WoW: Wie arm ist der WoW-Held? Ergebnisse des "WoW-Mikrozensus"

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Special Susanne Braun - Autorin Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Eric Dekker startet einmal im Jahr eine Umfrage zu den Reichtümern der WoW-Helden und präsentiert auf seiner Webseite die Ergebnisse der Umfrage, für die eine Woche lang im Oktober und im November Daten gesammelt wurden. In diesem Jahr haben mehr als 11.000 Spieler mitgemacht und setzen mit ihren Antworten den mittleren Goldwert pro Spieler bei 80.000 Gold fest. Durchschnittlich gesehen läge der Wert bei 302.593 Gold.

Einmal im Jahr sammelt Eric Dekker Daten von WoW-Spielern, die an seiner Reichtumsumfrage teilnehmen und wertet anschließend aus, wie denn das Gold bei den WoW-Helden verteilt ist. Ende Oktober bis Anfang November 2012 hat Dekker in diesem Jahr mehr als 11.000 WoW-Fans dazu bewegen können, an seiner Umfrage teilzunehmen. Wie die Ergebnisse ausgefallen sind, könnt Ihr auf Dekkers Webseite und in unserer folgenden Zusammenfassung in Erfahrung bringen. Wir möchten darauf hinweisen, dass uns nicht die genauen Daten der Spieler, sondern nur die Auswertungen Dekkers zur Verfügung stehen. Außerdem ist die Umfrage nicht unbedingt auf die komplette WoW-Community anzuwenden, denn die 11.000 Datensätze stellen freilich nur einen Bruchteil der Spielerschaft dar. Interessant sind die Ergebnisse des "WoW-Mikrozensus" natürlich dennoch.

So geht aus den 11.344 nutzbaren Datensätzen hervor, dass der durchschnittliche Goldhaufen, den ein Spieler auf seinem WoW-Account bunkert, 302.593 Münzen zählt. Der berechnete Mittelwert fällt wie auch im Vorjahr weitaus realistischer aus und liegt bei 80.000 Goldstücken - immerhin ein Zuwachs von 128 Prozent, denn im Vorjahr lag die Menge bei 35.000 Gold. Wird der Gini-Koeffizient, mit dem Ungleichverteilungen dargestellt werden, auf die Werte angewandt, dann wäre Azeroth - angenommen, er wäre ein Staat unseres Planeten - mit einem Wert von 75,9 Prozent der Staat mit dem größten Ungleichheitsverhältnis. Zum Vergleich: Deutschland hat einen Gini-Index von 28,3 Prozent, als das Land mit dem höchsten Index wird derzeit Namibia mit 70,7 Prozent geführt.

10,82 Prozent der Teilnehmer der Umfrage haben ihren Angaben zufolge weniger als 10.000 Goldstücke in den Taschen ihrer Helden. Dahingegen haben 0,18 Prozent der Teilnehmer mehr als 10.000.000 Gold auf ihrem Account. 81,63 Prozent derjenigen, die an der Umfrage teilgenommen haben, liegen unter dem Durchschnittswert von 302.593 Gold. Und um im Occupy-Jargon zu sprechen: Die "99 Prozent" sind immerhin im Besitz von 74,18 Prozent des im Rahmen der Umfrage angegebenen Goldes - entsprechend hortet ein Prozent der Umfrageteilnehmer 25,72 Prozent des Goldes. Wie viel Gold insgesamt in der Umfrage gemeldet wurde, verrät Dekker übrigens in diesem Jahr nicht.

Neben den Goldwerten ist auch interessant zu sehen, mit welchen Aktivitäten sich die Zeit in WoW vertreiben. Die Menge der teilnehmenden Spieler, die vor allem "casually", also gelegentlich an Elementen wie Raids und PvP teilnehmen, hat in fast allen Kategorien enorm zugenommen. Die Spieler, die regelmäßig an genannten Aktivitäten teilnehmen, haben übrigens mehr Gold zur Verfügung, als nur diejenigen, die gelegentlich bei Raids, PvP und Co mitmachen, so Dekker.

  Raids PvP RP Haustierkampf Auktionshaus Gold Farmen
Ja 45% (-20) 20% (-19) 2% (-6) 18% 34% (-9) 12% (-6)
Gelegentlich 42% (+35) 49% (+40) 9% (+5) 47% 42% (+31) 35% (+26)
Nein 13% (+15) 31% (-21) 89% (+2) 35% 24% (-21) 53% (-21)

Des Weiteren hat Dekker in diesem Jahr eine neue Umfragekategorie zu seinem "WoW-Mikrozensus" hinzugefügt, nämlich inwiefern die Umfrageteilnehmer mit Tätigkeiten zu tun haben, die die Nutzungsbestimmungen von WoW brechen. Ein Gros der befragten Spieler hat das Kreuzchen bei Fragen nach Botting, Duping, Goldkauf, Goldverkauf und anderen Exploits bei "Nein" gesetzt - aber das haben eben nicht alle.

Am populärsten unter den genannten Tätigkeiten ist das Botting, das 5,54 Prozent der Umfrageteilnehmer wenigstens einmal schon betrieben haben. Dicht darauf folgt der Kauf von Gold mit 5,19 Prozent. Am wenigsten Teilnehmer gestanden das Duping (0,47 Prozent). Genau die Kategorie hat bei der Möglichkeit, sich der Beantwortung zu enthalten, aber auch mit 2,88 Prozent den höchsten Wert. Die komplette Analysen Dekkers könnt Ihr auf der Webseite xsinthis.net lesen.

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Schlechtmacher Hobby-Spieler/in
        Zitat von Enisra
        ähm
        nein?
        ähm doch. Was der Autor hier als "Mittelwert" bezeichnet ist (ohne das nachgerechnet zu haben) wohl eher der Median. Man kann aber auf einer Seite wie dieser natürlich nicht erwarten, dass die Redakteure sich mit Statistik auskennen. Die schreiben ja auch nur ab, was anderswo gepostet wurde.
      • Von Schlechtmacher Hobby-Spieler/in
        Zitat von Enisra
        ähm
        nein?
        ähm doch. Was der Autor hier als "Mittelwert" bezeichnet ist (ohne das nachgerechnet zu haben) wohl eher der Median. Man kann aber auf einer Seite wie dieser natürlich nicht erwarten, dass die Redakteure sich mit Statistik auskennen. Die schreiben ja auch nur ab, was anderswo gepostet wurde.
      • Von Enisra Mitglied
        Zitat von dr-dev
        Mittelwert, Durchschnitt und arithmetisches Mittel ist alles dasselbe: Du zählst alle Werte zusammen und teilst durch die Anzahl an Werten.

        ähm
        nein?
      • Von dr-dev NPC
        Zitat von Enisra
        Tante Wiki und vorallem mein altes Mathebuch sagen aber eher dass das was umgangssprachlich Durchschnitt gennant wird das Arithmetische Mittel ist und Mittelwert der Überbegriff ist
        Mittelwert, Durchschnitt und arithmetisches Mittel ist alles dasselbe: Du zählst alle Werte zusammen und teilst durch die Anzahl an Werten.
        Das Problem dabei ist, dass, wenn einzelne Werte extrem hoch (oder tief) sind, diese den Durchschnitt stark zu sich heranziehen. Z.B. 1,2,3,4,1000 hätte einen Mittelwert von 202. Das ist viel zu hoch für einen Grossteil aller Befragten, wenn es z.B. wie hier um Reichtum geht.
        Eine der möglichen Lösungen, um aussagekräftige Zahlen zu erhalten, ist der Median. Da ordnest du alle Werte aufsteigend und gibst einfach den genau in der Mitte an. Hier (1,2,3,4,1000) wäre das die 3.

        Bitteschön :-D Würde mich sehr freuen, wenn sich jemand von der Mathematik belästigt fühlt oder gar Kopfweh kriegt. :-D
      • Von Shadow_Man Mitglied
        Ich hatte 120.000 Gold, bevor ich dann mit WoW aufgehört hab. Wäre ich bis heute dabei geblieben, dann wäre es jetzt bestimmt bei so 800.000 bis 1 Mio. Man braucht einfach nur die richtigen Berufe und das Auktionshaus und die Preise dort zu studieren. Wenn z.b. jemand was für einen lächerlichen Preis reinsetzt, dann kauft man das und setzt es dann für den normalen Preis, was es sonst so kostet, wieder rein. Und schwupps hast du die Differenz verdient. Wenn du dann noch deine Berufe gut ausnutzt, immer die Ausrüstungsteile reinstellst, die es gerade nicht so im Auktionshaus gibt, dann verdienst du da auch noch gut.
        Wenn du da einen super Tag hast, dann kannst du da auch mal 30.000 Gold an einem Tag verdienen.
      • Von RedDragon20 Mitglied
        Ich bin froh, wenn ich mit meinem Krieger mal um die 20.000 habe. Das ist ja leider gar nichts mehr und lediglich Peanuts. Und als Juwelier hat man es im Moment auch etwas schwer.
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