Ni No Kuni im Test: Das Meisterwerk unter den japanischen Rollenspielen!

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Test Viktor Eippert - Redaktionsleiter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Zwei Meisterstudios ziehen am gleichen Strang und erschaffen mit Ni No Kuni: Der Fluch der Weißen Königin ein bezauberndes Abenteuer der alten Schule − inklusive einer extragroßen Portion Herz! Warum Ni No Kuni für Adventure-Freunde auf der PS3 ein Pflichtkauf ist, verrät unser Test!

Wir testen Ni No Kuni - ein echtes Meisterwerk! Studio Ghibli und Level-5. Für Fans von Animes und japanischen Rollenspielen sind das keine bloßen Namen – es sind Versprechen! Versprechen für zuverlässig hohe Qualität, wahnsinnig liebevoll gemachte Abenteuer und unzählige schöne Stunden in einzigartigen, fantasievollen Welten. Während sich Studio Ghibli in der Anime-Szene mit seinen Werken einen unsterblichen Ruf erarbeitet hat, lässt Level-5 Videospielerherzen mit Hits wie Dark Cloud, Dragonquest VIII oder der Professor Layton-Reihe höherschlagen. Nun haben sich diese beiden Meister ihres Fachs für die Entwicklung von Ni No Kuni: Der Fluch der Weißen Königin zusammengetan und demonstrieren aufs Neue eindrucksvoll, was Hingabe und Leidenschaft in Zeiten von multimillionenschweren Blockbuster-Produktionen noch (oder eher gerade dann!) wert sind. Mit Ni No Kuni schneit uns bereits zu Beginn des Jahres ein ebenso bildschönes wie charmantes Japan-Rollenspiel ins Haus, das für Fans klassischer JRPGs einer rettenden Oase bei der nicht enden wollenden Wanderung durch die Wüste gleichkommt. Übrigens: Noch viele weitere spannende Infos und interesante Details findet ihr im Ni No Kuni-Test der Ausgabe 2/13 von Play3, Deutschlands meistverkauftem Playstation-Magazin.

Ni No Kuni: Herzerwärmende, schön erzählte Geschichte

Ni No Kuni erzählt die Geschichte des jungen Oliver, der auf tragische Weise seine Mutter verlor. Als Oliver seinem Kummer in tränenreicher Manier Luft macht, erwacht auf magische Weise seine Stoffpuppe Tröpfchen zum Leben. Mit seinem reinen Herzen brach Oliver nämlich Tröpfchens Fluch, der die in Wahrheit rotzfreche Fee aus der Parallelwelt Ni No Kuni (was übersetzt "Die andere Welt" bedeutet) in eine Puppe verwandelte. Gemeinsam brechen die beiden zu Tröpfchens Heimatwelt auf, um dort nach einem Weg zu suchen, Olivers Verlust ungeschehen zu machen. Bei ihrer Ankunft stellt sich jedoch heraus, dass der böse Dschinn Shadar die Bewohner dieser Welt tyrannisiert und Ni No Kuni langsam, aber sicher ins Verderben stürzen will. Jeder Person, die sich Shadar widersetzt, stiehlt der Fiesling ein Stück ihres Herzens, wodurch sich die Betroffenen abhängig vom fehlenden Teil des Herzens fortan sehr komisch verhalten.

So trefft ihr unter anderem auf einen Kater-König, der wegen seines Mangels an Enthusiasmus nur faul herumliegt oder einen in Selbstmitleid badenden Prinzen, der sich hinter einer Maske verbirgt. Zur Heilung dieser Herzensangelegenheiten bedarf es einerseits Olivers Magie und andererseits einer Portion der entsprechenden Herzensenergie, die sich Oliver per Zauberspruch von Leuten borgt, die die jeweilige Tugend im Überfluss haben. Die schön erzählte Handlung vermittelt Ghibli-typisch wichtige Tugenden wie Hilfsbereitschaft, Freundschaft oder Güte und hält außerdem einige spannende Wendungen und Überraschungen bereit.

Ni No Kuni: Wunderbar nostalgisches Spielgefühl

Ni No Kuni im Test: Das Meisterwerk muss man einfach lieben! (33) Quelle: Play 3 Ni No Kuni im Test: Das Meisterwerk muss man einfach lieben! (33) Spielerisch ist Ni No Kuni wunderbar klassisch, wirkt beinahe schon bewusst nostalgisch. Wie in den Final Fantasys der 16-Bit-Ära oder Dragonquest VIII lauft ihr mit Oliver und seinen Freunden Esther, Sven und Marcassin frei über eine riesige Oberweltkarte, von der aus ihr in Städte und Dungeons gelangt. Mit der Zeit schaltet ihr zudem ein Schiff frei, um damit die Meere unsicher zu machen und schlussendlich erhebt ihr euch auf dem Rücken eines Drachen sogar in die Lüfte. Das Spiel schränkt euch nie in eurem Erkundungsdrang ein, ganz im Gegenteil: Mit seinen vielen versteckten Schatztruhen, den gut behüteten Secrets und seinen unzähligen Nebenaufgaben lockt es euch unentwegt in seine Wälder, Verliese und Höhlen. Man fühlt sich rückversetzt in die Zeit, als man großartige Abenteuer wie Lufia 2, Secret of Mana oder Final Fantasy VI spielte. Wer solchen Titeln schon länger nachtrauert und Final Fantasy XIII als zu eingeschränkt empfand, dürfte Ni No Kuni einfach lieben!

Ni No Kuni: Gigantischer Umfang

Neben seiner Offenheit begeistert Ni No Kuni außerdem durch Abwechslung und einen gigantischen Umfang, wie man ihn so eigentlich nur aus den guten alten JRPG-Zeiten auf der PS2 und früher kennt. Oliver und seine Freunde durchqueren auf ihrem Abenteuer eine von Dünen durchzogene Wüste, klettern auf den Gipfel eines aktiven Vulkans, landen auf Tropeninseln, stapfen durch die schneebedeckte Landschaft der Winterlande, folgen der Fährte von Himmelspiraten und noch vieles mehr. Knapp 45 Stunden dauerte es, bis wir die Hauptgeschichte unter Erledigung der meisten Nebenquests durchgespielt hatten. Und dabei hätten wir ohne Probleme noch mal um die 20 Stunden mit den zahlreichen Nebenbeschäftigungen verbringen können.
So könnt ihr zum Beispiel nach den fehlenden Buchseiten für den Magischen Begleiter suchen, neue Vertraute fangen und mit euren Vertrauten in einer Kampfliga antreten.

Ni No Kuni im Test: Das Meisterwerk muss man einfach lieben! (43) Quelle: Play 3 Ni No Kuni im Test: Das Meisterwerk muss man einfach lieben! (43) Oder ihr besucht das wahnsinnig witzige Untoten-Casino, wo ihr in vier verschiedenen Spielen Jetons gewinnt, um spezielle Preise damit zu kaufen. Oder aber ihr vertieft euch in die mehr als 100 Nebenquests. Da heilt ihr an gebrochenem Herzen leidende Leute, jagt Monster, besorgt bestimmte Items, helft einem exzentrischen Maler bei der Suche nach einer Muse, macht die Umgebung sicherer und noch vieles mehr. Manche Aufgaben sind sogar in richtig witzige Questketten verpackt. Das Feine an den Aufträgen: Neben der üblichen Belohnung wie Goldmünzen und bessere Ausrüstung erhaltet ihr für die meisten Aufgaben auch Stempel für eure Stempelkarten. Und mit denen schaltet ihr beim Auftragsexpress richtig praktische Belohnungen frei, durch die eure Gruppe zum Beispiel mehr Erfahrung im Kampf sammelt. Das sorgt für eine tolle Extramotivation!

Doch damit endet der Spielspaß noch lange nicht! Denn nach dem Durchspielen wird noch mal eine Menge weiterer Spielinhalte wie zusätzliche Bossgegner, neue Gebiete, Piratengrabstätten, ein guter Schwung neuer Nebenaufträge, mächtigere Monster und ein geheimer Endgegner freigeschaltet. Außerdem erhaltet ihr im Casino Zugang zum R.I.P.-Raum, wo ihr auf Kosten von Kinotickets (kosten Berge an Jetons) die tollen Ghibli-Zwischensequenzen jederzeit neu ansehen könnt. Wer wirklich ALLES aus Ni No Kuni rausholen möchte, kann daher locker 80 Stunden aufwärts in dieser zauberhaften Welt verweilen.

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Ni No Kuni im Test - Ein echtes Meisterwerk
  2. Seite 2 Ni No Kuni im Test - Weitere Stärken, Meinung und Wertungskasten
    • Kommentare (28)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Cityboy Hobby-Spieler/in
        Zitat von Enisra
        Nur mal so am Rande, aber alleine hier interessieren sich schonmal 8 Leute dafür und tut mal nicht so als ob das anklicken müsstet oder hinter dem Tellerrand Medusenhausen die einem beim Blick darüber instant in Stein verwandeln
        Ich zähle doppelt ! , also sind es schon 10 :D
      • Von Cityboy Hobby-Spieler/in
        Zitat von Enisra
        Nur mal so am Rande, aber alleine hier interessieren sich schonmal 8 Leute dafür und tut mal nicht so als ob das anklicken müsstet oder hinter dem Tellerrand Medusenhausen die einem beim Blick darüber instant in Stein verwandeln
        Ich zähle doppelt ! , also sind es schon 10 :D
      • Von Cityboy Hobby-Spieler/in
        Ein Meisterwerk!!!!! Papa muss sich wohl ne PS3 kaufen. Ich brenne innerlich.... Spiel ist schon Vorbestellt. Das letzte mal hat ich dieses Gefühl bei Persona 4.
      • Von OldShatterhand Mitglied
        hab mir grad die pervers teure Wizard Edition vorbestellt. Warum weiss ich selber nicht. Ich mag weder Pokemon noch Animes besonders. Aber irgendwie macht mich das Gameplay und die Spielwelt an. Mal sehn
        Vielleicht bin ich auch froh dass ich ein System habe um das Spiel überhaupt spielen zu können. Auf das geniale Xenoblades musste ich schon verzichten.
      • Von SirForce Spiele-Novize/Novizin
        Zitat von LordCrash
        Ich muss zunächst mal der Behauptung widersprechen, dass Comics und Cartoons in der westlichen Hemisphäre primär für Kinder produziert werden. Die Simpsons, Futurame, viele Marvel Comics, Batman und viele andere sind hauptsächlich für ein erwachsenes Publikum gemacht, auch wenn das nicht immer sofort offen ersichtlich ist.
        Zudem gibt es gerade im Bereich der Anime und Mangas selbst große Unterschiede in der Darstellung und Präsentation. So gibt es eben Anime für Erwachsene und Anime, die eher für Kinder gedacht ist. Und meine Meinung ist eben, dass die grafische Präsentation des Spiels eher infantil ist. Hier hätte man durchaus auch eine "erwachsenere" Darstellung wählen können ohne das Anime-Genre zu verlassen. Ich behaupte ja auch gar nicht, dass das Spiel innerhalb eines gewissen Genres nicht gut ist, aber das Wort Meisterwerk ist hier doch etwas zu hoch gegriffen.
        Mit der ersten Aussage hast du grundsätzlich natürlich recht, auch im Westen gibt es Comics die für Erwachse oder zu mindestens eine erwachsenere Zielgruppe gemacht sind. Da habe ich meinen Text zu schwammig formuliert. Worauf ich im Endeffekt hinaus wollte, sind die verschiedenen Betrachtungsweisen auf Comics/Mangas/Animes, in den verschiedenen Kulturen. Während bei uns viele Comics zu mindestens in den Köpfen vieler Leute noch als Kinderkram gelten, hat man weit im Osten einen oftmals viel differenzierteren Blick.
        Ich glaube auch das die Farbgebung und das Design hier eine große Auswirkung haben.
        Du sagst es ja selber "Zudem gibt es gerade im Bereich der Anime und Mangas selbst große Unterschiede in der Darstellung und Präsentation."
        Wenn ich Ni No Kuni jetzt rein optisch mit einer Serie wie Hellsing oder Death Note vergleiche, dann entsteht da natürlich eine extremer Kontrast. Das muss ja aber keine Allgemeingültigkeit besitzen. Nehmen wir als Beispiel den Film Prinzessin Mononoke, der vom Zeichenstil (natürlich bedingt durch das selbe Studio), viel näher an Ni No Kuni ist, als an z.B. Hellsing. Trotzdem handelt es sich dabei definitiv nicht um einen Kinderfilm, nicht nur wegen teils starker Gewaltdarstellung, sondern auch wegen der allgemeinen Thematik.
        Auch wenn Ni No Kuni sicherlich kein brutales Spiel ist, kann es durch seine Geschichte Themen anschneiden, die Kinder wahrscheinlich gar nicht verstehen. Und damit wären wir wieder bei Disney, ein Spiel/Film kann für Kinder als auch für Erwachsene geeignet sein, es kommt eben immer ein bisschen auf den Blickpunkt an.
        Mangels japanisch Kenntnisse haben ich das Spiel natürlich noch nicht gespielt und will es auch gar nicht verteidigen, aber ich halte es für nicht ausgeschlossen, dass es durch den Zusammenschluss seiner Komponenten (Grafik, Story, Soundtrack, Gameplay), ein Meisterwerk sein könnte.

        Ach und zum Punkt Konsolenkritik. Dein Argument leuchtet mir schon ein, auch wenn ich es nicht ganz so tragisch sehe, da Konsolenspiele ja kein direktes Konkurrenzmedium zu PC Spielen sind (jedenfalls sehe ich das nicht so) und es sicherlich auch mal interessant sein kann zu sehen, was sich sonst auf dem Spielemarkt noch tut. Ich bin auch kein regelmäßiger PC Games (online) Leser, aber was ich hier so mitbekomme, sind Werbeanzeigen im Newsfeed und zusammen gewürfelte Galerien wesentlich nerviger, als der ein oder andere Verweis auf ein Schwestermagazin, bzw. wie hier, ein Review zu einem plattformfremden Spiel. Seht es halt als eine Art Feuilleton :)
        Und selbst dann störe ich mich ja nicht mal an sachlicher Kritik zu dem Thema, sondern an Aussagen à la wen interessiert schon der Konsolenschrott, oder kack kiddie Konsolen. Diese Art von Ignoranz ist in meinen Augen vorpubertär und überflüssig.
      • Von LordCrash Mitglied
        Zitat von SirForce
        Das ist definitiv kein Fakt. Das einzige was man an dem Spiel "kindlich" bezeichnen könnte, ist der Protagonist, der nun mal ein Kind ist. Was die Grafik angeht, ist man sowas im Westen schlicht weg nicht gewohnt. Hier werden Comics wirklich hauptsächlich für Kinder produziert. In Japan sieht das schon anders aus, hier sind Mangas und Animes einfach in der Mitte der Gesellschaft angekommen und bieten für jede Altersgruppe etwas. D.h. es würde auch niemand auf die Idee kommen, ein Cell-Shading Spiel als Kinderkram abzustempeln und so ähnlich muss man es mit dem Anime Stil eben auch halten. Ich halte mich da an die Worte von Walt Disney: "I do not make films primarily for children. I make them for the child in all of us, whether we be six or sixty."

        @all: Ganz davon abgesehen, muss man die Konsolen nicht mögen. Aber sich bei jeder Gelegenheit über die "scheiß kiddie konsolen" aufzuregen, ist nun mal genau das Verhalten, das ein Kind an den Tag legt. Grundlos und völlig überflüssiger Weise sich über etwas aufzuregen, für das es keinen wirklichen Grund gibt. Also vielleicht sollte sich jeder erst einmal an die eigene Nase fassen.
        Ich muss zunächst mal der Behauptung widersprechen, dass Comics und Cartoons in der westlichen Hemisphäre primär für Kinder produziert werden. Die Simpsons, Futurame, viele Marvel Comics, Batman und viele andere sind hauptsächlich für ein erwachsenes Publikum gemacht, auch wenn das nicht immer sofort offen ersichtlich ist.
        Zudem gibt es gerade im Bereich der Anime und Mangas selbst große Unterschiede in der Darstellung und Präsentation. So gibt es eben Anime für Erwachsene und Anime, die eher für Kinder gedacht ist. Und meine Meinung ist eben, dass die grafische Präsentation des Spiels eher infantil ist. Hier hätte man durchaus auch eine "erwachsenere" Darstellung wählen können ohne das Anime-Genre zu verlassen. Ich behaupte ja auch gar nicht, dass das Spiel innerhalb eines gewissen Genres nicht gut ist, aber das Wort Meisterwerk ist hier doch etwas zu hoch gegriffen.

        Zu der Kritik bezüglich der Konsolen: den Leuten hier geht es doch primär gar nicht darum, ob Konsolen gut oder schlecht sind, es geht ihnen darum, dass diese News auf der (Haupt-)Seite der PC (!) Games eigentlich nichts zu suchen haben. Natürlich verlegt die Computec AG mehrere Magazine, darunter auch viele für Konsolen. Und scheinbar wird hier relativ schamlos versucht, Klicks für die diversen Schwestermagazine bzw. -seiten zu generieren. Das mag ja aus wirtschaftlicher Sicht durchaus Sinn machen, aber für diejenigen Kunden/User, die sich eigentlich nur für PC Spiele interessieren, verschlechtert das die Seite enorm.
        Um mal ein etwas plakativeres Beispiel zu nennen: wenn ich auf einer Seite über BMWs surfe (von einem von mir abonnierten Magazin), möchte ich nicht in jeder zweiten Meldung oder sogar als Headliner News über VWs, KIAs oder Fiats lesen, einzig und allein deshalb, weil der der Verlag auch zu diesen Automarken Magazine verlegt und hofft, dadurch mehr Klicks zu generieren. Das nervt einfach nur.... :-S
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