Fussball Manager 13 im Test: Riesenumfang, aber fehlender Online-Modus und störende Bugs - Ab sofort im Handel
Ab dem 25. Oktober ist der Fussball Manager 13 im Handel erhältlich. PC Games hat die Kicker-Simulation einem ausführlichen Test unterzogen. Der Umfang ist einmal mehr gewaltig und viele der neuen Features können überzeugen. Doch der fehlende Online-Modus, nervige Bugs und andere Ungereimtheiten geben Anlass zur Kritik. Ist FM 13 trotzdem ein Pflichtkauf für Genrefans? Unser Test gibt euch die Antwort.
Lohnt sich der Fussball Manager 13, wenn ich den Vorgänger besitze? Das ist wohl eine der am häufigsten gestellten Fragen, die man in den Fan-Foren liest und die man als Tester eines neuen Teils der FM-Reihe zu hören bekommt. Denn auch wenn man der Reihe einen Mangel an allzu großen Innovationen vorwerfen mag, Änderungen und Neuerungen gibt es jedes Jahr zuhauf. Viel wichtiger ist dabei jedoch die Frage: Funktionieren diese neuen Features auch und bereichern sie das Spielgeschehen?
Und: Wie bugfrei ist das Ganze? Schließlich gab es FM-Jahrgänge, die anfangs fast unspielbar waren, und wieder andere, die gleich von Release an rund und weitestgehend problemlos ihren Dienst verrichteten. Um diesen Fragen nachzugehen, widmeten wir uns fast zwei Wochen einer Review-Version des neuen FM 13. Das heißt konkret, dass das Spiel zu etwa 98 % fertig und alle Features enthalten waren. Dennoch mag der ein oder andere Bug bis zur Verkaufsversion rausgepatcht (oder was für uns weit ärgerlicher wäre: hinzugekommen) sein.
Fussball Manager 13: Elf Freunde
Die wohl größte und auch wichtigste Änderung in diesem Jahr ist die Team-Dynamik. Klingt auf den ersten Moment kryptisch, ist aber ganz leicht erklärt. Wie in der Realität gibt es im FM 13 nun eine Hierarchie in den Teams. Die Chefs geben den Ton an, die Newcomer ordnen sich unter oder rebellieren, die eher introvertierten Spieler halten sich im Hintergrund. Hinzu kommt eine Vielzahl an individuellen Zielen, die jeder Kicker verfolgt. Einer möchte Stammspieler werden, ein zweiter Kapitän, ein dritter will vielleicht in einem offensiven Team kicken und ein vierter sich lediglich im Training verbessern.
Quelle: EA
Entwickler Bright Future hat in den Fussball Manager 13 erneut allerhand neue Features integeriert.
Diese unterschiedlichen Rollen, Ziele und Beziehungen untereinander sorgen dafür, dass ihr euch deutlich mehr als noch im Vorgänger um das Wohlbefinden eurer Mannschaft kümmern müsst. Entgegen unserer Befürchtung artet das Ganze jedoch nicht in Arbeit aus, sondern sorgt tatsächlich für Abwechslung. Ebenfalls schön: Bei kleineren Vereinen führt die Team-Dynamik kaum zu Stress, da es maximal drei, vier Spieler gibt, die überhaupt Ansprüche stellen. In Star-Ensembles wie beim FC Bayern hingegen mimt ihr den virtuellen Babysitter für die verhätschelten Stars und versucht, möglichst viele Wünsche unter einen Hut zu bringen - sehr unterhaltsam, bei größeren Vereinen aber fast schon zu schwer.
Fussball Manager 13: Vorausschauend Handeln
Ebenfalls neu in diesem Jahr sind drei kleine Tools, mit denen ihr die Zukunft eures Vereins besser planen könnt. Das erste Tool ist recht unspektakulär und zeigt euch lediglich alle kommenden Ereignisse an. Wichtige Spiele, beendete Bauaufträge - nett, aber vernachlässigbar. Die anderen beiden Tools hingegen erleichtern euch das Leben ungemein. Mit dem Kader-Planer seht ihr beispielsweise, wie euer Team in der nächsten Saison aussieht beziehungsweise aussehen könnte. Ihr dürft nämlich beliebig Spieler löschen, verschieben oder eventuelle Neuzugänge einbauen und so sehen, wie die Frischlinge ins Team passen würden. So lassen sich Transfers bereits vorab deutlich besser einschätzen - klasse.
Mit dem Entwicklungsprognose-Tool hingegen könnt ihr den Karriere-Verlauf eines Kickers simulieren. Ihr gebt einfach Parameter wie gespielte Spiele und Verletzungen ein und das Tool errechnet euch, wie sich besagter Kicker wohl entwickelt. Da ist natürlich gehörig Hokuspokus dabei, schließlich verläuft eine Entwicklung weitaus dynamischer, als grober Anhaltspunkt können die Erkenntnisse aber schon dienen.

Aus reiner Neugier habe ich dieses Jahr mal wieder die Demo vom Fussball Manager gespielt, und mein Fazit fiel vernichtend aus! Keine einzige wirkliche Verbesserung erkennbar. Stattdessen: Kosmetik zum vertuschen an allen Ecken. Es ist nichts anderes als Verarschung am Kunden, nach so vielen Jahren immer noch ein so verbuggtes Spiel zu verkaufen.
Wenn ich Sims spielen möchte, dann spiele ich Sims. Was möchte ich aber spielen? Genau! Eine Fussball Manager Simulation. Doch anstatt den Kern richtig zu simulieren, nähmlich den Fussball, wird eigentlich nur das Drumherum simuliert. Und selbst da gibt es Macken, aber egal. Fakt ist: EA hat es beim FM 2013 noch immer nicht geschafft die taktischen Ansagen auch nur annähernd ins Spiel einfließen zu lassen. Wozu Taktiken einstellen, Spieler stundenlang Scouten, mit ihnen labern etc, wenn dann ein Spielausgang gewürfelt wird?
Da importiere ich mir lieber weiterhin den Football Manager von SEGA. Schon klar warum EA den hier nicht auf dem Markt zulässt: Er schlägt den Fussball Manager haushoch!
Wer sehen will wie eine richtige Simulation ausschaut, sollte sich das hier mal ansehen: Football Manager 2013 Video Blog: Match Engine 1 (English version) - YouTube