühl hatte ich eigentlich nicht - die Endsequenz ansich war vielleicht ein wenig kurz geraten, aber das jetzt großartig was gefehlt hätte am gesamten Ende, könnte ich für mich nicht sagen.
Ich hab nichts gegen "Unhappy Ends" (^^), den Abschluss von Mafia 1 fand ich zum Beispiel richtig cool. Aber Teil 2 fühlte sich eher so an, als würden da ein paar Minuten fehlen, das Spiel hörte einfach mittendrin auf.