Sine Mora im Test: Kurzweilige Ballerei
Endlich! Frischer Wind im Shoot-'em-Up-Genre. Sine Mora erfordert zwar eine gewisse Frust-Resistenz, bietet aber eine mit toller Grafik, gutem Sound und viel Action unterlegte Kampagne. Für Fans von R-Type und Co. also auf jeden Fall einen Blick wert.
Über ein halbes Jahr nach der Veröffentlichung für Xbox 360 kommt das Shoot 'em Up Sine Mora auch für den PC heraus. Ähnlich dem Klassiker R-Type oder dem jüngeren Vertreter Jets'n'Guns setzt die Koproduktion zwischen dem ungarischen Entwickler Digital Reality und dem japanischen Studio Grasshopper Manufacture auf bekannte Tugenden: Während ihr euer Fluggefährt von links nach rechts steuern, ballert Gegnerwelle um Gegnerwelle vom Himmel, sammeln Power-ups auf und stellen sich gewaltigen Bossen in butterweich scrollender 2,5D-Grafik. Die Steuerung ist vor allem mit Gamepad tadellos, lässt sich aber nicht frei belegen.
Um sich von seinen Genre-Kollegen abzuheben, setzt Sine Moradaher alles auf eine Karte: Zeit ist das bestimmende Element. In jedem Spielabschnitt steht ein gewisses Zeitkontingent zur Verfügung und ersetzt den sonst üblichen Lebensbalken: Treffer am eigenen Schiff ziehen ein paar Sekunden vom Zeitkonto ab, jeder zerstörte Gegner bringt einen Zeitbonus. Ist die Zeit abgelaufen, startet der Levelabschnitt von vorne. Zusätzlich könnt ihr die Zeit kurzfristig verlangsamen. Das Geschehen um den Spieler herum läuft dabei in Zeitlupe ab, das Flugzeug des Spielers bleibt hingegen normal schnell. So werden das Ausweichen der Geschosse und das Umgehen von Hindernissen zum Kinderspiel. Die dafür benötigte Energie ist aber stark begrenzt und kann nur durch bestimmte Power-ups aufgefüllt werden. Also Vorsicht: Wenn ihr zu verschwenderisch damit umgeht, steht ihr vor dem nächsten Boss mit heruntergelassenen Hosen da.
Im Laufe der Kampagne schaltet ihr Piloten und Flugzeuge frei, die im Arcade-Modus beliebig kombinierbar sind und so neue Zusammenstellungen von Primär- (Flugzeug) und Sekundärwaffe (Pilot) ermöglichen. Ebenso kann man die Spezialfähigkeit austauschen: Anstelle der Zeitverlangsamung stehen dem eine Rückspulfunktion und ein Schild, der feindliche Geschosse zum Absender zurückschickt, zur Wahl. Trotz kurzer Kampagne ist durch knackige Schwierigkeitsstufen und die motivierende Jagd nach neuen Punkterekorden in Sine Mora für Wiederspielwert gesorgt.

Die Steuerung mit der Maus ist zwar präzise, aber troztdem nicht gerade perfekt, dennoch lässt es sich auch mit der Maus spielen. Die Story wird auf sehr ungewöhnliche Art und Weise erzählt. Die Handlung springt immer wieder zwischen zwei getrennten Gruppen hin und her. Nachdem Ende des Spiels konnte ich zumindest einen wesentlichen Teil verstehen.
Es gibt ingesamt 4 Schwierigkeitsgrade, die unteren beiden (Normal u. Herausfordernd) bilden den Story-Modus. Für mich war Herausfordernd genau richtig und hat mir sehr gefallen. Die weiteren Modi sind allerdings richtig hart.
http://store.steampowered...