Als Fallout auf den Markt kam, sah es erschütternd veraltet aus. Doch Rollenspieler liebten die Story in der Endzeitwelt und die Freiheiten im Charaktersystem so sehr, dass sie auf die Hässlichkeit pfiffen. Arcanum entwarfen einige der Designer von damals nach derselben Philosophie: Bei der Figurenwahl können Sie einen von 12 Fertigcharakteren nehmen oder aus 8 Eigenschaften und 16 Fähigkeiten einen Wunschhelden basteln. In dessen Haut sitzen Sie dann in einem Zeppelin, der von Orks in Jagdflugzeugen vom Himmel geschossen wird. Niemand außer Ihnen überlebt den Absturz und Ihre Nachforschungen über die Luftattacke eröffnen die Geschichte. Später wird das Aufeinanderprallen von Magie und Technik in Arcanum zum Hauptthema: Die Zauberer sind böse, weil sie Macht an Revolver- und Dampflok-Bauer verlieren. Die Ingenieure hassen alles, was nach Illusion riecht. Und Sie geraten zwischen die Fronten. Spielerisch äußert sich das Reiben der beiden Kräfte auch: So können Sie einerseits Sprüche lernen, die Knoten in die Naturgesetze machen, indem sie zum Beispiel reine Luft anzünden. Außerdem können Sie aus Einzelteilen Schusswaffen und andere logisch funktionierende Geräte basteln. Währenddesssen reden Sie mit 300 Personen und verhauen 280 Monster in Echtzeit oder in Runden. Die chaotische Actionvariante bleibt dabei allerdings weit hinter Diablo zurück. Und wer Zug um Zug kämpft, hat es unverhältnismäßig schwerer.
Für Hardcore-Rollenspieler Pflicht - für die Masse eine Fehlinvestition.
Visuell ist Arcanum verführerisch wie ein Flickenteppich von IKEA: Null Komma gar nicht. Die Figuren ruckeln abgehackt über die Landschaft als stünden sie unter Strom und grobkörnige Hintergründe versauen den Anblick noch weiter. So was will ich mir eigentlich nicht antun. Doch nach gut einer Stunde auf Bewährung lässt das Spiel ein paar Muskeln zucken: Die Aufträge verästeln sich weiter und weiter, beim Charakterformen kann ich meinen eigenen Stempel dick aufdrücken und die anfangs lahme Story zieht kräftig an. Unglücklicherweise funktioniert die Innere-Werte-Masche nur bis zum Kampfsystem: Dass ich in Echtzeit leichter gewinne als in Runden, ist schon unlogisch. Dass ich mir mit mittelstarken Feuerzaubern bereits unschlagbar vorkommen kann, wenn ich durch Golem-Herden marschiere, nervt gewaltig. Wegen solche Balancefehler ist Arcanum kein neues Fallout geworden.
- - Arcanum is cool, ich spiel seit drei tagen nichts anderes mehr - - Geht mir ähnlich. Das Grafik-Set ist zwar schlicht, aber Story und Steam-Punk-Atmosphäre können mich voll und ganz überzeugen. - - Btw, die Sound-Wertung von 50% kann ich irgendwie nicht nachvollziehen. Die Musiktracks sind doch wunderschöne Kompositionen und eben nicht das übliche Synthie-Orchester-Gedudel. -
Ich zock auch nichts anderes mehr! Mittlerweile gibt es bei mir zu Hause schon Probleme, weil alle es spielen wollen, aber nicht genug Rechner da sind. Ich hoffe nur, dass schnell ein Patch für den Multiolayer kommt! Ansonsten ist das Game spitze! Hat der Autor des Testes das Spiel überhaupt gespielt, oder nur die Demo gezockt?
Ansonsten hier eine simple Frage an den zutreffenden Redakteur:
Zu welchen Königreich gehört das Städtchen Black Root?
- Arcanum is cool, ich spiel seit drei tagen nichts anderes mehr
Geht mir ähnlich. Das Grafik-Set ist zwar schlicht, aber Story und Steam-Punk-Atmosphäre können mich voll und ganz überzeugen.
Btw, die Sound-Wertung von 50% kann ich irgendwie nicht nachvollziehen. Die Musiktracks sind doch wunderschöne Kompositionen und eben nicht das übliche Synthie-Orchester-Gedudel.
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Sei froh das ich dich nicht verhaue Daniel *g*.
Oki nun zum spiel ich finde es einfach klasse. Ich liebe RPGs auch wenn sie schlecht gemacht sind. Arcanum habe ich als Demo gespielt und es fazinierte mich. Was soll ich sagen: Die atmospähre ist schöner auch, wenn die Grafik nicht überzeugend ist. Klar mit rundenbasiert hat man in RPGs schwierigkeiten als mit Echtzeitkämpfen.
- Übrigens ist es schon seid dem 23.08. offieziell erschienen! - Hu, dann wirds aber Zeit, dass der Test kommt, oder hab ich da was verpasst?? - Zu Fallout: Es ist immer noch eins der besten RPGs. BG2 ist für mich gar keine richtige Konkurenz zu Fallout2. Ich fand es schon immer besser nur einen Charakter zu haben, den man aufbaut und spielt! Das heißt nicht das man bei Arcanum allein rumläuft, sie handel halt nur selbstständig. - Zudem war die Spieltiefe von Fallout viel höher, da die Welt lebendig war und nicht alle immer zu bestimmten Uhrzeiten am gleichen Platz standen, sondern was zu tun hatten.
Ich fand und finde Fallout2 ebenfalls cool, das Szenario ist wunderbar düster und der Witz (z.B. in den Menüs) einfach nur morbide!!
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