Legends of Pegasus im Test: Die unglaubliche Reise in einem verbuggten Raumschiff

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Test Christian Weigel - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

In Legends of Pegasus gibt es beinahe mehr Bugs als Sterne im Weltall. Die Katastrophe im Weltall rasselt deshalb natürlich auch mit Pauken und Trompeten durch den PC Games-Test. Schade um die eigentlich guten Ansätze des Spiels.

Als Legends of Pegasus Anfang 2012 angekündigt wurde, war die Begeiste­rung unter Raumflottenadmiralen und planetaren Gouverneuren groß. Das Erstlingswerk der deutschen Novacore-Studios, gegründet durch zwei Fachinformatiker aus Essen und Duisburg, kombiniert rundenba­sierte Verwaltung der eigenen Flot­ten und Planeten mit Raumschlach­ten in Echtzeit und sollte die besten Elemente von Master of Orion 2, Ascendancy und Homeworld in sich zu vereinigen: Forschung, Expansi­on, bebaubare Planetenoberflächen und nicht zuletzt Schiffsdesign, und dazu jeweils eine Kampagne für alle drei spielbaren Völker.

Nur dumm, dass der Titel keiner der genannten Genregrößen trotz aller gut gemeinten Konzepte auch nur ansatzweise das Wasser reichen kann. Nicht zuletzt liegt das an einer überwältigenden Menge an Fehlern und defekten Features - mit ein paar Monaten mehr Entwicklungs­zeit, viel mehr Sorgfalt und etwas Liebe zum Detail hätte aus Legend of Pegasus tatsächlich ein solides, wenn auch nicht bahnbrechendes Weltraumstrategiespiel werden können - im jetzigen Zustand taugt es nur für die orbitale Müllhalde.

Legends of Pegasus im Test: Die unglaubliche Reise in einem verbuggten Raumschiff. (9) Quelle: Kalypso Media Legends of Pegasus im Test: Die unglaubliche Reise in einem verbuggten Raumschiff. (9) Beispiel gefällig? Legends of Pegasus wechselt nicht, wie es im Weltraumstrategie-Genre üblich ist, für Gefechte zwischen feindlichen Raumschiffen auf eine Taktikkarte. Kommen sich gegnerische Schif­fe nahe genug, schaltet das Spiel stattdessen nahtlos vom Runden- in den Echtzeitmodus; die Positio­nen aller Schiffe im Sternensystem werden direkt aus dem Rundenmo­dus übernommen. Da die Distan­zen zwischen einzelnen Planeten oder Asteroidenfeldern riesig sind, kann es vorkommen, dass weit entfernt stationierte Raumkreuzer gar nicht schnell genug am Ort des Geschehens sein könnten, um in die Schlacht einzugreifen. Prakti­scherweise dürfen aber alle Schiffe während des Echtzeitmodus die Warpgeneratoren anwerfen und mit Überlichtgeschwindigkeit an den Ort des Geschehens rasen. So kommen sie vielleicht spät, aber eventuell noch rechtzeitig an, um einen Kampf zu beeinflussen. Wenn eine Schlacht gewonnen ist und das Spiel zurück in den Runden­modus wechselt, während einzelne Kreuzer und Fregatten noch per Warpantrieb unterwegs sind, kön­nt ihr eure Schiffe allerdings ver­gessen. Sie sind auf der Karte noch sichtbar, lassen sich aber weder anwählen noch kommandieren und gondeln auf ewig als Geisterschiffe durchs All.

Ein anderes Problem tritt auf, wenn der Gegner unverhofft eine Schlacht gewinnt und alle Spieler­schiffe vernichtet werden: Legends of Pegasus sieht sich anscheinend nur in der Lage, in den Rundenmo­dus zurückzuwechseln, wenn alle feindlichen Kräfte zerstört sind. Verliert ihr alle eigenen Schiffe, bleibt ihr ewig im Echtzeitmodus hängen, ohne eine Möglichkeit, das Handtuch zu werfen.

Auch in der planetaren Verwaltung läuft nicht alles glatt. Die Schiebe­regler, mit denen ihr Steuersätze, Kultur-, Forschungs- und Verteidi­gungsbudgets einstellt scheinen nur Dekoration zu sein. Egal, welche Einstellungen ihr vornehmt, die Regler schnalzen bei jedem Run­denwechsel zurück auf die Null­position, was jegliche Planung zu­nichte macht. Erschwerend kommt hier noch hinzu, dass Legends of Pegasus nicht gerne Informatio­nen preisgibt und durchgehend mit Tooltips oder Anzeigefenstern geizt: Beim Errichten einer Bergbaustati­on in einem Asteroidenfeld war es uns nicht möglich herauszufinden, ob der Außenposten überhaupt den Betrieb aufgenommen hatte oder was genau er förderte.

Legends of Pegasus im Test: Die unglaubliche Reise in einem verbuggten Raumschiff. (11) Quelle: Kalypso Media Legends of Pegasus im Test: Die unglaubliche Reise in einem verbuggten Raumschiff. (11) Das Schiffsdesign ist etwas eingän­giger: Aus verschiedenen erforsch­ten Rumpfkomponenten tackert ihr euch ein Wunschvehikel zusammen. Menschen-Schiffe haben einen kantigen Standard-Science-Fiction- Look, die Schiffe der Roboter-Rasse ähneln fliegenden Zitronenpressen und die organischen Gemüseschiffe der dritten Fraktion sehen aus wie überdimensionale Techno-Auber­ginen. Die leeren Rümpfe dürft ihr in einem Baukastensystem mit Waffen, Reaktoren, Antrieben und Sensoren bestücken. Leider sind Spezialsysteme wie Scanner oder Reparaturmodule im Zweifelsfall sowieso nicht funktionstüchtig. Das macht aber nichts. Die Kämp­fe selbst sind nicht besonders tak­tisch, meist reicht es, die komplette eigene Flotte zu markieren und per Klick auf einen Gegner zu hetzen. Stattdessen müsst ihr euch mit der extrem störrischen Kamera an­legen, die sich zwar bei gedrückter rechter Maustaste rotieren lässt, aber gleichzeitig bei einem Reckt­sklick an den Ort springt, an dem sich der Mauszeiger befindet - also irgendwo in die Leere am Randbe­reich des Sternensystems.

Egal ob im freien Spiel oder in der durch spartanisch animierte Zwi­schenbildchen erzählten Kampa­gne: Ab und zu lässt sich erahnen, dass Legends of Pegasus durch­aus Potential hat und die Ent­wickler sich zumindest Gedanken über ihr Spiel gemacht haben. Die Weltraumschlachten sehen nicht schlecht aus, falls die störrische Kamera rechtzeitig in Position ge­bracht werden kann, und vor allem die Musik verdient lobenswerte Erwähnung. Das Grundgerüst des Spiels hingegen ist völlig marode, nichts funktioniert wie es sollte. Wir raten daher, trotz fleißiger Patch- Nacharbeit der Entwickler von ei­nem Kauf dringend ab.

Bildergalerie

Wertung zu Legends of Pegasus (PC)

Wertung:

4.0 /10
Pro & Contra
Rundenstrategie kombiniert mit EchtzeittaktikSchöner Soundtrack
zum Release unspielbarKamerasteuerung aus der HölleLangweilige Gefechtelahme Zwischensequenzenhanebüchene StoryFehlende TooltipsAnzeigefehler in den Menüs
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    • Kommentare (31)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Shadow_Man Mitglied
        Zitat von KlexInator
        Liebe PC Games ...
        Ich finds ganz ehrlich... NE SAUEREI ... dieser Test ist in kurzen Worten gefasst... ein Witz, bin an der Stelle verdammt enttäuscht.

        Klar das es einfach extrem verbugt ist.
        Aber man muss dazu sagen, das die Entwickler echt daran sind diese zu beheben und sich auch um ihr Werk kümmern.
        Find es schade das hier sowas nicht berücksichtigt wird. Andere Hersteller sind da nicht so.

        Komischerweise wurden hier viele verbugte Spiele getestet und bei solchen wurde keine Wertung dann rausgebraucht und oder später nach bewertet (hoff hier geschieht dies auch).

        Und dieses Hetzen finde ich ebenso unangebracht. Das Spiel hat Potenzial und macht trotz bugs mehr Spass wie z.B. Endless Space.

        Die Echtzeitkämpfe sind ebenso gelungen (wenn auch verbuggt). Ich find Ihr soltet dem Spiel ne Chance geben.
        Bei einem Test wird immer der "Ist"-Zustand bewertet und nicht, welches Potenzial ein Spiel hat oder wie es sich in ein paar Monaten entwickeln wird ;-) Und das find' ich auch gut und richtig so. Es kann doch nicht sein, dass sich jemand ein Spiel kauft und muss es dann erst mal ein halbes Jahr in die Ecke legen und darauf warten, bis die Fehler behoben sind.
        Und wenn sie wissentlich das Spiel so veröffentlicht haben und dachten, die Kunden nehmen das einfach so hin, dann ist das schon fast als Betrug zu werten.
        Und dieses Spiel hier ist ja nicht das einzige was wegen Bugs stark "abgewertet" wurde. Ein ArmA 2 z.B. hat wegen der Bugs ja auch eine niedrige Wertung bekommen, obwohl es riesen Potenzial hat und an sich eine tolle Militärsimulation ist. Auch bei Sacred 2, Iron Front z.B. wurde wegen der Bugs einige Spielspasspunkte abgezogen.
        Natürlich wird es nie eine 100% fehlerfreie Software geben, aber wenn jemand für ein Spiel bezahlt, dann kann er zumindest verlangen, dass die Spielfeatures auch funktionieren, dass alle Missionen abschließbar sind, dass die KI einigermaßen nachvollziehbar agiert.
        Eben, dass das Grundgerüst funktioniert. Das kann und muss jeder bei einem Spielekauf verlangen. Und wenn ein Spiel in diesem Zustand wie hier veröffentlicht wird, das ist einfach nur eine Frechheit. Und da ist es egal ob das Spiel vom Entwickler Popel05 oder EA ist, dann gehört sowas abgestraft.
      • Von Shadow_Man Mitglied
        Zitat von KlexInator
        Liebe PC Games ...
        Ich finds ganz ehrlich... NE SAUEREI ... dieser Test ist in kurzen Worten gefasst... ein Witz, bin an der Stelle verdammt enttäuscht.

        Klar das es einfach extrem verbugt ist.
        Aber man muss dazu sagen, das die Entwickler echt daran sind diese zu beheben und sich auch um ihr Werk kümmern.
        Find es schade das hier sowas nicht berücksichtigt wird. Andere Hersteller sind da nicht so.

        Komischerweise wurden hier viele verbugte Spiele getestet und bei solchen wurde keine Wertung dann rausgebraucht und oder später nach bewertet (hoff hier geschieht dies auch).

        Und dieses Hetzen finde ich ebenso unangebracht. Das Spiel hat Potenzial und macht trotz bugs mehr Spass wie z.B. Endless Space.

        Die Echtzeitkämpfe sind ebenso gelungen (wenn auch verbuggt). Ich find Ihr soltet dem Spiel ne Chance geben.
        Bei einem Test wird immer der "Ist"-Zustand bewertet und nicht, welches Potenzial ein Spiel hat oder wie es sich in ein paar Monaten entwickeln wird ;-) Und das find' ich auch gut und richtig so. Es kann doch nicht sein, dass sich jemand ein Spiel kauft und muss es dann erst mal ein halbes Jahr in die Ecke legen und darauf warten, bis die Fehler behoben sind.
        Und wenn sie wissentlich das Spiel so veröffentlicht haben und dachten, die Kunden nehmen das einfach so hin, dann ist das schon fast als Betrug zu werten.
        Und dieses Spiel hier ist ja nicht das einzige was wegen Bugs stark "abgewertet" wurde. Ein ArmA 2 z.B. hat wegen der Bugs ja auch eine niedrige Wertung bekommen, obwohl es riesen Potenzial hat und an sich eine tolle Militärsimulation ist. Auch bei Sacred 2, Iron Front z.B. wurde wegen der Bugs einige Spielspasspunkte abgezogen.
        Natürlich wird es nie eine 100% fehlerfreie Software geben, aber wenn jemand für ein Spiel bezahlt, dann kann er zumindest verlangen, dass die Spielfeatures auch funktionieren, dass alle Missionen abschließbar sind, dass die KI einigermaßen nachvollziehbar agiert.
        Eben, dass das Grundgerüst funktioniert. Das kann und muss jeder bei einem Spielekauf verlangen. Und wenn ein Spiel in diesem Zustand wie hier veröffentlicht wird, das ist einfach nur eine Frechheit. Und da ist es egal ob das Spiel vom Entwickler Popel05 oder EA ist, dann gehört sowas abgestraft.
      • Von Steffke100 Mitglied
        Wenn dich die Diskussion nicht interessiert, warum beteiligst du dich dann so rege an ihr? Sind die Rechtschreib- und Grammatikfehler in deinen Posts denn ironisch gemeint?
      • Von Enisra Mitglied
        Zitat von Steffke100
        Du hast recht, wozu auf Argumente eingehen? Lass uns lieber die Diskussion beenden, wir sind eh schon ein wenig OT. ;-)

        Ja ne, ich könnte etwas über das "Wir" schreiben, das versuchst da anzuprangern (nicht zu vergessen das auch zu erst nicht mal sagen wolltest), aber der Punkt ist einfach zu langweilig in vergleich zu all den anderen Rechtschreibfehlern die hier rumgeistern
      • Von Steffke100 Mitglied
        Zitat von Enisra
        Ah, verstehe,
        du machst da grade aus einer Mücke einen Elefanten, nur das der Schuss irgendwo nach hinten los geht

        Du hast recht, wozu auf Argumente eingehen? Lass uns lieber die Diskussion beenden, wir sind eh schon ein wenig OT. ;-)
      • Von Enisra Mitglied
        Zitat von Steffke100
        Sitzt du/sitzt ihr mit mehreren vor dem Rechnern?

        Das Lied ist eigentlich recht eindeutig. Ich finde es es relativ albern wenn man "wir" in einem solchen großen Maßstab (Deutschland) verwendet. Oder haben etwa "wir" heute Abend im Fussball verloren? Haben "wir" den Z1 gebaut? Haben "wir" schon 3 Fußballweltmeisterschaften gewonnen?

        Ah, verstehe,
        du machst da grade aus einer Mücke einen Elefanten, nur das der Schuss irgendwo nach hinten los geht
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