Jack Keane und das Auge des Schicksals im Test: Der Vorgänger war deutlich besser

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Test Marc Brehme - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Ein alter Bekannter, zwei hübsche Frauen, ein Schatz, Action - und ein paar Rätsel: Jack Keane und das Auge des Schicksals hat uns im Test vor allem durch seine Probleme mit der Steuerung und der Kamera genervt. Die Inszenierung und die Dialoge sind dagegen wieder sehr gut geworden. Wie uns das neue Jack Keane-Adventure gefallen hat, lest ihr in unserem Test.

Schanghai, 1899. Jack Keane sitzt hinter Gittern. Auch in seinem zweiten Abenteuer Jack Keane und das Auge des Schicksals ist dem tollpatschigen Protagonisten weiterhin das Pech hold: All seine bisherigen Ausbruchsversuche sind gescheitert. Auch dieses Mal wird er geschnappt und soll nun gegen einen "Schädelbrecher" genannten Knastkämpfer in der Arena antreten. Und dann erzählt ihm auch noch ein Schamane etwas über einen Schatz. Aber immer mit der Ruhe. Bei Spielbeginn klebt Ihnen zunächst Amanda am Mauszeiger, sprich, Sie sind die Schnitte. Amanda will Jack befreien, ist aber erst einmal in eine Schießerei auf einem Schiff verstrickt, das sie zur Gefängnisinsel bringt. Schon im Vorgänger ballerte die toughe Texanerin mit ihrer Donnerbüchse etwa auf Lampen und Seile, um im Spielverlauf weiterzukommen. Und auch diesmal kann sie gut mit ihrer Langwaffe umgehen … Per Mausklick schicken Sie Amanda von Deckung zu Deckung und schießen etwa auf einen Karton Feuerwerkskörper, um sich ihrer Gegner zu entledigen. Später jagen Sie auch eine verschlossene Tür durch einen gezielten Schuss auf Nitroglyzerin hoch oder ballern auf einen Zeppelin. Bereits in diesen Szenen wird klar, dass die Entwickler das Adventure deutlich actionreicher gemacht haben.

Jack Keane und das Auge des Schicksals: Wer darf als Nächster ran?

Absolvieren Sie anfangs noch Spielabschnitte mit Jack oder Amanda, können Sie später an einigen Stellen zwischen Jack, Amanda und der dritten Hauptfigur Eve wechseln. Das sind die goldenen Zeiten von Jack Keane und das Auge des Schicksals. Dann, wenn Sie etwas mehr knobeln dürfen als in den anderen Abschnitten. Dann, wenn Sie auf dem verschneiten Kilimandscharo überlegen müssen, welchem Charakter Sie welche Ausrüstung ins Inventar stopfen, damit Sie aus der eisigen Umgebung fliehen können. Dann, wenn das Adventure gar einen gewissen Wiederspielwert bietet. Sie geradezu auffordert, einen Spielstand zu laden und zu schauen, was sich ändert, wenn Sie statt Amanda doch Eve den Schneeanzug überreichen und die aufreizende dritte Hauptdarstellerin für diesen Level wählen. Leider sind solche Momente selten. Momente, die Adventures neben der Story und – in diesem Fall gut gelungenen filmreifen – Inszenierung ausmachen. Knifflige Rätsel nämlich. Die meiste Zeit haben Sie kaum mehr als eine Handvoll Gegenstände im Inventar und die Lösung der eher seltenen Kombinationsrätsel ist häufig allzu offensichtlich.

Jack Keane und das Auge des Schicksals: Drei sind einer zu viel

Jack Keane und das Auge des Schicksals im Test - Nervige Steuerung, aber schön inszeniert. (2) Quelle: PC Games Jack Keane und das Auge des Schicksals im Test - Nervige Steuerung, aber schön inszeniert. (2) Gelungener sind da schon die Dialoge im Spiel, insbesondere der Zickenkrieg zwischen den beiden Damen, die um Jacks Gunst buhlen, entlockte uns einige Lacher. Dennoch zünden bei Weitem nicht mehr alle Gags so wie noch im Vorgänger; der Deck- 13-Humor ist braver geworden. Spieler des ersten Jack-Abenteuers schmunzeln aber über einige Easter Eggs wie fleischfressende Pflanzen oder abgerichtete Affen, die den Vorgänger thematisieren. Toll! Ob man die Kämpfe hingegen toll findet, darüber kann man streiten. Wir fanden das Gameplay- Element zwar eine nette Idee, aber auch etwas überflüssig. Jack beginnt im Knast eine Kämpferausbildung und lernt im Lauf des Spiels immer wieder neue Verteidigungs- oder Angriffsmanöver. So müssen Sie etwa in Hamburg den Hafenaufseher im Faustkampf be- siegen. Dafür lernen Sie von einem Hafenarbeiter ein neues Manöver. Kommt es dann zum Kampf, haben Sie einige Sekunden Zeit, auf den Angriff Ihres Gegners zu reagieren, indem Sie aus einer Auswahl von Konterangriffen wählen und die entsprechende Schaltfläche klicken. Waren Sie damit erfolgreich, dürfen Sie Ihrerseits einen Schlag laden. Mit dem neuen Angriff hauen Sie ihn aus den Latschen. Schön cineastisch in Zeitlupe in Szene gesetzt, aber insbesondere später etwas nervig, wenn Sie bei anderen Gegnern mehrere Treffer landen müssen und durch lästiges Ausprobieren mehrere Wiederholungen brauchen. Der Gameplay-technische Tritt auf die Bremse wirkt aufgesetzt und unnötig. Wir hätten stattdessen lieber an weiteren umfangreichen Rätselketten geknobelt.

Jack Keane und das Auge des Schicksals: Falsch besteuert

Im etwa zehnstündigen Spielverlauf besuchen Sie Schanghai, Hamburg, Afrika und einige Locations, die Traumwelten von Jacks Unterbewusstsein darstellen und mit skurrilen Gegenständen und Charakteren echt abgefahren sind. Grafisch macht das Adventure einerseits durch Einsatz von Tiefenschärfe, Perspektivwechsel, Kamerafahrten, Raucheffekte und Spiegelungen in der kompletten 3D-Welt schon etwas her, anderseits sorgen teils miese Texturen für Netzhautschmerzen. Weiteres Problemkind: die Steuerung. Warum müssen wir die Maustaste gedrückt halten, um Jack mit diesem Eingabegerät bewegen zu können? Warum bleibt er dabei häufig irgendwo hängen und muss außerdem noch manuell über Hindernisse springen (rechte Maustaste)? Warum integrieren die Entwickler überhaupt so etwas Frustrierendes, wenn die Steuerung ohnehin schon so hakelig ist? Selbst die bei Weitem nicht ideale Steuerung des Vorgängers hat besser funktioniert als diese jetzt. Deck 13, bitte reicht eine normale Point&Click- Steuerung mit Wegfindungsroutine per Patch nach. Danke.

Bildergalerie

Wertung zu Jack Keane und das Auge des Schicksals (PC)

Wertung:

7.0 /10
Pro & Contra
Cineastische Umsetzung mit Action-Szenen und KamerafahrtenDrei spielbare CharaktereWitzige Zickenkrieg-DialogeSehr gute und bekannte SprecherTeils verschiedene Lösungswege
Nervige Steuerung und KameraÜberflüssige KämpfeAnimationen wirken teils unfertigFür Profis zu leicht
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    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Dampfplauderer Anfänger/in
        Ehrlichgesagt fühlt sich das ganze Spiel an als hätten sie versehentlich eine geleakte Pre-Alpha ausgeliefert, ich hab in Hamburg erstmal aufgegeben.

        Es erinnert mich irgendwie extrem an Ceville, und nicht im Guten. Grafik,Humor, Animation...(Die Steuerung und Kamera von waren allerdings deutlich besser).

        Mich hat schon der erste Kampf auf dem Schiff genervt. Alkohol explodiert nicht. Noch nichter eine Pfütze. Und am nichtigsten wenn man reinballert. Und hab ich irgendwo eine Zwischensequenz weggeklickt bei das jemand löscht ?

        ..ich hoffe die Patchen noch was
      • Von Dampfplauderer Anfänger/in
        Ehrlichgesagt fühlt sich das ganze Spiel an als hätten sie versehentlich eine geleakte Pre-Alpha ausgeliefert, ich hab in Hamburg erstmal aufgegeben.

        Es erinnert mich irgendwie extrem an Ceville, und nicht im Guten. Grafik,Humor, Animation...(Die Steuerung und Kamera von waren allerdings deutlich besser).

        Mich hat schon der erste Kampf auf dem Schiff genervt. Alkohol explodiert nicht. Noch nichter eine Pfütze. Und am nichtigsten wenn man reinballert. Und hab ich irgendwo eine Zwischensequenz weggeklickt bei das jemand löscht ?

        ..ich hoffe die Patchen noch was
      • Von thoner79 Gelegenheitsspieler/in
        Natürlich darf das obligatorische Minus "Für Profis zu leicht" in einem Adventure-Test nicht fehlen. Entweder das oder halt "Für Einsteiger zu frustrierend" wenn der Tester dann doch nicht ohne Komplett-Lösung durch kommt.

        Wie dem auch sei, ich werds mir auf alle Fälle trotzdem irgendwann kaufen, fand den ersten Teil super. Hoffe allerdings das tatsächlich noch ein Patch nachgereicht wird, denn die Steuerung klingt nach "Tales of Monkey Island" und die war ne Katastrophe....
      • Von Marko3006 Mitglied
        Och das ist ja mal ne kleine Enttäuschung! :-/ Hmm vielleicht kann per Patch ja ein wenig verbessert werden.
      • Von Mothman Mitglied
        Zitat von sauerlandboy79
        Wieso DIE Vorgänger ?! Habe ich was verpasst oder gab es mehr als nur den Erstling von 2007 ?
        Mir ist bisher auch nur 1 Titel bekannt. Naja, sollte ja schnell korrigiert sein, aus dem "die" ein "der" machen. :-)

        EDIT:
        Und aus dem "waren" ein "war" würde sich in dem Zuge auch anbieten.^^
      • Von sauerlandboy79 Mitglied
        Wieso DIE Vorgänger ?! Habe ich was verpasst oder gab es mehr als nur den Erstling von 2007 ?
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