Schützen unmöglich: Grausame Eskortier-Missionen in Videospielen
Aktuell können Spieler in Bioshock Infinite die Höhen und Tiefen des Begleiterdaseins an der Seite der hübschen Elizabeth genießen. Die junge Dame entpuppt sich aber als angenehmer Reisepartner. Ganz anders sieht es da bei Eskotier-Missionen in vielen anderen Spielen aus. Wir zeigen euch Beispiele, bei denen man als virtueller Beschützer wahrlich an seine Grenzen kommt.
Sie sorgen für Tobsuchtsanfälle und kaputte Gaming-Hardware. Sie provozieren auf akute Art und Weise Situationen, in denen man ein lautes"Stirb doch!" in Verbindung mit einem Schwall unflätiger Flüche ausstoßen möchte. Sie sind der Schrecken eines jeden Videospielhelden und anscheinend nur dazu programmiert, um Gamern die größtmöglichen Qualen zu bereiten. Eskortier-Missionen kommen aus und gehören in die Hölle! Nur in wenigen Fällen wie beispielsweise bei Sonys Action-Adventure ICO funktioniert das Begleitkonzept. Auch im kürzlich erschienen Bioshock Infinite ist die junge Elizabeth zwar konstant an eurer Seite, allerdings kann sie in Kämpfen auf sich selbst aufpassen und nutzt weder eure wertvollen Ressourcen, noch steht sie im Weg herum. Damit ist sie im Vergleich zu vielen anderen Videospielcharakteren ein wahrer Eskotier-Traum.
Besonders schlimme Härtefälle findet man immer wieder in MMOs. Die NPCs dort sind grundsätzlich darauf getrimmt einen festgelegten Weg zu folgen und sich dabei mit der Geschwindigkeit einer lahmenden Schnecke fortzubewegen. Natürlich stürzen sie sich todesmutig und gerne ohne Waffen ins Gefecht, sobald sie auch nur den Ansatz eines Gegners erspähen. Da wird der Elitemob mit Fäusten traktiert, obwohl besagter NPC allerhöchstens zwei bis drei Schlägen braucht, bevor er aus den Latschen kippt. Natürlich müssen wir uns stattdessen als Prügelknabe anbieten. Wenn wir Glück haben, überleben wir die Schlacht und unser NPC pullt nicht schon munter weitere Gegnerhorden. Sobald die Luft rein ist, kriecht er in unterirdisch langsamen Tempo zurück zu dem Punkt, an dem er sich vor der wahnwitzigen Aggro-Einlage befunden hat, um seinen unerträglich langen Weg fortzusetzen. Richtig lustig wird das Ganze dann noch, wenn man sich auf einem PvP-Server befindet und kurz vor dem Ziel ins virtuelle Nirvana geschickt wird. Dann heißt es: "Gehe zurück auf Anfang, gehe den ganzen Weg erneut und ziehe keine erfolgreich abgeschlossene Quest ein!"
Einige Beispiele für grausamste Eskortier-Missionen in Videospielen findet ihr in unserer Bilder-Galerie. Weitere Anregungen von eurer Seite sind natürlich immer willkommen. Und weil es so schön fürchterlich ist, folgt ein altes DOS-Game, was eigentlich nichts anderes als eine große Begleit-Mission in sich selbst ist. Vorhang auf für Sleepwalker, den Alptraum eines jeden Eskotier-Phobikers.

Zustimmung. Es würde aber auch einfach nur reichen, wenn man seinen KI- Schützling Befehle geben könnte.... notfalls auch nur einen: BLEIB IN DECKUNG! Wenn die Lage geklärt ist, dann kann er rauskommen und weiterlaufen. Das Problem hierbei nur: Die Gegnerwellen, die anrollen und anrollen, bis endlich der nächste Triggerpunkt erreicht worden ist. Auch das ist arg überhohlungsbedürftig.
Die Personen, die eigentlich eskortiert werden sollen, haben sich immer todesmutig in die Gegnerhorden gestürzt und sind meist verreckt.
Nachdem man das ziemlich schnell erledigt hatte sollte man die Gute natürlich noch nach Hause begleiten.
Und natürlich sind die zuvor ausgeräucherten Banditennester und Wolfsrudel plötzlich wieder überbevölkert.
Und selbstverständlich bleibt das Mädel NICHT hinter einem sondern marschiert schnurstracks in ihr Schicksal.