Umstritten: Diese Fortsetzung haben bei vielen Fans keinen guten Stand
Das Original bleibt unerreicht. Das gilt nicht nur für Filme, sondern oftmals auch für Videospiele. Nur wenigen Entwicklerstudios gelingt das Kunststück eines Überflieger-Sequels. Ist das Vorgängerspiel ein Hit, steigen bei den Fans die Erwartungen für den Nachfolger. Mitunter gehen die Meinungen innerhalb der Zocker-Community dann extrem auseinander. Wir zeigen euch, welche Titel in die Kritik gerieten.
Es ist eine große Kunst, zu einem Videospiel-Hit ein ebenso geniales Nachfolgerspiel zu entwickeln. Nur wenige Sequels überflügeln das Original. Ein Kandidat, dem dies gelungen ist, ist beispielsweise Batman: Arkham City. Bedenkt man dann noch, dass es sich ja eigentlich um ein Lizenzspiel handelt, dann sprengt dies fast die Naturgesetze der Videospielphysik. Leider gibt es auch genügend negative Beispiele, was Sequels betrifft. Turok: Evolution hat schon fast einen legendären Status als mieses Nachfolgerspiel und dafür gibt es auch genügend gute Gründe. Die Story war so löchrig wie ein Schweizer Käse, das Gameplay vermurkst, die Waffen total öde und zu allem Überfluss erwies sich das Spiel auch noch als verbuggt.
Apropos verbuggt: da kommt einem doch glatt Gothic 3 in den Sinn. Nachdem Entwickler Piranha Bytes mit den beiden Vorgängerspielen zwei Rollenspiel-Hits schuf, sorgte der Streit mit Publisher Jowood am Ende dafür, dass Gothic 3 in unzumutbarem Zustand auf den Markt kam. Die Spieler mussten dafür bluten. Dank des unermüdlichen Einsatzes der Fans und unzähliger Community-Patches wurde aus Gothic 3 schließlich doch noch ein gutes Game. Damit sollte die Leidensgeschichte jedoch noch nicht zu Ende sein, denn auch Arcania: Gothic 4 konnte innerhalb der Fangemeinde keinen Blumentopf gewinnen.
Es sind aber nicht nur die Programmierfehler, die für Frust unter den Zockern sorgen. Auch qualitativ solide Sequels müssen nicht unbedingt auf Gegenliebe bei den Spielern stoßen. Mass Effect 3 ging im vergangenen Jahr in die Annalen der Videospielgeschichte ein, nachdem der letzte Teil der SciFi-Trilogie einen "Shitstorm" von unglaublichem Ausmaß erfuhr, weil das Finale nach Meinung vieler Fans nicht das hielt, was Bioware versprochen hatte. Die Moral von der Geschichte: Je berühmter die Videospiel-Serie, desto höher die Erwartungen und umso größer die Enttäuschung, wenn ein Sequel diese nicht erreicht.

Kotor 2: Das größte Problem ist, daß es nicht fertig entwickelt werden durfte, und das andere Problem ist, daß die Geschichte einfach ein wenig absonderlich ist und so gekünstelt anspruchsvoll ist, Lucasarts hat damals ein unfertiges Spiel veröffentlicht.
DA 2: Man nehme Mass Effect 2, kombiniere es mit Versatzstücken aus DA:0 und schon
hat man ein DA 2. Man versuche natürlich auch schnulzig zu sein und den Spiel
mit gekünstelter Tragik und Dramatik das Gehirn zu waschen oder weich zu
klopfen.