Mal etwas Anderes
Die Standbilder am oberen Bildschirmrand geben an, ob und wie stark ein Gegner getroffen wurde.
Wahrscheinlich werden Sie sich in den ersten Spielsekunden fragen: Habe ich etwas Schlechtes gegessen? Denn das Bild auf dem Monitor verschwimmt seltsam, Farben gehen ineinander über und ein merkwürdiges Echo begleitet Geräusche. Keine Bange, es liegt nicht an Ihnen, sondern an den künstlerischen Ausschweifungen der Entwickler: Die haben mit XIII einen optisch sehr eigenwilligen, aber wunderschönen Shooter geschaffen. Sie schlüpfen darin in die Rolle von ... ja, wem eigentlich? So ganz offenbart sich Ihre Identität erst im Verlauf des Spiels. Am Anfang tappen Sie im Dunkeln, denn Sie leiden an Amnesie (was auch der Grund der quirligen Optik ist): Das Meer spült Sie an, während sich aus der Ferne eine Blondine im Baywatch-Badeanzug nähert und fragt, ob alles in Ordnung sei. Dumme Frage. Ein paar Minuten später liegen Sie auf einem Bett und wollen gerade etwas sagen, als bewaffnete Männer das Haus stürmen. Man sucht nach Ihnen! Und Sie wissen sich erstaunlich gut zu wehren ...
Vom Buch zum Film zum Spiel
XIII bietet Kino-Atmosphäre.
In den 36 Missionen sammeln Sie sukzessive Gedankenfragmente, um am Ende eine obligatorische Verschwörung aufzudecken, die sich um ermordete Präsidenten und fehlgeschlagene Experimente dreht. Die Geschichte orientiert sich dabei lose an Robert Ludlums Agenten-Klassiker Der Borovski-Betrug. Das Buch wurde verfilmt und lief vergangenes Jahr unter dem Namen Die Bourne Identität im Kino. Ebenfalls aufgegriffen haben das Thema übrigens die Zeichner Jean van Hamme und William Vance in einem Comic - und genau den nahmen die Entwickler als Vorlage für XIII. Kurz nach dem furiosen Start am Strand betreten Sie - genau wie im Film und im Buch - eine Bank, um den Inhalt eines mysteriösen Schließfachs zu prüfen. Doch das Pech folgt Ihnen auf Schritt und Tritt: Der Inhalt des Safes ist eine Bombe, die ein gewaltiges Loch in die Wand reißt. Weil zum Nachdenken keine Zeit bleibt und die Bankangestellten bereits wie verrückt auf den Alarmknopf hämmern, nehmen Sie in Ego-Shooter-Manier Reißaus: durch Lüftungsschächte hindurch und an Ventilatoren vorbei, hinein in Räume, in denen aufmerksame Sicherheitsleute nach Ihnen suchen.
Mit Wattebällchen werfen
Immer dann, wenn sich die Hauptfigur an etwas erinnert, kommt es zu solchen bizarren
Bildern.
Doch sobald Sie einen Gesetzeshüter lebensgefährlich verletzen, ist das Spiel verloren - XIII bleibt stets politisch korrekt. Da kommt es streckenweise zu aberwitzigen Verfolgungsjagden: Sie hechten von einer Tür zur nächsten, um möglichst nicht offen dem Feuer der Sicherheitsbeamten ausgesetzt zu sein, und schnappen sich dabei Stühle, Aschenbecher, Glasscherben und andere Utensilien, um selbige mit Schwung auf Ihre Feinde zu werfen. In einer Situation nehmen Sie eine Bankangestellte als Geisel, halten ihren Körper schützend vor den eigenen und marschieren langsam an etlichen Polizisten vorbei, die ihre Waffen auf Sie richten. Mit Schnellfeuer- und Scharfschützengewehren, Granatwerfer und Schrotflinten ballern Sie später auf richtige Gauner. Die stürzen bei einem Treffer theatralisch von Klippen oder über Geländer, begleitet von einem "Arrrgh"-Schriftzug - die Gefechte laufen ab wie in einem Comic. Die Lautmalerei hilft Ihnen auch in Schleichmissionen. Immer dann, wenn hinter Wänden ein "Tip Tap" erscheint, wissen Sie: Vorsicht, da ist jemand! So können Sie Angriffe genau timen.
Mal was anderes
In der zweiten Mission nehmen Sie eine Bankangestellte als Geisel (und lassen diese später natürlich wieder frei!), um in den Fahrstuhl flüchten zu können.
In Schlüsselszenen kommt es zum Flashback: Der Bildschirm wird grell, die Umgebung verändert sich und schimmert in hellen Farben - es ist ein surreales Gefühl, fast wie in einem Albtraum. Wir finden: coole Art, eine Geschichte zu erzählen! Auch wenn Sie gerade nicht am Traumwandeln sind, schaut XIII erfrischend anders aus: Ein fetter schwarzer Rand umrahmt Texturen und knallige Farben ohne Abstufungen dominieren das Bild. XIII ist der erste Ego-Shooter auf dem PC, der die so genannte Cel-Shading-Technologie verwendet. Als Grafikmotor dient übrigens die aktuelle Version der fähigen Unreal-Engine, was vor allem in den visuell imposanten Außenarealen zur Geltung kommt.


outlaws?
nie davon gehört...
war wohl von Deiner Zeit. OUTLAWS kam im Frühjar 1997 (!) auf den Markt
die story und das drumherum soll ja richtig gut sein.wenn die das cellshading weggelassen hätten,hatte ich mirs wenigstens schonmal angeschaut.mich hat das schon auf'm gamecube bei "Cellda" angestört.und deshalb hab ich's auch links liegen lassen.
ich werd mich damit warscheinlich nie anfreunden.
Weiss noch die Dynamitstangen die man selber noch anzünden musste. Und der geile Revolver....
Das war der Anfang vom Comicshooting!
Greez NeoGhost