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XIII (PC)

Release:
20.11.2003
Genre:
Action
Publisher:
Ubisoft

XIII

28.11.2003 15:00 Uhr
|
Neu
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Leise Sohlen, dumme Gegner

Schriftzüge wie „Arrrr“ oder „Nooo“ lassen Comic-Atmosphäre aufkommen. Eingeblendete Standbilder links oben vertiefen diesen Eindruck. Schriftzüge wie „Arrrr“ oder „Nooo“ lassen Comic-Atmosphäre aufkommen. Eingeblendete Standbilder links oben vertiefen diesen Eindruck. In XIII stapfen Sie durch ein Schneegebiet, während der Feind mit Raketenwerfern auf Sie feuert. Sie hüpfen von Eisscholle zu Eisscholle, während es unter Ihren Füßen verdächtig knirscht und kracht. Sie weichen auf einer Seilbahn den feindlichen Kugeln aus, stürzen anschließend in die Tiefe und retten sich knapp mit
einem Haken. Sie kriechen durch Lüftungsschächte, balancieren auf Felsvorsprüngen und beschießen einen Helikopter mit schweren Geschützen. Kurz: Sie erleben allerhand Abenteuer. Häufig lautet die Maxime dabei: Bloß keine Aufmerksamkeit erwecken. Sie pirschen sich von hinten an Gegner heran und schalten selbige mit einem Genickschlag aus. Bewusstlose nehmen Sie huckepack, um sie aus dem Sichtradius der Verfolger zu bringen - oder lassen es sein. Es ist nicht unbedingt nötig, möglichst unauffällig zu bleiben. Das liegt vor allem an der KI der Gegner, die in diesem Falle die Übersetzung "Keine Intelligenz" verdient. Da entdeckt ein Wachposten zum Beispiel, dass sein Partner mit offensichtlich schweren Wunden am Boden liegt. Besagte Wache beugt sich über den Verletzten, ein Fragezeichen über deren Kopf soll wohl angestrengtes Nachdenken signalisieren - und schließlich ist der Vorfall so gut wie vergessen, die Wache dreht weiter ihre Runden, als sei nichts geschehen.

Grund zum Ärgern: das Speichern

Sie suchen mit Ihrer Partnerin hinter einem Dach Schutz, um den Scharfschützen auf dem gegenüberliegenden Hochhaus zu entgehen. Sie suchen mit Ihrer Partnerin hinter einem Dach Schutz, um den Scharfschützen auf dem gegenüberliegenden Hochhaus zu entgehen. Ein Fluch scheint PC-Spiele zu verfolgen, die auch auf Konsolen erscheinen: Das Speichersystem ist in neun von zehn Umsetzungen ein Ärgernis - so auch bei XIII. Gespeichert wird, sobald Sie einen Checkpoint erreichen. Die wurden so platziert, dass sie entweder überflüssig sind oder zu selten. Häufig befindet sich ein solcher Checkpoint kurz vor einer Zwischensequenz. Weil sich Cutscenes nicht abbrechen lassen, werden Sie diese schnell auswendig kennen. Ubisoft hat jedoch angekündigt, das Speichersystem bis zur finalen Version noch zu überarbeiten und eine richtige Quicksave-Funktion einzubauen. XIII ist unterm Strich ein sehr schöner Ego-Shooter, der, wie im Genre derzeit leider so üblich, nur knapp zwölf Stunden Spielzeit bietet. Trotzdem empfehlenswert!

PC GAMES-
Spielspaß-Wertung:
82 %
Leserwertung
(0 Votes):
-
   
Thomas Weiß
XIII zu spielen, das ist in etwa so, als würde man einen Comic lesen, der zum Leben erwacht.
Die Optik von XIII ist weder spektakulär noch hardwarehungrig, sie ist einfach nur schön: Den Comic-Stil haben die Entwickler sehr ordentlich hinbekommen, auch wenn die Außenlevels teilweise wie eine gekünstelte Filmkulisse anmuten. Schaut man tiefer als bis zur ungewöhnlichen Grafik, so bleibt XIII ein Shooter, der zwar von vorne bis hinten sehr solide, spannend und spielenswert ist, aber im Großen und Ganzen nichts Besonderes bietet. Man schießt ein bisschen auf Gegner, schleicht zur Abwechslung auch mal (und ärgert sich dabei über die haarsträubend miese Gegner-KI), lauscht den humorvollen Dialogen der Feinde, versucht, die recht komplizierte Story zu entwirren – und ist nach rund zwei Tagen durch. Trotz der fehlenden Schnellspeicherfunktion. Ego-Shooter-Fans werden mit XIII ihre Freude haben, doch wenn Ihnen Innovation wichtiger als Comic-Grafik ist, dann warten Sie besser auf Far Cry.
   
Moderation
28.11.2003 15:00 Uhr
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