Starcraft 2: Heart of the Swarm im Einzelspieler-Test - Starke Fortsetzung mit abwechslungsreichen Missionen

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Test Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

PC Games testet Starcraft 2: Heart of the Swarm. Fast drei lange Jahre hat Blizzard gebraucht, um die erste von zwei geplanten Erweiterungen zu Starcraft 2 fertigzustellen. In diesem Test beschäftigen wir uns mit der Einzelspielerkampagne von Heart of the Swarm, die vollständig auf die Zerg zugeschnitten ist.

Heart of the Swarm bildet das zweite Kapitel der Starcraft 2-Trilogie und handelt diesmal ausschließlich von den Zerg. Im Kern der Geschichte steht die einstige Klingenkönigin Kerrigan, die über 20 Missionen lang versucht, die Kontrolle über den Zerg-Schwarm zurückzugewinnen und sich an ihrem Erzfeind zu rächen. Inhaltlich gibt's das gleiche, bewährte Gameplay wie im Vorgänger Wings of Liberty, allerdings ändern sich einige Spielsysteme zwischen den Einsätzen. Außerdem hat sich Blizzard wieder viele gute Missionsideen einfallen lassen.

Mit Heart of the Swarm wird die übergreifende Geschichte, die in Wings of Liberty begonnen wurde, allerdings nicht abgeschlossen – erst der dritte Teil Legacy of the Void, der derzeit bei Blizzard entwickelt wird, bildet das Finale der Starcraft 2-Reihe. Bleibt zu hoffen, dass die Kalifornier für die zweite Erweiterung einen Zahn zulegen und nicht wieder drei Jahre für die Entwicklung brauchen.

Info: Wo bleibt der Mehrspieler-Test?

Für eine Multiplayerbeurteilung braucht es Zeit. Da Heart of the Swarm aber ohnehin "nur" ein Add-on darstellt, das mehr Verfeinerungen als grundlegende Änderungen im Mehrspielerkonzept vornimmt, gilt bis auf Weiteres die gleiche Kaufempfehlung wie für Wings of Liberty. Durch mehrere Neuerungen wie Trainingseinsätze und ein aufgeräumteres Interface ist der Multiplayermodus etwas einsteigerfreundlicher geworden – wer sich also bislang noch nicht an die Online-Gefechte rangetraut hat, sollte dem Mehrspielerpart ruhig eine Chance geben.

Das hat uns gefallen

Starcraft 2: Heart of the Swarm im Einzelspieler-Test. Quelle: PC Games Starcraft 2: Heart of the Swarm im Einzelspieler-Test. Solide Geschichte, gut präsentiert

Heart of the Swarm knüpft gelungen an die Handlung von Wings of Liberty an: Wir erleben, wie sich Ex-Klingenkönigin Kerrigan auf einen Rachefeldzug begibt und dabei zunehmend ihre zurückgewonnene Menschlichkeit aufs Spiel setzt. Der Aufstieg der Zerg umfasst 20 Story-Missionen, die Blizzard-typisch von reichlich Cutscenes und Dialogen eingerahmt werden.

Blizzard inszeniert seine Sci-Fi-Seifenoper in gewohnt hoher Qualität: Aufwendige Videos spinnen die Handlung zügig weiter, dazwischen gibt's Dialoge, die so klischeebeladen sind, dass Starcraft-Fans jubeln und alle anderen vermutlich den Kopf schütteln werden. Zuweilen muss man sich auch über Kerrigans Motivation wundern – mal wird die Dame von Gewissensbissen geplagt, dann plötzlich lässt sie zahllose Menschen und Protoss über die Klinge springen. Die Story von Heart of the Swarm wird also sicher keinen Starcraft-Hasser bekehren, doch wer Kerrigan, Raynor und all die anderen Stereotypen zuvor schon mochte und sich nicht an ein paar kitschigen Sprüchen stört, der kommt wieder auf seine Kosten – zumal die Handlung trotz allem Kitsch der Genre-Konkurrenz immer noch um Lichtjahre voraus ist.

Abwechslungsreiche Missionen

Wie im Hauptspiel gilt: Die meisten Einsätze sind zwar kurz, aber auch sehr abwechslungsreich. Da müssen wir etwa ein Protoss-Raumschiff mit einer Alien-Larve infiltrieren. Oder uns einen Wettlauf gegen eine Zerg-Brutmutter liefern, die uns kostbare Eier wegschnappen will. Einmal absolvieren wir mit Raynors Hyperion-Raumschiff einen Einsatz im Weltall, da macht Starcraft seinem Namen alle Ehre. Jeder Level bietet zudem Nebenmissionsziele, die Kerrigan wichtige Upgrade-Punkte bescheren, durch die sie im Rang aufsteigt. Daher liegt die Schwierigkeit einer Mission oft nicht darin, sie zu schaffen, sondern vielmehr auch alle Bonusziele zu erreichen.

Cool: Blizzard hat seiner Engine ein paar neue Tricks beigebracht, wodurch die Designer auch ungewöhnlichere Ideen umsetzen können. Ein Levelabschnitt spielt beispielsweise auf einer fahrenden Schwebebahn; in einer anderen Mission, die auf einer Raumstation spielt, brechen riesige Tentakel durch Wände und graben sich durch den Level. Solche Skript-Elemente sehen nicht nur gut aus, sondern geben der Kampagne auch während der Missionen einen cineastischeren Anstrich.

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Starcraft 2: Heart of the Swarm im Einzelspieler-Test - Einleitung
  2. Seite 2 Starcraft 2: Heart of the Swarm im Einzelspieler-Test - Das hat uns gefallen
  3. Seite 3 Starcraft 2: Heart of the Swarm im Einzelspieler-Test - Das hat uns nicht gefallen und Fazit
    • Kommentare (14)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Erindor NPC
        Den meisten Negativpunkten kann ich persönlich nicht zustimmen, die Charaktere sind schächer, aber wie "kornhill" schon ausgeführt hat, liegt das bei den Zerg in der Natur der Sache und war auch im alten SC schon so und es wäre sogar ein Storyfail, wenn andere Zerg außer Kerrigan komplexe Charaktere wären, denn sie war schon immer die Einzige mit freiem Willen und dafür haben sie es in HotS noch ganz gut gelöst.

        Ich finde es auch gut das zwischen normal und schwer so ein großer Sprung ist, ich selbst hab es erstmal auf normal gespielt, aber immer versucht beim ersten mal alle Erfolge zu erlangen, so kann man sich die Kampagne selbst vom Anspruch etwas anpassen ohne zu frustrieren, und wie gesagt... muss ja keiner auf normal spielen.^^

        Starker Zerg-Fokus find ich gut, kam mir in SC1 und BW auch immer komisch, kramphaft und unpassend vor, dass man in allen sechs Kampagnen alle drei Rassen gespielt hat.

        Keine Entscheidungen finde ich ein großartige Entscheidung^^, für mich ist es in SC wichtig, dass es eine klare Storyline gibt und keine, "ja aber wenns vielleicht so war...", Blizzard selbst hat zum Glück zu WoL klare Vorstellung welcher Entscheidungen Fakt sind, was man aber auch nur weis, wenn man die DVD/BluRay gesehen hat, bzw. man bekommt es im Verlauf von HotS teilweise am Rande mit, auch nicht ideal meiner Meinung.

        Viele kurzw und Timer-Missionen gabs allerdings tatsächlich, was ich eigentlich garnicht mag, war aber immerhin so gut verpackt, dass es mich nicht gestört, bzw. mir lange garnicht aufgefallen ist.^^

        persönliches Fazit: SC ist wieder mal RTS-Benchmark, sowohl im SP als im MP

        Grüße
      • Von Erindor NPC
        Den meisten Negativpunkten kann ich persönlich nicht zustimmen, die Charaktere sind schächer, aber wie "kornhill" schon ausgeführt hat, liegt das bei den Zerg in der Natur der Sache und war auch im alten SC schon so und es wäre sogar ein Storyfail, wenn andere Zerg außer Kerrigan komplexe Charaktere wären, denn sie war schon immer die Einzige mit freiem Willen und dafür haben sie es in HotS noch ganz gut gelöst.

        Ich finde es auch gut das zwischen normal und schwer so ein großer Sprung ist, ich selbst hab es erstmal auf normal gespielt, aber immer versucht beim ersten mal alle Erfolge zu erlangen, so kann man sich die Kampagne selbst vom Anspruch etwas anpassen ohne zu frustrieren, und wie gesagt... muss ja keiner auf normal spielen.^^

        Starker Zerg-Fokus find ich gut, kam mir in SC1 und BW auch immer komisch, kramphaft und unpassend vor, dass man in allen sechs Kampagnen alle drei Rassen gespielt hat.

        Keine Entscheidungen finde ich ein großartige Entscheidung^^, für mich ist es in SC wichtig, dass es eine klare Storyline gibt und keine, "ja aber wenns vielleicht so war...", Blizzard selbst hat zum Glück zu WoL klare Vorstellung welcher Entscheidungen Fakt sind, was man aber auch nur weis, wenn man die DVD/BluRay gesehen hat, bzw. man bekommt es im Verlauf von HotS teilweise am Rande mit, auch nicht ideal meiner Meinung.

        Viele kurzw und Timer-Missionen gabs allerdings tatsächlich, was ich eigentlich garnicht mag, war aber immerhin so gut verpackt, dass es mich nicht gestört, bzw. mir lange garnicht aufgefallen ist.^^

        persönliches Fazit: SC ist wieder mal RTS-Benchmark, sowohl im SP als im MP

        Grüße
      • Von LordCrash Mitglied
        Zitat von kornhill
        Ich habe das Spiel als sehr gut empfunden. Wenn man Entscheidungen selber hätte treffen müssen, hätte das dem Zwiespalt von Kerrigan unter Umständen unglaubwürdig erscheinen lassen. (Oder es wären belanglose Entscheidungen gewesen) Zumindest habe ich das so empfunden.

        Ich hatte mich schon vorher gefragt wie sie Charakteren einbinden und was für welche. Schon immer war die Zerg Kampagne, was Charaktere angeht, die Schwächste. (Overmind , Zerebraten und eine alles übertrumpfende Kerrigan). Sie haben diesen Punkt sehr gut gelöst. Mit den Charakteren von WoL kann es nicht mithalten, was aber an der Natur der Sache liegt.

        Man sollte übrigens Brood War und SC1 gespielt haben (und sich auch an die Details erinnern!). Die Story könnte ansonsten ein paar Fragezeichen hinterlassen. In WoL empfand ich das schon als wichtig, in HotS ist es noch wichtiger. (persönliche Einschätzung)

        Protoss ?!?
        Gibt inzwischen auch sehr gut gemachte Fan-Videos, die die Geschichte von StarCraft 1 zusammenfassen, falls man das Spiel nicht gespielt oder die Handlung vergessen hat. ;)
      • Von kornhill Mitglied
        Ich habe das Spiel als sehr gut empfunden. Wenn man Entscheidungen selber hätte treffen müssen, hätte das dem Zwiespalt von Kerrigan unter Umständen unglaubwürdig erscheinen lassen. (Oder es wären belanglose Entscheidungen gewesen) Zumindest habe ich das so empfunden.

        Ich hatte mich schon vorher gefragt wie sie Charakteren einbinden und was für welche. Schon immer war die Zerg Kampagne, was Charaktere angeht, die Schwächste. (Overmind , Zerebraten und eine alles übertrumpfende Kerrigan). Sie haben diesen Punkt sehr gut gelöst. Mit den Charakteren von WoL kann es nicht mithalten, was aber an der Natur der Sache liegt.

        Man sollte übrigens Brood War und SC1 gespielt haben (und sich auch an die Details erinnern!). Die Story könnte ansonsten ein paar Fragezeichen hinterlassen. In WoL empfand ich das schon als wichtig, in HotS ist es noch wichtiger. (persönliche Einschätzung)

        Protoss ?!?
      • Von kRaNkEsKiNd Spiele-Novize/Novizin
        Ich stimme in den Kritikpunkten absolut mit Euch überein. Es ist ein solides Spiel das gut unterhält. 85 % für den Einzelspielermodus hätten es aber auch getan - aber ich möchte mich nicht um 3 Prozentpunkte streiten. Ich hatte - mal wieder - bei einem Blizzard Spiel das Gefühl "huch, das war doch bestimmt anders geplant". Es gibt so viele Momente in der Kampagne die gerade zu nach einer Entscheidung schreien. Moralische Entscheidungen mit Tragweite. Alle diese Entscheidungen (manchmal sogar nach einer kurzen Pause in der Cutscene) werden dann von Kerrigan selbst getroffen - wer wird gerittet, wer stirbt usw. Ich wette, dass Blizzard das mal anders konzipiert hatte. Na ja. seis drum.
      • Von Osmium Mitglied
        Ich bin kein Starcraft Profi (Multiplayer nie gespielt), finde als RTS Veterane aber HoS auf Brutal deutlich zu einfach. Die meisten Missionen habe ich direkt auf Anhieb mit allen Bonuszielen geschafft. An WoL habe ich deutlich mehr restarten und tüfteln müssen, hier habe ich quasi alle Missionen mit Roach+Hydralisk in einem großen Deathball durchgespielt ohne die Armee jemals splitten zu müssen oder ähnliches.
        Es werden viele Zerg Units mit speziellen Fähigkeiten angeboten, aber im Prinzip braucht man sie einfach nicht und spart sich das Finger verknoten in den Massenschlachten.
        Das Missionsdesign und auch etwas das Metagame mit dem Leviathan etc. haben sich leider oft wie eine WoL Kopie angefühlt, auch wenn einige etwas alternative Missionen wie die Raumschlacht oder die Bosskämpfe dabei sind.
        Die AI ist auch auf dem Stand von vor 15 Jahren, immer nur blindes Opfern von Einheiten mitten in die Verteidigung.
        Vom Gameplay ist die HoS Kampagne daher leider eher enttäuschend, auch wenn sie natürlich klasse inszeniert ist.
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