Was Rollenspiele beachten sollten: Zehn goldene Regeln für epische Spielerlebnisse
Rollenspiele sind wohl die komplexesten Videospiele von allen. In einer meist weitläufigen Spielwelt wird eine Geschichte erzählt, die dem Spieler noch genügend Freiheiten geben soll, um das Spiel ganz nach seinen Wünschen zu erleben und eine einzigartige Erfahrung zu schaffen. Dennoch gibt es ein paar grundlegende Dinge, welche die Macher bei der Entwicklung eines Rollenspiels bedenken sollten. In diesem Special nennen wir zehn goldene Regeln für epische Rollenspiele.
Ein gutes und episches Rollenspiel zu schaffen, ist durchaus aufwändig und braucht daher seine Zeit. Dennoch können die Entwickler viel falsch machen oder wichtige Aspekte vernachlässigen, welche die Spieler von einem Rollenspiel grundsätzlich erwarten. Niemand hat Spaß an einem umfangreichen Rollenspiel, wenn die Geschichte nichts taugt und die Nebenaufgaben generisch und langweilig sind. Eine spannende Handlung allein reicht natürlich auch noch nicht aus. Denn Rollenspiele zeichnen sich dadurch aus, dass der Spieler in eine Rolle schlüpfen kann, die ihm die Freiheit gibt, das Spiel in einem gewissen Rahmen nach seinen Vorstellungen zu erleben. Spielerische Freiheit sollte demnach in einem Rollenspiel großgeschrieben werden.
Ein sympathischer Protagonist ist in jedem Spiel sehr wichtig. Schließlich verbringt man die gesamte Spielzeit in seinen Schuhen. Wenn die Entwickler keinen sympathischen Protagonisten nach ihren Vorstellungen erschaffen, wie beispielsweise Commander Shepard aus Mass Effect, müssen den Spielern zumindest ausreichende Werkzeuge zur Erschaffung eines eigenen Alter-Egos zur Verfügung gestellt werden. Genauso wichtig sind natürlich auch die Nebencharaktere. Denn der Held befindet sich nicht allein in einer leeren Welt. Sofern er sich nicht gezielt wie ein Fremdkörper in einer feindlichen Spielwelt fühlen soll, so wie in der düsteren Rollenspiel-Herausforderung Dark Souls, muss es also interessante und sympathische Nebencharaktere geben, welche die Spielwelt lebendiger machen.
Die Spielwelt als Ganzes sollte nicht vernachlässigt werden und bedarf großer Aufmerksamkeit. Sie muss glaubwürdig und interessant sein. Der Spieler muss sich in ihr verlieren können. Das fängt bei belebten Städten, vollen Tavernen und von Monstern besiedelten Wäldern an und hört bei Hintergrundinformationen auf, die man durch die Handlung und andere Charaktere erfährt. Auch optisch sollte die Spielwelt abwechslungsreich sein. Wenn sich der Spieler dutzende Stunden in monotonen Gebieten aufhält, die allesamt gleich wirken, kann es mitunter doch recht einschläfernd wirken. Um den Spieler auf Dauer bei Laune zu halten, wenn er sich von der Haupthandlung entfernen möchte, sollte die Spielwelt mit vielen, spaßigen Inhalten und Nebenbeschäftigungen gefüllt werden.
Es gibt viele kleine und große Dinge, die ein Rollenspiel erst zu einem epischen Meisterwerk machen. Viele Dinge sind ein Muss und sollten in jedem Rollenspiel vorhanden sein. Selbst kleine Details werden viel zu häufig von den Entwicklern vernachlässigt. Damit die Tavernen in The Elder Scrolls: Skyrim erst richtig voll sind, muss man zu Modifikationen greifen, dabei sollte es doch eigentlich selbstverständlich sein, dass man in einer mittelalterlichen Taverne haufenweise Met-Säufer antrifft. Das sind aber lediglich Details. Was die Entwickler bei einem Rollenspiel unbedingt beachten müssen und worauf sie sich fokussieren sollten, erfahrt ihr in der Bilderstrecke. Dort findet ihr unsere zehn goldenen Regeln für epische Rollenspiele. Habt ihr weitere Anregungen und Vorschläge? Dann teilt sie uns in den Kommentaren mit!

Das mit den Informationen vor dem Kaufen war übrigens nicht auf dich gemüntzt, falls du das so verstanden hast. Das war eher allgemein gesprochen, da sich ja immer genug Leute nach dem Kauf beschweren, dass dies und das fehlen würde usw. ;)
Dass es eine allgemeine DIN-Norm für RPGs gibt/geben sollte, wollte ich auch gar nicht sagen. Wäre auch Unfug, da es ja sonst langweilig werden würde, wenn jedes RPG nach der gleichen DIN ablaufen würde. Und es wäre grausig, weil es sonst keine Perlen wie AD&D oder DsA geben würde. :D
The Witcher 2 z.B. wäre mir schon eher ein RPG, allein weil es einen klaren Talentbaum gibt und die klare Regel: Skill das und du kannst später das andere nicht mehr skillen. Natürlich kann man in The Witcher 2 auch einen flexiblen Geralt basteln (wie in DSA oder AD&D auch), aber niemals in einem Maß, wie es in TES der Fall ist, in dem man, wie schon oft erwähnt, die Möglichkeit hat, einen Gott zu erschaffen, der ALLES kann, wenn man sich nur lang genug damit beschäftigt.
Und in The Witcher 2 hat man gewisse (spielerische) Grenzen. Man kann auch etwas falsch machen (z.B. "falsche" Entscheidungen) und muss mit den Konsequenzen leben. Das hat man in Skyrim widerum nahezu gar nicht.
Aber wir drehen uns offenbar im Kreis. In meinen Augen gehört Sandbox nicht in ein RPG rein und für dich ist eben nur eine andere Art RPG. Ok, akzeptier ich. Ich will ja auch niemanden bekehren. ;)
1. Charaktersystem: essentiell wichtig, ansonsten kann der Spieler die Rolle, die er spielt, gar nicht ausfüllen (hervorragend: P & P - Umsetzungen wie in Drakensang, Vampires: Bloodlines, BG oder das S.P.E.C.I.A.L. - System; sehr gut: Gothic 2, DA: O)
2. Quests, möglichst mit unterschiedlichen Entscheidungsmöglichkeiten, um auch relevante eigene Entscheidungen treffen zu können, möglichst viele unterschiedliche Arten von Quests (Sammel, Kampf, Dialog etc.; TW, teilweise Oblivion)
3. Story: möglichst mit Wendungen, Beeinflussbarkeit, aber die Inszenierung spielt dabei nur eine sehr geringe Rolle, denn schließlich will ich keinen Film nachspielen (Kotor, BG und einige weitere Biowarespiele)
4. Atmosphäre: in offenen, aber auch in abgeschlossenen Welten sollten sich die NSC realistisch verhalten und auf den Helden reagieren, je nachdem wie er handelt; keine unrealistischen Bewegungseinschränkungen (nach wie vor unerreicht: Gothic)
5. Kampfsystem: möglichst mit taktischer Komponente (sehr gut: Fallout 3, Rundentaktik, Echtzeittaktik); angebunden an die Fähigkeiten des Helden, nicht des Spielers
6. NSC mit Charakter !
7. Items: Crafting sollte möglich sein, allerdings nicht mit unendlichen Ressourcen und möglichst realistisch (siehe wieder Gothic, aber auch Fable ist ganz gelungen)
8. Sound: Sprachausgabe, atmosphärische Musik
9. Bedienung: möglichst einfach zu lernen, ohne Komplexität zu verlieren (großartig: BG)
10. Grafik: entweder isometrisch oder 3rd Person, Egosicht nur optional; Ausnutzung von DX 9 genügt
Bei einem The Witcher ist es nun mal anders. Da geht es dann mehr um die Geschichte, es gibt einen festen Charakter (Geralt) und da kann man dann auch mehr Inszenierung usw. reinpacken. Wobei zu viel auch wieder schlecht ist.
Ich spiele auch gern epische, storylastige RPGs wie The Witcher 2 oder Dragon Age Origins.
Und in meinen Augen macht zum Beispiel Skyrim als RPG leider eben einiges falsch, so toll das Spiel auch sein mag. Für mich haben diese "Sandboxregeln" in einem RPG nichts zu suchen. Schon gar nicht, wenn dies soweit geht, dass man, egal was man im Spiel tut, so gut wie nichts falsch machen kann. Und genau das ist in The Elder Scrolls der Fall.
Ich spiele auch gern andere Genres, die RPG-Elemente beinhalten. Aber wenn ich ein RPG spielen will, will ich eben ein RPG spielen und ein RPG definiert sich, meiner Meinung nach, nunmal nicht durch Sandbox-Regeln und Beliebigkeit, sondern durch Struktur und einem echten Regelwerk, das im Hintergrund arbeitet.
Übrigens nochwas am Rande: Bevor ich mir ein Spiel kaufe, informiere ich mich ausgiebig darüber. ;) So bleiben mir böse Überaschungen erspart und ich weiß im Vorfeld, was auf mich zukommt.
Das mit den Informationen vor dem Kaufen war übrigens nicht auf dich gemüntzt, falls du das so verstanden hast. Das war eher allgemein gesprochen, da sich ja immer genug Leute nach dem Kauf beschweren, dass dies und das fehlen würde usw. ;)
Namen sind Schall und Rauch. Dem einen gefällt das eine Elemente in einem Spiel mehr, dem nächsten ein anderes und widerum ein anderer noch mal ein anderes. Mein Gott, ist doch schön, dass es unterschiedliche Meinungen gibt. Es gibt eben Spiele, die sich an Tabletop-RPGs mit festen Regelwerken orientieren und Spiele, die auf deutlich freieren "Sandboxregeln" basieren. Dem einen gefällt das eine besser, dem anderen das andere.
Ganz ehrlich: Es gibt nicht Dümmeres, als auf der Spieleschachtel nachzusehen, ob irgendwo RPG oder Rollenspiel draufsteht und sich dann nachher beschweren, dass es evtl. keinen klassisch-nostalgischen RPG-Richtlinien entspricht. Es gibt doch genug Spiele für jede Geschmacksrichtung (ich hab ja auch nichts gegen Oldschool-Hardcore-RPGs, siehe Signatur), da muss man sich eben nur vorher informieren und dann die Spiele kaufen, in dem die persönlichen Präferenzen enthalten sind.... ;-)
Ich spiele sowohl Skyrim gern, als auch Das schwarze Auge. Beide Spiele haben ihre Stärken und Schwächen.
Ich spiele auch gern epische, storylastige RPGs wie The Witcher 2 oder Dragon Age Origins.
Und in meinen Augen macht zum Beispiel Skyrim als RPG leider eben einiges falsch, so toll das Spiel auch sein mag. Für mich haben diese "Sandboxregeln" in einem RPG nichts zu suchen. Schon gar nicht, wenn dies soweit geht, dass man, egal was man im Spiel tut, so gut wie nichts falsch machen kann. Und genau das ist in The Elder Scrolls der Fall.
Ich spiele auch gern andere Genres, die RPG-Elemente beinhalten. Aber wenn ich ein RPG spielen will, will ich eben ein RPG spielen und ein RPG definiert sich, meiner Meinung nach, nunmal nicht durch Sandbox-Regeln und Beliebigkeit, sondern durch Struktur und einem echten Regelwerk, das im Hintergrund arbeitet.
Übrigens nochwas am Rande: Bevor ich mir ein Spiel kaufe, informiere ich mich ausgiebig darüber. ;) So bleiben mir böse Überaschungen erspart und ich weiß im Vorfeld, was auf mich zukommt.