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  • Xbox One: "Es ist unsere Schuld" - Anonymer Microsoft-Mitarbeiter räumt PR-Fehler ein

    Die E3-Präsentation von Xbox One endete für Microsoft in einem Fiasko. Der Shitstorm um Online-DRM, Restriktionen bei Gebrauchtspielen, Region Lock und andere Features der Next Gen-Konsole veranlassten den Redmonder Konzern sogar zu einer überraschenden Kehrtwende. Ein anonymer Mitarbeiter von Microsoft räumt nun in einem Brief schwere Versäumnisse ein. Die Vorteile dieses Systems hätten besser kommunizert werden sollen.

    Microsoft hatte mit der Xbox One von Anfang einen schweren Stand. Als der Redmonder Konzern die Next Gen-Konsole auf einem Event im Mai der Weltöffentlichkeit erstmals vorstellte, gab es für die Präsentation viel Kritik. Obwohl bereits bekannt war, dass Microsoft die Videospiele erst auf der E3 2013 in den Vordergrund rückt, ließ sich die Zockergemeinde negativ über die Keynote aus. Auf der Spielemesse in Los Angeles gab Microsoft zwar einen Ausblick auf die Gaming-Highlights von morgen, doch da drehten sich die Diskussionen bereits um geplante DRM-Maßnahmen und Einschränkungen beim Gebrauchtspielmarkt.

    Ein anonymer Mitarbeiter von Microsoft, der in der Xbox Division des Unternehmens tätig ist, hat sich nun in einem Brief an die Spieler gewandt und räumte dabei viele Fehler. Er sei betrübt darüber, dass die geplanten Features nun doch nicht in dieser Form einen Weg in die Xbox One finden werden. Letztendlich läge die Schuld daran allein bei Microsoft. Der Redmonder Konzern hätte die Vorteile nach außen besser kommunizeren sollen, die das neue Modell mit sich bringt. "Stattdessen haben wir zuviel Zeit investiert, gegen die negativen Eindrücke vorgehen, die viele Leute und die Medien erweckt haben." Der Angestellte spricht von 48 Millionen Spielern, die mit der Xbox 360 praktisch alle 24 Stunden online wären.

    Nicht einmal Steam könnte solche Zahlen vorweisen. "Die Leute, die wir zunächst vergrault hätten, würden möglicherweise wieder zurückkehren, wenn sie die Vorteile sehen würden, die wir ihnen angeboten hätten." Microsoft sei zwar ein großer Konzern, aber die Angestellten der Xbox Division würden sich den Gamern immer verpflichtet fühlen. Man hätte sich intern mit der Konzernleitung gestritten, mal mit mehr, mal mit weniger erfreulichem Ausgang. Der anonyme Microsoft-Mitarbeiter bedauert insbesondere, dass das Family-Feature und das Game-Sharing fallen gelassen wurden, dann das seien echte revolutionäre Funktionen gewesen.

    Auch zu Gebrauchtspielen für die Xbox One hat sich der Angestellte geäußert. Obwohl die Publisher nie direkt mit der Bitte 'Tut etwas gegen den Gebrauchtspielmarkt' an Microsoft herangetreten sind, hätte das Unternehmen Forderungen von der Industrie in dieser Richtung wahrgenommen. Durch den Gebrauchtspielmarkt würde die Videospielbranche langsam sterben. Jede Option, das langsame Ausbluten zu stoppen, würde bei der Zockergemeinde auf großen Widerstand stoßen. Er gibt zu, dass Online-Pässe nicht gut integriert wurden, aber mit der Zeit hätte sich daraus möglicherweise etwas Positives entwickelt. Als Beispiel führt er DLCs heran, angefangen mit der unsinnigen Pferderüstung für Oblivion, bietet man nun mit dem Borderlands 2 Season Pass hochwertige Inhalte.

    Die Entwicklung von Videospielen sei per Defintion ein Verlustgeschäft, führt er weiter fort. Anders als bei andere Medien, gäbe es bei Spielen nur eine einzige Einnahmequelle; den direkten Verkauf an uns Gamer. Mit dem Kauf von gebrauchten Videospielen würde man den Entwickler mehr schaden, als beispielsweise mit einer gebrauchten DVD einem Filmstudio. "Viele Gamer bedenken das nicht, wenn sie gebrauchte Spiele erwerben", so der anonyme Microsoft-Mitarbeiter im Brief. Es wäre unmöglich weiterhin Games auf Kinoniveau zu produzieren, wenn die Kosten nicht wieder reingeholt werden können. Der Angestellte stimmt zu, dass das ganze Verwertungssystem der Branche an vielen Stellen krankt. Letztendlich sei jetzt aber alles egal, weil sich ohnehin nichts ändert.

    Der Microsoft-Mitarbeiter schließt den Brief mit der Überzeugung ab, dass die PlayStation 4 nichts weiter sei, als eine Xbox 360 - 2, die Xbox One hingegen sei ein revolutionäres Projekt gewesen. Vor diesem Hintergrund schließt er sich einem früheren Statement von Don Mattrick (Unterhaltungschef von Microsoft, siehe Bild oben) an: All jene, die diese "großartigen Features" nicht haben wollen, sollten einfach bei der Konsole bleiben, die auf den Namen Xbox 360 hört. Den Brief des anonymen Microsoft-Angestellten könnt ihr in voller Länge auf pastebin.com nachlesen.

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    03:20
    Xbox One: Was spricht für die Microsoft-Konsole?
  • Xbox One
    Xbox One
    Hersteller
    Microsoft
    Release
    22.11.2013
    Es gibt 29 Kommentare zum Artikel
    Von RoTTeN1234
    Also darauf antworte ich jetzt nicht allzulange. Ich kann, nicht nur aufgrund meiner langjährigen "Gamererfahrung",…
    Von Cibox
    Ich würd mal sagen, dass du bei deinen Prozentangaben noch mal 10-15% draufschlagen kannst. Bsp.: Tomb Raider das…
    Von Fresh1981
    @Imp3y: Wo hast Du denn nach 3 Monaten ein Vollpreisspiel für unter 10euro bekommen? Sei mal Realistisch. Zum Thema…
    • Es gibt 29 Kommentare zum Artikel

      • Von RoTTeN1234 Erfahrener Benutzer
        Also darauf antworte ich jetzt nicht allzulange. Ich kann, nicht nur aufgrund meiner langjährigen "Gamererfahrung", sondern auch aufgrund andere Umstände durchaus nachvollziehen, was dahinter an Arbeit steht. Auch das Risiko. Dass 2-3 mäßige Spiele durchaus nahezu finanziellen Ruin darstellen können, hat…
      • Von Cibox Erfahrener Benutzer
        Zitat von Blasterishere
        Es ist sehr ungesund für Entwickler/Publisher ein Game bei 50€ für immer zu lassen, denn keine verkäufe mehr gibt keine gewinne mehr. Nachdem eine bestimmte Anzahl an Games verkauft wurden macht ein Titel alle ausgaben wett und macht gewinn. Die Zahlen der…
      • Von Fresh1981 Erfahrener Benutzer
        @Imp3y: Wo hast Du denn nach 3 Monaten ein Vollpreisspiel für unter 10euro bekommen? Sei mal Realistisch. Zum Thema kosten. Bei Cod kann man das nachvollzihen. Aber Fifa als Beispiel denke ich muss man anders bewerten. Lizenzen kaosten jahr für Jahr neues Geld, Statistiken müssen überarbeitet werden. Also…
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Xbox One
Xbox One: "Es ist unsere Schuld" - Anonymer Microsoft-Mitarbeiter räumt PR-Fehler ein
Die E3-Präsentation von Xbox One endete für Microsoft in einem Fiasko. Der Shitstorm um Online-DRM, Restriktionen bei Gebrauchtspielen, Region Lock und andere Features der Next Gen-Konsole veranlassten den Redmonder Konzern sogar zu einer überraschenden Kehrtwende. Ein anonymer Mitarbeiter von Microsoft räumt nun in einem Brief schwere Versäumnisse ein. Die Vorteile dieses Systems hätten besser kommunizert werden sollen.
http://www.pcgames.de/Xbox-One-Konsolen-232351/News/Xbox-One-Microsoft-raeumt-PR-Fehler-ein-1075485/
21.06.2013
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2013/05/Xbox_One_Enthuellung_0011.jpg
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