Legends of Pegasus im Test: Die unglaubliche Reise in einem verbuggten Raumschiff
In Legends of Pegasus gibt es beinahe mehr Bugs als Sterne im Weltall. Die Katastrophe im Weltall rasselt deshalb natürlich auch mit Pauken und Trompeten durch den PC Games-Test. Schade um die eigentlich guten Ansätze des Spiels.
Als Legends of Pegasus Anfang 2012 angekündigt wurde, war die Begeisterung unter Raumflottenadmiralen und planetaren Gouverneuren groß. Das Erstlingswerk der deutschen Novacore-Studios, gegründet durch zwei Fachinformatiker aus Essen und Duisburg, kombiniert rundenbasierte Verwaltung der eigenen Flotten und Planeten mit Raumschlachten in Echtzeit und sollte die besten Elemente von Master of Orion 2, Ascendancy und Homeworld in sich zu vereinigen: Forschung, Expansion, bebaubare Planetenoberflächen und nicht zuletzt Schiffsdesign, und dazu jeweils eine Kampagne für alle drei spielbaren Völker.
Nur dumm, dass der Titel keiner der genannten Genregrößen trotz aller gut gemeinten Konzepte auch nur ansatzweise das Wasser reichen kann. Nicht zuletzt liegt das an einer überwältigenden Menge an Fehlern und defekten Features - mit ein paar Monaten mehr Entwicklungszeit, viel mehr Sorgfalt und etwas Liebe zum Detail hätte aus Legend of Pegasus tatsächlich ein solides, wenn auch nicht bahnbrechendes Weltraumstrategiespiel werden können - im jetzigen Zustand taugt es nur für die orbitale Müllhalde.
Quelle: Kalypso Media
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Beispiel gefällig? Legends of Pegasus wechselt nicht, wie es im Weltraumstrategie-Genre üblich ist, für Gefechte zwischen feindlichen Raumschiffen auf eine Taktikkarte. Kommen sich gegnerische Schiffe nahe genug, schaltet das Spiel stattdessen nahtlos vom Runden- in den Echtzeitmodus; die Positionen aller Schiffe im Sternensystem werden direkt aus dem Rundenmodus übernommen. Da die Distanzen zwischen einzelnen Planeten oder Asteroidenfeldern riesig sind, kann es vorkommen, dass weit entfernt stationierte Raumkreuzer gar nicht schnell genug am Ort des Geschehens sein könnten, um in die Schlacht einzugreifen. Praktischerweise dürfen aber alle Schiffe während des Echtzeitmodus die Warpgeneratoren anwerfen und mit Überlichtgeschwindigkeit an den Ort des Geschehens rasen. So kommen sie vielleicht spät, aber eventuell noch rechtzeitig an, um einen Kampf zu beeinflussen. Wenn eine Schlacht gewonnen ist und das Spiel zurück in den Rundenmodus wechselt, während einzelne Kreuzer und Fregatten noch per Warpantrieb unterwegs sind, könnt ihr eure Schiffe allerdings vergessen. Sie sind auf der Karte noch sichtbar, lassen sich aber weder anwählen noch kommandieren und gondeln auf ewig als Geisterschiffe durchs All.
Ein anderes Problem tritt auf, wenn der Gegner unverhofft eine Schlacht gewinnt und alle Spielerschiffe vernichtet werden: Legends of Pegasus sieht sich anscheinend nur in der Lage, in den Rundenmodus zurückzuwechseln, wenn alle feindlichen Kräfte zerstört sind. Verliert ihr alle eigenen Schiffe, bleibt ihr ewig im Echtzeitmodus hängen, ohne eine Möglichkeit, das Handtuch zu werfen.
Auch in der planetaren Verwaltung läuft nicht alles glatt. Die Schieberegler, mit denen ihr Steuersätze, Kultur-, Forschungs- und Verteidigungsbudgets einstellt scheinen nur Dekoration zu sein. Egal, welche Einstellungen ihr vornehmt, die Regler schnalzen bei jedem Rundenwechsel zurück auf die Nullposition, was jegliche Planung zunichte macht. Erschwerend kommt hier noch hinzu, dass Legends of Pegasus nicht gerne Informationen preisgibt und durchgehend mit Tooltips oder Anzeigefenstern geizt: Beim Errichten einer Bergbaustation in einem Asteroidenfeld war es uns nicht möglich herauszufinden, ob der Außenposten überhaupt den Betrieb aufgenommen hatte oder was genau er förderte.
Quelle: Kalypso Media
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Das Schiffsdesign ist etwas eingängiger: Aus verschiedenen erforschten Rumpfkomponenten tackert ihr euch ein Wunschvehikel zusammen. Menschen-Schiffe haben einen kantigen Standard-Science-Fiction- Look, die Schiffe der Roboter-Rasse ähneln fliegenden Zitronenpressen und die organischen Gemüseschiffe der dritten Fraktion sehen aus wie überdimensionale Techno-Auberginen. Die leeren Rümpfe dürft ihr in einem Baukastensystem mit Waffen, Reaktoren, Antrieben und Sensoren bestücken. Leider sind Spezialsysteme wie Scanner oder Reparaturmodule im Zweifelsfall sowieso nicht funktionstüchtig. Das macht aber nichts. Die Kämpfe selbst sind nicht besonders taktisch, meist reicht es, die komplette eigene Flotte zu markieren und per Klick auf einen Gegner zu hetzen. Stattdessen müsst ihr euch mit der extrem störrischen Kamera anlegen, die sich zwar bei gedrückter rechter Maustaste rotieren lässt, aber gleichzeitig bei einem Recktsklick an den Ort springt, an dem sich der Mauszeiger befindet - also irgendwo in die Leere am Randbereich des Sternensystems.
Egal ob im freien Spiel oder in der durch spartanisch animierte Zwischenbildchen erzählten Kampagne: Ab und zu lässt sich erahnen, dass Legends of Pegasus durchaus Potential hat und die Entwickler sich zumindest Gedanken über ihr Spiel gemacht haben. Die Weltraumschlachten sehen nicht schlecht aus, falls die störrische Kamera rechtzeitig in Position gebracht werden kann, und vor allem die Musik verdient lobenswerte Erwähnung. Das Grundgerüst des Spiels hingegen ist völlig marode, nichts funktioniert wie es sollte. Wir raten daher, trotz fleißiger Patch- Nacharbeit der Entwickler von einem Kauf dringend ab.

Ich finds ganz ehrlich... NE SAUEREI ... dieser Test ist in kurzen Worten gefasst... ein Witz, bin an der Stelle verdammt enttäuscht.
Klar das es einfach extrem verbugt ist.
Aber man muss dazu sagen, das die Entwickler echt daran sind diese zu beheben und sich auch um ihr Werk kümmern.
Find es schade das hier sowas nicht berücksichtigt wird. Andere Hersteller sind da nicht so.
Komischerweise wurden hier viele verbugte Spiele getestet und bei solchen wurde keine Wertung dann rausgebraucht und oder später nach bewertet (hoff hier geschieht dies auch).
Und dieses Hetzen finde ich ebenso unangebracht. Das Spiel hat Potenzial und macht trotz bugs mehr Spass wie z.B. Endless Space.
Die Echtzeitkämpfe sind ebenso gelungen (wenn auch verbuggt). Ich find Ihr soltet dem Spiel ne Chance geben.
Und wenn sie wissentlich das Spiel so veröffentlicht haben und dachten, die Kunden nehmen das einfach so hin, dann ist das schon fast als Betrug zu werten.
Und dieses Spiel hier ist ja nicht das einzige was wegen Bugs stark "abgewertet" wurde. Ein ArmA 2 z.B. hat wegen der Bugs ja auch eine niedrige Wertung bekommen, obwohl es riesen Potenzial hat und an sich eine tolle Militärsimulation ist. Auch bei Sacred 2, Iron Front z.B. wurde wegen der Bugs einige Spielspasspunkte abgezogen.
Natürlich wird es nie eine 100% fehlerfreie Software geben, aber wenn jemand für ein Spiel bezahlt, dann kann er zumindest verlangen, dass die Spielfeatures auch funktionieren, dass alle Missionen abschließbar sind, dass die KI einigermaßen nachvollziehbar agiert.
Eben, dass das Grundgerüst funktioniert. Das kann und muss jeder bei einem Spielekauf verlangen. Und wenn ein Spiel in diesem Zustand wie hier veröffentlicht wird, das ist einfach nur eine Frechheit. Und da ist es egal ob das Spiel vom Entwickler Popel05 oder EA ist, dann gehört sowas abgestraft.
Ja ne, ich könnte etwas über das "Wir" schreiben, das versuchst da anzuprangern (nicht zu vergessen das auch zu erst nicht mal sagen wolltest), aber der Punkt ist einfach zu langweilig in vergleich zu all den anderen Rechtschreibfehlern die hier rumgeistern
du machst da grade aus einer Mücke einen Elefanten, nur das der Schuss irgendwo nach hinten los geht
Du hast recht, wozu auf Argumente eingehen? Lass uns lieber die Diskussion beenden, wir sind eh schon ein wenig OT. ;-)
Das Lied ist eigentlich recht eindeutig. Ich finde es es relativ albern wenn man "wir" in einem solchen großen Maßstab (Deutschland) verwendet. Oder haben etwa "wir" heute Abend im Fussball verloren? Haben "wir" den Z1 gebaut? Haben "wir" schon 3 Fußballweltmeisterschaften gewonnen?
Ah, verstehe,
du machst da grade aus einer Mücke einen Elefanten, nur das der Schuss irgendwo nach hinten los geht