Klasse Spiel, ödes Finale: Zehn enttäuschende Story-Enden [Spoiler-Alarm!]
Auch das beste Videospiel ist irgendwann mal vorbei. Das ist zwar schade, aber unvermeidlich. Bitter ist es allerdings dann, wenn man statt einem grandios inszenierten Abschluss einen Cliffhanger oder eine abstruse Wendung serviert bekommt. Wenn sich Entwickler nicht die Mühe machen Handlungsstränge befriedigend aufzulösen, dann sorgt das für jede Menge Frust.
Die finale Schlacht ist abgeschlossen, die Welt optimaler Weise gerettet und unser Protagonist hüpft vergnügt mit der wunderschönen Prinzessin ins untergehende Licht der Abendsonne. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann feiern sie noch heute. Ein solches Szenario ist zwar komplett übertrieben und sicherlich auch nicht jedermanns Geschmack, aber prinzipiell gilt, dass man nach diversen Stunden investierter Spielzeit auch ein fulminantes Ende erleben möchte. Nichts ist unbefriedigender als ein grandioses Game, dessen Abschluss enttäuscht. Warum hat man sich überhaupt die Mühe gemacht, den Protagonisten vom Schlaffi zum strahlenden Helden zu kultivieren, wenn man schlussendlich nur eine halbgare Videosequenz serviert bekommt, die der eigentlich epischen Story nicht gerecht wird?
Was ein enttäuschendes Ende für ein Videospiel anrichten kann, konnten wir in diesem Jahr an Mass Effect 3 sehen. Die Entrüstung von Fans der Scifi-Trilogie kannte keine Grenzen. Die Kritik war letztendlich so enorm, dass sich Bioware entschloss, via DLC ein erweitertes Ende zu liefern. So richtig fies sind Entwickler aber dann, wenn sie die Story nicht abschließen, sondern offen lassen. Das bildet zwar oft eine schöne Basis für Nachfolgespiele, wie man am Cliffhanger-König – der Assassin's Creed-Reihe – sehen kann, aber die feine englische Art ist das wohl trotzdem nicht. Im Folgenden präsentieren wir euch eine Reihe von Story-Enden, die doch schwer zu wünschen übrig lassen. Eure Meinungen und Anregungen sind uns dabei wie immer willkommen. Wir möchten hiermit noch einmal ausdrücklich auf die Spoiler-Gefahr hinweisen. Trotz der Warnung bitten wir euch, bei euren Kommentaren detaillierte Ausführungen zum Schluss einer Geschichte mit dem Spoiler-Tag zu versehen. Das sieht dann folgendermaßen aus: [SPOILER]Euer Text [/SPOILER]. Aber genug der Vorrede, jetzt geht's los:
Borderlands
Clap Trap wird von einem Energiestrahl aus dem Weltraum getroffen und mutiert daraufhin zu einem Bösewicht? Das Story-Ende klingt nicht nur abstrus, sondern hinterließ bei vielen Spielern auch eine Litanei an Fragen. Und unser Wunsch, das Vault zu plündern, ging leider auch nicht in Erfüllung.
Crysis 2
Die Crytek kündigte "Crysis" als Trilogie an. Deswegen überrascht das offene Ende des zweiten Teils nicht wirklich – ein wenig enttäuschend ist es dennoch. Auch die Originalität ließ hier zu wünschen übrig.
In diesem Artikel
- Seite 1 Klasse Spiel, ödes Finale: Borderlands und Crysis 2
- Seite 2 Klasse Spiel, ödes Finale: Divinity 2: Ego Draconis und Half-Life 2
- Seite 3 Klasse Spiel, ödes Finale: Halo 2 und Legacy of Kain: Soul Reaver
- Seite 4 Klasse Spiel, ödes Finale: Mass Effect 3 und Rage
- Seite 5 Klasse Spiel, ödes Finale: Kotor 2 und The Witcher 2
- Seite 6 Bildergalerie
- Seite 1 Klasse Spiel, ödes Finale: Borderlands und Crysis 2
- Seite 2 Klasse Spiel, ödes Finale: Divinity 2: Ego Draconis und Half-Life 2
- Seite 3 Klasse Spiel, ödes Finale: Halo 2 und Legacy of Kain: Soul Reaver
- Seite 4 Klasse Spiel, ödes Finale: Mass Effect 3 und Rage
- Seite 5 Klasse Spiel, ödes Finale: Kotor 2 und The Witcher 2

Wobei ich sagen muss, dass der Cliffhanger im zweiten Teil noch gemeiner war als der Vorgänger. Da hat man sich mit der Figur Raziel endlich so gut identifiziert, kann seine Gefühle und Gedanken nachvollziehen, und dann wird ihm am Schluss sowas angetan mit einem bösen "to be continued". Wenn man über die (schon damals nicht ganz so tollen) Gameplayelemente hinwegsieht und die Story bis zum Schluss weiterverfolgt hat, konnte das Ende vom zweiten Teil einem nur fassungslos zurücklassen...
Kleiner Gedenk-Nebensatz: Ich würde mich höllisch über eine Fortsetzung der Legacy of Kain-Saga freuen. Heutzutage gibts echt nicht viele Spiele, die eine so tiefe, teils philosophische, über mehrere Zeitebenen verschachtelte und trotzdem nachvollziehbare Geschichte bietet. Und sämtliche Haupt- und Nebencharaktere jeder Serie waren durch die Bank eigene, dreidimensionale Persönlichkeiten...
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Das Ende vom "The Witcher 2" ist auch etwas merkwürdig. CD Projekt hat es mMn. leider nicht geschafft, die Wendung von einem Hauptbösewicht zu einem Handlanger in irgendeiner Weise dramatisch oder erinnerungswürdig zu inszenieren, was einen doch recht fahlen Beigeschmack hatte... Allerdings sollte das Ende trotzdem niemanden davon abhalten, sich dieses Spiel zu kaufen, da der Weg bis dahin in Sachen Präsentation nur von leidenschaftlichen Entwicklern stammen konnte. Das Ende mag nicht perfekt sein, ist aber von einem Totalausfall weit entfernt...
wurde leider nie fortgesetzt.
Leider wurde da auch nicht alles aufgelöst, aber es dürfte trotzdem mehr als erwähnenswert sein, denn das Addon war grandios!
Siehe KotOR, das machts nicht besser und es ist keine Entschuldigung dafür, eine lahmes Ende abzuliefern
Ach ja, Fable 1 Lost Chapters hatte auch ein richtig lahmes Ende
Genau so wie Darkstar One