Zu guter Letzt: Filmkritik zu kantiger Komödie mit Shirley MacLaine
Manchmal versteht man, wieso allzu unfreundliche Damen als Hausdrachen bezeichnet werden - In der Mythologie spuckten die weiblichen Echsen schließlich statt Feuer Gift und Galle. In dieser Komödie spielt Shirley Maclaine allerdings keine herrische Hausdame, sondern die erfolgreiche Geschäftsfrau Harriet- Ein Drachen ist sie trotzdem.
Harriet Lauler war eine erfolgreiche Geschäftsfrau, die alles und jeden unter Kontrolle hatte. Dementsprechend will sie auch bei ihrem eigenen Nachruf das letzte Wort haben. Sie engagiert die junge Journalistin Anne, deren Schreibstil Harriet gefällt. Doch an der resoluten Dame beißt sich auch Anne die Zähne aus. Niemand hat auch nur ein gutes oder wohlwollendes Wort für Harriet übrig. Das will diese nicht akzeptieren und beschließt daher mit Hilfe von Anne ihr Leben zu ändern, bevor es zu spät ist.
Bei dieser weiblichen Ebenezer-Scrooge-Variation ist es vor allem Shirley MacLaine, die der leichten Komödie Format und Kante verleiht. Um sie herum wurde alles und jeder allerdings dermaßen klischeehaft und weichgespült inszeniert, dass sich die Wohlfühlwelt des Films häufig unecht und bieder anfühlt. Starke Momente, wie das untypische Ende eines Treffens zwischen Harriet und deren Tochter, bleiben leider die Ausnahme.
Fazit
Shirley MacLaine macht den Unterschied in dieser verklärt-verkitschten Komödie, der häufig der Bezug zur Realität fehlt.
